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25. Mai 2009 um 16:55 Uhr #54492
Anonym
InaktivLiebe Leute
Ich bin relativ neu im Geschäft und erlaube mir hier eine Frage: Was ganz genau passiert eigentlich wenn die erste Stufe einfriert? – Der Lungenautomat bläst dann doch ab, oder? Dann sollte man doch das Ventil schliessen, sofern man mit 2 ersten Stufen taucht. Ich tauche mit redundanter erster Stufe. Daher hab ich mal versucht das Ventil während eines TG zu schliessen. Ist mir nicht gelungen. Also bin ich zwingend auf die Aufmerksamkeit meines Buddy angewiesen. Jetzt habe ich von einem Ventil gehört, das vor dem Lungenautomat eingebaut wird und offenbar das Abblasen resp. den Luftverlust bei eingefrorener 1. Stufe verhindern soll. Was ist davon zu halten, hat jemand Erfahrung?25. Mai 2009 um 17:15 Uhr #62401Anonym
Inaktivich hab selbst zwar keine erfahrung mit diesen dingern, aber ich wuerde mir eher keines kaufen. damit bau ich schon wieder eine schachstelle in mein system ein. zugegeben, ich hab an meinem kreisel auch so was in der art dran, aber dort sind sie nicht gedacht, um einen free flow zu stoppen.
wenn ich mit mono 12 tauche, hab ich das gleiche problem mit den ventilen, ich komm nicht ran. daher tauch ich, wenn ich dann gerade oc tauche, ein doppel 12, damit faellt mir das handling der ventile einiges leichter. ok ich kann sie noch nicht so elegant schliessen, wie z.b. gewisse gue leute das machen, aber es ist um welten besser als mit dem mono 12 😉
wenn ich dich richtig verstehe, wuerdest du das teil zwischen die 1. und die 2. stufe einbauen, richtig? ich weiss nicht, ob damit das problem wirklich geloest wird. wenn die 1. stufe durchblaest und ich den flow abklemme, ist das eignetliche problem noch nicht geloest und an der ersten stufe ist in dem moment der durchgang vom hochdruck zum mitteldruck immer noch offen. jetzt kommt die frage, was zu erst ist:
der ueberdruck, der damit zwischen 1. stufe und dem zwischen ventil dingsbums teil aufbaut wird gross genug, um die vereisung zu ueberwinden und und den gasfluss zu unterbinden oder der schlauch gibt klein bei… keine wirklich angenehme vorstellung…cheers
–bruno25. Mai 2009 um 17:30 Uhr #62402Anonym
InaktivDu meinst sicher das hier:
http://www.watersafetyshop.com/820200.html
Kann nützen, muss aber nicht, bringt doch nur etwas, wenn die 2. Stufe versagt. Sonst pfeifft es halt beim Überdruckventil raus –> Man ist immernoch auf den Buddy angewiesen, wenn man selber nicht rankommt, nur sieht der vielleicht auf Grund der Blasen direkt an der 1. Stufe den Hahnen nicht mehr ::) ;D
Am Besten üben, üben… üben! Bis man selber an die Ventile rankommt, oder eine D7 etc. anlachen (so habe ich es gemacht, an die M12 kam ich selber nicht schnell genug ran). Der Buddy muss bspw. nur kurz am Photographieren sein oder selber auch gerade ein Problem haben, dann gute Nacht wenn keiner hilft und man selber auch nichts machen kann ausser wie ein Atompilz aus dem Wasser zu poppen ;D
Gruss
Richi
25. Mai 2009 um 17:37 Uhr #62403Anonym
Inaktivund nur mal dumm haengen bleiben am dem ventil/schieber teil und schon klemmts dir die luft ab. auch eine sehr verlockende vorstellung…
cheers
–bruno25. Mai 2009 um 18:23 Uhr #62404Anonym
Inaktiv@ Schnappi und Richi
Danke für Eure Meinungen. Was mir halt immer noch nicht klar ist, was vereist denn eher, die erste oder die zweite Stufe? Das mit dem Ueben nehme ich mir zu Herzen. Bin nun auch schon 30 Jahre am Kamasutra und hab noch nicht Alles drauf ;-). Geduld bringt ja schliesslich Rosen, oder so….
Guet Luft
Hazy25. Mai 2009 um 19:55 Uhr #62405marc
Taucheraaaalso 🙂
soweit ich weiss, können sowohl 1. wie auch 2. stufen vereisen. bei der 2. stufe sind es feuchtigkeitströpfchen die an dem «fälleli» (wie auch immer sich diese teil richig nennt) gefriehen und die 2. stufe somit auf «durchzug» stellen. bei der 1. stufe weiss ich nicht, was in ihr im detail gefriert. auf jedenfall hast du dann viel mehr druck auf dem system da die druckminderungsfunktion der 1. stufe dann wohl nicht mehr oder nur noch teilweise gegeben ist.
das freeflow control device (FFCD) gibts – soweit ich weiss nur für apeks automaten. es besteht aus einem teil mit schieberegler den man zwischen mitteldruckschlauch und 2. stufe schraubt. zusätzlich pflicht ist ein überdruckventil an einen HP-abgang an der 1. stufe zu schrauben. bläst der automat nun durch, kann man einfach am schieberegler den verwenden um diese 2. stufe abzudrehen. hat es dann einen zu hohen druck auf den MD-schlauch, wird dieser durch das obige überdruckventil an der 1. stufe abgelassen. dies verhindert das dir der MD-schlauch um die ohren fliegt.
zudrehen der 2. stufe mittels des FFCD hat folgende vorteile:
1) ist die 2. stufe z.b. angefrohren, genügt es häufig diese kurz abzudrehen und wieder zu öffenen. der leicht druck der beim erneuten öffnen entsteht kann die den gefrohreren wassertrocken welcher zum abblasen führte häufig lösen. ist dies nicht der fall hilft etwas auftauchen und dann die 2. stufe wieder zu öffnen.
2) ist es ein problem mit der 2. stufe, bist du mit dem schieberegler fein raus und kannst das system zudrehen und auf dem octopous austauchen.
3) ist es ein problem mit der 1. stufe, so spricht das überdruckventil an bzw. bläst ab. in diesem fall bist wenigstens die blasen vor deinem gesicht wieder los und kann vernünftig das problem lösen bzw. dich mit dem buddy verständigen.
das FFCD lösst nicht jedes problem und ersetzt sicher keinen buddy und lösst auch nicht jedes problem aber es gibt mir im ernstfall weitere optionen – vorausgesetzt du behällst im ernstfall auch einen kühlen kopf und nutzt diese möglichkeiten.
ich selbst und auch einige meiner tauchpartner sind lange mit FFCD getaucht. sie sind soweit problemlos und ein versehentlichen zuschieben gibt es eigentlich nicht. ich hatte mal eines, welches mit der zeit defekt war (habs bei einem test gemerkt). das ist dann auch nicht wirklich ein problem weil sich bei einem defekt die luft nicht mehr abklemmen lässt. d.h. es ist dann wie ohne FFCD.
willst du auf der sicheren seite sein indem du deine ventile selbst bedienen kannst, so kommst du um einen doppeltank mit absperrbarer brücke nicht drum rum. (Doppel 12, oder Doppel 7 mit breiter Brücke). mit einem solchen system kann jeder selbst seine beiden abgänge schliessen/öffnen und im zweifelsfall mittels absperren der brücke auf zwei getrennte systeme stellen (so bleibt mindestens eine flasche erhalten und damit lässt sich ein tauchgangsabbruch noch sauber realisieren). ersetzt dir aber auch nicht einen guten buddy.
ich selbst habe vor einiger zeit genau aus diesen überlegunen auf doppeltanks umgestellt. taucht man mit einzelfalsche, ist das FFCD aber sicher eine gute option. wichtig ist einfach, das man beide teile – also das FFCD UND das passende überdruckventil – montiert.
hoffe ich hab das einigermassen richtig erzählt ansonsten werden mich die experten hier sicher gleich korrigieren 😉
gruss,
marc25. Mai 2009 um 20:07 Uhr #62406Anonym
Inaktiversetzt dir aber auch nicht einen guten buddy.
auf den wuerd ich mich aber nicht zwingend verlassen. musst nur einmal von ihm getrennt werden und schon ist das problem wieder da.
zugegeben, teamtauchen ist nicht wirklich mein ding, ich bevorzuge solo, aber auch wenn im team getaucht wird, sollte jeder in der lage sein probleme wie abblasende automaten und dergleichen selbst ohne hilfe eines buddies zu loesen. so kommt man auch aus einer situation heraus, wenn man getrennt ist. oder anders ausgedrueckt sollte jeder im team solo kompetenzen haben. wenn dann der buddy neben einem ist und helfen kann, ist das natuerlich umso schoener. aber darauf verlassen wuerde ich mich niemals…
wie marc schon sagte, das free flow device kann dir helfen, gewisse probleme sehr komfortabel zu loesen, kann aber auch neue schaffen, jetzt brauchste z.b. schon min. 3 o-ringe mehr (gut ich sollte nix ueber o ringe sagen, hab am kriesel wahrscheinlich 10 mal mehr als oc 😉 ). am schluss ist es eine persoenliche entscheidung, ob du ein solches verwenden willst oder nicht. ich persoenlich wuerde fuer mich keines einbauen und lieber mehr valve drill ueben, damit ich das problem auf diese weise loesen kann.
aber eben, eine einzig richtige antwort gibt es zu diesem thema nicht 😉
cheers
–bruno25. Mai 2009 um 20:15 Uhr #62407Anonym
Inaktiv@ alle
herzlichen Dank für Eure Tipps. Da ich mir im Moment keine Doppeltanks anschaffen kann, beschaff ich mir wohl so ein FFCD. Denn wenn ich Euch jetzt richtig verstanden habe, gibt es zwar keine 100% Sicherheit, doch überwiegen offensichtlich die Vorteile.
Herzlichst grüsst
Hazy25. Mai 2009 um 20:20 Uhr #62408Anonym
Inaktivgibt es zwar keine 100% Sicherheit
die wird es auch nie geben 😉 sie dagegen anzustreben ist eine gute sache…
26. Mai 2009 um 6:23 Uhr #62409marc
Taucher@ alle
herzlichen Dank für Eure Tipps. Da ich mir im Moment keine Doppeltanks anschaffen kann, beschaff ich mir wohl so ein FFCD. Denn wenn ich Euch jetzt richtig verstanden habe, gibt es zwar keine 100% Sicherheit, doch überwiegen offensichtlich die Vorteile.
Herzlichst grüsst
Hazyfür taucher mit monotank ist das FFCD sicher eine gute sache. bei doppeltank kann man sich sowas sparen sofern man selbst an die ventile kommt. es lohnt sich das FFCD dann auch ab und zu mal zu testen.
schnappi wrote:zugegeben, teamtauchen ist nicht wirklich mein ding, ich bevorzuge solo, aber auch wenn im team getaucht wird, sollte jeder in der lage sein probleme wie abblasende automaten und dergleichen selbst ohne hilfe eines buddies zu loesen.ist sicher anzustreben, das jeder möglichst viele probleme alleine lösen kann. da die meisten die ich am see sehe mit single-tank tauchen, kommt wohl keiner von denen selbst an seine ventile und ein buddy ist somit immer gefragt. sie sporttauch ausbildungsorganisationen wie z.b. PADI schulen eher (nicht zwingend) die monotanks. da kann man schlichtwegs probleme wie abblasenden automat nicht selbst lösen ohne aus dem jacket zu steigen. da siehst du die grenze also anders als manche ausbildungsorganisation.
in einer notsituation sieht das ganze dann eh nochmals völlig anders aus. auch wenn du die technischen mittel hättest und diese einwandfrei funktionieren musst du noch entsprechend kühlen kopf bewahren und sie einsetzen. das sehe ich (aus der praxis) schon als grösseres problem an, als die 2 zusätzlichen o-ringe. darum sollten diese situationen auch von erfahrenen tauchern immer mal wieder geübt werden (z.b. am ende eines tauchgangs mal wieder auf den octopus wechseln oder gar den buddy mit luft versorgen.
gruss, marc
26. Mai 2009 um 7:22 Uhr #62410Anonym
InaktivIch komme bei sämtlichen Monoventilen die ich tauche auch selbst ran. Sonst ist es mir beim Tauchen nicht wohl. Die verschiedenen Ventiltypen vor einem Kauf mal Probetauchen ob die Zugänglichkeit im Trocki funktioniert. Im Nassanzug sollte es eh kein Problem sein. Es gibt schon auch komische Ventile, da ist es schwierig (aber nicht unmöglich) ranzukommen.
Grüsse Hans
26. Mai 2009 um 7:26 Uhr #62411marc
Taucherdu kommst an deine monoventile???? schlangenmensch! ;D
26. Mai 2009 um 7:28 Uhr #62412Anonym
Inaktivreine Kopfsache ;D
(plus bei einigen Ventilen etwas die Flasche von unten her anheben)
Haben uns früher oft die Ventile beim Tauchen zugedreht, war dann ganz nützlich sie selber wieder öffnen zu können 😉26. Mai 2009 um 7:34 Uhr #62413marc
Taucher;D
26. Mai 2009 um 12:13 Uhr #62414
Walter CiscatoTaucher(plus bei einigen Ventilen etwas die Flasche von unten her anheben)
Oder nach links/rechts kippen mit der einen Hand (unten am Fuss)…
… dann kommt man auch einfacher dran 😉26. Mai 2009 um 15:13 Uhr #62415Anonym
InaktivMono-Valve-Drills sollten bei der Wahl des richtigen Ventils kein grosses Problem darstellen. Ich sehe immer wieder Taucher, welche ihre Flaschen sehr tief am Jacket anbringen. Nebst der schweren Erreichbarkeit der Ventilräder wird dadurch auch die Balance und Trimm des Tauchers negativ begünstigt… Dies mit Fussblei oder Gewichtsanbringung an der Flasche zu kompensieren, finde ich persönlich ineffizient :-[
26. Mai 2009 um 16:50 Uhr #62416Anonym
Inaktivhat zwar nix mit dem Thema zu tun, aber wenn die Flasche tief am Jacket hängt braucht es erst recht kein Fussblei…
26. Mai 2009 um 17:49 Uhr #62417Anonym
Inaktivhat zwar nix mit dem Thema zu tun, aber wenn die Flasche tief am Jacket hängt braucht es erst recht kein Fussblei…
… und z.B. mit einem 5mm-Neoprentrocki? Ich glaube kaum, dass durch den entstehenden Beinauftrieb auch mit tiefangesetztem Gerät eine akzeptable horizontale Wasserlage erreicht wird :-X aber vielleicht gibts ja Taucher mit schweren Beinknochen 😀
26. Mai 2009 um 18:09 Uhr #62418Anonym
InaktivBeim 5mm Neoprentrocki hast du entsprechend weniger drunter an. Wenn die Beine gut geschnitten sind geht es auch gut mit der horizontalen Wasserlage. Für Langzeittauchgänge haben wir andere Tricks um die Wasserlage trotz dicken Beinen zu erreichen.
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