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16. November 2008 um 14:26 Uhr #54366
Anonym
InaktivImmer wieder werde ich gefragt, warum der Drucker nicht die gleichen Farben druckt, wie man auf dem Bildschirm sehen kann. Das ist eine einfache Frage, die aber sehr komplex beantwortet werden muss und ich versuche es mal so einfach wie möglich auf den Nenner zu bringen.
Gruss Nicolas[hr]
Bildbearbeitung
Farbpaletten – Farbtiefe – Dateiformate – Peripherie (Bildschirm, Drucker)[hr]
Farbpaletten (erstellen)
3-Farben
RGB
Rot Grün Blau
Farbtiefen: 8bit – 24bit – 48bit (tiff)4-Farben
CMYK
Cyan Magenta Yellow Key (Schwarz)
Farbtiefen: 32bit[hr]
Dateiformate (speichern)
ROH
unkomprimierte Bilddatei (mehrere Ebenen)
speichern: 8bit – 24bit – 32bit – 48bitJPG
komprimierte Bilddateien (eine Ebene)
speichern: 24bit – 32bitGIF
transparente od. animierte Bilddatei (eine Ebene od. mehrere Bilder zusammengefügt)
speichern: 8bit[hr]
Peripherie (betrachten, drucken)
Bildschirm
Start – Einstellungen – Systemsteuerung – Anzeige – Einstellungen
stellt die 32bit auf 16bit um und seht Euch die Bilder an
erstaunlich, nicht wahr?
Desweiteren könnt Ihr am Bildschirm selber das MENU öffnen (Knöpfe drücken)
den Farbton von kalt auf warm umstellen (oder umgekehrt) und vergleicht die Bilder
ups, nicht wahr?Drucker
Nachdem Ihr die Unterschiede am Bildschirm gesehen habt, stellt Euch vor, was beim Drucker passiert. Nur drei Fragen, die hier aufgeworfen wurden: Mit welcher Farbpalette wird gedruckt? Welche Farbtiefe kann Euer Drucker verarbeiten? Ist der Farbton auf kalt oder warm eingestellt? Die Kalibrierung kann noch viel detaillierter eingestellt werden und hängt auch von den Marken ab. (Epson, HP etc.)[hr]
Beispielbilder (sind ziemlich gross)
erstellt mit RGB 24bit – gespeichert als JPG – Farbverlauf schwarz/weiss

[hr]
erstellt mit CMYK 32bit – gespeichert als JPG

[hr]
erstellt mit CMYK 32bit – konvertiert in 24bit – gespeichert als JPG

erstellt mit RGB 24bit – gespeichert als JPG

[hr]
erstellt mit CMYK 32bit – konvertiert in 8bit – gespeichert als GIF

erstellt mit RGB 24bit – konvertiert in 8bit – gespeichert als GIF

erstellt mit RGB 8bit – gespeichert als GIF

[hr]
16. November 2008 um 16:25 Uhr #60794Anonym
InaktivDieses animierte GIF besteht
aus 60 Bildern in einer Datei als Film abgespielt
und das aus 169 Bildern …
Dieses transparente GIF erscheint hier als Kreis
…
Im Normalfall wird das dann noch sauber ausgeputztGIF wird also bevorzugt für das Web benützt
und hat nichts mit der Photografie zu tun.
Hier habe ich es lediglich als Beispiel
für unterschiedliche Farbtiefen verwendet.
Gruss Nicolas17. November 2008 um 7:49 Uhr #60795marc
Tauchernoch ein paar grundsätzliche anmerkungen zu gif, jpg und co.
TIFF:
Eines der ältesten Bitmap-Formate. TIFs können unterschiedliche Formate haben (farbig, monochrom, etc.). TIFs sind meistens unkomprimiert und daher riesig. TIF ist meines Wissens nach kein offenes / freies Format (Irrtum vorbehalten).GIF:
Weniger Farbtiefe bzw. verfügbare Farben. Dies merkt man besonders bei Farbverläufen und Fotos. Dafür können GIFs inimiert werden und transparenzen beinhalten. Das GIF-Format hat Copyrights drauf und ist für die Verwendungen / Unterstützung in der Software (aus Sicht des Software-Entiwcklers) nicht gratis bzw. offen. GIFs werden in der modernen Web- und Software-Entwicklung nicht mehr sehr häufig verwendet (siehe JPEG und PNG).JPEG:
JPEG / JPG können wender transparenzen enthalten noch animiert werden. Sie können beliebig stark komprimiert werden, was dann zu Qualitätseinbusen führt. Dafür werden Farbverläufe und Photos Welten besser dargestellt als in GIFs. Neuere JPEG (JPEG2000) haben zusätzliche Features wie z.B. mehrere Layers etc.PNG:
Ist heute sowohl in der Web- wie auch der Software-Entwicklung Standard. In PNG können Transparenzen, Multi-Layer, Vector- und Bitmap-Varianten enthalten sein. Es es nicht bietet sind Animationen. PNGs gibt es in allen möglichen Farbtiefen. Eine PNG-Datei kann mehrere Varianten des selben Bildes beinhalten. z.B. das Original einer Grafik als Vektorgrafik sowie eine Bitmap-Variante für Programme welche mit den Vektoren wenig anfangen können. Auch Kompression wird von PNG unterstützt.RAW:
RAW (=»Roh») Bilder haben kein fix definiertes Format. Jeder Kamerahersteller definiert sein eigenes RAW-Format. RAW sind Bitmapbilder mit Informationen über die verschiedenen Farbebenen. Um RAW-Formate weiter bearbeiten zu können, sind Spezialprogramme oder Plugins für Photoshop notwenidig, welche das entsprechende Herstellerformat entziffern können. Anlog von TIF sind RAW-Bilder riesig dafür kann mit ihnen am meisten bzw. am unverfälschten Nachbearbeitet werden da die Informationen 1:1 enthalten sind. RAW-Bilder müssen nachbearbeitet werden, da sie noch über kein Weissabgleich oder ähnliche Kamera-Features verfügen. => aufwenidg.Es gibt weitere Formate wie SVG und andere welche aber für die Fotographie keine grosse Rolle spielen.
Gruss,
Marc -
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