Kleine Schramme im Meer

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Dieses Thema enthält 6 Antworten und 0 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  tho.mei vor 3 Jahre, 5 Monate.

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  • #55988

    tho.mei
    Administrator

    Hallo zäme

    ich habe eine Frage zu einem kleinen Problem, für welches ich auch nach 17 Jahren Taucherfahrung, immer noch keine Lösung gefunden habe.  ???

    Auf einer Tauchsafari oder wenn ich täglich hier in New Zealand schule im Meer, heilen kleine Schrammen, die es schon mal geben kann nicht wirklich. Die Wunden werden sogar noch grösser, obwohl sie nicht schmerzen, bluten oder eitern. Unterbreche ich das tauchen für zwei/drei Tage, sind die Wunden sehr schnell verheilt.

    Meine Frau machte selbst ähnliche Erfahrungen.

    Über Weihnachten/Neujahr waren wir für zwei Wochen auf Safari und eine Schramme an meinem Steinbein heilte die ganze Zeit über nicht. Wieder zuhause, verlief die Heilung ganz schnell und problemlos. So wie es ist wenn ich nicht tauchen würde.

    Habt ihr diese Erfahrung auch schon gemacht? Woran liegt das?

    Ich vermute es hat mit dem Meerwasser zu tun. (?) Im Süsswasser tauche ich meist trocken, weshalb ich nicht sicher bin wie es sich dort verhält.

    Ich habe alles mögliche versucht. Ohne Erfolg.  ???

    Weiss jemand wie man solche kleinen Wunden trotz täglichem nass-tauchen zum heilen bringt?

    Thomas from New Zealnd

    #73424

    blubbediblubb
    Mitglied

    Ich gehe davon aus, dass es daran liegt, dass der Wundschorf täglich aufgeweicht und somit auch aufgelöst wird, was die Wundheiung negativ beeinflusst.

    Hast du es schonmal mit Srühpflaster probiert? Hält normalerweise locker 1-2TGs. Ob das hier aber auch was nützt, kann ich nicht aus Erfahrung sagen.
    Ansonsten vielleicht mal Opsite (o.ä.) Folie probieren? Halten gefühlte 100x besser, als normale wasserdichte Pflaster (wenn keine Haare oder so im Weg sind), können lange drauf bleiben und fallen auch kaum auf, da durchsichtig.

    #73425

    tho.mei
    Administrator

    Ich gehe davon aus, dass es daran liegt, dass der Wundschorf täglich aufgeweicht und somit auch aufgelöst wird, was die Wundheiung negativ beeinflusst.

    Hast du es schonmal mit Srühpflaster probiert? Hält normalerweise locker 1-2TGs. Ob das hier aber auch was nützt, kann ich nicht aus Erfahrung sagen.
    Ansonsten vielleicht mal Opsite (o.ä.) Folie probieren? Halten gefühlte 100x besser, als normale wasserdichte Pflaster (wenn keine Haare oder so im Weg sind), können lange drauf bleiben und fallen auch kaum auf, da durchsichtig.

    Wie ich dich verstehe, geht es darum die Wunde trocken zu halten?

    Sprühpflaster hatte leider auch nicht viel gebracht. Möglicherweise gibt es jedoch verscheide Varianten dieser Sprühverbände? Da kenn ich mich zu wenig aus.

    Die genannten Folie muss ich mal ausprobieren. Die kenn ich gar nicht.

    Danke für deine Antwort!

    Thomas from New Zealnd

    #73426

    blubbediblubb
    Mitglied

    Ja genau, möglichst trocken halten.

    #73427

    Warmduscher
    Taucher

    Das hat mit den Microorganissmen zu tun, für welche der Körper an Land die nötigen Abwehrmechanismen entwickelt hat, aber im Meer sind diese eben noch nicht vorhanden. Daher braucht der Körper einfach länger die eigendrungen Microorganismen (Paktieren, Viren, etc) zu bekämpfen. Daher sind Verletzungen im Wasser immer eine langwirige Geschichte.

    Das Problem ist eigentlich, der Mensch hält sich viel mehr an Land auf, als im Wasser… sonst wäre es umgedreht.

    Warumduscher

    #73428

    SaMi
    Mitglied

    Ja, es ist eine Mischung aus beidem – dass die Wunde immer wieder aufweicht und der Körper länger braucht, um mit den Organismen im Wasser fertig zu werden.
    Ich habe auch noch keine wirklich gute Lösung dafür gefunden.

    #73429

    marco032
    Mitglied

    Ich kann euch dazu was sagen im Allgemeinen in sehr vereinfachter form.
    Also, Wunden werden prinzipiell mit Blutplättchen verschlossen. Sprich Blut fängt an zu trocknen und verschliesst so die Wunde mit einem Schutzfilm damit unten drunter der Regenerazionsprozess einsetzen kann. Jetzt ist es so das dies mit Sauerstoff reagieren und Blut generell unter Wasser nicht gerinnt (Fest wird). Zusätzlich dazu kommt der umstand das die Haut sowiso aufgeweicht ist das sie nicht für lange Wasseraufenthalte ausgelegt ist (Schrumplig wird) macht ein Heilungsprozess unmöglich.

    Ich habe was das anbelangt (erst 2 mal) gute erfahrung gemacht mit nach den 1 Tauchgang die Wunde und die Haut mal trocknen lassen (Desinfizieren NICHT vergessen). Wen man wieder tauchen will oder über die Nacht die Wunde mit Bepathen oder Irfen eincremen und verdecken wird damit die Wundheilung unterstützt und Narbenbildung minimiert.

    Für zum Tauchen schlage ich vor es wie @blubbediblubb gesagt hat es mit einer Wundfolie zu verschliessen und kann ja gerade noch mal Irfen draufmachen. Nach Tauchgang wegnehmen und wieder trocknen lassen. Krustenbildung wen möglich drauflassen weils sonst Vernarbungen gibt.
    Zu den Folien möchte ich noch sagen das man schon creme oder ein stück watte verwenden sollte da sonst bei entfernen die Kruste weggerissen wird was auch nicht förderlich für den Heilprozess ist da diese, die Wunde verschliesst und schützt. Zudem bei grösseren sachen schon mal Schmerzhaft ist und man so den Wundheilungsprozess wieder zerstört weil die Feingebildete Hautschicht darunter gleich mitgerissen wird.

    Für Kratzer und c.o, Desinfizieren, folie drauf und fertig… (Haut atmet, also nach tauchgang wieder weg)

    PS: Wen es an einer Behaarten stelle sein sollte empfielt sich vor benützen Rassieren der besagten Stelle, die Folien kleben nämlich SEHR gut und eignen sichsehr zug zum Enthaarungskuren zu machen  😉

    #73430

    tho.mei
    Administrator

    @marco032:
    Danke für deine Ausführungen. Ich werde es das nähte Mal ausprobieren.

    Thomas from New Zealnd

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