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7. Februar 2009 um 9:19 Uhr #54421
OctopusTaucherUnter dem Tittel «Schädlingsbekämpfung» wurde heute wieer einmal ein erschreckender Bericht über ein barbarisches Abschlachten von Delphinen zu kulinarischen Zwecken veröffentlicht:
«Das grosse Schlachten Wiederum töten Fischer in diesen Monaten vor Japans Küsten über 20 000 Delphine und Kleinwale. Das Delphinfleisch endet auf den Regalen lokaler Läden und in Supermärkten. Die Delphinjagd sei «Schädlingsbekämpfung», sagen die Fischer. Unser Autor spürt die Aggression der Jäger am eigenen Leib. Hans Peter Roth
«Es geht los!» Die Empörung in Richard O'Barrys Stimme ist nicht überhörbar. «Die Jagdboote aus Taiji sind zum Delphinfang ausgelaufen, alle 13!» Ohnmächtig muss der amerikanische Delphinschützer mit dem Fernglas ansehen, wie die Jäger eine ganze Delphinschule gegen die Küste treiben. Sie hämmern auf ins Wasser gehaltene Metallstangen. Damit stören sie den Orientierungssinn der Meeressäuger und versetzen sie in Panik.
Schlachtsaison bis März
Über 20 000 Delphine und Kleinwale werden an Japans Küsten jedes Jahr abgeschlachtet, schätzt O'Barry. Davon töten die 26 Delphinjäger des Fischerdorfes Taiji, 700 Kilometer südlich von Tokio gelegen, während der «Jagdsaison» von September bis März allein 2500 der Meeressäuger. Nicht eingerechnet jene Tiere, die bereits während der Treibjagd auf dem offenen Meer an Erschöpfung zugrunde gehen oder Delphinmütter, die in der Panik kalben. Bald stecken die verängstigten Tiere in einer engen Bucht in der Falle. Die Delphinjäger riegeln die Bucht mit Netzen ab. «Morgen bei Sonnenaufgang folgt dann das Gemetzel, sagt O'Barry: «Mit Haken, Lanzen und Messern stechen die Fischer einen Delphin um den anderen ab. Bis die letzten noch lebenden Tiere im Blut ihrer Familiengenossen schwimmen müssen, bevor auch sie hingeschlachtet werden.»Auslesen und Töten
Als «Schädlingsbekämpfung» entschuldigen die Delphinjäger von Taiji ihr Tun. Die Delphin- und anderen Kleinwalarten, die sie ohne Auswahl in die Bucht treiben, frässen ihnen den Fisch weg. Das Delphinfleisch endet auf den Regalen lokaler Läden, aber auch in Supermärkten weit über die Region hinaus. Doch dieses ist oft massiv mit Quecksilber belastet, wie Analysen anerkannter japanischer Institute ergeben haben. Oft seien die Grenzwerte der japanischen Lebensmittelverordnung x-fach überschritten, sagt O'Barry.«Don't take photo» («nicht fotografieren») steht auf den Schildern, welche die Delphinjäger bereithalten, um die Sicht zur «Todesbucht» zu versperren. Sie erwarten den Delphinschützer schon, als dieser vor Sonnenaufgang eintrifft, um das Delphinmassaker zu dokumentieren. Doch O'Barry überrascht die Fischer mit der Filmcrew einer grossen ausländischen Fernsehstation. Die wütenden Jäger haben Mühe, das Geschehen in der Bucht abzuschirmen. Motorbootlärm übertönt die Schreie. Schlächter treiben die angsterfüllten Delphine zusammen, legen ihnen Seile um die Schwanzflossen und ziehen sie damit zum Strand. «Einige Tiere ertrinken dabei», sagt O'Barry im Tumult erstaunlich gefasst. «Anderen versagt das Herz.»
Delphintrainer O'Barry
Nun mischen sich einige Delphintrainer unter die Meeressäuger, die sich in Panik winden. Gezielt wählen sie die schönsten aus – es sind Tümmler – und zerren sie auf Tragbahnen. Nachschub für das nur 300 Meter nebenan gelegene Delphinarium des «Taiji Whale and Dolphin Museum». «Ein lukratives Geschäft», stellt O'Barry bitter fest. «Bis zu 200 000 Dollar werden für einen lebenden Delphin geboten», sagt der 69jährige Richard O'Barry, der in den 60er-Jahren die fünf Delphine, welche die Rolle von «Flipper» für die gleichnamige Fernsehserie spielten, dressiert hat.Die Tiere werden nun am Schwanz in einen schlecht einsehbaren Teil der Bucht geschleppt und dort eines nach dem anderen abgestochen. Oft dauert der Todeskampf der hochintelligenten Meeressäuger Minuten – manchmal Stunden.
Angriff auf Journalisten
Als ich als Begleiter O'Barrys zum Strand gelangen will, um das Töten besser beobachten zu können, stürzen sich wutentbrannte Delphinjäger auf mich. Sie werfen mich nieder, zerren mich zurück und bedrohen mich, obschon ich gemäss der japanischen Verfassung nichts Illegales getan habe.Stunden später herrscht hier wieder Totenstille. Am Strand in der idyllischen Bucht kann man sich unbehelligt bewegen. Doch das Wasser in der «Todesbucht» ist noch immer rot.
300 Meter nebenan, im Delphinarium von Taiji, dürfen die Delphine das Publikum belustigen. Wer mag, kann dazu Wal- oder Delphinfleisch essen. «Die Leute hier mögen Delphine», sagt O'Barry. «Besonders mit Sojasauce.»
http://www.savejapandolphins.org
http://www.oceancare.org«–> http://www.tagblatt.ch/aktuell/kultur/tb-ku/-Schaedlingsbekaempfung-;art148,1257100
7. Februar 2009 um 9:30 Uhr #61405
OctopusTaucherUnd für starke Nerven hier noch ein Film, was da so abgeht:
7. Februar 2009 um 14:43 Uhr #61406Anonym
Inaktivschaedlingsbekaempfung? brutaler massenmord wuerde hier besser passen. der einzige schaedling ist der mensch selbst.
zum kotzen so was :'(
8. Februar 2009 um 9:14 Uhr #61407Anonym
InaktivEinfach grausig so was!
Tradition hin oder her hier muss etwas dagegen unternommen werden!
Ich bin mir auch nicht so sicher ob diese Leute wirklich davon Leben müssen, denn im Beitrag heisst es einmal im Jahr… ???
Bereits vor etwas über einem Jahr ging eine Petition gegen das Abschlachten von Delfinen um die Welt. Wir müssen dort anknüpfen und weiter gegen diese Massaker kämpfen!
9. Februar 2009 um 6:15 Uhr #61408
balouTaucherda hat schnappi vollkommen recht der Mensch ist der grösste Schädling.
Vorallem wen man so was sieht überkommen einem wieder abartige gefühle.
Aber das hatten wir ja scon mal zu diesem Thema.Ja Bluewater Explorers hat recht! Und was ist aus dieser Petition geworden?
9. Februar 2009 um 12:16 Uhr #61409Anonym
InaktivHallo Balou!
Ich weiss leider nicht was daraus geworden ist.
Wäre aber dringend nötig so etwas zu wiederholen oder sogar noch auszubauen.
Wenn jemand da mitmachen will oder sonstige Infos hat, meldet Euch bitte bei mir!
Gruss Mani
9. Februar 2009 um 20:46 Uhr #61410
PömäTaucherIst schon grauslig solche Bilder. Da fragt man sich schon, was denn da der Sinn dahinter ist.
Die Petitionen finde ich ja keine schlechte Sache. Nur bringen sie leider häufig nicht sehr viel. Bin mittlerweile ein wenig ernüchtert über solche internationalen Petitionen, für welche sich Leute den Arsch aufreissen und ma Schluss doch ncihts schlaues dabei rauskommt…
Würde aber auf jeden Fall trotzdem mitmachen.
Gruss
Sandro
9. Februar 2009 um 21:32 Uhr #61411
OctopusTaucher@ Pömä:
Schon so! Trotzdem wurde dank öffentlichem Druck schon einiges geändert! Wenn auch langsam und zögerlich! Petitionen sind sicher ein Mittel, um 1. die Ablehnung kund zu tun aber auch 2. um die Lezte wachzurütteln!12. Februar 2009 um 6:18 Uhr #61412
balouTaucherHabe hier wieder so eine Online Petition gefunden.
Nehme zwar nicht an das diese viel bewegen wird aber wer nicht wagt der nicht Gewinnt. Ist zumindest schon mal ein Schritt in die richtige Richtung.Oder was meint ihr?
12. Februar 2009 um 7:30 Uhr #61413Anonym
InaktivHallo Balou!
Vielen Dank für den Link!
Habe auch gleich teilgenommen und hoffe dass dies auch noch viele Swiss Divers hier machen werden!
Werde den Link auch an alle meine Divemasters und Vereinsmitgliedern weiterreichen.
Gruss Mani
12. Februar 2009 um 8:44 Uhr #61414
OctopusTaucher@ Balou: Danke, mach da auch mit!
🙂12. Februar 2009 um 9:11 Uhr #61415
balouTaucherJa hoffe auch das da viele Leute mit machen.
Danke für eure einträge.
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