Re: Re: PADI RescueDiver

Tauchen in der Schweiz Foren Re: Re: PADI RescueDiver

#38360

Anonym

hallo scubatinoo,

bin kein anwalt oder sowas und kann dir daher nur sagen, was mir während meiner divemaster ausbildung gesagt wurde:

in der schweiz ist es so, das die gerichte von fall zu fall urteilen. sie schauen sich den konkreten fall und die beteiligten personen, deren brevets UND erfahrung an und urteilen nach dem gesammtbild. dann spielt es auch noch eine rolle, ob du gemäss deiner ausbildung und erfahrung auch angemessen gehandelt hast.

beispiel:
wenn z.b. ein OWD'ler (20 TGs) und ein rescue-diver (200 TGs) zusammen auf 40m tauchen gehen, und der rescue-diver den OWD'ler nie darauf hinweisst, dass das für ihn wohl keine allzu gute idee ist, dann wird auch der rescue-diver mit konsequenzen rechnen müssen. auf der anderen seite wurde der OWD'ler in seiner ausbildung bereits mehrfach darauf hingewiesen bzw. unterrichtet und kann sich ziehmlich sicher nicht aus der verantwortung stehlen.

anderes beispiel:
gehen eine divemaster (200 TGs) und ein rescue (150 TGs) zusammen tauchen und dem recue passiert was, weil er d.h. hochgeschossen ist, so muss der divemaster wohl kaum mit grossen folgen rechnen.

du merkst evtl. wie es anscheinend läuft – war aber aber gottseidank auch noch nie vor gericht. so allgemein kann da nicht gesagt werden, das a) jeder nur für sich selbst verantwortlich ist oder b) immer der mit dem höheren brevet die verantwortung trägt. klar erwartet der richter von einem rescue-diver (zurecht) etwas mehr als von einem frisch gebackenen OWD'ler.

taucht man nach gesundem menschenverstand und hat den kopf dabei, wollte es rechtlich keine probleme geben.

wenn's hier noch “tauch-juristen” oder leute mit gerichts-erfahrung hat -> korrgiert mich bitte.

guet luft,
marc