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15. Mai 2009 um 17:50 Uhr #54485
Anonym
Inaktiv???
Hallo zusammen,wir sind ziemlich neu am tauchen. Trotzdem möchte ich die Bilder von unsern Tauchferien festhalten können.
An Land fotographiere viel, von dem her habe ich Erfahrung.
Wir bräuchten in absehbarer Zeit eh eine neue Kamera, da ich mit der Pixelauflösung nicht so zufrieden bin. Ich habe rel. hohe Erwartungen an Bilder da ich sie in Videos integriere und bearbeite.
Nun zu meiner Frage:
Ich habe hier im Forum gesehen, die Themen Spiegelreflex, oder Kompakt.
Braucht man zB. bei einer Olympus 8080 einen Blitz, ich meinen einen externen? Nachteil dieser Spiegelreflex, sie ist wahrscheinlicher empfindlicher dafür bessere Qualität? Oder?
Die Olympus Kompakt, von der hier in einem andern Posting geschrieben wird…scheint nicht schlecht zu sein….hat mir jemand Tipps? Ich möchte eben auch eine Kamera, die ich gut an Land einsetzen kann und nicht noch viel Zubehör kaufen muss, da wir eher seltener tauchen….hat jemand Gedanken oder Tipps?
Vielen Dank!15. Mai 2009 um 18:54 Uhr #62321marc
TaucherDie Frage so allgemein zu beantworten, ist schwierig (mal wieder *g*).
Aus meiner Sicht – und was ich gehört habe bin ich damit nicht alleine – ist das wichtigste für gute Fotos immer noch der Fotograf/in. Unter Wasser sowiso denn da kommen die ganzen Automatik-Programme noch vieeeeeel öfters aus dem Tipp, als das an Land der Fall ist. Ebenfalls sehr wichtig für gute Fotos ist eine möglichst perfekte Tarierung. Stimmt diese nicht, wirst Du alles verwackeln egal wie gut die Cam ist.
Wenn Du wenig Zubehör willst, dann spricht das grundsätzlich eher für eine Kompakt- oder eine sog. Bridge-Kamera (=grössere Komaktkamera wie z.b. Canon Powershot).
Was Du auch bedenken solltest: eine kompakte ist kompakter (jaja) – das macht je nach Modell zu einer Spiegelreflex mit entsprechendem Gehäuse viel aus. Kompaktkameras kannst du gut mal loslassen (sie sind ja am Jacket z.B. mittels Spiralkabel angemacht), wenn Du taucherisch gefordert wirst. Die Kompaktcams haben meist etwas Auftrieb und man kann sie so unter der Achsel durch verstauen ohne das denen was passiert und hat beide Hände für's tauchen. Bei der Spiegelreflex sieht das etwas anders aus – vorallem mit einem grossen Dome-Port dran. Das ist dann icht mehr ganz so handlich und die lässt man auch ungerne los. Kurz: um eine Spiegelreflex mit entsprechendem Gehäuse und ext. Blitz(en) zu handeln musst Du gut und sicher tauchen können – auch wenn unerwartet mal Strömung auftritt.
Apropos Blitz:
Bei der Kompakten kannst Du für Makro und bis ca. 1-1.5m gut noch den internen Blitz nehmen (falls das Wasser einigermassen klar ist). Bei einer Spiegelreflex brauchst Du zwingend einen (oder zwei) externe Blitz(e).Dann sind da noch die Kosten …. *hüstel*
Kompaktkamera + passendes Gehäuse vom Hersteller: CHF 800-1000.-
Spiegelreflex:
– Kamerapreis: je nach Cam
– Gehäuse ab CHF 25000.-
– Ext. Blitz ab CHF 700.-Wenn Du nur sporadisch tauchen gehst, fehlt Dir aus meiner Sicht vermutlich die Tauchpraxis um eine Spiegelreflex gut handeln zu können und die hohen Ausgaben um die Cam unterwassertauglich zu machen sind dann doch fragwürdig. Bei einer Kompaktcam zahlst Du noch ein paar hundert Franken extra und kannst sie zum tauchen mitnehmen. Steigen dann die Ansprüche kannst Du auch aus einer Kompaktcam nochmals sehr viel mehr raus holen, wenn Du einen ext. Blitz dazu nimmt (Ausbauvariante).
Auch zu bedenken: mit der Kompaktkamera hast Du Marko-Objektiv gleich mit dabei. Bei der Spiegelreflex musst Du Dich vor dem Tauchgang für Makro oder andere Aufnahmen entscheiden, denn Makro geht da – im Gegensatz zu Kompaktcams – nur wirklich gut mit einem vernünftigen Makroobjektiv.
Fazit: als «Gelegenheitstaucher» denke ich, wirst Du mit einer Spiegelrelex nicht glücklich und bist mit einer kompakten Relaxter am knipsen. Klar, die Spiegelreflex bringen schon einiges mehr Leistung vorallem wenn das Licht weniger wird (was in der Natur des Tauchens liegt) aber wenn Du's im Griff hast, kannst Du auch mit den heutigen Kompaktcams sehr gute Aufnahmen machen. Im Makrobereich sowiso.
Hoffe das gibt Dir etwas Input.
Gruss,
Marcps. Bin auch jahrelang mit Kompaktcams unterwegs gewesen (Canon Ixus, Canon Powershot) und jetzt auf Spiegelreflex (Nikon D90) gewechselt. Obwohl ich einige hundert Tauchgänge habe, bin auch mich nach wie vor an das doch einiges grössere Equipment am gewöhnen – ist nicht Ohne.
pps. Will mit den obigen Hinweise nicht Deine taucherischen Fähigkeiten in Frage stellen – sind einfach allgemeine Erfahrungen. 😉
15. Mai 2009 um 19:05 Uhr #62322Anonym
InaktivHey, ganz, ganz herzlichen Dank für Deine Gedanken!
Es ist wirklich für einen Newi schwierig, unter all der Auswahl eine gute Wahl für sich zu treffen! ???
Und so Gedanken sind sehr wertvoll und ich habe das auch mit den Tauchfähigkeiten…überhaupt nicht persöhnlich genommen, ich sags einfach wie es ist….
Und wie Du sagst…das mit dem Preis und so…und auch mit dem Gewicht…
Ganz herzlichen Dank15. Mai 2009 um 19:35 Uhr #62323
TinuTauchera) Auch ich als Laie sehe die Unterschiede bei Fotos einer Kompakt- und einer Spiegelreflexkamera. Ich habe es so verstanden, dass npenelope an Land mit einer Kamera umgehen kann. Daher würde ich eher Richung Spiegelreflex tendieren. Ich hatte 20 Jahre eine grosse (analoge) Spiegelreflex-Ausrüstung und kaufte mir eine günstige UW-Kompaktkamera. Aber seit einer meiner Tauchkollegen eine Spiegelreflex-Kamera kaufte, lasse ich meine Kompakt zuhause…
b) Es wird immer von einem Blitz geschrieben. Bilder mit Blitz sind nicht immer vorhersehbar und bei Partikeln immer Wasser reflektieren diese und stören sehr stark. Eine Videoleuchte wäre hier optimaler. Je nach Produkt könntest man/frau diese auch gleich als Tauchlampe verwenden. Hier mal eine Möglichkeit: http://www.keldanlights.com/ProductDetail.do?id=28&cat=6
Wenn weder Blitz noch Lampe vorhanden ist, ist dies meiner Meinung nach Günstiger als beides separat. Für Lieferquelle und Preise einfach mich fragen.
16. Mai 2009 um 7:11 Uhr #62324marc
TaucherKlar kann man mit der Spiegelreflex bessere Fotos machen als mit der Kompakten aber der Punkt ist, das eine Spiegelreflex UW zu bedienen (wo möglich noch mit Trockihandschuhen) noch mal ne andere Nummer ist, als an Land gute Bilder zu schiessen. Dazu kommt wie erwähnt noch die taucherischen Fähigkeiten. Damit will/wollte ich sagen, das wenn ich an Land ein super Fotograf bin, ich mir nicht einfach noch schnell ein UW-Gehäuse kaufe und gleich die geilsten UW-Bilder nach oben bringe. Dazu braucht es definitiv mehr als nur ein bisschen Übung. z.B. ist man UW viel mehr am Display auf «Info» (bei der Nikon nennt sich die Funktion so) weil Du die kleine Anzeige oben auf der Cam nicht siehst bzw. nicht ablesen kannst. Den Sucher kannst Du auch nur bedingt verwenden, da Du mit der Maske nicht wirklich nach dran kommst. Zahlen im Sucher ablesen kannst Du definitiv vergessen. Klar kann man noch so einen Sucheraufsatz (oder wie sich das nennt) montieren aber wirklich gut wie an Land ist das dann auch nicht. Dann sind auch die meisten Tasten/Räder an anderen Stellen zu bedienen als ohne Gehäuse usw. Ist alles ein bis zwei Kategorien schwieriger unter Wasser.
Wenn man dann nur selten bzw. gelegentlich tauchen geht, dann wird's schwehr sich da an das nötige Handling eines rechten Spiegelreflex-Systemes zu gewöhnen bzw. es dann aus dem Effeff zu können.
Ich gebe zu, das auch ich mir das Handling einfacher vorgestellt habe und darum bin ich jetzt immer wieder mit der Cam im Wasser am Üben. Evtl stelle ich mich aber auch übermässig ungeschickt an 😉
Wenn man das einkalkuliert, dann sind vermutlich schon die Kosten für Gehäuse + Blitz nicht wirklich vertretbar. Auch mit Kompakten kann man sehr schöne Bilder schiessen. z.B. sind die Philipienenfotos hier alle mit der PowerShoot A610 und einer ganz kleinen Nikon geschossen (ohne ext. Blitz). Das ganze PowerShot-System (inkl. Cam) kostet einiges weniger als nur schon der Ext-Blitz für meine Spiegelreflex. Ich finde man sollte die Kompakten nicht unterschätzen wenn sie richtig bedient werden!
Ext. Blitz:
Bei Kompaktcams im Makro braucht es bei den meisten Cams bzw. deren Gehäuse keinen ext. Blitz wenn man in klarem (Meer-)Wasser ist. Auf Distanz ein Riffteil zu beleuchten braucht einen ext. Blitz. Im Flachwasser kann man mit der Kompakten gut auch Aufnahmen ohne Blitz machen (kommt meist sogar besser). Unterhalb von spätestens 10m kannst Du die Kompakte ohne ext. Blitz aber vergessen. In den heimischen Seen bekommst Du ohne ext. Blitz mit der Kompakten nichts scharf hin ausser in den obersten paar Meter wo es noch Sonnenlicht hat. Lampen und ähnliches können helfen, aber wenn sie nicht fix montiert sind, wird ebenfalls alles unscharf (spreche aus Erfahrung).Fazit:
Für ambitionierte Gelegenheits-UW-fotografen würde ich ein Bridge-Kamera empfehlen. Das sind Kompaktcams bei welchen man auch noch manuell, Zeit- oder Blendenautomatik zur Auswahl hat. Zusätzlich gibt es solche mit einem «Fischli»-Programm welche den Weissableich und die Korrektur der Belichtungszeiten schon ganz ordentlich hinbekommen. Beispiel hier sind Canon PowerShoot, G10, etc. Da stimmt auch das Preisleistungsverhältnis für den Gelegenheitstaucher und die neueren Modelle haben anscheinend sogar kleine Weitwinkel's drauf (Weitwinkel/Fisheye bringen viel um die Schwebeteilchen zu reduzieren, da man näher ran kann und so weniger Wasser und damit auch weniger Schwebeteile zwischen Objektiv und Motiv hat).So, habe fertig ;D
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