SWISS DIVERS › Foren › Tauchausbildung › Medizinisches Attest › Re: Re: Medizinisches Attest
Sorry blubbediblubb, aber „ein Tauchtauglichkeitsattest machst du primär für dich, nicht für die Tauchschule“ sehe ich komplett anders. Das tauchärtztliche Attest ist meiner Meinung nach überhaupt nicht für mich selbst, sondern ist eine weitere rechtliche Absicherung des Ausbilders/der Tauchschule, dass diese bei einem Zwischenfall während der Ausbildung nicht belangt werden können.
Ich habe 2x eines machen lassen (bei einem Tauchmediziner, nicht beim Hausarzt), weil es für die Kurse vorgeschrieben war. Nach dem zweiten Attest hatte ich 10 Tauchgänge später eine relativ heftige DCS auf Grund eines bis dahin nicht erkannten PFO (Grad 3).
Klar darf man das jetzt nicht pauschalisieren. Aber ob ich einen Druckausgleich machen kann, meine Lungen fit sind und ich nicht dauernd Medikamente, Drogen oder Alkohol konsumiere kann ich definitiv noch selbst beurteilen – viel mehr passiert beim Attest in der Regel nicht.
Anstatt der Blick ins Ohr sollte doch ein Schluckecho verlangt werden (zumindest ab Stufe TMX) – ich muss zugeben, dass mein TL mir empfohlen hat dieses machen zu lassen ich aber darauf verzichtet habe – wäre dann auch günstiger geworden als die DCS.
Ausserdem kannst du dich als Arzt nach einem 3-tägigen Seminar „Tauchmediziner“ nennen, selbst wenn du nur ab und zu im Urlaub blubberst (zumindest in Deutschland – wird aber hier nicht anders sein) und kein vertieftes Wissen über Tauchen hast.
Als ich nach meinem PFO-Verschluss nochmals ein Attest brauchte, damit ich wieder eine Tauchversicherung abschliessen konnte, hat mich dann der „Tauchmediziner“ gefragt, warum ich denn auf der Deko auf 21m EAN50 geatmet hätte – der ppO2 sei doch in dieser Tiefe viel zu hoch, kein Wunder sei was passiert – so viel zum Wissen eines Tauchmediziners der dann entscheidet, ob du tauglich oder untauglich bist ;D