Interview: Zweieinhalb Jahre als Tauchlehrer im Ausland

Ein junger Schweizer arbeitete, während einer 31-monatigen Auszeit, auf unterschiedlichen Kontinenten als Tauchlehrer.

25.10.2018, Stefan, SWISS DIVERS

Es ist Samstagnachmittag und Jonas sitzt mir im Intercity gegenüber. Während er spricht wechseln seine wachen blauen Augen, immer wieder von mir zum Thunersee, welcher gerade am Fenster vorüberzieht. Der 24-Jährige und sein jüngerer gehörloser Bruder waren im Berner Oberland montainbiken. Ich begleite Jonas für dieses Interview, auf seinem Weg zurück zur Studenten-WG in der Nähe von Bern, wo er derzeit wohnt. Während dem Gespräch, blickt er mir immer wieder direkt in die Augen, wenn er etwas besonders betonen möchte.

Ich hatte Jonas vor etwa zwei Jahren auf einem Tauchboot in Australien kennen gelernt. Er ist seit einigen Jahren, unter seinem richtigen Namen, Mitglied des SWISS DIVERS-Forums, will aber für dieses Interview anonym bleiben. Deshalb nennen wir ihn in diesem Text Jonas.

Wo überall hast du als Tauchlehrer gearbeitet während den 31 Monaten?

In New Zealand habe ich das IDC/IE* gemacht und für fünf Monate erste Erfahrungen als Instructor gesammelt. Über die Sommersaison 2017 arbeite ich in Malta auf einer von Deutschen geführten Tauchbasis. Über Weihnachten/Neujahr 2018 war ich für zwei Monate auf den Molukken als Aushilfe bei einem befreundeten Basisbesitzer angestellt.

(* IDC = PADI Instructor Development Course – Tauchlehrerausbildung / IE = PADI Instructor Exam – Tauchlehrerprüfung)

Vorschläge für den nächsten Interview Gast?

Wir werden versuchen zweimal Jährlich ein Interview mit einem Taucher zu veröffentlichen. Diese Interviews wollen wir mit ganz normalen Menschen die etwas besonderes erlebt haben oder tun führen. Es soll ein klarer Bezug zur Schweiz und zum Tauchen bestehen. Der Interview-Gast sollte zudem etwas zu erzählen haben, was andere Taucher interessieren könnte.

Falls es Vorschläge gibt, nehmen wir diese gerne unverbindlich über das Kontaktformular entgegen.

Das SWISS DIVERS-Team.

Was hast du sonst noch alles getan während deiner Zeit im Ausland?

Ich leistete einen sieben-monatigen Zivildienst-Einsatz im Ausland, für ein Schweizer Hilfswerk. Ich reiste und machte Fun-Tauchgänge in New Zealand, auf Fiji, in Australien, Papua New Guinea, Thailand, Singapur und Malaysia. Zweimal war ich auch für eine Woche in der Schweiz um erneut loszuziehen.

Wo und wann wurdest du mit dem Tauch-Virus infiziert?

Im Alter von 16 Jahren, nahm ich an einem Schnuppertauchen in Thailand teil. Ich war so begeisterst davon, dass ich gerne sofort einen Tauchkurs begonnen hätte. Ein halbes Jahr später, während den Sommerferien 2011, bekam ich die Möglichkeit an einem CMAS*-Kurs (CMAS-Ein-Stern) in Griechenland teilzunehmen. Danach begann ich regelmässig in der Schweiz zu tauchen. Die Faszination die das Tauchen auf mich ausübt, hat auch nach inzwischen weit über 1’000 Tauchgängen nicht nachgelassen.

Wie kam es dazu, dass du für 31 Monate ins Ausland gingst?

Ich wusste schon als Kind, dass ich einmal für längere Zeit im Ausland leben möchte. Fremde Länder und Kulturen faszinierten mich schon lange.

Als ich im Sommer 2013 mit grosser Begeisterung den CMAS*** (CMAS-Drei-Stern-Taucher) absolvierte, entstand in mir die Frage: Was kommt als nächstes? Während den Herbstferien 2013 in Ägypten, traf ich eine 23-jährige Schweizer Tauchlehrerin, die mir erzählte, dass sie gleich nach der Lehre, die Schweiz verliess und seither auf unterschiedlichen Kontinenten als Tauchlehrerin arbeite. So entstand in mir die Idee, früher oder später dasselbe zu tun.

Damals hatte ich gerade das letzte Jahr meiner Elektroniker-Lehre begonnen und ich machte mir, intensiver als je zuvor, Gedanken darüber, was nach der Lehre kommen soll? Ich wusste, dass ich studieren wollte. Aber auch eine Auszeit wollte ich nehmen, um die Welt zu erleben.

Nach einiger Zeit verwoben sich alle diese Fragen und Wünsche in meinem Kopf zu einem Plan. Dieser lautete: “Als Tauchlehrer im Great Barrier Reef zu arbeiten und so die Zeit im zu Ausland finanzieren.”

Weshalb arbeitest du schlussendlich in New Zealand und nicht in Australien?

Dies hat mit den Visumbestimmungen in Australien zu tun. Im Gegensatz z.B. zu deutschen Staatsbürgern ist es für Schweizer sehr viel schwieriger in Australien ein Arbeits-Visum zu bekommen. In New Zealand war dies einfacher.

Wie hast du das IDC/IE erlebt?

Es waren zwei ein-halb extrem anstrengende Wochen. Der psychische Druck den ich mir selbst während dem IDC aufbaute, war grösser als vor der Lehrabschlussprüfung oder der Matura. Ich hatte grosse Mühe abzuschätzen, wo ich mit meinen Lernfortschritten genau stand. Im Nachhinein gesehen stellte sich das IE als viel leichter heraus, als ich erwartete und ich war schlussendlich der “Klassenbeste” am IE.

Während dem IDC mussten viele Inhalte, in kurzer Zeit gelernt werden. Da ich selbst nie eine PADI Divemaster-Ausbildung gemacht hatte, fehlten mir einige PADI-spzifische Inhalte, die alle anderen Instuctor-Kandidaten schon kannten. Z.B. die aus meiner Sicht nicht mehr ganz zeitgemässe und unnötig komplizierte RDP/eRDP-Tabelle. Als CMAS-Taucher greift man zu richtige Dekotabellen, denen ich bis heute weit mehr vertraue als der RDP.

Nachdem ich nun über 200 Tauchschülern selbst unterrichtet habe, steht für mich fest, dass das IDC/IE nur bedingt auf die reelle Arbeit auf einer Tauchbasis vorbereitet. Was man während des IDCs vor allem lernt, ist das Suchen und richtige Interpretieren der PADI-Standards. Alles andere, was man nach meiner Meinung einem Tauchlehrer-Anwärten beibringen sollte, vermittelt das IDC zu oberflächlich oder gar nicht.

Ich hatte das Glück, dass ich nach bestandenem IDC/IE in einem Team mit erfahrenen Tauchlehren arbeiten konnte und von ihnen sehr viel lernen durfte. Dies reicht vom Umgang mit den Kunden, bis zur Seemanschaft auf dem Tauchboot.

Wie erlebtest du die Arbeit als Tauchlehrer?

Das Guiden wie das Unterreichen von Tauchschülern begeistert mich gleichermassen. Jeden Tauchgang, egal ob im Meer oder im Pool genoss ich. Der Umgang mit den Kunden war gross mehrheitlich sehr bereichernd. Touristen sind in der Regel relaxed, gut gelaunt und dankbar. Dies macht vieles einfacher. Ich arbeite auch gerne handwerklich; z.B. beim Revidieren von Flaschen, Automaten oder Bootsmotoren.

Die Arbeit auf einer Tauchbasis ist aber ziemlich streng: Neben der Müdigkeit, hervorgerufen durch die dauernde Stickstoffbelastung und der körperlichen strengen Arbeit auf dem Boot, waren vorallem die lagen Präsenzzeiten belastend. Man arbeite in der Hochsaison oft 14 oder mehr Stunden pro Tag und dies 7 Tage die Woche. Manchmal – vorwiegend im der Vor- und Nachsaison – gab es aber auch Tage oder Wochen an denen keine Kunden und somit auch keine Arbeit vorhanden war.

Obwohl es hin und wieder Unstimmigkeiten gab, erlebte ich die Zusammenarbeit in allen Tauchbaisis-Teams, als sehr positiv. Es entstanden mehre, wirklich gute Freundschaften.

Was war das schwierigste Erlebnis, dass du als Tauchlehrer gemacht hast?

Sehr schwierig waren nie zufriedene Kunden, die am Ende sogar drohen mich zu verklagen, weil sei keinen Hai gesehen hätten. Sehr anstrengend waren auch sinnlose Diskussionen mit einigen Teammitgliedern, welche nur über die Erfahrung von etwa 120 Warmwassertauchgängen am gleichen Ort verfügten. Sie benahmen sich teilweise, als hätten sie das Tauchen erfunden, waren aber unfähig zu verstehen, dass man Vieles auch anders machen kann, als sie es kannten.

Wie konntest du diese 31 Monate finanzieren?

Einerseits verdiente ich natürlich als Tauchlehrer etwas. Die Löhne sind zwar bescheiden, aber gerade genug um davon zu leben. Auf der anderen Seite hatte ich zwei Jahre lang gespart, als ich noch in der Schweiz arbeitete. Weil ich damals günstig bei meinen Eltern wohnen konnte, kam einiges zusammen. Dies gab mir einen deutlich grösseren finanziellen Spielraum, als ihn viele andere Reisende in meinem Alter und vielen meiner damaligen Mitarbeiter hatten. Ich reiste als Backacker und übernachtete in gütigen Hostels. Auf den Tauchbasen bekam ich jeweils Kost und Logis, was meine eignen Kosten klein hielt.

Das IDC/IE habe ich zu 50% bezahlt und zu 50% mit Arbeit abgegolten. Dies entlastete das Reisebudget zusätzlich, machte mich aber gleichzeitig nicht zum Sklaven der Tauchbasis. Ich war Kunde und Mitarbeiter zugleich. Ich konnte deshalb jederzeit drohen, am Ende nicht zu bezahlen.

Wo war das Tauchen am besten?

Sehr gut gefallen hat mir das Tauchen bei Kavieng auf New Ireland in Papua New Guinea. Solch üppige Riffe und so viele Fische wie dort habe ich zuvor noch nie gesehen. Jedoch auch das Mittelmeer rund um Malata hat mich sehr positiv überrascht. Die riesigen Kelpwälder in New Zealand habe ich nach anfänglicher Skepsis, wirklich auch lieben gelernt. Die Artenvielfalt in diesen Wäldern ist grösser als in tropischen Riffen. Was das Tauchen anbelangt, war ich hingegen vom Great Barrier Reef in Australien sowie von Malaysia und Thailand eher enttäuscht.

Wie hat dich die Zeit im Ausland persönlich verändert?

Ich bin offener geworden für andere Menschen. Ich bin zwar immer noch eher introvertiert. Trotzdem bemerke ich zurzeit immer wieder, dass es mir viel leichter fällt, mit anderen in Kontakt zu treten, als noch vor zwei Jahren.

Ich kenne auch mich selbst viel besser als zuvor. Ich bin mutiger geworden, wirklich mich selbst zu sein und so zu leben wie ich es möchte. Andere beeinflussen mich heute weniger stark mit ihrer Meinung.

Was würdest du anderen raten, die eine ähnlichen Auszeit machen möchten?

Als ich damals mein Umfeld über meine Pläne informierte, gab es die mehr oder weniger immer gleichen Reaktionen: Nach einem ersten “Wow! Cool!” folgte jeweils einer Bemerkung wie: “Das würde ich auch gerne machen, aber ich kann nicht, weil…” Darauf folgen die unterschiedlichsten Begründungen: Zu alt, zu jung, zu beschäftigt, zu arm, zu wenig mutig, zu unerfahren, gerade in Ausbildung, Kinder, verheiratet, ect.

Ich möchte allen jenen die sich zurzeit überlegen, eine längere Auszeit zu machen und allen die damals diese Begründungen formulieren, sagen: Ich war auch zu jung, zu beschäftigt, zu arm, hatte Ängste, war unsicher, war in keiner Weise erfahren, war in Ausbildung und trotzdem war es möglich! Das genaue Planen und das komplette Loslassen der gewohnten Umgebung, gaben mir am Ende die nötige Sicherheit um es zu tun. Und heute will ich wirklich betonen, dass ich keinen Augenblick bereue, es gewagt zu haben.

Gib dir einen Ruck und wage es einfach! Träume nicht nur davon. Versuche nicht so schnell wie möglich zu gehen. Nimm dir mehrere Jahre Zeit für die Vorbereitungen. Recherchiere, plane ganz genau und langfristig.

Wie sieht deine Gegenwart und Zukunft aus?

Ich gehöre nun seit drei Monaten zum Team einer kleinen Tauchschule, in der Nähe von Bern. So ist es mir möglich, in meiner Freizeit, hin und weiter Tauchschüler zu unerreichten. Die ersten Kurse durfte ich bereits leiten.

Ich habe im Sommer mit einem berufsbegleitend Elektro- und Informationstechnik-Studium begonnen. Deshalb kann ich nun für die nächsten 8 Semester nicht einfach wieder ins Ausland gehen und dort arbeiten. Neben dem Studium arbeite ich zu 60% als Elektroniker. Ich arbeite an Entwicklungs-Projekten mit, was mindestens ebenso spannend ist, wie Tauchschüler zu unerreichten.

Was nach diesen vier Jahren Studium sein wird, weiss ich noch nicht. Ich muss nicht alles über meine Zukunft wissen und vorausplanen. Sonst wäre das Leben nicht mehr spannend.

Jonas, vielen Dank für dieses Interview. Und immer gut Luft!

Kurs rEvo Rebreather im Thunersee

Sven lernte ich in Südfrankreich beim Wrack Trimix Tauchen kennen (siehe Foto).

Nach etlichen Mails hin und her zur Vorbereitung und für die Planung, kam er Freitag Abends bei mir zu Hause an. Bereits nach dem Nachtessen fanden die ersten Theorielektionen statt (erst noch alles in englisch). Er fühlte sich etwas gestresst, hatte er doch ja gesagt, dass wir Sa nachmittag mit am TCT Bootstauchgang dabei wären. Er wollte es nicht wissen, dass ich trotz fehlendem Deckel schon etliche Stunden mit dem Gerät im Wasser verbrachte (und überlebte…).

 

Sa Morgen das Gerät vorbereiten (resp. überprüfen) und dann minutiös den Tauchgang vorbereiten. Etwas verspätet trafen wir im Güetital ein. Nach einer kurzen Überfahrt sprangen wir vor Nastel / Ankerplatz ins Wasser. Mit ein paar Übungen ging die erste Kursstunde rasch zu Ende. Dabei fühlte ich mich immer wieder wie ein Anfänger, der nicht recht tarieren konnte. Dafür forderte ich Sven unter Wasser heraus: Er flutete seine Maske nur zur Hälfte und leerte sie wieder, dann forderte er mich auf, das selbe zu tun. Ich nahm die Maske ganz ab, OK Zeichen und zog die Ersatzmaske aus der Beintasche auf… Er musste es mir dann nachmachen und die Kälte gefiel ihm gar nicht. Auch Stagehandling war nach dem 1. Mal für den Rest des Kurses erledigt. Er hatte nur relativ kleine Boltsnaps und die beweglichen D-Ringe montiert und nun trug auch er Trocki-Handschuhe…

Sven mit seinem Jeep
Wir beide nach dem 1. offiziellen Tauchgang

Die restlichen Tauchgänge unternahmen wir im Hang vor dem Hotel Bellevue. Die Tage waren gefüllt mit den Vorbereitungen der Gerätes, Theorie, Nachbesprechungen, Tauchen etc. Dienstagabends hatte Sven dann nach 2 Bier länger für die Korrektur der Theorieprüfung als ich zum Ausfüllen.

Mind. 60min ware wir jeweils im Wasser, sogar mal 2 ganze Stunden, so dass mit den 6 Tauchgängen fast 600min zusammenkamen.

Der erste Tauchgang diente noch dazu, mit dem Gerät im normalen Zustand umzugehen. Dann ging es immer darum, Probleme zu erkennen und dann richtig zu reagieren. Unter anderem gelang es Sven, mir das Sauerstoff Ventil zuzudrehen, ohne dass ich es merkte, erst als der O2 Gehalt sank und ich gemäss Vorgehen dann das Ventil drehte, fand ich das geschlossene Ventil. Die nächsten Male habe ich es dann gespürt, wenn er hinter meinem Rücken am Gerät rum fingerte. Auch fanden die Übungen immer tiefer bis max. 40m statt.

Kalk packen

 

Gerät checken -> Unterdruck

 

Stage (Bailout) analysieren und beschriften

 

Meine Erfahrungen als ‘Offen’ Taucher halfen zum Teil (Maskenwechsel, Stagehandling, Gaswechsel, Boje setzen, …), aber es gibt auch Reaktionen, die ich nun für den Rebreather umlernen muss: So ist es beim Offen-tauchen üblich, dass bei Problemen mal etwas aufgestiegen wird und dann erst überlegt wird. Anders beim Rebreather: zuerst überlegen, denn ein Aufstieg (auch nur 10m) kann das Problem vergrössern, wie z.B. bei zuwening O2 im Gas, dafür hat man im Kreislauf meisten ein paar Atemzüge Zeit, zu überlegen. Auch wird bei einem Leck/Gasverlust bei Rebreather zuerst mal alle Ventile geschlossen, dann erst das Leck gesucht. Auch bei geschlossenen Ventilen kann man 1-2 Minuten atmen. Anders beim Offen-Tauchen: zuerst alle Hähnen schliessen, ohne zuerst zu überlegen, kann das Problem noch verschärfen.

Nach dem Kurs beginnt nun die Zeit des Selberlernen und Üben.

Das D18 wird nur noch eine begrenzte Zeit bei mir haben.

Gasplanung Trimix am Beispiel 135m / 155min vom 25.7.09

Schon öfters wurde hier gefragt, wie so eine Gasplanung eines TMX TG’s über 100m aussehen könnte.

Hier mal ein Beispiel:

Bilder 135-155-a & 135-155-b zeigen das Log aus dem VR3

 

Bild 135-155-c zeigt den Versuch, nachträglich den TG im Decoplaner nachzustellen:

 

  • mit 18m/min runter & mit 9m/min hoch.

Nach Erinnerung (direkt nach dem TG) stimmen folgende Eckwerte so:

  • bei 9min unten auf 130m, bei 16min die 130m wieder verlassen -> mein Absinken von 130 auf 135 ergibt etwa 134 im Schnitt.
  • Dauer, nach der ich das Wasser hätte verlassen können, war beim einen VR3 um die 145 min (beim 2. 10min länger -> daher dauerte der TG 155min)
  • CNS war bei 95%

Ich habe aber den Eindruck, dass wir mit dem VR3 in der unteren  Hälfte schneller hoch gingen. Eher von 130 bis zum 1. Tiefenstopp mit ca. 15m/min.

So, im Decoplaner kann man nur das Atemvolumen für das Bottommix und für die Decogase in globo eingeben. Wenn ich nun mit den Atemvolumen spiele, dann vergleiche mit dem Verbrauch pro Flasche (Druck Beginn – Druck Ende), dann ergibt sich folgendes gemäss Bild 135-155-d

 

Was fällt da auf?

  • Der doch hohe Verbraucht im Bottommix mit ca. 31l/min
  • der wechselnde Verbrauch  bei den Stages -> der sehr tiefe Verbrauch bei den beiden Travelgas versus die beiden Deko Gase, mir wäre es umgekehrt lieber. Aber ich vermute, dass da die Simulation nicht ganz die Wahrheit darstellt. Meiner Erinnerung nach bin ich zwischen 110 und hoch bis zu 30m immer wieder über 10m/min Aufstieg gewesen. Dies würde bedeuten, dass ich gegenüber der Simulation kürzer am Travelgas hing und dafür länger an den Dekogasen ‘nuckelte’. In der Summe wird es aber stimmen und der Gasverbraucht liegt da im Schnitt unter 20l/min.
  • Für mich bedeutet dies, dass ich mit 30l/min für das Bottom + mit 20l/min für die Stages rechne und für die Gase, mit denen ich runter gehe auch ‘aufrunde’.
  • Und beim Tauchen mir mehr Gedanken mache, mit dem Bottommix ruhiger zu werden.
  • Dies, indem ich beim abtauchen möglichst wenig Gaswechsel vornehme (lieber ruhiger und etwas länger am Bottommix als kürzer und mehr Verbrauch)
  • Sehr konsequent die Wasserlage trimme (u.a. keine Stahlflaschen mehr als Stages)
  • Vor dem Abtauchen wirklich auf 10m mehrere Minuten ruhig werde
  • Vor dem Umziehen ruhig in mich gehe (Meditation o.ä.)

Nur damit es klar ist –> dies ist keine Anleitung für einen Tauchgang, dieses Profil / Vorgehen gilt nur für mich.

Schon mal jetzt merci für diese 1. Kommentare.

Daher noch folgende Ergänzungen, was meine Gedanken/Überlegungen hinter dieser Planung sind:

  • Der Wärmehaushalt bestimmt die Gesamtedauer -> hier war es so, dass es oben ab 20m ca. 12°C und über 6m sogar über 16°C war (Thunersee im Sommer)
  • Meine Gasplanung/Reserve geht davon aus, dass ich auch bei dem Verlust einer Stage immer noch mit einem Drittel pro Flasche aus dem Wasser komme.
  • Meine Risikoüberlegung (resp. auch die meines Buddy) ist es, dass höchstens 2 Dinge schief gehen (z.B.  Stage verloren plus sonst wegen etwas ein hoher Verbrauch) und ich dann immer noch autonom aus dem Wasser gemäss Dekoplan komme.
  • Ich ‘spiele’ diese Szenarien beim Planen/Vorbereiten immer durch. Daher versuche ich dann nach dem TG herauszufinden, wo die Differenzen des erlebten TG’s zur Planung sind.
  • Was nun, wenn 3 oder noch mehr Dinge schief gehen?
    • 1.  erhalte die Gasreste vom Buddy, resp. gebe sie ihm
    • 2. wenn das nicht genügt, dann geht der Buddy aus dem Wasser, holt Gas und ist in max 90min kommt die Stage an der Leine der Boje runter.
    • Angenommen ich verliere den O2 (ab 6m) & das 50/20 (ab 21m), dann würde der Reihe nach die Stages geleert.  Mit 70bar in der D18 (36l) (hier in diesem TG mit ‘nur’ 10%O2 ergibt mind. 10m Tiefe, aber fast kein Abbau der Deko) da werde ich auf 21m diese Zeit relativ locker überbrücken. Mit 16° wird es auch nicht zu kalt, aber kalt tut weniger weh als DCS/DCI

cavetenshi + Walter haben recht, je mehr Stages, desto höher der Gasverbrauch, drehen mit D18 & 6 Stages ist nicht so einfach, mehrfache TG’s rein nur zum Handling der Stages und der Trimmung  sind nötig -> dauernd wird etwas optimiert. Ich erlebe es so, wenn ich auf 10m wirlich schön eine Weile mich sammle und optimale Wasserlage habe, dann der ist Verbrauch deutlich tiefer, d.h. die Investition in Zeit & Gas vor dem Abtauchen lohnt sich.

Energienachschub -> ich drinke viel unter Wasser (P-Valve sei dank…), pro Stunde mind. 0.5l und esse Farmerstengel.

Kurs Photoshop Bildbearbeitung für UW-Photos

Letztes Wochenende war ich bei Tom Peter von Fantic für meinen ersten PC-Kurs seit langem . Tom hat uns drei Teilnehmer die Künste der Bildbearbeitung von UW-Photos mittels Adobe Photoshop gezeigt. In über 5 Stunden Kurs wurde einem wirklich viel gezeigt. Ein wenig kannte ich Photoshop ja schon vorher. Nichts desto trotz war ich so was von überrascht, was man aus welchen Aufnahmen noch raus holen kann.

Tom hat uns ein Übungsbild zum Nachbearbeiten gegeben. Darauf war ein fast blauer Blaupunktrochen vor blauem Grund und in blauem Wasser zu sehen. Kurz: kein wirklich gutes Foto. Wäre das eines meiner Fotos gewesen, hätte ich es wohl bei der ersten Aussortierung gelöscht. Aber als Kursobjekt war es perfekt. Tom hat uns Schritt für Schritt vorgemacht (und dabei unglaublich viele Zusatzinfos preis gegeben), worauf wir dann jeweils ran durften. Neben dem wie Nachbearbeiten weiss ich jetzt warum einige Aufnahmen von mir beim Druck einen Violett-Stich bekommen (Stichwort: Farbräume). Techniken wie Kanalmixer, Unscharfmaskieren, Hochpass-Filter, Ebenentypen und -masken, Retuschieren uvm. wurde am praktischen Beispiel durchgearbeitet.

Und hier noch ein Beispiel für die schnelle Bearbeitung (ca. 10 Minuten):

An dieser Aufnahme eines Longimanus (Weisspitzen-Hochseehai) wurden die Rotanteile mittels Kanalmixer und Gradationskurve sowie etwas selektiver Farbkorrektur zurück geholt. Dann noch etwas schärfen mittels Tom’s spezieller Hochpass-Filter-Technik. Apropos Hochpassfilter: ich verrate hier den Trick nicht – Tom’s Erfindung. Aber beim folgenden, im Original etwas unscharfen Bild wurde mit dieser Schärfungstechnik gearbeitet (keine weiteren Korrekturen):

 

Der Kurs war super gut – kann ihn jedem UW-Fotografen (egal ob Kompaktkamera oder Spiegelreflex) ans Herz legen.

Originalpost ist hier zu finden …

Divemaster – Skills Training und Test-Wochenende

Am letzten Wochenende fand unser Divemaster Training für die Skills statt. Leider konnte ich nicht, wie von mir geplant, am Samstag Nachmittag teilnehmen, da ich bis am Abend am arbeiten war. Daher blieb mir zu guter Letzt nur noch der Sonntag übrig.

Mein Wecker klingelte bereits um 07:15. Schnell noch einen Kaffee getrunken und schon machte ich mich auf den Weg zum Hallenbad. Dort angekommen war ich auch prompt eine Stunde zu früh 😳 Nun hiess es einfach warten und meine Nervosität in den Griff zu bekommen. Schliesslich hatten die anderen drei Azubis bereits einen Tag vorsprung.

Pünktlich um 09:00 Uhr öffnete das Hallenbad und wir gingen uns umziehen. Der Staff Instructor erklärte uns danach die Pläne für den Sonntag. Er wollte noch die olympischen Disziplinen vervollständigen und danach an die Skills gehen. Natürlich war die angesprochene Disziplin genau die 800 Meter mit ABC-Ausrüstung. Meine Paradedisziplin :-/. Zuerst wollte ich nicht, bin aber dann trotzdem der Gruppendynamik gefolgt. Und siehe da. Ich war mit einer Zeit von 15’35” der Schnellste. Dafür gab es weitere 4 Punkte 🙂 Jetzt fehlt mir noch 100 Meter Abschleppen und 400 Meter Schwimmen.

Dieser Teilerfolg gab mir einen riesigen Motivationsschub. Voller Zuversicht ging ich dem entsprechend die Skills an. Für mich war klar, dass ich so viel wie nur möglich lernen wollte. Begonnen hat dieser Teil mit dem Zusammenbauen der Ausrüstung.

Es ist ein sehr ungewohntes Gefühl, wenn man solche Tasks vor Personen durchführt und dabei auch noch erklärt. Die ganzen Skills mussten immer unter dem Aspekt Tauchlehrer erledigt werden. Die ‘Zuschauer’ waren in diesem Moment Kursteilnehmer eines OWD-Kurses.

Da ich ja bekanntlich von der CMAS-Linie kommen, kannte ich die Durchführung vieler Übungen nicht nach PADI-Standards. Es hiess für mich zu improvisieren.

Insgesamt waren wir über 100 Minuten unter Wasser. Der Höhepunkt für mich war das Atmen aus einem abblasenden Automaten. Bei mir wurde es keine Übung sondern Realität. Mein Automat bliess bei sicher jeder bietenden Gelegenheit ab. Dabei gingen gut 50 bar drauf. Nach dem mein Finimeter nur noch 42 bar anzeigte, war für mich der Tag zu Ende. Mit Schwimmhäuten zwischen den Fingern demontierte ich meine Ausrüstung.

Bei einem gemeinsamen Nachtessen führte der Staff Instructor das Debriefing durch. Ich war wirklich über meine Leistungen überrascht. Von den 20 Skills konnte ich 16 durchführen. Für drei Übungen bekam ich nur 2 Punkte. Diese muss ich auf jeden Fall wiederholen. Aber dafür, dass ich die Übungen in diesem Stil zum ersten mal vorführte, bin ich wirklich Stolz auf mich.

Mein Buddy und ich kennen nun die Übungen und können diese gemeinsam im Hallenbad trainieren. Ich möchte hier wirklich gut, also so richtig gut werden. Hierbei gebe ich mich nicht mit dem Nötigsten zufrieden. Hier muss mehr her. Im Mai findet nochmals ein solches Training statt. Dort werden wir gemeinsam unsere gelernten Vorführ-Skills erneut präsentieren.

Dieser Event vom Sonntag hat mir riesigen Spass gemacht. Auch wenn ich erst am 2. Tag dazukam, wurde ich freundlich und mit offenen Armen empfangen. Sofort fühlte ich mich wohl und wir alle hatte Spass an der Sache. So macht Ausbildung Laune!

cheers
€xi

Divemaster Azubi (Fortsetzung)

Im Februar 2009 habe ich mit der Ausbildung zum Divemaster begonnen.
Zwischenzeitlich habe ich den Theorieteil beinahe abgeschlossen. Eine letzte Prüfung fehlt mir noch. Auch ausstehend sind die olympischen Disziplinen. Damit lass ich mir jetzt aber wirklich Zeit.

Momentan bin ich eher auf die praktischen Tätigkeiten eines Divemasters fokusiert. Dazu gehört unter anderem die Supervision brevetierter Taucher. Ich hatte immer das Gefühl, dass dies eine einfach Sache sei und ich mit links mache. Ich wurde auf eine ernüchternde Art wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeführt.

Bei meiner ersten Tauchgangsführung nahm ich die Führung nicht war. Bei den anderen Tauchgängen agierte ich zu bevormundend. Bei meinem letzten Tauchgang war ich mehr mit mir selber beschäftigt. Ok, ich hatte nicht unbedingt meinen besten Tag und das kann vorkommen. Mein Buddy hat das auch mit einem Augenzwinkern zur Kenntnis genommen.

Ich bin nun daran, nochmals die Theorie zu diesem Thema durch zu arbeiten. Dies ist zugleich auch die noch fehlende Prüfung. Beim zweiten Durcharbeiten wird mir auch immer mehr klar, was ich da wirklich lese und was hinter der Supervision brevetierter Taucher steckt. Viel mehr und doch viel weniger, als zu Beginn von mir angenommen.

Die grösste Veränderung besteht eigentlich darin, dass sich mein Fokus beim Tauchen verschoben hat. Ich bin nun nicht mehr in der ‘heilen Welt’ und unter der Obhut meines Tauchpartners. Es gibt für mich keine Fundives mehr. Als angehender Divemaster habe ich bei jedem Tauchgang, egal mit wem und mit welchem Hintergrund, die Verantwortung eines Divemasters. Das heisst nicht, dass ich zwingend immer die Tauchgangsführung inne habe. Aber auch dann bin ich nicht von meiner Verantwortung entbunden.

Um dies zu trainieren und üben habe ich eine Übereinkunft mit meinem Buddy getroffen. Von jetzt an, habe ich die Tauchgangsführung bei unseren gemeinsamen Tauchgängen. Er wird sie nicht mehr bzw. nur noch bei einer bevorstehenden ‘Eskalation’ wahrnehmen. Es liegt nun einzig an mir, diese Chance wahrzunehmen und mich einen weiteren Schritt in meiner Tauchkariere vorwärts zu bringen. Es wird für mich ein grosser Schritt sein.

cheers
€xi

Ein erfolgreicher GUE Info-Abend in Zürich

Gestern Abend fand der erste Global Underwater Explorer (GUE) Info-Abend in Zürich (oder gar der Schweiz allgemein) statt. Swiss Divers konnte den Deutschen GUE Instruktor Tom Karch nach Zürich zu einem 90 minütigen Info-Abend einladen.

Gegen 19:30 Uhr durften rund 15 interessierte Taucher im Technopark begrüsst werden – vom Tauch-Neuling bis zum TDI Trimix Instruktor waren Taucher anwesend – ja sogar zwei Frauen haben den Weg in den Technopark gefunden, was uns beim sonst (leider) oft frauenarmen Sport besonders freute.
Tom schilderte in einer interaktiven Gesprächsrunde die Ideen und Grundsätze von GUE und fokussierte dabei auf den Einstig ins “ambitionierte Tauchen” und dem damit verbundenen Kurs “GUE Fundamentals “.

In Fundi Kurs wird während 4 Tagen der Fokus aus Trim, Tarierung, Flossenschlagtechniken und Awareness (Umgebung / Team) gelegt. Erst wenn ein Taucher diese Fertigkeiten beherrscht kann er sich in Folgekursen mit mehr Ausrüstung und komplizierteren Prozeduren auseinandersetzen. Wie Tom berichtete (und auch eigene Erfahrungen aus dem Fundi zeigten) tönt dies einfacher als es ist und bereitet nicht nur Tauch-Neulingen sondern teils auch erfahrenen Hasen mit mehreren 1000 Tauchgängen Probleme. Und genau in Fokus des Kurses auf die Basics liegt der immense Vorteil: In welchem anderen Kurs nimmt man sich schon 4 Tage Zeit und “kehrt an den Anfang” zurück? Die GUE Instruktoren üben dabei auch brutal-direkte (aber faire) Kritik: Nach jedem Tauchgang folgt ein intensives Debriefing und es wird auf Fehler und Schwachstellen eines jeden einzelnen Tauchers eingegangen. Dies ist nicht immer gleich erfreulich und leicht zu verdauen, hilft aber immens Fehler zu erkennen, zu beheben und nebenbei auch eine Standortbestimmung der eigenen Fertigkeiten zu erhalten. Ob man den Kurs besteht oder nicht (die Durchfallsraten sind nicht gerade gering) wird sehr schnell zur Nebensache, denn das eigene Tauchen verbessert sich von Tag zu Tag und wird dadurch nicht nur sicherer sondern macht auch mehr Spass.

In der Schweiz (Region Bodensee) finden im April und August jeweils zwei Fundi Kurse unter der Leitung von Tom statt. Ich kann den Besuch des Kurses nur jedem interessierten Taucher empfehlen – die Art des Tauchens wird sich für die meisten signifikant verändern. Termin-Details wie auch weitere Kurse findet man direkt auf der GUE Course Schedule Webpage.

Auf Swiss Divers hat sich mittlerweile eine kleine Gruppe an GUE ausgebildeten Tauchern eingefunden, welche sicherlich gerne auf Fragen über das Forum weiterhelfen oder aber auch regelmässig an Schweizer Gewässer beim Tauchen anzutreffen sind.

Divemaster Teilprüfung bestanden

Am letzten Freitag war ich im Hallenbad, um eine kleinere Teilprüfung zu absolvieren. Bestandteil dieser Prüfung war die Rettung eines regungslosen Tauchers an der Oberfläche und mindestens eine ‘olympische’ Disziplin.

Die Rettung sollte in Perfektion durchgeführt werden. Darunter versteht PADI, dass die Übung durch den Divemaster den Tauchschülern vorgeführt wird. Hierzu werden Abläufe in einer übertriebenen Art gezeigt, so dass sie leicht erkennbar und ebenso leicht zu verstehen sind.

Nach zwei Anläufen hat es zur Zufriedenheit des Dive Instructors geklappt und diese Übung wurde abgehackt. Danach sind wir auf den Grund des Pools abgetaucht und übten Masken leeren und Atemregler finden als Vozeigeübung. Auch hierbei galt der Augenmerk auf der übertriebenen Darstellung war aber kein Bestandteil der Teilprüfung sondern sollte einfach als Veranschaulichung dienen, was von uns angehenden Divemastern erwartet wurde.

Die von uns gewählte ‘olympische’ Disziplin war das 15 Minuten Wassertreten an Ort und Stelle. Um die Übung mit der maximalen Punktzahl von 5 zu bestehen, mussten die Hände während mehr als 2 Minuten ausserhalb des Wassers sein.

Diese 2 Minuten waren der anstrengende Teil der Übung. Die restliche Zeit unterhielten wir uns gemütlich und besprachen, wie wir die Stressübung (Tausch der Ausrüstung unter Wasser mit kombinierter Wechselatmung) angehen wollten. Bevor wir es richtig versahen, waren die 15 Minuten auch schon zu Ende.

Von den 12 benötigten Punkten für die 4 Leistungsübungen hab ich bereits 5 ergattert 🙂 Jetzt fehlen mir noch 7 Punkte in 3 Übungen. Das ist selbstverständlich nicht zu unterschätzen. Mein Wunsch wäre es, in einer der drei verbleibenden Übungen nochmals 4 Punkte zu bekommen. Doch dafür muss ich echt noch hart weitertrainieren. Die bereits erhaltenen fünf Punkte stellen hier aber eine grosse Motivationsspritze dar.

Alles in allem war die Teilprüfung für mich ein Erfolg. Ich darf nun aktiv an Schulungen als Assistent teilnehmen und mir so auch die Praxiserfahrung aneignen. Mit dem Divemaster Manual bin ich schon beinahe am Ende. Es gilt hier noch die Wiederholungsfragen der drei letzten Kapitel zu beantworten.

Mein eingereichter Notfallplan wurde grundsätzlich akzeptiert, hat jedoch noch Potential zur Verbesserung. Für mich ein Anlass, ihn nochmals zu überarbeiten. Eilen tut dies jedoch nicht. Viel wichtiger ist im Moment die Theorieprüfung, welche noch ansteht. Die restlichen Praxisteile sind nur noch eine Frage der Übung und sollten eigentlich kein Problem sein.

Es mag nun der Eindruck entstanden sein, dass alles leicht und einfach ist. Ich darf Euch versichern, dass es nicht so ist. Bei dieser Ausbildung geht es nicht einfach darum, schnell und mit dem geringst möglichen Aufwand das Brevet zu erhalten. Hier geht es darum, bei der Aus- und Weiterbildung anderer Taucher zu assistieren. Hinter dieser Aufgabe verbirgt sich sehr viel Verantwortung, welche nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollte. Was aber wiederum nicht heisst, dass man keinen Spass an und während der Ausbildung erleben darf 🙂

Sobald ich auf meinem Weg weiter voran gekommen bin, werde ich hier wieder informieren. In der Zwischenzeit wünsche ich allen Tauchern da draussen gut Luft und immer mindestens zwei Meter Wasser unter den Flossen  🙂

cheers
€xi

Divemaster – Olympische Disziplinen

Beim PADI Divemaster gibt es sogenannte Olympische Disziplinen. Olympisch daher, weil sie ausschliesslich auf Leistung bezogen sind. Für den Dive Master bedeutet dies:

  • 400 Meter Freistil auf Zeit
  • 800 Meter mit ABC-Ausrüstung auf Zeit (Gesicht darf nicht aus dem Wasser raus)
  • 15 Minuten Wassertreten ohne Hilfsmittel und innerhalb dieser 15 Minuten müssen die Hände über 2 Minuten aus dem Wasser raus
  • In kompletter Montur einen Taucher, ebenfalls in kompletter Montur, über 100 Meter abschleppen. Natürlich auf Zeit.

Was hier augenscheinlich einfach klingt, hat es ganz schön in sich.

Wir waren heute zu dritt im Hallenbad, um eine Standortbestimmung durchzuführen. Bis auf das Abschleppen. Wir hatten die Taucherausrüstungen nicht dabei.

Mein Fazit war ziemlich ernüchternd. Für mich heisst es nun viel zu trainieren. Nicht, dass mir das keinen Spass machen würde. Zumindestens, solange ich das nicht alleine machen muss aber Leistungstests haben mir noch nie geschmeckt. |-|

Wir haben jetzt abgemacht, 1 mal die Woche zu trainieren. Wahrscheinlich wird dies jeweils am Freitag Abend sein. Ziel ist es, bis im Mai den Leistungstest erfolgreich abschliessen zu können. Das sollte eigentlich machbar sein.

Wie es mir dabei geht, werdet Ihr auch in Zukunft in meinem Blog erfahren.

cheers
€xi

PADI Divemaster

Nachdem ich nun lange hin und her überlegt habe, konnte ich mich dazu entschliessen, den PADI Divemaster zu machen. Diese Ausbildung soll mir in vielerlei Hinsicht helfen.

Zum einen werde ich damit meine taucherischen Qualitäten weiter verbessern, meine Führungsfähigkeiten ausbauen und diese hoffentlich auch im beruflichen Leben einsetzen können. Und weil es sich hierbei ums Tauchen handelt, werde ich die Gelegenheiten bekommen, bei Tauchausbidlungen zu assistieren. Damit ist neben einem kleinen Nebeneinkommen auch viel Spass dabei.

Gemeinsam mit meiner Tauchpartnerin wollen wir diese nächste Stufe erklimmen. Erneut gilt es, lernen, lernen und nochmals lernen. Die Theorie ist nochmals eine Stufe schwieriger und um einiges umfangreicher. Doch das Ziel vor Augen wird uns durchhalten lassen.

Da sie und ich uns bereits kennen, schon diverse Tauchgänge absolvierten und uns auch vertrauen, wird uns das gemeinsame Lernen sicher einfacher fallen.

Nebst dem theoretischen Teil wird es auch Praxiskomponenten haben. Es müssen eine gewisse Anzahl Tauchgänge als Assistent getaucht werden. Auch bei begleiteten Tauchgängen ist der Einsatz gewünscht. Unter den richtigen Voraussetzungen dürfen wir danach sogar selbstständig DSD-Kurse ‘Discover Scuba Dive’ leiten und durchführen.

Mein Theoriematerial hab ich gestern schon mal mit nach Hause genommen und bin auch schon fleissig am Lesen. Es ist ne Menge Stoff, es macht aber wirklich Spass.

Ich halte Euch über meine (unsere) Fortschritte auf dem Laufenden.

cheers
€xi