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Was mich aber noch unsicher macht, das Modell D4i hat laut Datenblatt Suunto keinen Messmodus, wie ist das zu verstehen ?
guter punkt. habe mir die datenblätter auch mal etwas genauer angesehen. der D4i scheint keinen «tiefenmesser»- und keinen «freitauch»-modus haben 🙁
für das «normale» tauchen brauchst du diese beiden modis zwar nicht, aber gerade der tiefenmesser-modus kann interessant sein, wenn du dich später richtung technisches tauchen entwickeln willst. dann werden die tauchgänge häufig zuhause am pc geplant und nach diesem plan getaucht. dazu verwenden viele tech-taucher keine hochkomplexen tech-compis sondern zwei einfache tiefen- und zeitmesser (=bottomtimer). unterstützt der tauchcompi den «messmodus» (engl: Gauge-Mode) dann kann der tauchcompi auch als reiner tiefenmesser verwendet werden. in diesem modus rechnen sie keine nullzeiten/dekompressionen/sättigungen/etc.
der freitauchmodus ist eine spezielle art vom mess-modus (Gauge-mode). wie beim messmodus misst der tauchcompi nur noch tiefe und zeit. für das freitauchen wichtig ist eine höhere sampling-rate. d.h. misst die tiefe öfters als im tauchmodus und wird somit genauer. dies ist für die freitaucher mit zackigem unter und hoch wichtig um die richtige «maximale tiefe» messen zu können.
das beim D4i der mess-mode fehlt finde ich schon sehr schade. solange du dich aber im reinen sporttaucher-bereich bewegst, wirst du weder den mess- noch den freitauch-modus benötigen ausser du willst beim schnorcheln auch mal die tiefe messen. ändert sich dein tauchverhalten und du wirst zur frei- oder tech-taucherin müsste man halt dann schauen was mit dem compi ist.
ein weiterer unterschied zwischen D4i und D6i ist der gaswechsel. die unterschtützung von mehreren gasen (luftgemischen) ist für fortgeschritteneres tauchen interessant, wenn neben der flasche auf dem rücken eine weitere mit z.b. einem 50% nitrox dazu genommen wird (um die nullzeit weiter zu verlängern bzw. die deko zu verkürzen). diese art tauchgänge wird der D4i – im gegensatz zum D6i – nicht rechnen können. da auch der mess-modus beim D4i fehlt, kann man in bei diesen tauchgängen auch nicht als tiefenmesser mitnehmen.
für ganz normales sporttauchen mit einer flasche bzw. einer mischung (pressluft oder nitrox) ist der D4i ausreichend. geht es dann aber etwas weiter oder willst du beim schnorcheln mal die tiefe messen dann stehst du mit dem D4i an. ist jetzt halt auch etwas die frage, wo du dich in zwei jahren in sachen tauchen siehst. wird tauchen für dich eher ein gelegentliche urlaubsbeschäftigung oder könnte es zu einem «seriösen» hobby werden (in welchem man ja eher mal noch mehr machen will)?
Kompass:
Würde ich auch nicht am Retractor hängen haben, denn dann hast Du immer etwas, was noch rumbaumelt und wo Du irgendwo hängen bleiben kannst. Kompass gehört bei mir entweder an den Arm oder dann in die Konsole zum Finimeter. Von Suunto gibt es eine gute Konsole mit Fini und dem SK-7:
http://www.suunto.com/de/de/Products/Diving/Suunto-Combo/Suunto-CB-Double
(die Variante ohne den Compi drin)
…tauche ich auch seit Jahren und kann ich empfehlen.
Ach noch etwas zum Thema Kompass: Achte darauf, dass deine Lampe oder andere magnetische Dinge den Kompass nicht ablenken. Egal ob elektronisch oder «normal» kann eine Lampe noch aus 20cm Entfernung den Kompass ablenken.
kommt auf die art der lampe an 😉 tanklampen haben das problem weniger da die batterie (im gegensatz zum leuchtenden lampenkopf) am gurt getragen wird. ansonsten hast du natürlich recht: erst den kompass anleuchten, lampe wegstecken und dann den kompass ablesen.