Bunker – Immenstaad (D)

Tauchplatz

Das zwischen Immenstaad und Fischbach gelegene ehemalige Dornier-Werke entwickelte und baute ab 1922 Flugzeuge und anfangs sogar Zeppelins. Während dem Zweiten Weltkrieg machten die Nazis im Bodensee Torpedoversuche. Diese Versuchsanlage wurde zwar nie vollendet, aber war provisorisch in Betrieb. Am Ende des Kriegs, nach der Befreiung, übernahm die französische Marine das Seewerk und führe es mehrere Jahre lang. 1956 übernahm die in die Schweiz migrierte Familie Dornier, das Werk erneut. Von den Anfangs der 1980er-Jahre, bis in die 2006 wurde der Dornier-Konzern mehrfach filetiert und es kam zu langwierigen gerichtlichen Auseinandersetzungen deswegen. Heute gehört das Flugzeugwerk am Bodensee zum Airbus-Konzern. Andere Teile des lange hier ansässigen Dornier-Konzern gehören heute zur Schweizer Firma RUAG oder zum Fahrzeugbauer Daimler-Benz.
  

  
Am südlichen Ende der Vogelinsel – einem Naturschutzgebiet – liegen die Schächte von der Torpedoversuchsanlage aus dem Zweiten Weltkrieg. Die heute teilweise beschädigten Schächte und Bunker, befinden sich auf ca. 6 bis 10m Tiefe und sind somit auch für Sporttaucher gut erreichbar. Wer aber ins Innere der Anlage tauchen möchte, sollte über Erfahrung im Wrack– und/oder Höhlentauchen besitzen. Es beseht an den teil scharfen Stahlteilen durchaus auch Verletzungsgefahr.

Neben diesen historischen Unterwasserbauten, ist dieser Tauchplatz wegen seine exponierten Lage und dem Naturschutzgebiet, sehr fischreich. Deshalb lohnt es sich genügend Zeit, für die Fischbeobachtung beim Austauchen, im Flachwasser, ein zu berechnen. 

Auf einen Blick:

Tauchplatzname: Bunker, Torpedoschächte oder Vogelinsel
Gewässer: Bodensee
Ort: Immenstaad (D)
Koordinaten des Einstiegs:

N: 47.662435 E: 09.387048

Schwierigkeitsgrad: Einfach – Wenig Taucherfahrung ist ausreichend

Anfahrt und Parkplätze:

Man folgt der Bundestrasse 31 (E54) von Immenstaad nach Fischbach (oder in Gegenrichtung) und benutzt die Abzweigung zum Airbus-Werk. Auf dem öffentlich zugänglichen Teil des Werksgeländes, kann man auf dem südlichsten Parkfeld, in der Nähe des “Airbus Betriebsrestaurant” das Auto abstellen. Soweit wie möglich im Süden parieren!

Einstieg:

 

Der Weg zu Einsteig ist ziemlich weit. Es sind rund 350m zu Fuss über’s Werksgelände von Airbus und etwa 280m schwimmend entlang der Vogelinsel.

Wer mit schwerem Tauchgerät unterwegs ist, nutzt einen Hand-Transportkarre oder ähnliches.

Vom Parkplatz geht durch das Drehkreuz übers Firmengelände zum Hafen. Dort folgt man dem Fussweg zum südlichen Ende des “Festlands”. Deshalb steigt man unter den Bäumen ins Wasser.

Die Vogelinsel selbst, darf man nicht betreten. Sie ist ein Naturschutzgebiet und Brutgebiet für viele Wasservögel. Deshalb schwimmt man an der Oberfläche, entlang dem östlichen (links) Ufer, bis an die Südspritze der zweiten Vogelinsel. Dort platziert man die Taucherfahne (Alpha-Flagge) und taucht ab.

(Alternativ kann man diesen Tauchplatz mir einem Boot erreichen.)

Unter Wasser:

In 6 bis 10m Tiefe findet man die Überreste der Torpedoversuche.

Wer ins innere der Bunker Tauchen will, sollte über Erfahrung im Wrack– und/oder Höhlentauchen besitzen. Perfektes Tarieren ist unerlässlich.

Beim Austauchen im 5m-Bereich, kann man viele Fische beobachten.


Gefahren:

  • Bootsverkehr
  • andere Wassersportler
  • Scharfe Kanten und Teile am/im Bunker (Verletzungsgefahr!)
  • Kein direkter Aufstieg möglich im Bunker. (Höhlentauchen!)

Restaurants und Toiletten:

keine in der Nähe

Besondere Eigenschaften:

Fische und andre Lebewesen unter dem Wasser: 5
Steilwände oder grosse Felsen: 0
Canyons oder Höhlen: 0
Wracks, Skulpturen oder Denkmäler: 5
Strömung: 1
Umgebung und Landschaft ausserhalb des Wassers: 3

Ursprünglich verfasst von: mapi

Höhlenforschung: Die Gütschtobelhöhle

 Hans Meier hat Swiss-Divers freundlicherweise seinen Bericht über die Erforschung der Gütschtobelhöhle als PDF zur Verfügung gestellt. Auch wenn der Bericht aus dem Jahr 1999 ist doch sehr interessant zu lesen.

"Vermutet wurde schon längere Zeit, dass sich im Gütschtobel eine Grössere Höhle verborgen hällt. Bei Hochwasser treten an verschiedenen Stellen aus Spalten und Geröll Wasser hervor. Im Mai 1982 wurde mit dem Graben begonnen."

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