Re: Re: Teki-Ausbildung

Tauchen in der Schweiz Foren Re: Re: Teki-Ausbildung

#45359

Anonym

Sali Scubatinoo,
ich kann deine Frage bzgl. DIE (richtige) Organisation im Technischen Tauchen nicht beantworten :-X Vermutlich kennst du schon meine Einstellung zu GUE (Global Underwater Explorers)  😉 Aber gerne wische ich vor meiner eigenen Türe und berichte nachstehend über meine selber gemachte 'Tec'-Erfahrung: Ich war zuvor überzeugter CMAS-Zweisterne-Sporttaucher. Auch habe ich bei CMAS das Cavediver-Brevet und Nitrox-Advanced-Kärtchen erlangt und bei TDI Mischgas-Tauchkurse abgelegt. Vorgegriffen und schon oftmals diskutiert: schlussendlich ist der Instruktor für einen guten und seriösen Kurs ein wichtiges Glied in der Ausildungs-Kette. Rückblickend würde ich heute meinen Weg im Technical-Diving von Anfang an bei GUE einschlagen – auch wenn diese noch recht junge DIR-Organisation aus Florida (leider) immer noch bei vielen Tauchern umstritten ist (Doppeltank-tauchendes Sektenpack u.ä. böse Worte sind im tauchenden Volksmund gebräuchlicher als der Begriff 'GUE'): sicheres Teamtauchen steht aber bei GUE auf der Ausbildungsliste an oberster Stelle. Und erweitertes Tech-Tauchen (Cave oder Tec) ist bei GUE nur möglich nach bestandenem Fundamentals – ein sehr intensiver, 3 bis 4-tägiger Basic-Kurs (i.d.R. 10-stündige Kurstage), welcher für angehendes Technisches Teamtauchen aus meiner Erfahrung mehr als angebracht ist… Durchfallquote ist jeweils sehr hoch. Dann gilt es, das Vermittelte zu üben, um dann trainiert und fundamentiert nach ein paar Monaten wieder – wohlverstanden – GRATIS an einem weiteren Fundi-Kurs reinzusitzen und/oder einfach an der praktischen Prüfung teilzunehmen und den begehrten Tech-Pass vielleicht (so wie ich) beim 2. Mal zu erlangen. Und bevor man mit Stages sicher umgehen kann, sollten primär die Basics mit Rückengerät und eine einwandfreie Awarness geschaffen werden. Ansonsten hat man allgemein im Overhead-Bereich (Deko, Höhlen) aus gesundheitlichen Gründen besser nichts zu suchen. Ich weiss, wovon ich spreche – habe mich vor ein paar Jahren selber auch einmal ziemlich überschätzt: mit ca. 170 TG's und völlig ahnungslos habe ich mich ziemlich selbstsicher für einen Höhlentauchkurs bei einem der ganz grossen Tauchverbände angemeldet. Dazu benötigte man ein grösservolumiges Doppelgerät, welches nicht nur ich, sondern auch andere Teilnehmer erst ein paar Wochen zuvor angeschafft haben und darauf völlig unausreichende Handlings-Erfahrung hatten. Die Antwort ist selbsterklärend… es reichte schliesslich mehr schlecht als recht für eine Cavediver-Brevetierung – ich war nicht nur für meine Instruktoren vermutlich sehr anstrengend, sondern mit anderen, z.T. ebenfalls sehr unerfahrenen und selbsternannten 'Tekkies' im Kurs auch noch eine nicht zu unterschätzende Gefahr für Gruppenbeteiligte… Bei GUE z.B. wird man ohne ausreichende Basis nicht an Tech-Kurse zugelassen. Ein Fundamentals ist für eine taucherische Laufbahn bei GUE obligatorisch – egal ob der Kursteilnehmer mit 50 TG's oder ein erfahrener TL mit 3000 TG's sich bei GUE ausbilden lassen will. Das ist auch gut so! Tech-Tauchen wird immer mehr Business – und da dominiert beim Tiefhalten der Kurskosten und einer möglichst grossen Kundschaft gerne Quantität vor Qualität :-X