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18. November 2009 um 10:59 Uhr #54675
scubatinooTaucherHi
Warum wird eigentlich soviel Wert auf «luftintegriert» gelegt?
Ich mein, gerade im Tekbereich wo «weniger = mehr» ist und alles
möglichst einfach gehalten und robust sein soll – sprich das gute
alte Finimeter das Beste ist – verstehe ich nicht, warum man diesen
Schritt macht und sich einen luftintegrierten Computer ans Handgelenk
bindet…Ich verstehe nicht, warum «luftintegriert» ein Kriterium für
die Computerwahl sein kann. Was genau sind die Beweggründe, dass
es unbedingt ein «Luftintegrierter» sein soll?18. November 2009 um 11:26 Uhr #64541
Walter CiscatoTaucherDa kann man wirklich geteilter Meinung sein.
Selber tauche ich immer mit, plus auch noch den analog Finimeter.
Meine Gründe dafür sind:
– Redundanz
– Buchhaltung (ja ich führe Buch über meine Verbräuche über alle Gase)
– Aufzeichnungsdetails (Peaks usw. spezielle Situationen)Weiter bin ich der Meinung, dass gerade in der Vorfall-/Unfall-Analyse, die Recherche mit einem «lufintegrierten Compi» inkl. Sensor wesentlich einfascher ist.
18. November 2009 um 11:31 Uhr #64542Anonym
InaktivHi
Warum wird eigentlich soviel Wert auf «luftintegriert» gelegt?
Ich mein, gerade im Tekbereich wo «weniger = mehr» ist und alles
möglichst einfach gehalten und robust sein soll – sprich das gute
alte Finimeter das Beste ist – verstehe ich nicht, warum man diesen
Schritt macht und sich einen luftintegrierten Computer ans Handgelenk
bindet…Ich verstehe nicht, warum «luftintegriert» ein Kriterium für
die Computerwahl sein kann. Was genau sind die Beweggründe, dass
es unbedingt ein «Luftintegrierter» sein soll?hatte meinen vr3 eine zeitlang mit high pressure link betrieben, aber den hab ich schnell wieder entfernt. schlussendlich brauchts das nicht. es war noch ganz nett fuer «statistiken» um zu sehen wie mein gasverbrauch ist, aber mehr wars auch nicht.
ich seh die luftingegration als einen vorwand, keine gasplanung zu machen «der computer sagt mir ja schon, wie lang ich noch gas hab».
ich hab zwar «luftintegration» am rebreather dran, da gehts aber nicht drum, zu sehen, wie lang es noch reicht, sondern eher fuer die system ueberwachung (erkennung von druckverlusten etc).
die luftintegration ist etwa das gleiche, wie eine anzeige im auto, wie lange dein benzin vorrat noch reicht. einmal kickdown druecken und dann stimmts schon icht mehr… verlass dich jetzt noch auf das spielzeug und dann haste das geschenk 😉
18. November 2009 um 11:34 Uhr #64543Anonym
InaktivWeiter bin ich der Meinung, dass gerade in der Vorfall-/Unfall-Analyse, die Recherche mit einem «lufintegrierten Compi» inkl. Sensor wesentlich einfascher ist.
kannste das mal genauer erklaeren? wie viel hilft diese information tatsaechlich? ist das tauchprofil, gaswahl und so nicht hilfreicher?
und ueberhaupt, wir haben jeder von uns ja taeglich einen unfall.
18. November 2009 um 12:12 Uhr #64544marc
TaucherWarum wird eigentlich soviel Wert auf «luftintegriert» gelegt? … Was genau sind die Beweggründe, dass
es unbedingt ein «Luftintegrierter» sein soll?ist eine komfort-frage, würde ich sagen.
ich persönlich tauche seit einiger zeit den galileo mit luftintegration (gab's ja auch nicht ohne) plus zusätzlich analoges finimeter. es «braucht» die luftintegration nicht zwingend, aber wenn man sich (als sporttaucher) daran gewöhnt hat, ist es wirklich nett, den druck jederzeit auf einen blick am handgelenk ablesen zu können ohne den griff ans finimeter. auch die RBT finde ich eine nette sache die bei mir bis jetzt durchaus nachvollziehbare resultate lieferte. auch diese «braucht» es nicht zwingend, ist aber netter komfort den ich zu schätzen gelernt habe.
beim technischen tauchen ist die luftintegration höchstens als backup-finimeter zu sehen bzw. ich bin zu faul das ding dann weg zu schrauben; will's aber beim sporttauchen (=90% meiner TG's) nicht missen 😉
soweit ich verstanden habe, ging es hier mehr um sporttauchen um den vergleich von tauchcomputer.
Ich verstehe nicht, warum «luftintegriert» ein Kriterium für
die Computerwahl sein kann.ich vergleiche ja auch nicht einen vw-käfer mti einem mercedes und sag beim mercedes zählen die elektrischen fensterheber und die sitzheizung nicht für den vergleich.
gruss, marc
18. November 2009 um 12:38 Uhr #64545Anonym
InaktivWie bereits gesagt wurde, dient er der Redundanz… wieso zwei analoge Finis mitnehmen? Einen kann man ja durch den Drucksender ersetzen… Ich würde aber meinen Drucksender sicher nicht alleine ins Wasser nehmen, denn dafür hat er schon zuviele komische Sachen angezeigt (kurzzeitige Druckabfälle usw.), deshalb immer noch ein analoges Backupfini… Zudem finde ich es angenehm, alle wichtigen Kennzahlen auf einem Display zu haben… Zudem hat man den Gasverbrauch ja auch gleich geloggt…
18. November 2009 um 12:44 Uhr #64546Anonym
InaktivWie bereits gesagt wurde, dient er der Redundanz… wieso zwei analoge Finis mitnehmen?
Wieso überhaupt 2 finis mitnehmen?
18. November 2009 um 13:03 Uhr #64547marc
Taucherlustige unterhaltungsstil. mach doch grad mit:
wiso überhaupt ein fini mitnehmen und nicht mit der reserveschaltung von früher leben?
18. November 2009 um 13:04 Uhr #64548
OctopusTaucherWarum überhaupt ne Flasche? Geht schnorcheln…
18. November 2009 um 13:11 Uhr #64549Anonym
InaktivNaja ist eine andere Diskussion 🙂
back 2 topic
18. November 2009 um 13:25 Uhr #64550Anonym
InaktivIch mein, gerade im Tekbereich wo «weniger = mehr» ist und alles
möglichst einfach gehalten und robust sein soll – sprich das gute
alte Finimeter das Beste istman kann das auch differnziert sehen: wenn man gerne eine 25-jährige philiosophie bis aufs i-pünktli anwendet, ist das ja auch jedem selber überlassen (es ist ja auch schön einen herausgeputzten oldtimer im strassenverkehr zu sehen). ich persöhnlich verwende in der regel keinen finimeter mehr (ausser wie oben schon beschrieben wenn zwingend redundanz erforderlich ist). ich war auch einer derjenigen der die alte reserveschaltung (für die, die das noch kennen) schnell in den müll gekippt haben (aus schaden wird man klug), obwohl dies noch lange als fahrlässig angesehen wurde. mechanische elemente können auch kaputt gehen, im falle eines finischlauchs sogar mal mit einem lauten knall (autsch!!!). so gesehen glaube ich nicht unbedingt, dass dies wirklich sicherer sein soll. bevor ich nun ins philosophische abgleite: ich wende auch dir-techniken an dort wo ich sie für mich und die situation als sinnvoll erachte. daneben schätze ich die «remaining ground time» als eine meiner wichtigsten informationen während meiner tauchgänge (wenn ich hier immer ein >0 habe kann ich den rest fast vergessen, was die sache vereinfacht und einfach ist meistens gut, darüber sind wir uns doch einig?). Dies gilt natürlich vorallem auch bei multilevel oder wenn die planung nicht so simpel, schon lange zurück liegt oder zuviel reserven beinhaltet oder auch die leistung für die dekompression relevant wird. mehr und gute information kann hier sicher nicht schaden. sich blind darauf verlassen hingegen manchmal schon 😉
gruss
fredy18. November 2009 um 13:31 Uhr #64551Anonym
Inaktivdaneben schätze ich die «remaining ground time» als eine meiner wichtigsten informationen während meiner tauchgänge (wenn ich hier immer ein >0 habe kann ich den rest fast vergessen, was die sache vereinfacht und einfach ist meistens gut, darüber sind wir uns doch einig?)
Sorry das beisst mich jetzt etwas 🙂 Was genau beinhaltet der «remaining ground time» exakt?
Aufstieg allein?
Augstieg zu zweit?
Welche Aufstiegsgeschwindigkeit?
Welche SAC rate wird als Wert genommen?Es wäre sehr wichtig zu wissen, dass wenn ich bei 0 hochtauche ob es für meinen buddy auch reichen würde. (im Falle eines totalen Gasverlustes)
18. November 2009 um 13:52 Uhr #64552marc
Taucher95% zustimmung zu fredy (ich tauch nicht bis >0) 😉
Sorry das beisst mich jetzt etwas Was genau beinhaltet der «remaining ground time» exakt?
– deinen aktuellen luftverbrauch
– die gem. computerhersteller maximale aufstiegsgeschwindigkeit (z.b. 10 m/min)
– die nötigen deko-stops
– den safty-stop
– die von dir persönlich gesetzte zusatz sicherheit (z.b. mind. 50 bar in der kanne wenn du oben bist)mit letzterem kannst du gut auch solche anforderungen wie gasausfall des buddys so aufsetztn wie es du oder die organisation es mögen. dann kommt hinzu das die RBT (Rest Bottom Time) ja nicht blind ausgenutzt – man darf auch bei der heutigen technik durchaus noch mitdenken.
wer gerne noch mit der strasskarte auf dem beifahrersitz die tauchplatz sucht: ok, kann man machen muss man aber nicht. navigationssystemen bieten hier heute sinnvollen komfort. wer ein navi benutzt wird diesem wohl auch nicht blind auf direktem weg in den see (mit dem auto *g*) folgen. so sehe ich das auch mit tauchcomputer oder deren luftintegration.
18. November 2009 um 13:54 Uhr #64553
Walter CiscatoTaucherSorry das beisst mich jetzt etwas 🙂 Was genau beinhaltet der «remaining ground time» exakt?
Reserve kannst du individuell einstellen.
Also je nach 1/3,1/4,1/5-Regel usw.18. November 2009 um 13:59 Uhr #64554Anonym
InaktivAlles schön und gut und finde ich super das diejenigen die auch noch mitdenken das auch machen 🙂 Nur leider wird das viel zu wenig gemacht und einfach mal nach dem Computer getaucht ohne wirklich zu wissen wass der output des Computers auch wirklich heisst.
Walter 1/3 Gasreserve sagt mir relativ wenig aus ob es für mich und den buddy reicht 🙂 denn 1/3 von einer 10l Flasche auf 40m könnte für zwei schon knapp werden…
Aber die Message wurde ja rüber gebracht. Computer ja wenn das jemand wünscht jedoch den Hauptcomputer (das Hirn) evtl mitbenutzen und nicht blind dem TC glauben.
18. November 2009 um 14:02 Uhr #64555Anonym
InaktivWie bereits gesagt wurde, dient er der Redundanz… wieso zwei analoge Finis mitnehmen?
Wieso überhaupt 2 finis mitnehmen?
Man kann darüber streiten… der 2. Fini muss nicht sein (ist glaub ich allen klar), doch was spricht dagegen einen zweiten mitzunehmen?
18. November 2009 um 14:44 Uhr #64556
Walter CiscatoTaucherAber die Message wurde ja rüber gebracht. Computer ja wenn das jemand wünscht jedoch den Hauptcomputer (das Hirn) evtl mitbenutzen und nicht blind dem TC glauben.
agree…
Ich nehme den Compi vorwiegend als Referenz/Backup und für die Messungen mit.
Es gibt Tauchplätze am Zürichsee, da bräuchte ich vermutlich nur eine «Stopp»Uhr – mit Ratiodeko – Deko on the fly kommt man heute schon weit.
Aber wer sagt dir dass diese stimmen bzw. gut sind ???
Bedenke, falls du dich beim Thema Dekompression, deinem Dekostress usw. wirklich weiterentwickeln willst, kannst du zwar tausende von Studien und Bücher lesen, irgendwann kommst du aber nicht um eigene Aufzeichnungen/Messungen rum.
Da leisten die Tauchcomputer, die Sender, Pulsgurt, Doppler, Ultraschall usw. usw. sehr sehr brauchbare Dienste – DIR like hin oder her ;D18. November 2009 um 15:39 Uhr #64557
PömäTaucherIch habe auch einwenig meine Bedenken, mich alleine nur auf die Luftintegration zu verlassen. Klar gibt es einige Vorteile, welche hier schon ausführlich dargelegt wurden. Aber mir persönlich ist der analoge Weg mit einem klassischen Fini immer noch am liebsten, da ich hier ein Messinstrument habe, welches mir den Druck direkt anzeigt und nicht noch von einem Zwischenstück (Sender) abhängig ist.
18. November 2009 um 18:36 Uhr #64558Anonym
InaktivBedenke, falls du dich beim Thema Dekompression, deinem Dekostress usw. wirklich weiterentwickeln willst, kannst du zwar tausende von Studien und Bücher lesen, irgendwann kommst du aber nicht um eigene Aufzeichnungen/Messungen rum.
klaro und da reicht jetzt das bisschen luft integration eines tcs ja voellig aus, um genaue resultate zu bekommen. man muss nicht immer hobby-forscher sein, um sich weiterentwickeln zu koennen, aber das nur am rande.
wen ich wirklich wissen will, das abgeht, brauch ich glaub mehr und messgeraete . gasverbrauch kann auch mit einem analogen fini gemessen werden. zugegeben wenn man es noch aufgezeichnet hat ist es etwas schoener zur spaeteren auswertung.
aber jetzt mal im ernst walti, wenn ich sehe, dass ich zwischen minute x und y n mol gas veratmet habe, was nuetzt mir dieses wissen jetzt, ohne dass mir sehr, sehr viele weitere parameter bekannt sind? ich glaube man kann all das «messen», «weiterkommen», «aufzeichnen» und so auch uebertreiben.
so wie du das hier darstellst klingts schon fast, als sei jeder (zumindest technische) taucher, der diese messungen nicht macht ja schon fast fahrlaessig, wenn er solch happigen tgs macht, ohne von allen vorherigen tauchgaengen zu wissen, wann welches gasmolekuel wo im koerper war.
ich finde es schoen, wenn man gewisse daten sammelt (ich bin auch datengeil, um das nur mal vorwegzu nehmen), aber alles in gesundem masse. wir machen ja schliesslich nicht auf jedem tauchgang eine studie 😉
18. November 2009 um 20:09 Uhr #64559Anonym
Inaktiv😉
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