SWISS DIVERS › Foren › Tauchausbildung › Preise von Tauchkursen für Freizeit-TL und Tauchschulen › Re: Re: Preise von Tauchkursen für Freizeit-TL und Tauchschulen
also einen privaten TL als «Schwarzarbeiter» zu bezeichnen finde ich etwas dreist. Solange er die Einnahmen deklariert als Einkommen, ist das keine Schwarzarbeit und die Einnahmen werden genau wie die vom Shop versteuert.
Der private Tauchlehrer trägt z.B. dafür ein höheres Risiko, da er meist keine GmbH oder AG ist und daher mit seinem Privatvermögen haftet, ist das ein höheres Risiko als bei einem Shop.
Zum Thema «Abzocken» und harte Arbeit als Shopbetreiber… kann man sich schon einige Fragen stellen. Also ich kenne nur Tauchshops die 5 Tage die Woche offen haben, jeweils am Nachmittag, mindestens 5-8 Wochen im Urlaub sind pro Jahr (dieser wird grösstenteils durch die mitreisenden Teilnehmer bezahlt). Selbige Shops nehmen fürs vorne Aufschrauben eines Lungenautomaten und kurz mit Süsswasser durchspühlen horrende Beträge entgegen, genau so wie für's kurz in eine Flasche reinschauen, was ein Zeitaufwand von 10 Minuten ist! Das schöne ist, genau mit diesen «Services» rechtfertigen Sie ja die teilweise völlig überteuerte Ausrüstung (ok, nicht alle Ausrüstungsteile sind überteuert).
Dabei gilt es ganz klar zu sagen: Ja wir haben teurere Mieten und etwas höhere Löhne in der Schweiz als in Deutschland – keine Frage! – aber ein Produkt deswegen gleich mehr als doppelt so teuer anzubieten kann einfach nicht funktionieren. Ich kaufe möglichst viel in der Schweiz. Da zahle ich auch für einen Bottom-Timer gern mal 200.- statt für den gleichen 120.- wenn ich ihn in Deutschland kaufe… 80.- … da fällt mir der Zacken nicht aus der Krone. Aber meine letzte Anschaffung hat mich insgesamt 1700.- gekostet in Deutschland: die haar genau gleiche Ausrüstung hätte mich über 4'000.- gekostet in der Schweiz, wenn ich alles beim gleichen Shop gekauft hätte und 3'500.- wenn ich jeweils die günstigsten Shops gesucht hätte. Das ist für mich einfach nicht «etwas» teurer sondern einfach nur unverschämt.
Zum Thema Service: wenn ich etwas meiner Ausrüstung kaputt geht, krieg ich ein Ersatz vom Shop in Deutschland ohne Aufpreis. Das gibts in der CH nicht – zumindest ist mir das nicht bekannt; dort wo ich einmal was hatte in der Schweiz musste ich den Ersatz «mieten» für über 200.- für 1 woche. *kopfschüttel*.
All diese Einnahmen hat ein privater Tauchlehrer also nicht – da bin ICH persönlich der Meinung, kann er sehr wohl genau so viel verlangen wie ein Tauchshop 🙂 – zumal er meist nur 1-2 Schüler nimmt und nicht 1:3 oder 1:5 einen OWD schult.
Trotzdem würde ich jedem Schüler hingegen empfehlen, den Kurs bei einem Shop zu machen. Einfach damit er auch entsprechend ausgerüstet werden kann und schonmal einen ersten Kontakt zu nem Shop hat. Sobald man dann seine Ausrüstung hat, kann man sich für weiterführende Kurse einen privaten Lehrer suchen.
So genug gejammert über die pöhsen Schweier Shops 😀