SWISS DIVERS › Foren › Tauchausbildung › 40m Tieftauchen › Re: Re: 40m Tieftauchen
was für eine ausbildung berechtigt mich zum tieftauchen auch zum beispiel bei einem Tauchclup. wehr kann mir hier eine antwrt schreiben.
Lieber Christoph, zurück zu Deiner Ausgangsfrage:
1. Berechtigung. Es gibt in den meisten Ländern, inklusive CH keine gesetzlichen Vorschriften, die überhaupt eine Tauchausbildung verpflichtend machen (im Gegensatz zur Führung eines Kraftfahrzeugs, Schiffs, Boots, etc.). Es ist ja auch dem Ski-Neuling nicht verboten, sich vereiste schwarze Pisten herab zu stürzen
2. Nimmt ein TL, Tauchleiter, Guide, höher brevetierter Taucher, etc. jemanden auf einen TG jenseits dessen Ausbildungsstandes oder Erfahrung mit UND es kommt zu einem Unfall mit Verletzungen/Todesfolge, wird das zivil- und strafrechtliche (grobe Fahrlässigkeit, etc.) Konsequenzen haben.
3. Jedem privaten Veranstalter (Tauchbasis, Safarischiff) und Tauchclub ist es überlassen, eigene Regeln zu erlassen, und da kann es auch dem Trimix-Taucher «mit schwarzem Gürtel» passieren, dass wg. 5min Deko nach einem 34m TG auf der Rotmeer Easy-Diving Safari ein Tauchverbot angedroht wird. Da hilft nur eins: vorab erkundigen.
4. Befähigung kommt vor Berechtigung, wenn man auch noch gerne den nächsten TG machen willst. Da bieten sich die Ausbildungen der technischen Organisationen (z.B. und unvollständig: IANTD, PATD, TDI, GUE) an, mit Kursen wie Advanced Nitrox, Deco Procedures. Da geht es dann auch um längere Grundzeiten, wichtig, wenn man z.B. ein Wrack in 40m ausgiebiger betrachten will; ist dann aber auch mit massivem Materialaufwand verbunden (Doppelgerät, Dekoflaschen). Will man mit Monoflasche (15er) mit kürzeren Grundzeiten etwas unternehmen, bieten sich zum Beispiel (!) CMAS 3-Stern oder höhere NAUI-Brevets an. Ausbildung gibts kommerziell und innerhalb von Tauchclubs. Kommt also darauf an, was man will. Keine der Ausbildungen bewirkt eine einklagbares Recht, tiefer als…, länger als…, etc. zu tauchen. Mit einem CH-Führerausweis darf ich aufgrund zwischenstaatlicher Abkommen auch in Texas Autofahren, beim Tauchen hingen sind das mit ein paar Ausnahmen (z.B. Frankreich, Malediven) alles wieder private Geschichten (siehe Punkt 3); und wenn der Safariveranstalter 0-Zeit, 30m, nicht länger als 45min sagt (und meint), wird hier auch der Dienstausweis der Marinespezialkräfte nichts nützen.Tipp ist also: überlege Dir, wie und was Du tauchen willst, suche dafür die bestmögliche Ausbildung, sammele Erfahrung, und klär mit Veranstaltern vor Buchung ab, ob Du bei ihnen Deine Fähigkeiten auch zur Entfaltung bringen kannst. Generell lässt sich da sagen: wo easy diving propagiert wird und die Klientel vor allem aus reinen Urlaubstauchern besteht: eher restriktiv; Gebiete, wo die Tauchbedingungen anspruchsvoller sind (verschiedene Mittelmeerbasen, Scapa Flow, etc.): «no problems, no questions».
Netter Beitrag zu dem Thema (wobei ich nicht mit Allem, was drinn steht, übereinstimme): http://www.peter-rachow.de/tief.htm
Gruss Martin