SWISS DIVERS › Foren › Technisches Tauchen › Fragen zu den Kosten beim technischen Tauchen
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11. September 2009 um 8:28 Uhr #54596
Anonym
InaktivHallo allerseits!
Leider hat mir die Suchfunktion keine brauchbare Hilfe geleistet, daher möchte ich euch in einem frischen Thread meine Fragen schildern und hoffe mal das ich hier richtig bin und euch mit meinen Basic-Fragen belästigen darf 🙂
Zu mir: Ich tauche seit ca. 9 Jahren ziemlich unregelmässig nur als Ferientaucher (Rescue mit ca. 50 Tauchgängen). Da ich nun mit der Ausbildung fertig bin und schön verdiene wollte ich ENDLICH mal ernsthafter tauchen. Das heisst: eigenes Equipment und regelmässige Tauchgänge bzw. Training.
Mich faszinieren jedoch je länger denn mehr vorallem Höhlen, Wracks und tiefere Tauchgänge. Meine Ziele liegen langfristig also auf jeden Fall im Bereich des technischen Tauchens. Bei meinen Recherchen dazu bin ich allerdings immer wieder über horrende Preise gestolpert. 10'000 Dollar zum Bsp. für einen Rebreather ist schon ne grosse Investition in meinen Augen.
Mein Plan wäre es direkt eine voll tech. taugliche Ausrüstung zu kaufen. Damit kann ich ja auch mal 1-2 Jahre über der 40m Marke bleiben. Aber ich möchte mich damit so früh wie möglich vertraut machen. Ausserdem möchte ich nur topMaterial benutzen. In diesem Punkt lass ichs lieber als am falschen Ende zu sparen. Allerdings bin ich auch nur Handwerker. Ich habe Angst das ich damit beginne und mir nachher die Kosten explodieren 🙁 Besonders weil meine Freundin evt. mein Buddy werden soll und das ja gleich alles verdoppelt 😮
Nun zu meinen Fragen:
1. Wie teuer kommt mich eine gute (ich will nur mit topMaterial tauchen. Wenn schon, denn schon) Ausrüstung ca. als Erstinvestition zu stehen?
2. Auf was für Kosten muss ich mich danach gefasst machen die regelmässig anfallen? (Wartung, Gase, Training, Reisekosten, Versicherung, Chemikalien für den Rebreather, und was weiss ich)
3. Welche Ausbildungsgänge sind nötig und was kostet mich das ca. um in den nächsten Jahren mein Wissen bzw. meine Fähigkeiten auf ein hohes Niveau zu bringen?
4. Wieviel Zeit wendet ihr ca. pro Woche für Training auf? (Egal ob nun physisches, psychisches Training oder Übungstauchgänge.
Das wars fürs Erste. Herzlichen Dank fürs lesen dieser Textwand 😀
11. September 2009 um 8:40 Uhr #63546Anonym
InaktivHm, ich werde mal paar Sachen in den Raum… Vorab: Finde ich eine gute Einstellung, direkt sehr gutes Material einzukaufen 🙂 . Auf Jahre hinaus, läuft man so doch günstiger, da weniger Schäden usw. ;D
Wie bei allem: Es gibt unwahrscheinlich viele Möglichkeiten beim Material und halt auch je nach dem ob und was man kauft, macht das schnell mal 20% aus gegen oben oder unten. bspw. Atemregler ::) 😀
Gegen oben ist es offen, kannst auch einen Trocki für 5k einkaufen.
– Atemregler ca. 1800.- inkl. Finimeter, Longhose etc.
– Trockenanzug inkl. Handschuhe, Frontzip, Unterzieher etc. 2200.-
– D12 mit noch einem V-Weight: ca. 1000.-
– 1 Stage mit Rig etc. ca. 450.-
– Gescheiter Compi: 1000.-
– Jacket/Harness pipapo: 1000.-
– etc etc… 🙂= Irgendwas so zwischen 4.5-7k würde ich rechnen für eine Tek-Ausrüstung.
Kurse kannst Du ja bspw. als Einstieg einen adv. Nitrox Kurs machen wo Du Stagehandling lernst und dann erst mal Erfahrung sammeln und einfach tauchen gehen (Kurs etwa 900.- ).
Training? Spezielles Konditionstraining oder sowas mache ich nicht. Training mache ich unter Wasser ;D Für mich: Jeder Dive ist auch ein Übungsdive, wenn man auf Deko sitzt kann man wunderbar üben üben üben, der Spass kommt nie zu kurz.
Gruss
Richi
PS: Sieh es doch positiv, die Sommertauchausrüstung kannst Du dann eigentlich verkaufen, auch im Trocki ist es im Sommer wunderschön und unten ist es sowieso immer kalt ;D
11. September 2009 um 9:01 Uhr #63547marc
Taucherdas ist schwierig bzw. unmöglich so pauschal zu beantworten da es sehr darauf an kommt, was du genau machen willst und wie intensiv etc. technisches tauchen ist nicht gleich technisches tauchen. wrack ist nicht gleich höhle, offenes system ist ein riesen unterschied zu rebreather-tauchen, höhle heisst nicht zwangsläufig rebreather, usw.
ich würde laaaaangsam anfangen und jeweils das kaufen, was für deine anstehende ausbildung und unternehmung benötigt wird. das wird dann so schritt für schritt gehen – nur so ist es sinnvoll und sicher.
die letzten jahre hat sich für die meisten geschichten im technischen tauchen die D.I.R (= Do It Right = Mach es richtig) konfiguration / ausrüstung durchgesetzt. neben der eigentlichen konfiguration ist das gute daran, das die ausrüstungsgegenstände und -praktiken sehr modular sind. d.h. man kann mal eine basisausrüstung anschaffen und diese nach bedarf schön erweitern.
wenn ich du wäre, würde ich mal folgendes equipment als basis-system in die rechnung aufnehmen. mit diesem dann tauchen, die eine oder andere weiterbildung besuchen und erweitern sofern notwendig:
– Trockentauchanzug (sog. Trilaminatanzüge geben die beste Bewegungsfreiheit und sind bei technischen Tauchern weit verbreitet)
– Ein Doppeltank mit absperrbarer Brücke – ein guter Standard hier ist ein D12 (Doppel 12l = zwei 12l Flaschen mit Brücke verbunden)
– Darauf kommt dann das «Wing». Dies ist eine Blase mit Inflatorschlach welche es in unterschiedlicher Grösse und Form gibt – je nachdem was Du sonst noch an Ausrüstung mitschleppst und entsprechend tarieren musst.
– Um das ganze am Rücken tragen zu können kommt ein sog. «Backplate». Das ist eine Stahl- oder Alu-Platte mit einfacher aber robuster Gurtung dran. Die Lochungen auf dieser Platte sind modular und normiert.
– Dann zwei gute, kaltwassertaugliche Automaten (2x 1.Stufe + 2x 2.Stufe) mit entsprechenden Schläuchen. Gem. D.I.R. ist ein Schlauch länger (z.B. 2.1m) und der andere kürzer (ca. 60cm) mit einem «Bändeli» (eng. Bungee) um den Hals)
– Dazu dann eine Tanklampe mit entsprechendem Kabel welches zum Lampenkopf führt, welcher mittels Griff (=Goodman-Handle) an der Hand getragen wird.
Mehr zum Thema Tech-Ausrüstung findest Du hier:
http://www.dir-m.com/tauchen/ausruestung/ausruestung.phpMit einem solchen Set bist Du schon mal gut gerüstet für verschiedene Arten des technischen Tauchens. Stage-Flaschen, Rebreather, etc. kommen dann später mit der entsprechenden Ausrüstung dazu und passen zu obigem Basisset.
Organisationen gibts viele. Hier so ein paar bekanntere hierzulande:
– TDI/SDI
– GUE oder ISE
– CMAS
– DSAT (Padi)
– weitere…Kurse und Preise der entsprechenden Kurse findest Du auf deren Websites bzw. den Tauchschulen welche entsprechende Tech-Kurse anbieten. Hier ein Beispielt für TDI-Kurse… (da gibts übrigens auch oben beschriebene Ausrüstung 😉 ).
Gaspreise? Auch hier kommt es auf die Details drauf an. Beziehst Du fertig gemischte Gase? mischt Du selbst? bist Du in einem Verbund? usw.
Beispiele fertiger Gase:
– D12 Pressluft: je nach Abo zwischen 5-10.-
– Kleine Stage (40cf) mit 50% Nitrox: 12.- (gibt 1-2 TG)
– Grosse Stage (80cf) mit 50% Nitrox: 24.- (gibt 3-4 TG)
– D12 Trimix: locker um die 100.- pro Füllung
– Atemkalk: keine Ahnung aber alle sind am Suchen 😉Mischt Du das selbst oder hast Pauschalabos sieht's natürlich wieder ganz anders aus.
Preise für die Ausrüstung:
– D7 mit 2 Ventilen und Brücke (absperrbar): 700-800.-
– D12 mit 2 Ventilen und Brücke (absperrbar): 800-900.-
– Wing+Backplate: ca. 800-1200.-
– Guter Trilaminat-Trocki: 1500-3500.-
– Kleine Stage mit passendem RiggingSet (=Halterung) und Automaten: ca. 600-800.-Korrigiert mich wenn ich da was falsch im Kopf hatte. Hoffe das gibt so einen ersten Eindruck.
Wichtig: Nichts überstürzten und entsprechende Ausbildung seriös machen. Nicht zuviel auf's mal Kaufen sondern sich zusammen mit der Ausbildung vom Instruktor beraten. Mit obiger Basiskonfiguration liegst Du wohl mal nicht grundsätzlich falsch.
Guet Luft, Nitrox, Trimix oder was auch immer!
Marc11. September 2009 um 9:09 Uhr #63548Anonym
InaktivHallo Bluevoid
Deine Einstellung tönt vernünftig und ich würde dies wie von Dir genannte verfolgen. Mit dem Tauchen ist es leider so, dass man nie (ganz) alles hat – je weiter man mit seiner Ausbildung kommt um so mehr Ausrüstung muss her. So gesehen kann es all-in-all schon bald einmal mehr als 10'000 Franken kosten. Aber: Dies muss ja nicht alles auf einmal gekauft werden sondern verteilt sich über die Jahre. Oft muss ich leider auch feststellen, dass Taucher viel Geld in Ausrüstung investieren, danach aber bei Ausbildung und Gas-Wahl spaaren. Dies ist eher fragwürdig.
In Deiner Situation würde ich mit einer einfachen technischen Ausrüstung starten, d.h. eine Ausrüstung welche Du über Jahre nutzen kannst und erweitert werden kann. Ich würde Dir dabei empfehlen auf eine DIR-ähnliche Konfiguration zu setzen. Dabei würde ich gleich von Beginn mit Doppelgerät tauchen, entweder Doppel-7L oder besser gleiche Doppel-12L.
- Automaten: Kaufe Dir Top-Automaten von Apeks (oder Scubapro)
- Backplate: Standard Backplate mit durchgehender Bebänderung
- Wing: Ein einfaches Donut- oder Hufeisen-Wing
- Flaschen: Doppel-12L
- Trocki: Guter Trocki, idealerweise Trilaminat mit gutem Unterzieher. Damit hast Du im Sommer wie im Winter Freude damit
- Lampe: Kaufe Dir eine Tanklampe für an den Bauchgurt. Kostet viel Geld, macht aber Jahrelang Freude und gibt genial Licht.
- Compass / Computer: Einfacher Bottom-Timer (Uwatec) und Kompass (Suunto)
Da kommen dann schon ein paar Tausend Franken zusammen. Aber besser gleich eine gute Ausrüstung als über die Jahre in verschiedene Dinge zu investieren.
- Automaten-Set (2mal erste und zweite Stufe, DIR-Konfig): 1200.-
- Backplate und Wing: 1000.-
- D12 mit absperrbarer Brücke: 800.-
- Trocki/Unterzieher: 3000.-
- Lampe: 1200.-
- Kompass/Bottom-Timer: 300.-
Im Bereich der Ausbildung würde ich mir an Deiner Stelle mal die Global Underwater Explorers anschauen (GUE – http://www.gue.com). Die Ausbildung ist teuer, aber sicherlich etwas vom Besten was es auf dem Markt gibt.
Von Rebreathern (Closed Curcuit, CC) würde ich im Moment die Finger lassen – lerne erst auf Open Circuit und komme da an Deine Grenzen bevor Du Dir CC überlegst.
Gruss
reto11. September 2009 um 9:18 Uhr #63549Anonym
Inaktiv– Atemkalk: keine Ahnung aber alle sind am Suchen 😉
zwischen 35-45 chf pro 4.5 kg (sofnolime 797, 2.5 mm koernung), je nach menge die du kaufst. ich kaufe jeweils 60kg aus mal, da hab ich bisher immer so gegen 36-38 chf liegen lassen.
11. September 2009 um 10:09 Uhr #63550Anonym
InaktivVon Rebreathern (Closed Curcuit, CC) würde ich im Moment die Finger lassen – lerne erst auf Open Circuit und komme da an Deine Grenzen bevor Du Dir CC überlegst.
seh ich aehnlich. du musst meiner meinung nach aber nicht zuerst «an deine grenzen kommen», um einen ccr zu kaufen. es gibt verschiedene gruende abseits «grenzerfahrung», die einen ccr rechtfertigen:
– extrem lange tauchzeiten
– photographie (nahe an tiere rankommen. ich wurde aufm ccr schon mal von nem wels im gesicht abgetastet, oc hab ich das nie hinbekommen)
– technisches interesse
– komfort
– uvm.was aber sicher ganz wichtig ist, bevor du in diese richtung gehst, ist, dass zu mit dir selbst zurecht kommst. wenn du selbst noch «probleme mit dir selbst» hast, kauf keinen ccr, der macht alles noch viel komplexer.
ueberhaupt, warte mit einem kauf, bis du sehr genau weiss, was du schlussenlich tauchen willst. nicht jedes geraet ist gleichermassen dafuer geeignet. ich hab im momnet einen sentinel (vorher ein inspiration), beides sehr gute maschinen, aber wenn du z.b. viel ans rote meer gehst sind diese beiden modelle ungeeignet, da zu sperrig. da eignet sich ein megalodon besser. nur eben, wenn du hier ein geraet kaufst, das nachher doch nicht so ganz passt ist viel geld weg. fuer das geld kauf ich so manches backplate, wind und d12 😉
cheers
–bruno11. September 2009 um 10:18 Uhr #63551Anonym
Inaktivfalls es dir noch irgendwie hilft, hier mal die kosten, die ich fuer das technische tauchen bisher so in etwa hatte:
ausbildung:
– mod 1 ccr (mit adv. nitrox): 670 pfund
– mod 2 ccr (normoxic trimix): ~1000 eur
– mod 3 ccr (hypoxic trimix): ~1000 eurausruestung:
– inspiration ccr: 4650 pfund (wieder verkauft fuer 3000 pfund)
– sentinel ccr: 4800 pfund
– vr3: 1200 pfund
– shearwater pursuit: 1000 eur
– d12/backplate/wing: 1700 chf
– regler: 4000 chf
– stages (5x): 2500 chf
– lampe: 2100 chf
– anzug: 900 eur (ok, das war glueck)
– tmx analyzer: 1500 chfund mehr ist noch am kommen…. anders ausgedrueckt, ich mach bei der arbeit alles, um immer brav noch ein paar dollar bonus zu bekommen ::)
11. September 2009 um 10:27 Uhr #63552
Walter CiscatoTaucher– stages (5x): 2500 chf
Hast aber teure Stages/Dekoflaschen. Sind die aus Karbon 😮
11. September 2009 um 11:33 Uhr #63553Anonym
InaktivGeht so, wenn man's durch 5 dividiert 😉 Ist wohl sogar ziemlich billig, sofern die Automaten auch dran sind!
11. September 2009 um 13:22 Uhr #63554Anonym
InaktivIch möchte mich erstmal ganz herzlich für die Hilfsbereitschaft und sehr umfangreichen Antworten bedanken! Super von euch!
Ich werde euren Rat beherzigen meine Begeisterung etwas zu zügeln und einfach mal klein anzufangen. Die nötigsten Sachen kaufen, und dann erstmal mehr Ausbildung und Erfahrung sammeln und dann weitersehen. Ausserdem.. wer weiss. Vielleicht gibts in ein paar Jahren ja auch viel tollere Rebreather und ich bin froh hab ich gewartet ::)
In Punko Ausbildung hatte ich lustigerweise selbst schon mit dem von Reto angesprochenen «GUE» geliebäugelt. Ich werde mir aber auf jedenfall auch alle Links von Marc durchlesen. Alle anderen Fragen haben Schnappi und SirRichi erstmal vorzüglich beantwortet, bzw. mir genug Futter gegeben das ich damit mal weiterkomme. Schon ziemlich happig was da an Kosten zusammenkommt. Aber andererseits kriegt man ja auch was tolles dafür ;D blubber blubb *träum
Also merci nomal!11. September 2009 um 13:41 Uhr #63555marc
Taucherso kommt das gut 😉
betreffend organisationen:
GUE hat so vom hören sagen eine der besten ausbildungen hat aber den haken, das man erst mal einen entsprechenden kurs hier in der nähe finden muss oder sonst (spätestens bei fortgeschrittenen kursen) ins ausland (florida, mexiko, etc.) verreisen muss (kommen also noch flug, hotel, übergepäck, etc.) dazu. variante ist, das man einen gue-instr. kontaktiert und versucht hier einen kurs durchzuführen. eine abspaltung/variante von GUE ist noch ISE (Inner Space Explorers).
TDI ist vermutlich die weniger «harte» ausbildung als GUE aber auch ganz ok. der vorteil von TDI ist, das es hier mehrere basen gibt, welche nach TDI unterrichten (persönlich kenne ich im raum zürich mindestens drei: #1, #2, #3). d.h. reisekosten entfallen und kurse können auch gut an wochenenden oder feierabenden stattfinden – alles etwas einfacher so.
DSAT ist halt die padi-schiene (SSI hat was ähnliches) und gilt als eher etwas lascher noch als TDI. kenne es aber nicht persönlich.
dann gibts noch weitere wie z.b. PATD oder den eher amerikanischen verbände wie NACDund NSS-CDS. auch CMAS hat eine technische abteilung.
ich selbst habe bis anhin TDI gemacht und fand das eigentlich recht ordentlich. dabei haben u.a. auch advanced nitrox von CMAS gesehen/gemacht was auch gut war. denke viele wege führen zum ziel und was man am ende aus einem kurs rausgeholt hat, liegt an jedem selbst.
11. September 2009 um 14:20 Uhr #63556
Walter CiscatoTaucherIANTD wurde gänzlich vergessen ;D
würde behaupten, dass weltweit gesehen TDI und IANTD gegen 80% der Tek Kursen (ohne Höhlen) «unter sich ausmachen». 😉
Dabei gibt es ganz klar «regionale» Unterschiede. z.B. ist in Amiland NAUI and der Westcoast uach ganz stark mit TEK Kursen.11. September 2009 um 14:37 Uhr #63557Anonym
InaktivHallo zusammen
Bitte werft ISE und GUE (zumindest im Moment) noch nicht in den gleichen Topf. ISE ist noch sehr neu und muss sich in den nächsten Jahren erst mal am Markt etablieren und behaupten.
Ich kann nur aus eigener Erfahrung sprechen: Die GUE Kurse sind deutlich anspruchsvoller als z.B. Kurse von TDI (wobei dies sicherlich gerade bei TDI auch sehr auf den Instruktor an kommt). Die Lernkurve bei GUE Kursen ist aber enorm und somit auch die (zugegebenermassen hohen) Kosten wert. Die Einsteigerkurse (GUE Fundamentals) findet man mittlerweile auch öfters mal in der Schweiz.
Gruss
reto11. September 2009 um 14:41 Uhr #63558Anonym
InaktivHoi Hoi
Das meiste wurde ja schon erwähnt. Auch ich würde dir eine DIR Ausrüstung empfehlen. Es ist heut zu Tage «state of the art» und du hast eine Konfiguration Fürs Trimix, Höhlen und Wrack tauchen. Natürlich gibt es ausnahmefälle (zu Hans kuck 🙂 )
Zu der Ausrüstung würde ich dir gleich zu beginn ein D12 empfehlen.
Flasche: D12 Stahl mit Absperrbarer Brücke
Backplate: Stahl mit durgehender Bebänderungen. Komfortharness sind teuer und man braucht sie nicht.
Computer: ein Bottom timer von Uwatec reicht völlig. Ich habe den Tec 2g im Gauge Modus da er noch da Profil loggen kann. Lieber weniger für den Computer ausgeben dafür mehr für eine anständige Ausbildung.
Flossen: Vollgummi Flossen wie die JetFins von Scubapro
Anzug: Trilaminat Trocki bietet dir die grösste Bewegungsfreiheit und man kann mit verschiedenen Unterzieher das ganze Jahr durch trocken tauchen
Automaten: Kaltwassertauglich z.b Apeks oder Scubapro.Im internet findet man bereits komplette sets mit Flasche, Backplate, Wing, Blei, Automaten ab ca. 1800 Euros. Für links bitte mir eine PM schreiben.
PS: Von Stages würde ich dir im Moment abraten. Erst sollte man die fundamentalen Skills beherschen.
– Tarierung
– Trim
– Flossenschlagtechniken
– Awarness für dich und dein Team
– Bedienung der AusrüstungAusbildung:
Das meiste wurde auch hier bereits erwähnt. Bevor du jetzt wild auf Trimix und Höhle steuerst würde ich erst mal viel tauchen gehen mit deinem neuen Equipment im Flachwasser.
Nur noch meinen Senf zu GUE 🙂 Die Kurse sind teuer das stimmt und man muss meistens auch etwas weiter reisen. Jedoch bekommt man auch etwas geboten für das Geld. Für den Grundkurs GUE Fundamentals sowie den Cave1 und bald den Tech1 kann man bereits in Deutschland Instruktoren finden. Man muss also nicht zwingend bis nach Florida oder Mexiko reisen.
Die Kurse bei GUE sind meistens sehr lang und anstrengend. Es wird sehr viel von dir verlangt besonders bei den weiterführenden Kursen. Jedoch bringt es dich taucherisch sehr weit.
Auf Swiss Divers hat es auch schon einige GUE Ausgebildete Taucher und wenn du zu DIR oder GUE Fragen hast kannst du auch gerne mir privat ein Mail schreiben oder auf http://www.dir-ch.com schauen gehen. Wir sind alle sehr aktive Taucher und kommen gerne auch mal mit dir ins Wasser 🙂
Wenn du magst können wir uns gerne mal am See treffen und ich zeige DIR 🙂 mal meine Asrüstung und erkläre gleich im Detail warum das genau so konfiguriert ist.
Gruss
Chris11. September 2009 um 17:23 Uhr #63559
uanlikerTaucherWürde bevor du dich in (grosse) Aufwendungen stürzt, mal ein «Tec Set» im Wasser testen.
Könnte ja sein, dass sich die jetzige Begeisterung wieder legt, wenn man sieht was man sich da antut 8)
(Entsprechend gibt es auch viel Occasion Material)Hier im Form (wie auch in vielen anderen) ist die Empfehlung DIR-lastig. Wenn du mich am See fragst würde es auch in die Richtung laufen. Es gibt aber auch noch andere Möglichkeiten. ;D
Entsprechend meine Empfehlung: An den See fahren und Leute ansprechen die so tauchen. Viele sind auskunftsfreudig … ausser sie sind schon im Trocki auf dem Weg ins Wasser ::)
Tauchen lernt man nicht im Netz, sondern im Wasser und da auch durch testen von verschiedenen Dingen.
50 TGs über 9 Jahre ist eher dünn, um ins techn. Tauchen einzusteigen.
Bei 50 TG pro Jahr kann's los gehen. 8)
gruss Urs
12. September 2009 um 17:49 Uhr #63560Anonym
InaktivHier im Form (wie auch in vielen anderen) ist die Empfehlung DIR-lastig.
hmm ich persoenlich seh mich nicht als DIR taucher, sondern eher als einer der macht, was ihm am besten passt ob nun DIR, stroke oder was auch immer 😉 und hey, seit wann ist ein taucher, der sich einen elektronischen rebi auf den ruecken schnallt DIR? ;D
17. September 2009 um 20:35 Uhr #63561Anonym
InaktivIch habe die Erfahrung gemacht, dass egal ob PADI, CMAS, SSI, TDI, GUE, DIR oder weiss der Geier auch was immer, es schlussendlich immer noch auf den Instruktor drauf ankommt! Da liegen die kleinen Nuancen!
Ich würde mir einfach eine Organisation anlachen, bei der DU entscheiden kannst, was DU dir an deinen Rücken oder wo auch immer schnallst! Organisationen, welche behaupten wenn Du nicht ein xy-Wing und eine za-Lampe hast dann bist Du kein «richtiger» Taucher würde ich ganz einfach ignorieren!17. September 2009 um 21:32 Uhr #63562Anonym
Inaktivwenn du im team tauchst, macht es sinn, die ausruestung bis zu einem bestimmten grad zu standardisieren, das macht vieles einfacher. nur leider gibts viele mit dieser scheuklappen-mentalitaet («nur 'unsere' linie ist richtig, was links und rechts laeuft ist eh falsch/schlecht»).
ich muss auch ganz ehrlich sagen, dass ich manchmal von GUE den eindruck bekomme, als treiben sie es etwas zu weit mit ihrem system. das liegt aber weniger an GUE selbst als an den tauchern, die diese organisation vertreten. da gibts «gute» wie z.b. un1x hier, die klar und logisch begruenden koennen, warum etwas jetzt «so» sein soll, dann gibts aber leider auch diejenigen, die einen am wasser anquatschen und einen belehren, das man jetzt alles falsch macht, sie wissen es schliesslich, sind ja ausgebildete gue taucher. es sind dann leider haeufig diese besserwisser, die eine organisation in schlechtem licht dastehen lassen.
18. September 2009 um 6:27 Uhr #63563
scubalinoTaucher@schnappi: du sprichst mir aus der Seele.
Jeder soll sich seine Gedanken zu seiner Ausrüstung machen und das ganze dann in der Praxis testen! So findet man die optimale Lösung für sich, bezogen auf Grösse, Bewglichkeit, Alter………usw.
Gruss aus Chur
Ennio18. September 2009 um 7:00 Uhr #63564marc
Taucherstimme euch voll zu. beim einstieg ins technische sollte man nicht einfach alles 1:1 übernehmen ohne es zu hinterfragen und sich seine gedanken dazu zu machen. bei mir hat genau das dazu geführt das ich (bis auf wenige details) heute die konfiguration nach DIR habe: es macht einfach sinn wenn man es sachlich und objektiv anschaut. weiter empfehle ich wie andere hier mal zu schauen, wie welche techies am see denn warum mit welcher ausrüstung tauchen (anquatchen).
denke bis auf spezialfälle wie hans *smile* hat sich die DIR konfiguration im technischen bereich stark durchgesetzt. soweit ich mitbekommen haben schulen die meisten tech-verbände mehr oder weniger die DIR konfiguration.
wie auch schon angemerkt wurde, heisst aber DIR konfiguration noch lange nicht, das man ein guter taucher ist. dafür gibt es dann doch noch ein paar wichtige kriterien mehr 😉
denke das problem mit DIR ist sein ruf. wie oben beschrieben gibt es viele die es als das allerweltsheilmittel sehen was bei anderen die gegenreaktion auslösst (war bei mir auch so). führt zu schwarz-weiss-denken. setzt man sich aber objektiv mit den wie und warum auseinander macht es sinn oder liefert mindestens anregungen um die eigene konfiguration zu optimieren. schaut's euch an, setzt euch mit den fragen um die tech-ausrüstung aktiv auseinander und holt hierzu auch noch input/feedback von erfahrenen tech-tauchern und findet so euren weg. adaptiert auf keinen fall ein blind zeugs das ihr nicht versteht bzw. hinter dem ihr nicht selbst stehen könnt.
gruss,
marcps. marken sind bei DIR wirklich egal. aber wie auch anderswo gibt es hier leute die einfach blind den rolce-roice bzw. bmw kaufen wo es doch auch ganz vernünftige alternativen gegen würde. einfach ignorieren 😉
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