Re: Re: Kontrolle O2-Zellen

SWISS DIVERS Foren Technisches Tauchen Kontrolle O2-Zellen Re: Re: Kontrolle O2-Zellen

#72055
Anonym
Inaktiv

ähm was tauchst du denn für einen Kreisel? ich glaube du solltes das Geld für so ein Messgerät sparen und dir einen gescheiten Kreisel kaufen.

das bringt genau so viel: rein gar nichts! (was ist denn ueberhaupt ein gescheiter kreisel?)

solange der user den setpoint manuell verstellen kann, reicht das, um ppo2 flush tests zu machen. wenn es nicht geht, liegts am taucher.

die spannungen, welche eine o2 zelle bei welchem partialdruck abgeben sollte, haengen von der zelle ab -> datenblatt.

«flush tests» sind mit vorsicht zu geniessen, denn kein flush ist perfekt, sprich es hat meist noch ein wenig andere gase im loop, also sprich es sind nur grobe richtwerte.

tests mit diluent flushes sind keinesfalls nutzlos. ein diluent flush in groesserer tiefe zeigt mir an, ob die sensoren +/- den ppo2 des diluents messen koennen (kann ja auch ein fehler in der kalibration vorliegen etc). genau so *kann* (aber muss nicht) es helfen, eine fehlerhafte zelle zu identifizieren, wenn z.b. eine zelle sich gross von den anderen unterscheidet. zum zeitpunkt des feststellens der abweichung, ist nicht bekannt, welche zelle(n) nun fehlerhaft arbeitet. werden die zellen einem bekannten ppo2 ausgesetzt, kann die fehlerhafte zelle isoliert werden.
dieses statement soll nicht heissen, nicht aufs bailout zu wechseln, sondern nur eine moegliche diagnostik aufzeigen.

ueber sinn und unsinn eines pruefgeraetes laesst sich streiten. der grosse vorteil ist der, dass dort bessere test bedingungen herrschen als bei einem «ungenauen» flush. ob die zelle nun mittels flushing oder test geraet getestet wird, es ist und bleibt was es ist: nur ein test, also eine glorifizierte stichprobe, keine verifikation.
besteht die zelle den test mit allem was dazugehoert (spannung, linearitaet, ansprechzeit etc) kann sie schon morgen versagen.

ich selbst hab ein narked@90 tester mit dem ich meine zellen regelmaessig teste. ich gehe dabei von luft bis 2 bar, weil es mir nicht reicht, dass ich spannungen messen kann, die gerade mal ueber dem alarm trigger punkt liegen (beim meg wuerden hier schon 1.51 bar reichen), sondern ich will sehen, ob sich weiter oben schon eine current limitation eingestellt hat, sprich ich will genug marge nach oben haben.

die spannung bei luft sagt zu wenig ueber das alter aus. ich habe mehrere zellen erlebt, die lange zeit (z.b. im o2 analyzer) bei luft jahrelang immer etwas im bereich von 11-12 mv lieferten und dann innerhalb von wenigen stunden gar nicht mehr funktionierten. es ist also bestenfalls einer von vielen indikatoren, die nicht als selbstverstaendlich angesehen werden sollten.

Ich kontrolliere meine Sensoren jeden zweiten bis dritten TG mittels Diluent spülen. Allerdings kann ich den O2-Partialdruck nur kurzzeitig und mit Tolleranzen messen, da der Controller sofort reagiert und O2 einspeisen will.

ich weiss nicht, was fuer einen kreisel du tauchst, aber wenn ich so was mache, schalte ich den controller auf einen tiefen setpoint (beim meg sind das 0.4 bar) oder gar auf manuell (dann greift der controller erst beim unterschreiten von 0.21 bar ein). manuell ist aber mit vorsicht zu geniessen und sollte nicht auf dieser einstellung gelassen werden…

wenn du den setpoint nicht soweit runterfahren kannst, dass der kreisel nicht (wenn auch in guter absicht) eingreift, kannst du das solenoid isolieren, sofern ein isolator vorhanden.

btw. der deox checker kann auch die response zeiten der sensoren messen: http://www.dtuag.eu/product_info.php?language=fr&products_id=1533

in dem zusammenhang sollte einfach noch gesagt werden, dass regelmaessiges auswechseln der sensoren immer noch eine gute sache ist, ungeachtet ob irgendwelche tests nun sagen, dass die dinger noch gut sind. konkret wechsle ich sie nach 10-12 monaten aus.

cheers
–bruno