SWISS DIVERS › Foren › Tauchausrüstung › Würdet ihr warten??? › Re: Re: Würdet ihr warten???
Denke die Unterschiede zwsichen 2013- und 2014-Modellen sind nicht grundsätzlich bahnbrechend bzw. man könnte das nicht generell sagen. Ist von Kategorie zu Kategorie (Computer, Jacket, etc.) unterschiedlich, wann da grosse Neuerungen gekommen sind.
Was hat sich in den letzten 10 Jahren so getan? Hmm… Folgendes fällt mir dazu ein:
Automaten:
Die Qualität hat sich auf einem hohen Niveau eingependelt. Von der grossen Herstellern gibts eigentlich keine Wirklich schlechten Automaten mehr. Balanciert sind heute alle. Es gibt aber von allen Herstellern auch kleine, leichte Ferienautomaten. Hier sollte man darauf achten, dass es eine Produktelinie für das Kaltwasser ist (=kaltwassertauglich).
Lampen:
Von Halogen, auf HID (Xenon) zu LED. Tanklampen sind heute nicht nur bei Techies sehr verbreitet. Würde auf LED-Tanklampe gehen.
Computer:
Teils grössere Displays und immer mehr Modelle sind dank Technologien wie OLED leuchtend und können auch in Dunkelheit ohne Licht einschalten abgelesen werden. Viele Compis können heute auch mit mehreren Gasen arbeiten (z.B. 50% Sauerstoff für die Deko oder gar Helium/Trimix) falls das Thema ist. Ich würde heute für Kaltwasser (=dunkel) auf ein selbstleuchtendes Display achten.
Fini & Kompass:
Die Konsolen wo Finimeter, Kompass und der Compi ein grosses Teil am Fini-Schlauch sind (=Totschläger), sieht man weniger. Persönlich gehört für mich der Compi und/oder Tiefenmesser ans Handgelenk.
Jackets:
Hier haben sich die Wing-Jackets weiter verbreitet (Sport- oder Tech-Wing) wo die Blase auf dem Rücken liegt. Es gibt neben dem klassischen Inflator auch von allen Herstellern die «per Knopfdruck bzw. Hebel» Tarierung. Ich persönlich würde auf ein Wing mit herrkömmlichen Inflator gehen.
Trockis:
Man sieht immer mehr Trilaminat und Frontzipper – auch bei Sporttaucher.
Flaschen:
Man sieht vermehrt Doppelgeräte – auch bei Sporttaucher. D7, D8.5, D10, D12 so die Grössen – mit absperrbarer Brücke. Aber die Mehrheit der Sporttaucher verwendet sicher Monoflaschen (12 oder 15l) mit zwei Abgängen.
Schläuche:
Die letzten Jahre sind die sog. Flex-Schläuche (Hoch- und Mitteldruckschlauche nicht mehr mit Gummi sondern Gewebeummanteilung) aufgekommen. Anfangs wurde noch von den einen oder anderen Problemen berichtet die man aber jetzt wenig bis gar nicht mehr hört. Meine Flex-Schläuche halten seit Jahren problemlos in Sport- und Tech-Tauchgängen. Die Flex-Schläuche sind weniger «gstabig». Man kann aber auch gut mit den Gummischläuchen tauchen.
Bei den Techis weitgehend durchgesetzt und immer mehr auch im Sporttaucherbereich ist der sog. «Long-Hose». Also der primäre Atemregler an einem laaaaangen Schlauch (z.b. 2.10m) und der sekondäre Atemregeler mit einem Gummizug an einem kurzen Schlauch um den Hals. Angegeben im Notfall wird der Primäre wobei der Spender dann auf seinen am Hals hängenden Sekondären umsteigt.
Rebreather:
Im technischen Tauchen geht immer mehr zu den Rebreathern hin. Es gibt erste Hersteller, die vollautomatische Rebreather für Sporttaucher anbieten und dies sogar via Sporttauchverbände geschult wird (glaube auch Padi & Co sind da mit an Bord).
Sidemount:
Ebenfalls stark im Kommen sind die Sidemount-Konfigurationen wobei die Flaschen nicht auf dem Rücken sondern links und rechts vom Körper befestigt sind. Auch dies wir von praktisch allen Verbänden (Padi etc.) als Kurs angeboten.
Das so das was mir eingefallen ist, was sich die letzten Jahre an der Ausrüstung geändert hat.
Fazit:
Ich würde nicht unbedingt auf die 2014-er Modelle warten. Viel eher würde ich mir einen guten Überblick verschaffen, von welchem Equipment-Teil es heutzutage welche grundsätzlichen Varianten gibt und diese nach Möglichkeit auch mal probetauchen/mieten.