Dimension i3 BCD – Aqua Lung

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Dieses Thema enthält 20 Antworten und 0 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  christoph79 vor 7 Jahre, 11 Monate.

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  • #55178

    lexmex
    Mitglied

    Hallo zämme!

    Ich wollte die Gelegenheit nutzen und meinen ersten Beitrag als einen Kurzbericht des neulich gekauften Aqua Lung Dimension i3 BCD's zu posten.

    Gestern hatte ich meinen ersten Tauchgang mit dem Dimension i3.
    Was ich dazu sagen kann ist, das Dimension i3 ist einfach genial!

    Hier mein persönlicher Eindruck:

    – Bequemlichkeit: 10 von 10 Punkten
    – Funktionalität: 10 von 10 Punkten
    – Verarbeitung und Materialqualität: 10 von 10 Punkten
    – Taschen und Befestigungsmöglichkeiten: 9 von 10 Punkten
    – Tarierung: 10 von 10 Punkten (Erwartungen übertroffen!!)

    Wer es auf eine Tarierweste mit Riesentaschen abgesehen hat, währe mit dem Dimension i3 nicht so glücklich, da es nur auf der Rechten Seite eine kleine Tasche hat. Die Tasche kann aber “aufgefaltet” werden, d.h. um das Doppelte Volumen vergrössert werden. Ich habe meine Pocketmaske (nimmt viel Platz weg!!) und die Boije gut verstauen können. Alles Andere (Lampe, Kamera, etc.) kann an den Metallösen befestigt werden.

    Das Tarierverhalten ist sensationell!! In jeder Lage konnte ich problemlos die Luft rein und vor allem rauslassen. Mit dem „Inflatorhebel“ , welcher sich links, unterhalb der integrierten Bleigewichte befindet, kann man sehr präzise die Tarierung anpassen. Falls nötig drückt man den Hebel rasch nach unten und die Luft strömt extrem rasch raus. Der Hebel ist gut bedienbar. In einem Notfall muss man keine Angst haben, den Hebel nicht zu finden. Man muss einfach mit der Hand vom oberen Ende des Oberschenkels her nach oben streichen und schon hat man den Hebel in der Hand.

    Das BCD hat eine hufeisenförmige Luftblase, wie sie bei Wing Jackets gebraucht wird!! Sie positioniert den Körper unter Wasser in eine waagrechte Position und beinhaltet ein absolut genügendes Luftvolumen auch her. UND man hat die „negative“ Wing – Eigenschaft, dass man an der Oberfläche nicht senkrecht schwimmen / treiben kann nicht.

    Wenn man alles zusammenfasst, zahlt sich der relativ hohe Preis zu 110% aus!

    Mein Fazit: Mit diesem Jacket werde ich sehr viel Spass in verschiedesten Gewässern, Tiefen oder Bedingungen haben. Ich würde es nicht mehr hergeben!!

    #69251

    Aero88
    Mitglied

    Bevor ich mit dem technischen Tauchen angefangen habe, hatte ich ein Pro QD i3.

    Kann eine i3 Inflatoreinheit aus folgendem Grund nicht weiterempfehlen: Wenn du mit einem Trocki tauchst, musst du beim Aufsteigen zusätzlich zum Jacket auch noch den Anzug entlüften. Beim Normalen Inflator ist dies Ideal, da hebt man eh den Arm an und die Luft kann gleichzeitig problemlos aus dem Anzug entweichen. Bei der I3 Einheit hat man den linken Arm unten und ist mit dem Hebel beschäftigt beim Aufsteigen, wodurch die Luft ev. nicht schön entwechen kann… fand ich immer sehr ärgerlich! Vorallem bei einem Freiwasseraufstieg erleichtert es einem das ganze ungemein, wenn man einen normalen Inflator benutzt.
    (War aber am Anfang auch so begeistert wie du. Es hat jedoch schon einen Grund, wieso sich solche Inflatoreinheiten auf der Linken Seite nicht durchsetzen.)

    Über das Jacket ansich kann ich nichts sagen.

    #69252

    scubatinoo
    Taucher

    Ich kenn das Aqualung-Jacket auch nicht und möchte auch nicht deine Euphorie “zerstören”, aber…

    – Taschen und Befestigungsmöglichkeiten: 9 von 10 Punkten

    Lustig. Mein “Jacket” hat keine einzige Tasche und nur 3 Stk. D-Ringe, von denen ich bei einem normalen Tauchgang nur einen Einzigen brauche…  ;D Und was die Robustheit und die Verarbeitung von Jackets angeht, naja: Kommt halt immer drauf an, was man als Massstab nimmt 😉

    #69253

    fumo
    Mitglied

    @ aron88, also ich habe auch den i3, tauche auch trocken und fülle dabei mein anzug wie auch weste. läst du die luft beim aufstieg über den notablas über der rechten schulter,ist der linke arm auch automatisch angewinkelt und das wentiel oben. also kein problem um luft loszuwerden  ;D

    #69254

    Aero88
    Mitglied

    Aber der Zweck von der I3 Einheit soll ja gerade das be- und entlüften des Jackets sein, da lasse ich die Lösung mit dem Notablass für den Aufstieg nicht gelten  😉

    #69255

    fumo
    Mitglied

    ok angenommen  ;D ;D

    #69256

    kcirtap
    Mitglied

    ich habe auch ein I3 und tauche zu 80 % trocken.
    Dieses Jacket habe ich nun ca. 1.5 Jahre.

    Habe kein Problem genügend Luft abzulassen egal ob bei Freiwasser aufstieg oder sonstigen auf oder abstiegen.

    seltenst muss ich gleichzeitig im Anzug und jacket ablassen.
    Abwechslungsweise die Luft ablassen reicht immer vollkommen aus.

    Auch ich bin begeistert von dem jacket und möcht es nicht mehr hergeben.

    #69257

    Aero88
    Mitglied

    Klar geht es auch so, aber meiner Meinung nach hat man mit einem normalen Inflator einfach viel die bessere Kontrolle.

    Beispiel: Sind während der Ausbildung bei einem Freiwasseraufstieg aus 40m langsam hoch, da ich beschäftigt war und mich auf den Aufstieg und das Bojenschiessen bei 24m vorbereitet habe, hab ich nicht bemerkt das mir der TL das rechte Ventil zugedreht hat. Also OOA Situation und Wechsel auf den Backup, gleichzeitig rechtes Ventil selber wieder geöffnet. Dadurch hat sich meine Aufstiegsgeschwindigkeit jedoch unangenehm erhöht und ich musste innert sehr kurzer Zeit viel Luft ablassen. In so einer Situation kannst du das nicht mehr nacheinander machen, da verlierst du unter umständen zu viel an Tiefe.

    Klar dreht dir während dem Tauchgang niemand das Ventil zu… aber kann ja auch durch andere Probleme dazu kommen, das du schnell Viel Luft ablassen musst.

    #69258

    kcirtap
    Mitglied

    Was ich vielleicht anfügen muss, das ich mit dem Anzug sozusagen nicht tarriere sondern diesem nur immer soviel luft reinlasse das ich angenehm temp und keine Squezes habe.

    Somit spielt sich bei mir fast alles am Jacket ab..

    Vorteil ich muss auch wenig luft aus dem Anzug lassen.

    Ist vielleicht eine eigenheit bei meinem Tarrierverhalten.

    Aber es ist gut, das es verschiedene möglichkeiten gibt, so hat es für jeden etwas..

    #69259

    sacha
    Taucher

    Hmm ich bin einfach gegenüber diesem Tarieresystem etwas kritisch … hat jemand damit schon mal Rettungsübungen (Situation bewusstloser Taucher – Retter muss Inflator des Opfers bedienen) geübt? Ist das praktikabel?

    #69260

    Aero88
    Mitglied

    Mache ich genau wie du… tarriere fast ausschliesslich mit dem Wing, Anzug wird nur befüllt für den Ausgleich bzw. bei längeren Dekostops um etwas wärmer zu haben.

    Aaaaber: Geh mal auf 40m, dreh dein Trocki Ventil ganz zu und mach einen Aufstieg. Ich würde wetten das du damit (ohne Luft rauslassen) nichtmal bis auf 10m hoch kommst, bevor du anfängst unkontrolliert zu steigen. Was unten noch schön eng ist und sich nach “fast keiner Luft im Anzug” anfühlt, ist bei 3 Bar weniger Druck dann doch ein bisschen mehr als man denkt 😉

    #69261

    kcirtap
    Mitglied

    @sacha,
    Ja im Resque Kurs durfte ich auch jemanden retten.
    beide hatten das I3 System und es klappte..
    Könnte mir vorstellen das es etwas eine gewöhnungssache, weil wer das system nicht kennt greift natürlich erst mal falsch..

    @aero88,
    Klar muss auch ich bis zur oberfläche zwei, drei mal etwas luft auf dem Anzug lassen. Tauche immer mit Ventil zu und öffne/drücke es jeweils bewusst um die Luft abzulassen.
    Bin ich absolut bei dir, aber wie gesagt denke ist etwas gewöhnungssache..

    Was ich im allgemeinen sehr angenehm finde ist, das die luft raus geht ob jetzt das obere Ventil auch oben liegt oder das untere ventil.. also kein “schlauch hoch halten” (invlator) wie bei gewöhnlichen systemen. Zudem ist der hebel immer absolut fix an einer stelle und nicht so beweglich wie beim normalen invlator schlauch.

    #69262

    Squarry
    Mitglied

    Ich hab auch ein i3-System und finde es absolut genial. Beim SSI Stress & Rescue hatte mein TL auch so ein Teil und es klappte einwandfrei! Ich fand's sogar sehr praktisch, da ich mit der rechten Hand seinen Automaten festhalten konnte und ihn mit der linken Hand dank des Versatzes sehr gut im Griff hatte. Er war relativ korpulent… übrigens hatte der TL zusätzlich einen normalen Inflator-Schlauch montiert. Somit ist es nicht ein entweder-oder, sondern ein sowohl-als-auch! Für den Kurs haben wir den Aufstieg mit beiden Systemen probiert. Null Problemo  8)

    Meine Tauchbuddies weise ich einfach immer brav auf die Eigenheiten des Systems hin und gut ist.

    Ich kann mir die Taucherei mit normalem Inflator-Schlauch schon fast nicht mehr vorstellen  ;D Das Pro QD i3 empfinde ich selbst ebenfalls als sehr gut ausbalanciert und bequem. Meine Position ist der Luft bei diesem Jacket ja auch völlig wurst…  🙂

    Ach ja: bin pflotschnass-Taucher… somit kann ich zur Trock-“Problematik” nix beitragen…

    #69263

    sacha
    Taucher

    Ja, hab auch ein Buddy der dieses System hat und zusätzlich noch ein klassischer Inflator-Schlauch – das find ich eigentlich auch das beste. Wieder was das redundant ist und bei einem Ausfall kann das Backup genutzt werden.

    #69264

    Aero88
    Mitglied

    wobei es sich aus meiner Sicht nicht um eine Redundanz sondern eher um eine weitere potentielle Fehlerquelle handelt. aber das da gehen die Geschmäcker auseinander. und es ist sicher immer eine Frage vom Einsatzbereich!

    #69265

    sacha
    Taucher

    Klar – ein und Auslass können an beiden Orten klemmen bleiben, beim klemenden und sofort abgekoppelten Einlass ist dann die Redundanz ein Vorteil und beim klemmenden Auslass bringts wohl nix … aber ja stimmt – ist Geschmackssache 🙂

    #69266

    lexmex
    Mitglied

    Hoi zämme, again! 🙂

    Bin über soviel Beiträge recht überrascht! Also hier mein “Senf” zu den beiden Themen -Notaufstieg/Notablass- und -Bewustloser Taucher-

    Das i3 System hatte ich bei meinem Rescue Kurs. Das einzige was man eigentlich wissen soll, ist dass man zuerst nach dem Inflationssystem, ob i3 oder das von Mahres, ist egal, zugreifen muss. Inflationssystem zugreifen, dann Positionierung am Tauchopfer durchführen. Dann klappt alles bestens. Absolut problemlos.

    Betreffend zu der Notsituation gibt es auch keine Einwände die man haben muss. Wie gesagt, Hebel rasch nach unten ziehen und schwups, die Luft ist schneller raus als man denkt.

    #69267

    scubatinoo
    Taucher

    soviel zur Theorie… Obs dann auch in einem Ernstfall so reibunglos klappt, wage ich zu bezweifeln  😉 Ich bin halt nach wie vor der Meinung, dass ein hundskomuner Inflator das beste und sicherste ist..

    #69268

    Squarry
    Mitglied

    Lässt der i3-Hebel die Luft rein technisch nicht eh durch die gleichen Ventile ab wie der Notablass?

    Ich habe am Freitag nämlich mal versucht einen Unterschied zu spüren. In meinen Augen war die Luft jeweils gleich schnell aus dem Jacket.

    In der Not würde ich garantiert zum i3-Hebel greifen, denn der ist äusserst praktisch platziert und leicht greifbar. Egal ob bei mir selbst oder bei einem anderen mit einem solchen Jacket.

    #69269

    rederic
    Mitglied

    Ich hab die OWD-Ausbildung mit dem normalen Faltenschlauch gemacht. Danach hab hab ich öfters ein Mares Airtrimm gemietet und danach auch eins mit Airtrim gekauft. Seit Anfang Jahr habe ich auch ein Dimension i3.
    Das Jacket ist super bequem und wie ich finde feinfühliger zu tarieren als das Airtrim.
    Ich tauch übrigens nur noch trocken, tariere nur mit dem Jacket und hatte nie Probleme mit der Luft im Anzug.

    Ich habe den Eindruck Airtrim/i3 contra Faltenschlauch ist eine “Religionsfrage”. Die einen schwören auf das eine, die anderen auf das andere. Ich komme mit beidem zurecht. Wenn ich aber die Wahl habe nehme ich ein i3.
    Vor einiger Zeit las ich mal einen Bericht im Diveinside über die Zuverlässigkeit der drei Systeme. Da stand, dass es da keine Unterschiede gebe.

    Bei meinem Rescuekurs zeigte es sich sogar, dass mit i3 die Bergung eines Tauchers eher einfacher war als mit normalen Inflatoren.

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