Re: Re: Tauchcomputer

Tauchen in der Schweiz Foren Re: Re: Tauchcomputer

#46976

Anonym

Nun frage ich doch mal … wie viele Tauchgänge macht mann den so mit einem Uemis bis der geladen werden will? Und sind denn die Solarzellen mehr Dekoration oder würde das nicht reichen um auf einer Safari genug Saft zu tanken?

.. also meine erfahrung sind folgende: tauche ich hier in der CH muss ich den Uemis nie landen (1..2 TG pro Woche, nach dem abgleichen lass ich den TC auf meinen schreibtisch liegen und das genügt um die ladung immer auf dem maxiumum zu halten) tauche ich in den ferien (3 TG/tag) muss er mal an das ladegerät vom i-phone (das habe ich ohnehin dabei). also die versprochenen 10 stunden on-time hält er (auch nach längerem einsatz) problemlos durch. allerdings reicht die solarzelle dann nicht um die ladung bei dauertauchen wieder aufzubauen (vielleicht wirds mal solche solarzellen geben). so wie ich gehört habe reicht beim mares die batterie aber nur 4 stunden (hat hier jemand auch erfahrung damit), das wär mir dann definitiv auch zuwenig.

Mich würde von OLED-Taucher interessieren, ob Euch das nicht ablenkt, wenn vom Handgelenk permanent eine Lichtquelle Euch anstrahlt?

… keine angst marc du wirst nicht verstrahlt :-)) nein mich stört das definitiv auch nicht, im gegenteil, wie ich schon früher gesagt habe – für mich ist das ein sicherheitsfaktor wenn ich auch in 2er-notfall-auftsiegssituationen (z.bsp. CMAS D*** schulungstauchgänge in der nacht oder wenn es unten einfach dunkel ist) ohne irgendwo drücken zu müssen oder mit der lampe draufzeigen zu müssen mit einem blick ablesen wie tief und wie schnell dass ich bin.

Meine Befürchtung ist noch eine Andere:
Die (OLED-)Farb-Display's, welche heute auf dem Markt sind, werden nicht spezifisch für die Tauchindustrie gefertigt, sondern die Tauchindustrie “muss” kaufen, was der Markt hergibt und was noch verfügbar ist. Die Stückzahlen sind wohl ein Bruchteil dessen, was an Displays für die Unterhaltungsindustrie und dergleichen gefertigt wird. Ich befürchte also, dass der Life-Cycle von Tauchcomputern mit Farbdisplay wesentlich verkürzen wird, denn ich glaube kaum, dass eine Firma aus dem Tauchsportsektor ihr Lager mit Displays für die nächsten 5 Jahre füllt… Wenn man nur schon den Unterschied zwischen iPhone3 und iPhone4 vergleicht, liegen Welten zwischen den Displays – und das innert zwei Jahren! Also werden die TC-Hersteller gezwungen sein, im Zyklus der neuen Displays auch neue Computer herauszubringen, weil die von ihnen bislang verbauten Displays auf dem Markt über kurz oder lang schlicht nicht mehr verfügbar sein werden. Der Tauchcomputer entwickelt sich also wie das Handy zum “Wegwerfprodukt”…

dies finde ich definitiv ein guter beitrag. mir ist bekannt dass z.bsp. uemis auch mit solchen sachen kalkulieren muss.

Betreffend der Darstellung mit Farbe. Es ist erwiesen, dass wenn gewisse Strukturen in einer gewissen Farbe dargestellt sind, die Erkennung erleichtert wird. Die Forschung hat hier scho einiges zu Tage gefördert. Das hier angehängte Bild zeigt gut, wie Farbe es erleichtern kann, eine bestimmte Information heraus zu filtern. Genaueres hierzu findet man hier: Howksma/Fredrickson et al.: Perception, in: Atkinson & Hilgard's Introduction to Psychology, Italien 2009, S. 150-198.

genau das hab ich ja in meinem posting versucht zu sagen: farbe muss gezielt eingesetzt werden, dann bringts was. wenn ich einfach dem windows vista beispiel volge und alles kunterbunt mache glaub ich weniger, dass es einen nutzen hat 😉

da bin ich voll und ganz deiner meinung: ich kann hier nur für den uemis reden (hab bisheer mit keinem anderen oled-TC getaucht) und ich glaube dass genau das versucht wurde umzusetzen (ampelprinzip). grün = alles i.o. orange und rot (z.t. unter gleichzeitiger priorisierung der angezeigten werte) es liegt ein problem vor das gelöst werden muss.
ich denke mann muss damit tauchen um das zu erleben, man kann das schlecht hier vermitteln. aber bei uemis haben sie sich diesbezüglich sehr viel gedanken gemacht und ich glaube hier ist das konzept auch voll und ganz aufgegangen.

herzliche grüsse
fredy