Re: Re: Tiefe Rebreather Tauchgänge

Tauchen in der Schweiz Foren Re: Re: Tiefe Rebreather Tauchgänge

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Anonym

    was ist der unterschied zwischen triox und trimix? ist doch beides O2, N2 und He, oder?

    Bei Sauerstoff-Helium-Stickstoff-Gemische (Trimix) unterteilt man Trimix anhand des atembaren Sauerstoffgehaltes, „je nach Tauchorganisation“ idR wie folgt ein:

  • >21% O2, hyperoxisches Gemisch, Triox
  • 18% bis 21% O2, normoxisches (also normales) Gemisch, normoxic Trimix
  • < 18% O2,.hypoxisches Gemisch, hypoxic Trimix

Je nach Verband und Gasart/Gasgemisch gibt es eben mehrere Namen für das gleiche Gasgemisch. Bruce Wienke (RGBM) „benamst“ z.B. Triox als Helitrox. 2006 in Stockholm hatte ich die Gelegenheit ihn mal danach zu fragen. Er meinte, dass Triox für ihn „Enriched Trimix“ sei, mit mehr als 21% O2. Also ein Nitrox mit Helium darum der Name Helitrox. In seiner neusten Studie von Februar 2008, hat er eine RGBM Triox/Helitrox Tabelle veröffentlicht, aber auch die RGBM Pläne der: WKKP Rekordtauchgänge, USS Perry deep rebreather dives (wäre was für Bruno) und Eylatt’s OC Rekordtauchgang.

  • gasverbrauch bailout 50-100 liter pro minute
  • o2 nach drittelsregel (das wird das kleinste problem sein)
  • diluent nach drittelsregel (obwohl das dil nur schwer zu planen ist)
  • bailout mit 30% reserve
  • gf 10/70 (mit buehlmann)
  • po2 bottom 1.0 bar
  • po2 deko 1.2 – 1.3 bar

Bin auch Urs Meinung, Bailoutszenario zu aggressiv, OC Gasreserven knapp, Bühlmann He Gradienten sind bekanntlich nicht korrekt usw. Welche sind deine Überlegungen/Erfahrungen beim pO2 für die Deko. Alle Inspi Taucher welche ich kenne (Martin Parker inklusive) fahren jeweils mehr als 1.3 pO2 für die Deko. Hat denn dein Körper je negativ auf die O2 Deko reagiert => zuviel oxidativer Stress (ZNS; Gewebe usw.)?

dein Bail-Out-Plan ist aus meiner Sicht ziemlich aggressiv im tiefen Bereich. Hätte da deutlich mehr Stopps drinnen und vor allem tiefer.

Die Gewebe die betroffen sind, sind die lebenswichtigen (schnellen) … das macht nicht nur aua. Die kurzen, tiefen Stopps sind lebenswichtig, bei den flacheren darf man experimentieren 8)
Das He im Dekogas bei solchen TGs keine schlechte Idee ist, hoffe ich ist bekannt.

Urs,
IdR setzt man ja dass zuerst um, was man im Kurs gelernt hat (er hat ja eben gerade den TMX Kurs abgeschlossen). Danach schaut man wie der Körper darauf reagiert und mit der Zeit schaut man auch noch andere Modelle wie RGBM, VPM usw. an. Gemäss Bruno’s Ausführungen lernt Dave „vermutlich“ nach der „alten Schule“ (Stand Ende 90’ er Jahre). Optimierte Inertgassprünge, DeepStopp Überlegungen und Blasenmodelle waren da noch nicht „Inn“.  ;D
Auch wir haben die ersten Trimix Tauchgänge anders durchgeführt als heute.  😉

Grüsse
Walter Ciscato