Re: Re: Tödlicher Tauchunfall an der Vercasca

Tauchen in der Schweiz Foren Re: Re: Tödlicher Tauchunfall an der Vercasca

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Anonym

Täuscht mich das, oder sind in letzter Zeit vermehrt ausländische Taucher (z.B. Deutsche) an TU's in der Schweiz beteiligt? Nicht das ich was gegen ausländische Taucher hätte, aber ich stelle mir die Frage, ob da evtl. Ausbildungs- und/oder Equipment-Defizite bestehen.

Gewagter Gedanke…  ::)

Ja, gewagter Gedanke – ausserdem auch noch unüberlegt, polemisch und populistisch.

Wenn wir alleine die Strukturen der CMAS im deutschsprachigen Raum anschauen, dann notieren wir 950 bei der CMAS registrierte Tauchclubs in Deutschland, mit derzeit etwa 73.000 Mitgliedern. Dem gegenüber stehen 150 Tauchclubs in der Schweiz und etwa 60 in Österreich.
Dazu kommt die Tatsache, dass die Alpen eine beliebte Ferienregion sind, in der Menschen aus aller Welt gerne Ihren Urlaub verbringen.
Da ist es schon rein statistisch nicht verwunderlich, dass auch bei Tauchunfällen ein grösserer Anteil von Nicht-Schweizern zu finden ist. Im Umkehrschluss davon auszugehen, dass diese “Ausländer” schlechter ausgebildet sind, halte ich nicht nur für sehr gewagt sondern schlicht für falsch.

Ansonsten sollten wir alle nach Ägypten fliegen und dort eine Ferientauchausbildung machen. Denn schliesslich vermerkt die Tauchunfallstatistik Ägyptens fast nur “Ausländer” – also müssen die Ägypter selber ja fantastisch ausgebildet sein, wo die doch fast nie einen Tauchunfall haben.