Standards bei den Tauchausbildungen

Tauchen in der Schweiz Foren Smalltalk Standards bei den Tauchausbildungen

Dieses Thema enthält 59 Antworten und 0 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Anonym vor 9 Jahre, 8 Monate.

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  • #54687

    Anonym

    Hallo Gemeinde

    In einigen Forenbeiträgen zu Unfällen und Ausbildung bin ich über den Spiegel Online Bericht zum Tode eines Tauchers, mit 10 TG in Hemmoor bei einem Deep-Brevet, gestossen.

    http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,663912,00.html

    Wirklich ein interessanter Artikel und für einmal sachlich und objektiv beschrieben.
    Ich habe mir auch erlaubt die Beiträge der Leser zu diesem Artikel im Spiegel Online zu betrachten. Nun sinniere ich bei einer Tassee Kaffee darüber was Ausbildungsqualität bedeutet.
    Da ist mir wieder aufgefallen, dass nur sogenannte „einheimische“ Tauchkurse und Basen sinnvoll seien. Und man mit PADI „Probleme“ hat gut ausgebildet zu werden.
    Ich habe es in meiner taucherischen Ausbildung bei Padi bis zum Assi gebracht und auf einer zweiten Schiene bei diversen Tek-Verbänden noch einiges dazu gelernt

    Korrekt ist, dass ein PADI Jünger theoretisch mit dem 100. TG zum Tauchlehrer befördert werden kann. Richtig ist auch, dass ein PADI Taucher mindestens 60 Tauchgänge für seine DM-Brevetierung aufweisen muss.

    Nun lese ich auf der CMAS HP

    http://www.cmas.ch/index.php?lang=de&sid=54

    die Bedingungen für die Sternchentaucher.
    Da kann man ja auch mit 100 TG den Tauchlehrer Kurs beginnen. Das gleiche Prozedere bei IANTD man muss min 100 TG aufweisen

    Interressant  ;D Somit ähneln sich viele Verbände in den Minimalvorgaben  ;D

    Was macht also dann den Unterschied zu qualitativ hochwertiger Ausbildung?
    Hat es hier PADI CD’s und andere hoch dekorierte Ausbildner die da einmal Stellung nehmen können wollen dürfen?

    Grüsse aus dem Seeland

    Christian
    IANTD TL
    #4756

    #64833

    babel_fish
    Mitglied

    Jep, das würde mich auch interessieren und bevor ich mich als Tauchanfänger mit noch knapp unter 100 TG daran beteilige, lassen wir mal die angesprochenen Cracks ran!

    off-topic auf. das ist ein echter Test für swiss-divers. Bei T-Net würde diese Diskussion ganz schnell aus dem Ruder laufen!  😉 Ich hoffe hier kann sachlicher Diskutiert werden!  ::)
    off-topic zu.

    so, bin gespannt wie ein Federbogen.

    #64834

    chraebby
    Mitglied

    In erster Linie steht und fällt die Qualität der Ausbildung wohl bei allen Organisationen mit dem Instruktuor und dessen Einstellung zur Ausbildung!

    Da gibt es wohl solche, welche einfach Kärtchen verkaufen wollen und solche, welche den Anspruch haben dass der Schüler auch wirklich tauchen lernt.
    Das Problem ist, dass die “Prüfung” vom Instruktor selber gemacht wird. Das führt halt dazu, dass es eben diese schwarzen Schafe gibt, welche nicht wirklich den Ehrgeiz haben, dass ihre Tauch-Aspiranten die Skills lernen bis sie es eben wirklich können.

    Eine solche Einstellung ist schade und vor allem sehr gefährlich für den frisch brevetierten Tauchschüler.

    Ob jemand mit 100 TGs schon fit genug ist für den Instr. lässt sich diskutieren. Das kommt aber wohl vor allem auch auf die Person selber an. Auch wenn die Anzahl TGs nicht viel aussagt, bezweifle ich dies jedoch und würde es bestimmt niemandem empfehlen!

    #64835

    SirRichi
    Mitglied

    Kurze Zwischenfrage von mir, habe das gerade nicht gefunden im Google: Bis zu welcher Stufe kann man bei den Verbänden von einem “höherbrevetierten” zertifiziert werden? Ab irgendeiner Stufe gibt es dann doch die (inter)nationalen Kurse, wo man von verschiedenen Lehrer der Lehrer bewertet wird und nicht nur eine Person entscheidet…?

    #64836

    chraebby
    Mitglied

    Mein Statement bezieht sich bis zum letzten Abschnitt nur auf die Grundausbildungen.

    #64837

    Anonym

    Ob jemand mit 100 TGs schon fit genug ist für den Instr. lässt sich diskutieren. Das kommt aber wohl vor allem auch auf die Person selber an. Auch wenn die Anzahl TGs nicht viel aussagt, bezweifle ich dies jedoch und würde es bestimmt niemandem empfehlen!

    das wirft wieder einmal die sehr berechtigte frage auf, wie man taucherfahrung messen kann. ich kann nur raten, dass verbaende in der regel eine bestimmte anzahl tauchgaenge voraussetzen, weil sie keine besser methode haben, um zu messen wie gut ein taucher ist. sonst koennten sie ja schreiben “muss mindestens eine erfahrung von X aufweisen”.

    faktoren zur messung der erfahrung gibts, aber scheinbar kein “absolutes” modell, dass all diese beruecksichtigt (nach moeglichkeit noch in abhaengigkeit der umgebung in welcher die erfahrung angewandt werden soll).

    da gibts so viele variablen, da wirds schwer. 🙁

    – anzahl tgs
    – ausbildungslevel
    – aktivitaeten
    – probleme und wie sie geloest wurden
    – uvm…

    #64838

    babel_fish
    Mitglied

    In erster Linie steht und fällt die Qualität der Ausbildung wohl bei allen Organisationen mit dem Instruktuor und dessen Einstellung zur Ausbildung!

    Ich denke mal das trifft den Nagel ziemlich auf den Kopf. Obwohl die Verantwortung nicht zuletzt auch beim Tauchschüler selber liegt. Ensprechende Vorbildung im Selbststudium vor einem Kurs und anschliessendes Nachstudium durch Vertiefung der Erkenntnisse (man kann ja lesen) und Training in Form von möglichst vielen stufengerechten Tauchgängen sind aus meiner Sicht ein Muss. Eigenverantwortung und gute Selbsteinschätzung sind gefragt.

    Ob ein Tauchlehrer mit +/- 100 TG wirklich in der Lage ist seinen Schülern das nötige Wissen zu vermitteln mag ich stark zu bezweifeln. Die Tauchorgs sind sich hier ihrer Verantwortung nicht bewusst und der Profit steht wohl im Vordergrund. Schade.  :-

    babel_fish
    “Tauchschüler”

    #64839

    scubalino
    Taucher

    Hallo

    ich bin der Meinung das es Instructoren gibt, die bereits mit 100 Tauchgängen fähig sind einen Taucher auszubilden! Ebenso gibt es aber auch Tauchlehrer mit 300 Tauchgängen die dieses Flair einfach nicht haben.
    Ich bin der Überzeugung das sich die Organisationen einige Gedanken darüber gemacht haben, ab wann ein Taucher für diese Verantwortung bereit ist, und so schlecht kann die Lösung nicht sein, wenn man die Statistiken von unserem Sport ansieht.

    Es gibt immer Punkte die man verbessern kann, aber etwas was funktioniert muss nicht neu erfunden werden.

    Die Selbstverantwortung vom Schüler ist Pflicht! Er kann dies bereits beurteilen, wenn er die Theorie mit der richtigen Einstellung sich aneignet und den Sport für das nimmt, was er ist: Traumhafschön, aber in einer Umgebung, für die wir eigentlich nicht geschaffen sind.

    In diesem Sinne: guat Luft
    Ennio

    #64840

    Pömä
    Taucher

    Solche Diskussionen hatten wir schon mehrmals hier auf SD. Wenn nicht wegen TL, dann halt aufgrund anderer Dinge.

    Ich sehe es eigentlich wie scubalino. Jeder lernt unseren Sport etwas anders und die Selbstverantwortung wird schon beim OWD gross geschrieben. Der Tauchschüler muss schon von Anfang an einiges im Selbststudium lernen und dies dann in den Schulungstauchgängen anwenden. Wer dann noch regelmässig auch in heimischen Gewässern tauchen geht und sich taucherisch fit hält kann durchaus mit 100 TG schon andere Taucher ausbilden. Schlussendlich lernt man selber dann immernoch mehr dazu.

    Gruss

    Sandro

    #64841

    Anonym

    100 tauchgaenge sind extrem wenig. das reicht meines erachtens nicht fuer einen instr. mit 100 tgs ist man doch noch mit sich selbst beschaeftigt. klaro fuer einen “schnellbleiche instr” reichen 100 tgs.

    das problem seh ich weniger in der (un)faehigkeit, die skills zu demonstrieren (das ist ja wirklich nicht unendlich schwer), sondern vielmehr in der fehlenden erfahrung. der 100 tg instr wird seinem schueler sicher noch keine tips geben koennen, die auf irgendwelchen erfahrungen basieren, da diese schlicht noch fehlen/zu gering sind…

    #64842

    Furioso
    Mitglied

    wir hatten ja hier in der CH mindestens 2 ähnlich gelagerte fälle (wo der tauchlehrer eigentlich völlig versagt hat, und auch zu recht verurteilt wurde). ich bin mir nicht sicher ob man sowas mit standards abfangen kann. für mich ist das wie wenn jemand auf der autobahn absichtlich auf der falschen seite fährt. ob man da noch dem fahrlehrer die schuld geben kann?
    andereseits ist es aufällig, dass es immer dieselbe organisiation trifft. es könnte natürlich statistischer zufall sein weil diese organisiation besonders viele tauchlehrer ausbildet. oder kommt es daher, dass die standards in der situation pool und meer entwickelt und den süsswassersee nicht berücksichtigt?

    gruss
    fredy

    #64843

    scubatinoo
    Taucher

    100 tauchgaenge sind extrem wenig.

    Kommt drauf an, in welcher Zeitspanne die Tauchgänge absolviert werden. Ich denke, dass wenn jemand 100 Tauchgänge “am Stück” absolviert, er schon eine gewisse Routine und Erfahrung hat. Im Gegensatz zu einem Taucher, der die 100 Tauchgänge verteilt über 10 Jahre hinbekommen hat…

    Wundert dich, dass man immer nur von einer Organisation redet? Wenn ich die Martanteile anschaue……. ist es wohl eher statistischer Zufall.

    #64844

    Pömä
    Taucher

    Die Anzahl der TG ist definitiv nicht mit der Erfahrung in Relation zu setzen! Jeder lernt anders, lernt schneller neue Skills und, da hat scubatinoo völlig recht, wenn ich die 100 TG innerhalb vielleicht einem Jahr abspule, würde ich einmal behaupten, dass ich doch schon einges an Erfahrung habe und wohl nicht mehr wirklich mit mir selber beschäftigt bin. Das ist sehr individuell und leider nicht einfach zu quantifizieren.

    Das die bestimmte Tauchorganisation häufig in den Statistiken auftaucht ist meiner Meinung nach auch logisch. Wer viel ausbildet, kommt auch mehr in den Statistiken. Ist ja irgendwodurch auch logisch… 🙂

    #64845

    Anonym

    Interessant was da alles zusammengekommen ist.

    PADI ist der Marktführer und einer der ersten Verbände in Europa die nach den neuen Euronormen zertifiziert wurden (Walti weiss sicher welche Norm ich meine  ;D). Mit einer Zertifizierung entspricht die Ausbildung des OWD, Instruktor und Assi (für OWD) einem Minimalstandard, den alle erfüllen sollen/müssen. Andere europäische Verbände wie CMAS, VDST, SSI, SDI, etc sind meines Erachtens auch zertifiziert. (oder nicht ??? ???)

    Als alter PADI Crack habe ich zum frisch brevetierten PADI OWSI mit 120 Tauchgängen mehr vertrauen als zu einem TL, der seit 15 Jahren schult, keine Ahnung mehr über die Standars hat und nur ins Wasser geht, wenn es unbedingt sein muss! 😛
    Ich habe kein Vertrauen zu Instruktoren (in Mittreleuropa das an kein Meer grenzt) die unbedingt schulen müssen weil sie auf dieses Geld scharf sind. „Schnelles“ Geld führt tendenziell zu einer unakzeptablen Risikobereitschaft.  😮 😮

    Der kleine PADI TL dagegen, hat keine grosse Erfahrung, dafür aber eine riesengrosse Tauchbibel. Wenn er sich ganz korrekt und top seriös an diese Anweisungen hält (Kochbuch mässig), dann ist sein persönliches Risiko berechenbar und er ist auf viele mögliche Probleme vorbereitet. Und mit etwas gesundem Menschenverstand, geht er nicht mit einem Anfänger im Kaltwasser auf 35 Meter.
    Hält er sich seriös an diese Vorgaben, bildet er auch seriös aus.
    Die Vorgaben sind so ausgelegt, dass sein Ermessensspielraum klein gehalten wird. Die enthaltenen Checklisten helfen ihm die Entscheide punkto Sicherheit Ausbildungskontrolle des einzelnen Schüler korrekt zu fällen. Solche Grundlagen und Ausbildungshilfen gibt es meines Erachtens bei keinen weiteren Verbänden und „professionellen Tauchfirmen“.

    Apropos Anfänger:
    Vor kurzem ging ich mit einem Schüler zum Checkdive. Er will den Advanced Nitrox Kurs absolvieren. Junger Typ, sportlich, gute bis sehr gute theoretische Kenntnisse, im vorhergehenden Pool-TG ohne Probleme, schnelle Auffassungsgabe, saubere Tarierung, S-Drill im Griff (stufengerecht), talentiert.

    Und nun 10 Meter TG, 25 Minuten, dauern Grund, mittelprächtige Sicht (2-3 Meter) und Nachttauchgang sowie erster TG mit seinem eigenen Trocki (zuvor bereits 10 mit einem Miettrocki absolviert)
    Begleitung zusätzlich mit DM

    Abgesehen von den üblichen Trockiproblemen keine Nennenswerte Situationen während dem TG. Beim Kaffee sagt er mir so locker vom Hocker: „war das gut, mein erster Seetauchgang, muss ich wiederholen“.
    Nach einer Schrecksekunde habe ich mich gefragt: „welches Risiko bist du nun wieder eingegangen, warum hast du dich vorhergehend nicht besser über die Taucherfahrung erkundigt?“

    Was will ich damit sagen? Routine ist das grösste Risiko bei allen Aktivitäten und niemand ist von Routine in seinem Wirken (Beruf, Privat, Hobby, etc) gefeit. Wichtig ist, dass man sich nach einer solchen Situation die Frage stellt, was kann ich verbessern, dass diese Situation eine Ausnahme bleibt.

    Grüsse aus dem Seeland

    Christian

    #64846

    Anonym

    Was macht also dann den Unterschied zu qualitativ hochwertiger Ausbildung?

    um nochmals schnell auf die urspruengliche frage zurueck zu kommen, ich seh das mit ausbildung und tauchen in etwa so:

    wenn ich einen owd (1 stern oder wie auch immer) mache, kann ich am ende des kurses nicht wirklich tauchen. wirklich tauchen lerne ich nach dem kurs durch intensives praktizieren und mit der erfahrung. im kurs habe ich nur das gelernt, was ich brauche, um dieses ziel sicher und effizient erreichen zu koennen.

    eine gute ausbildung ist fuer mich daher:

    skills: nicht einfach nur irgendwie hinmurksen, sondern diese “gut” machen. es muss nicht demonstrations qualitaet sein (besonders nicht nach einem owd), aber sie muessen beherrscht werden, sodass sie sich “blind” anwenden lassen.

  • grundwissen: man muss nicht x tausend studien auf dem heimischen pc gebunkert haben oder hobby doktor sein, aber es sollte genug wissen vorhanden sein, um korrekte entscheidungen treffen zu koennen und dies in jeder phase des tgs (planung, durchfuehrung, notfall etc)
  • mindset: zu wissen, was man tut, warum man es tut und die noetige disziplin, damit kein leichtsinn gemacht wird. gerade anfaenger oder sehr erfahrere taucher ueberschaetzen sich gerne mal. kurz gesagt, die richtige einstellung zum tauchen
  • respekt: finde ich fast das wichtigste. wenn man die umgebung, also hier das wasser, und die daraus folgenden implikationen nicht respektiert hat man schon verloren, ehe man bekonnen hat
  • letztere punkte sind sicher nicht etwas, dass man einfach in einem kurs vermitteln kann, da haengt sehr viel vom schueler selbst ab, aber der instruktor kann helfen, einen auch den richtigen weg zu bringen.

    Ich habe kein Vertrauen zu Instruktoren (in Mittreleuropa das an kein Meer grenzt) die unbedingt schulen müssen weil sie auf dieses Geld scharf sind. „Schnelles“ Geld führt tendenziell zu einer unakzeptablen Risikobereitschaft.

    agree. ich war daher sehr froh als ich erfahren habe, dass meine beiden tek instructors (phil sudan und dave cooper) genug geld mit ihren normalen jobs verdienten, um nicht auf die kohle der schueler angewiesen zu sein. da hab ich mehr “you fucking crazy” als “well done, you passed” von ihnen gehoert, was sich aber schlussendlich bezahlt gemacht hat.

#64847

Excalibur
Taucher

100 tauchgaenge sind extrem wenig. das reicht meines erachtens nicht fuer einen instr. mit 100 tgs ist man doch noch mit sich selbst beschaeftigt. klaro fuer einen “schnellbleiche instr” reichen 100 tgs.

das problem seh ich weniger in der (un)faehigkeit, die skills zu demonstrieren (das ist ja wirklich nicht unendlich schwer), sondern vielmehr in der fehlenden erfahrung. der 100 tg instr wird seinem schueler sicher noch keine tips geben koennen, die auf irgendwelchen erfahrungen basieren, da diese schlicht noch fehlen/zu gering sind…

Damit bin ich nicht so ganz einverstanden, schnappi. Ich hab zwar fast doppelt so viele Tauchgänge aber es gibt sicher Taucher, welche sehr schnell voran kommen. Aus meiner Sicht spielt die Anzahl der Tauchgänge gepaart mit dem Zeitraum eine grosse Rolle. Jemand, der in einem oder zwei Jahren 100 Tauchgänge absolviert und nicht nur im Urlaub taucht, den bezeichne ich eigentlich schon als erfahren. Und vor allem auch ein entsprechendes Mass an Interesse am Sport an sich.

#64848

scubatinoo
Taucher

Und nun 10 Meter TG, 25 Minuten, dauern Grund, mittelprächtige Sicht (2-3 Meter) und Nachttauchgang sowie erster TG mit seinem eigenen Trocki (zuvor bereits 10 mit einem Miettrocki absolviert)

Öhm, ist jetzt vielleicht etwas spitzfindig, aber wo hat er die 10 TG mit
Miettrocki absolviert, wenn es sein erster Seetauchgang war ???

Zudem steht in allen Nigth-Diver Manuals von Padi:
Hinweis für den Tauchschüler
Vermeide den Gebrauch von neuen oder ungewohnten Nauchausrüstungsgegenständen bei Nachttauchgängen. Lerne den Gebrauch von neuen oder ungewohnten Tauchausrüstungsgegenständen, indem du zuerst bei Tage mit ihnen tauchst.

#64849

Anonym

Empfehle den ersten Trockentauchanzug-Tauchgang in der Höhle zu machen, da schiesst du nur an die Höhlendecke und nicht an die Oberfläche rauf  ::)
Ich habs jedenfall so gemacht und sogar ohne hochschiessen an die Decke den Siphon getaucht  ::)

#64850

DNovet
Mitglied

Was meines erachtens ebenfalls den grössten Faktor ausmacht, ist der TL.
Train hard, fight easy.
Wenn jemand als ungeprägter Tauchschüler konsequent schönes und kultiviertes Tauchen vorgeführt bekommt, und zwar nicht nur im Wasser, sondern ab dem Punkt, wo das Gerät zuhause ab dem Gestell genommen wird, bis es wieder dahin zurückgelegt wird, dann wird man das automatisch zu übernehmen beginnen.

Was nach meiner Erfahrung auch vielfach unterschätzt wird, ist der psychologische Faktor von unseren Seen: Dunkel, kalt, grau-in-grau, kein 3mm-Shorty sondern viel Gerödel das einem einengt, da wird aus der effektiven Tiefe schnell mal mehr. Ich hab mal ein Vergleich gehört, dass 40m Zürisee schnell mal 70m im Tropenmeer entspricht…
Und die Erfahrung bestätigt dies, da ich mit zarten, unschuldigen 45TG meinen OWD-TL aus Thailand in einer gefährlichen Situation aus 40m gerettet habe (wegen Vereisung abblasender Nuggi seinerseits plus Panik). Nur hatte er die gleiche Anzahl TG, einfach mit'ner drei vornedran… Und ist selbst DeepSpecialityInstr… Aber die 40m im Zsee entsprechen halt nicht den 40m in Phuket…
Das wird in meinen Augen von vielen “Salzwasserpiraten” unterschätzt, und wenn man dann keine Selbstdisziplin, sowie auch keinen seriösen TL hat, der einem Schritt für Schritt evaluiert und dem Seegrund näher bringt, dann wird man sehr schnell zum Opfer einer Geldproduziermaschine, und bezahlt bestenfalls mit einem Schreck, schlechtestenfalls mit dem Leben. 

#64851

Anonym

@Scubation

Ich bin kein PADI Instruktor  ;D
Tauchturm in Basel geht bis 20 Meter (Kaltwasser)

@cavethensi
Da kannst Du auch noch Spreizanker verwenden und anseilen, Trocki aufblasen und anstelle “ab”seilen => “hoch”seilen  ;D

Christian

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