Drucker-Farben

Dieses Thema enthält 1 Antwort und 0 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  marc vor 10 Jahre, 9 Monate.

Ansicht von 3 Beiträgen - 1 bis 3 (von insgesamt 3)
  • Autor
    Beiträge
  • #54366

    Nicolas
    Mitglied

    Immer wieder werde ich gefragt, warum der Drucker nicht die gleichen Farben druckt, wie man auf dem Bildschirm sehen kann. Das ist eine einfache Frage, die aber sehr komplex beantwortet werden muss und ich versuche es mal so einfach wie möglich auf den Nenner zu bringen.
    Gruss Nicolas

    [hr]

    Bildbearbeitung
    Farbpaletten – Farbtiefe – Dateiformate – Peripherie (Bildschirm, Drucker)

    [hr]

    Farbpaletten (erstellen)

    3-Farben
    RGB
    Rot Grün Blau
    Farbtiefen: 8bit – 24bit – 48bit (tiff)

    4-Farben
    CMYK
    Cyan Magenta Yellow Key (Schwarz)
    Farbtiefen: 32bit

    [hr]

    Dateiformate (speichern)

    ROH
    unkomprimierte Bilddatei (mehrere Ebenen)
    speichern: 8bit – 24bit – 32bit – 48bit

    JPG
    komprimierte Bilddateien (eine Ebene)
    speichern: 24bit – 32bit

    GIF
    transparente od. animierte Bilddatei (eine Ebene od. mehrere Bilder zusammengefügt)
    speichern: 8bit

    [hr]

    Peripherie (betrachten, drucken)

    Bildschirm
    Start – Einstellungen – Systemsteuerung – Anzeige – Einstellungen
    stellt die 32bit auf 16bit um und seht Euch die Bilder an
    erstaunlich, nicht wahr?
    Desweiteren könnt Ihr am Bildschirm selber das MENU öffnen (Knöpfe drücken)
    den Farbton von kalt auf warm umstellen (oder umgekehrt) und vergleicht die Bilder
    ups, nicht wahr?

    Drucker
    Nachdem Ihr die Unterschiede am Bildschirm gesehen habt, stellt Euch vor, was beim Drucker passiert. Nur drei Fragen, die hier aufgeworfen wurden: Mit welcher Farbpalette wird gedruckt? Welche Farbtiefe kann Euer Drucker verarbeiten? Ist der Farbton auf kalt oder warm eingestellt? Die Kalibrierung kann noch viel detaillierter eingestellt werden und hängt auch von den Marken ab. (Epson, HP etc.)

    [hr]

    Beispielbilder (sind ziemlich gross)

    erstellt mit RGB 24bit – gespeichert als JPG – Farbverlauf schwarz/weiss
    F-RGB-24-Verlauf.jpg

    [hr]

    erstellt mit CMYK 32bit – gespeichert als JPG
    F-CMYK-32-32.jpg

    [hr]

    erstellt mit CMYK 32bit – konvertiert in 24bit – gespeichert als JPG
    F-CMYK-32-24.jpg

    erstellt mit RGB 24bit – gespeichert als JPG
    F-RGB-24-24.jpg

    [hr]

    erstellt mit CMYK 32bit – konvertiert in 8bit – gespeichert als GIF
    F-CMYK-32-08.gif

    erstellt mit RGB 24bit – konvertiert in 8bit – gespeichert als GIF
    F-RGB-24-08.gif

    erstellt mit RGB 8bit – gespeichert als GIF
    F-RGB-08-08.gif

    [hr]

    #60794

    Nicolas
    Mitglied

    Dieses animierte GIF besteht
    aus 60 Bildern in einer Datei als Film abgespielt
    smily-04.gif
    und das aus 169 Bildern … smily-05.gif

    Dieses transparente GIF erscheint hier als Kreis
    F-Kreis-08-r.gifF-Kreis-08.gif
    Im Normalfall wird das dann noch sauber ausgeputzt

    GIF wird also bevorzugt für das Web benützt
    und hat nichts mit der Photografie zu tun.
    Hier habe ich es lediglich als Beispiel
    für unterschiedliche Farbtiefen verwendet.
    Gruss Nicolas

    #60795

    marc
    Taucher

    noch ein paar grundsätzliche anmerkungen zu gif, jpg und co.

    TIFF:
    Eines der ältesten Bitmap-Formate. TIFs können unterschiedliche Formate haben (farbig, monochrom, etc.). TIFs sind meistens unkomprimiert und daher riesig. TIF ist meines Wissens nach kein offenes / freies Format (Irrtum vorbehalten).

    GIF:
    Weniger Farbtiefe bzw. verfügbare Farben. Dies merkt man besonders bei Farbverläufen und Fotos. Dafür können GIFs inimiert werden und transparenzen beinhalten. Das GIF-Format hat Copyrights drauf und ist für die Verwendungen / Unterstützung in der Software (aus Sicht des Software-Entiwcklers) nicht gratis bzw. offen. GIFs werden in der modernen Web- und Software-Entwicklung nicht mehr sehr häufig verwendet (siehe JPEG und PNG).

    JPEG:
    JPEG / JPG können wender transparenzen enthalten noch animiert werden. Sie können beliebig stark komprimiert werden, was dann zu Qualitätseinbusen führt. Dafür werden Farbverläufe und Photos Welten besser dargestellt als in GIFs. Neuere JPEG (JPEG2000) haben zusätzliche Features wie z.B. mehrere Layers etc.

    PNG:
    Ist heute sowohl in der Web- wie auch der Software-Entwicklung Standard. In PNG können Transparenzen, Multi-Layer, Vector- und Bitmap-Varianten enthalten sein. Es es nicht bietet sind Animationen. PNGs gibt es in allen möglichen Farbtiefen. Eine PNG-Datei kann mehrere Varianten des selben Bildes beinhalten. z.B. das Original einer Grafik als Vektorgrafik sowie eine Bitmap-Variante für Programme welche mit den Vektoren wenig anfangen können. Auch Kompression wird von PNG unterstützt.

    RAW:
    RAW (=”Roh”) Bilder haben kein fix definiertes Format. Jeder Kamerahersteller definiert sein eigenes RAW-Format. RAW sind Bitmapbilder mit Informationen über die verschiedenen Farbebenen. Um RAW-Formate weiter bearbeiten zu können, sind Spezialprogramme oder Plugins für Photoshop notwenidig, welche das entsprechende Herstellerformat entziffern können. Anlog von TIF sind RAW-Bilder riesig dafür kann mit ihnen am meisten bzw. am unverfälschten Nachbearbeitet werden da die Informationen 1:1 enthalten sind. RAW-Bilder müssen nachbearbeitet werden, da sie noch über kein Weissabgleich oder ähnliche Kamera-Features verfügen. => aufwenidg.

    Es gibt weitere Formate wie SVG und andere welche aber für die Fotographie keine grosse Rolle spielen.

    Gruss,
    Marc

Ansicht von 3 Beiträgen - 1 bis 3 (von insgesamt 3)

Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.