Faszination HÖHLENTAUCHEN

Tauchen in der Schweiz Foren Tauchausbildung Faszination HÖHLENTAUCHEN

Dieses Thema enthält 29 Antworten und 0 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Nicolas vor 10 Jahre, 8 Monate.

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  • #54367

    ursusspeleo
    Mitglied

    Mittlerweile loggen sich unzählige Höhlentaucher regelmässig auf SWISS DIVERS ein 😉
    Darum dürfte dieser nachstehende Link über einen aktuellen Höhlentauchunfall auch für die tauchende Allgemeinheit von Interesse sein:
    http://www.swiss-cave-diving.ch/PDF-dateien/Fatalities-SchoolSink_Nov08.pdf

    Unlängst entbrannte auf SD eine grössere Diskussion mit teils sehr unterschiedlichen Meinungen ???
    (https://www.swiss-divers.ch/old/index.php?option=com_smf&Itemid=27&topic=268.msg3962#msg3962)

    Statistiken belegen, dass die meisten (tödlich endenden) Höhlentauchunfälle aus Leichtsinn, Unwissenheit, nicht zweckmässiger Ausrüstung oder auf Grund mangelnder Ausbildung passieren.

    Deshalb: keine noch so gute Freiwasser- und/oder Tech-Tauchausbildung ist in der Lage, dich auf die Besonderheiten des Höhlenmilieus umfassend vorzubereiten!

    divedeath.gif

    #60798

    marc
    Taucher
    Urs wrote:
    Deshalb: keine noch so gute Freiwasser- und/oder Tech-Tauchausbildung ist in der Lage, dich auf die Besonderheiten des Höhlenmilieus umfassend vorzubereiten!

    ähms, keine tech-ausbildung kann das? nehme mal an du meinst exklusiv tech-höhlenausbildung oder?

    #60799

    ursusspeleo
    Mitglied

    Hallo Marc,
    obschon Cavediving heutzutage eigentlich TECHNICAL DIVING PUR ist, genügt zum Höhlentauchen eine 'reine' Techausbildung aus meiner Sicht nicht wirklich… Für sicheres Tauchen in Cavern bis Fullcave-Zonen bedarf es höhlenspezifischer Skills und Kenntnisse (u.a. das sichere und effiziente Verlegen von Leinen, Höhlentopos lesen und verstehen können, höhlenspezifisches Stage-Handling, etc.).

    Nicht zuletzt verlangen Betreiber und Behörden schon an unzähligen Quellen eine anerkannte Höhlenbrevetierung.
    Dort kommst du z.B. mit 'nur' einem hochqualifizierten GUE-TECH2-Nachweis nicht in die Höhle rein…

    #60797

    marc
    Taucher

    Alles klar. Dann hab ich Dich schon richtig verstanden.

    => Nicht ohne Höhli-Ausbildung in ne Höhle rein!

    Is mir soweit klar und vermutlich wie vermutlich den meisten hier trotzdem gut mal wieder drauf hinzuweisen.

    Kleine Frage rein aus neugier betreffend anerkannten Höhli-Ausbildungen: welche Ausbildungen sind eigentlich verbreitet bzw. anerkannt? z.B. in Frankreich oder auch Übersee in Mexiko oder im Amiland? Ich weiss, das CMAS was hat, GUE-Cave aber auch die amerikanischen Verbände. Wie sieht das eigentlich in Frankreich aus mit GUE und den anderen Ami-Ausbildungen?

    Ich meine, mit Padi- aber ohne CMAS-Schein lassen sie einem ja nicht mal in den Hotelpool zum schnorcheln. Ist das mit GUE und CMAS das selbe Spiel bei den Höhlen?

    Gruss,
    Marc

    ps.  …hoffe, das nricht jetzt nicht so ein Ausbildungsorganisationen-Krieg vom Zaun  ::)

    #60800

    ursusspeleo
    Mitglied

    Anerkannte Höhlentauch-Brevets bieten unter anderem folgende Verbände an:

    > GUE (http://www.gue.com)
    > CMAS (www.cmas.ch)
    > PADT (http://www.patd.de)
    > IANTD (http://www.iantd.com)

    Meistens wird von den Levels HT2/HT3 (CMAS) oder CAVE1/CAVE2 (u.a. GUE) gesprochen. Mir ist bekannt, dass sowohl in Mexiko als auch in Florida meistens ein Fullcave-Brevet (HT3 bzwl. CAVE2) verlangt wird. Ich denke aber, dass man z.B. mit einem Cavern-Brevet von PADI (äquivalent z.B. mit CMAS HT1) bestimmt auch in den mexikanischen Cenotes im Cavernbereich zugelassen wird  😉 

    #60801

    sunshineblub
    Mitglied

    Ich habe gehört, dass es mit PATD (zumindest wenn das Pic von einem bestimmten Instructor kommt) in Mexiko/Florida wohl schon Probleme gab.
    Ist aber nur hören-sagen, kann das nicht aus eigener Erfahrung bestätigen.
    Grüsse
    Anke

    #60802

    marc
    Taucher

    Und CMAS kann man in den USA vermutlich auch vergessen. Oder nicht? Dann würden noch GUE und IANTD “überig bleiben”.

    #60803

    Walter Ciscato
    Mitglied

    Marc

    TDI gibt es auch noch im Höhlenbereich und ist auch überall anerkannt.

    Grüsse
    Walter Ciscato

    #60804

    marc
    Taucher

    Marc

    TDI gibt es auch noch im Höhlenbereich und ist auch überall anerkannt.

    Grüsse
    Walter Ciscato

    das wäre meine nächste frage gewesen, ob jemand eigentlich weiss das z.b. ein TDI Deco.Proc. in südfrankreich für bis 45m (Wracks) i.O. ist?

    #60805

    Nicolas
    Mitglied

    dass man z.B. mit einem Cavern-Brevet von PADI (äquivalent z.B. mit CMAS HT1) bestimmt auch in den mexikanischen Cenotes im Cavernbereich zugelassen wird  😉

    Yep, PADI Cavern wird sogar in Mexiko auch unterrichtet.

    TDI wird auch in Florida anerkannt
    und man kann weiter machen als bei PADI.

    Gruss Nicolas

    #60806

    Walter Ciscato
    Mitglied

    das wäre meine nächste frage gewesen, ob jemand eigentlich weiss das z.b. ein TDI Deco.Proc. in südfrankreich für bis 45m (Wracks) i.O. ist?

    Marc

    Wenn du kein FFESSM, CMAS, FSGT oder ANMP Brevet hast, könntest du bei gewissen Basen Probleme bekommen. In Frankreich ist dies national anders geregelt und da gelten auch andere Vorschriften als bei uns.

    Zum Beispiel hat uns Aqualung im September bei Antibes zu einem Tauchgang eingeladen (sehr zum Ärger von gewissen Marinetauchern). So erklärt der Basenbetreiber, dass Militärbrevets anderer Nationen (Norwegen, Schweden) ungültig seien und die Taucher als Anfänger mit Begleitung (mindestens CMAS 3Stern oder TL) eingestuft würden => KEIN WITZ!!! Dies brachte natürlich gewisse Exponenten auf die Palme, haben sie doch Offshore-Taucherfahrung im 250m bis 350m Kaltwasserbereich.

    Am besten fragst du bei der Basis VOR deiner Abreise an, denn mein TDI Trimix TL Brevet war genau so ungültig wie gewisse Marinebrevets. 😮

    Grüsse
    Walter Ciscato

    #60807

    beat53
    Mitglied

    Hallo zusammen
    Ich glaube nicht , dass man CMAS in den USA “vergessen kann”, da wären wohl andere Organisationen aus dem Deutschen Raum zuerst dran.
    Fakt ist, dass man sicher im Bereich Höhlentauchen in den USA mit einem Brevet von NACD und NSS-CDS sehr gut bedient ist, es sind die renommiertesten HT-Verbände dort. In einigen Höhlen kommt man sogar nur rein, wenn man MITGLIED ist bei einem dieser 2 Verbände. Dort. u.a. wo der Verband das Gelände gekauft oder gepachtet hat. Das ist auch der Grund, warum ich selber seit mehreren Jahren NACD Mitglied bin.
    Mit einem Cavern-Brevet wird man in den USA gar nicht weit kommen; in einigen Systemen dürfen die Cavern diver sogar nur ohne Lampe ins Wasser, damit sie nicht der Versuchung erliegen, eben jenseits der Tageslichtgrenze zu tauchen.
    Wie es sich  mit anderen, Tec-Verbänden verhält, wie IANTD, GUE, TDI kann ich nichts sagen. Allerdings ist mir auch schon zu Ohren gekommen, dass “man” die TDI-Cave Ausbildung teilweise sehr kritisch hinterfragt. Vielleicht auch nur ein Gerücht eines Konkurrenten.
    Zurück zu den CMAS Cave Brevets: erwiesenermassen sind schon vor 15 Jahren Leute von uns mit dem “alten” rot-blauen Cave Brevet des SUSV in Florida getaucht, problemlos. Dasselbe gilt für Mexico und Australien.
    Da ich selber des öfteren in persönlichem Kontakt stehe mit den TDs dieser Verbände u.a. mit Larry Green (TD von NACD) und wir uns über Ausbildungsfragen, Brevets etc. austauschen, denke ich nicht, dass sich hier ein Problem ergeben sollte.
    Sollte jemand wider Erwarten jemals Probleme haben, so soll er sich mit mir in Verbindung setzen (das kann auch bereits VOR den Ferien sein).

    Beat Müller
    Head Cave Diving Working Group
    Member Technical Committee
    CMAS International

    #60808

    marc
    Taucher

    @walter: die franzosen sind eben schon ein komisches (taucher-)völklein – schade. *kopfschüttel*

    @beat: interessant zu hören, das CMAS auch im ami-land akzeptiert wird. musste ich nicht.

    wie sieht es eigentlich mit GUE-brevets in frankreich aus? hat da jemand erfahrungen mit?

    #60809

    Anonym

    ja die sache mit den brevets wuerd mich auch interessieren. ich moechte naechstes jahr meinen einstieg ins hoehlentauchen manchen. da were es noch interessant zu wissen, welche organisation am besten akzeptiert wird, vor allem auch in den usa, da ich an meiner versetzung dorthin arbeite 😉

    cheers
    –bruno

    #60810

    uanliker
    Taucher

    Ich möchte aus dem Bericht noch erwähnt haben:
    “The sinkhole is popular among divers. A friend of
    one of the divers told FOX 13 that the two men
    who are missing are experienced divers who have
    been diving in the area many times in the past.”

    Basierend auf den bisherigen Informationen kann ich noch nicht drauf schliessen, das Erfahrung und Wissen (und so Ausbildung) fehlte.

    Anerkennung:
    NACD / NSS bezüglich Anerkennung am unkritischsten; kennen alle.

    Als PATD Höhlentauchlehrer hab' ich von meinen Schülern (Full Cave) noch keine negative Rückmeldung erhalten. (vor allem Florida).

    Ist man unsicher vorher bei der Basis anfragen.

                        gruss Urs

    #60811

    marc
    Taucher
    Urs Antliker wrote:
    Ist man unsicher vorher bei der Basis anfragen.

    das wurde hier schon mehrfach betont, hilft aber nur bedingt bzw. für ein konkret geplantes unternehmen, denn wenn man nicht über “die richtige” ausbildung für das gebiet bzw. die basis verfügt, geht man nicht rein.

    wenn sich leute hier also fragen, mit welcher organisation sie von grund auf das höhlentauchen erlernen sollen, dann stellt sich die frage nach der ausbildungs-organisation allgemeiner bwz. bevor man mit der ausbildung anfängt.

    besonders wählerisch scheinen die franzosen zu sein. stellt sich die frage, ob die auch irgendwas anderes als CMAS akzeptieren oder man dann so oder so gleich für den schnuppertauchgang einchecken muss (siehe post von walter)?

    bei den amis scheint es weniger eine frage der organisation als auf den ausbildungslevel (Cave 1 oder 2, HT 2 oder 3, etc.) zu sein. keine probleme in den USA mit

    • NACD/NSS
    • IANTD
    • GUE (vermutlich)
    • CMAS
    • PATD
    • TDI

    in frankreich:

    • CMAS
    • andere?

    habe ich das so richtig geschnallt?

    #60812

    uanliker
    Taucher

    Zum Höhlentauchen in Frankreich braucht es keine Brevets  8)

    Ob das die Versicherung in der Schweiz auch so sieht, ist eine andere Frage  😀

    #60813

    marc
    Taucher

    aha. dann hat sich's erledigt  ::)

    weiss jemand wie die lage für wrack-tgs in frankreich ist? passt das TDI oder muss es PADI …. äh CMAS sein? ;D

    #60814

    Walter Ciscato
    Mitglied

    Marc

    Aufgepasst zwischen Sport-, Tek- und Höhlentauchen.
    Die verschiedenen Bestimmungen und Verordnungen sind
    doch recht unterschiedlich.

    Dann kommt es an ob du selber (mit eigenem Equipment)
    Tauchen gehst oder kommerziell mit einer Basis.

    Grüsse
    Walter Ciscato

    #60815

    Nicolas
    Mitglied


    Brevet von NACD und NSS-CDS

    In einigen Höhlen kommt man sogar nur rein, wenn man MITGLIED ist bei einem dieser 2 Verbände. Dort. u.a. wo der Verband das Gelände gekauft oder gepachtet hat.

    dass “man” die TDI-Cave Ausbildung teilweise sehr kritisch hinterfragt. Vielleicht auch nur ein Gerücht eines Konkurrenten.

    Beat Müller
    CMAS International

    Das ist leider richtig.

    TDI wird von manchen kritisch beurteilt im selben Sinne, wie manche über PADI (diving is fun) herfallen. TDI hat cave 2 für Tauchtouristen (also nicht Tec-freaks) eröffnet, obwohl die Ausbildung durchaus seriös ist und damit eine Konkurrenz aufgebaut.

    Wenn man aber nicht gerade in “privatem Verbandsgelände” taucht, hat man auch in USA keine Probleme mit TDI.

    Und ehrlich, darf man die Natur nur noch geniessen, wenn man für einen bestimmten Verband Ausbildung und Mitgliedschaft bezahlt? Diese Mentalität stosst auch auf grosse Hinterfragung, ist aber halt leider Fakt, denn Geld ist alles, dann kann man sogar Natur kaufen.

    Diesen Weg gehen mir bisher bekannt aber nur die Amerikaner und ob damit der Tourismus gefördert wird, weiss nicht …

    Sieht man ja auch in Frankreich, immer mehr Tauchbasen machen keine Probleme mehr wegen Brevets … schliesslich sind das auch zahlende Kunden …

    Der Zwang, sich vorher zu erkunden bleibt, egal welche Organisation man für die Ausbildung wählt.

    Gruss Nicolas

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