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12. September 2016 um 14:23 Uhr #56138
Anonym
InaktivIch bin auf der Suche nach Unterlagen, wenn möglich in Deutsch oder einfachem Englisch zum Thema CO2-Hit beim Kreislaufgerätetauchen. Die Unterlagen sollen als persönliche Entscheidungshilfe zum Gedanken zur Anschaffung eines BOV dienen.
Dass ein BOV an einem pSCR (in der Regel grosser onboard Gasvorrat) viel Sinn macht ist mir klar. Weil ich aber einen eCCR mit 3l Diluent tauche macht ein BOV auf onboard Diluent keinen Sinn, sondern vermittelt meiner Meinung dem Taucher eine falsche Sicherheit.
Der Gasvorrat (in Trimixtiefen) und somit das Zeitfenster wäre wahrscheinlich (vielleicht weiss es hier jemand besser) viel zu klein um die Atmung nach einem CO2-Hit wieder zu „normalisieren“ um anschliessend sicher, ohne Aspiration von Wasser, auf einen Stageregler wechseln zu können.
Das BOV müsste nach meiner Vorstellung somit zwingend mit einer Stage verbunden werden können. Hierfür braucht es aber wieder mehr Ausrüstung respektive Ausrüstungsteile wie eine Kupplung, welche wiederum eine Gefahr sein könnte (oder z.B. auch Verwechslungsgefahr der Stages beim kuppeln).
Meine Buddy’s verwenden derzeit keine BOV‘s. Wie ich gehört und gesehen habe ist ein BOV an einem eCCR auch eher die Ausnahme (wahrscheinlich auf Grund der oben von mir genannten Problematik). Würde mich auch sehr interessieren wie die (e)CCR User hier im Forum darüber denken und ein BOV haben oder eben nicht.
Mir ist durchaus bewusst, dass die Wahrscheinlichkeit von einem CO2-Hit durch sachgemässe Anwendung nahezu ausgeschlossen werden kann. Die Frage ist aber, ob man beim Realisieren der Symptome einer Hyperkapnie noch in der Lage sein wird auf den Stageregler zu wechseln, ohne durch den „Lufthunger“ Wasser zu aspirieren.
Freue mich über persönliche Input’s zum Thema…
13. September 2016 um 9:07 Uhr #73791Anonym
InaktivIch hab an meinem eCCR (Meg mit Modifikationen) ein BOV dran. Ich habein meiner Konfiguration zwei 40 cuft Flaschen am Meg dran (Diluent) und zusaetzlich die Moeglichkeit, externe Gase anzuschliessen (Swagelok QC6 Kupplungen).
Mit kleinen Flaschen macht ein BOV weniger Sinn, insbesondere dort, wo der CCR am meisten Vorteile hat, naemlich tiefer unten.
Mit meiner Konfiguration ist das BOV stets mit einem atembaren Gas verbunden, sodass eine Umschaltung jederzeit moeglich ist. Zudem steht immer eine grosse Menge an Gas bereit (80 cuft oder 2×40 cuft).
Wir haben CO2 Hit (im Trockenen!) mal trainiert. Die Idee war, dass wir uns einen ordentlichen Hit anatmen, und dann auf ein Bailoutgas wechseln und waehrend des Wechsels den Atemreiz unterdruecken. Ich selbst habs etwa 13 Minuten am Kreisel ausgehalten (ohne Scrubber, mit O2 Automatik) und dann gewechselt, tatsaechlich ohne zu atmen.
In dieser Situation ist aber ein BOV sicher angebracht, da ein Wechsel auf einen externen Regler unter CO2 Narkose nicht ohne ist. Und ob sich der Atemreiz unter Wasser dann auch noch so einfach unterdruecken laesst, wie im trockenen (wo eigentlich kein Stress herrscht), wage ich mal zu bezweifeln…cheers
–bruno13. September 2016 um 14:48 Uhr #73792Anonym
InaktivHerzlichen Dank zuerst für die Rückmeldung, interessant zu lesen. Da mein Gerät für 3l Diluent ausgelegt ist und ohne Umbau keine grösseren Flaschen montiert werden können ist das, zumindest derzeit, keine Option für mich.
Ich verwende auch oft Gas offboard, aber ohne Kupplung wie es eine QC6 ist, lediglich durch Anschluss des Inflators der Stage auf das MDV. Somit würde das BOV aber eben immer noch vom onboard Diluent versorgt werden und somit nur 3l Gas zur Verfügung stehen.
Im Internet habe ich auch schon über diese Swagelok QC Kupplungen gelesen. Funktionsweise ist mir aber nicht ganz klar – du verbindest über diese Kupplung das BOV immer mit der entsprechenden Stage? Dann würde mich die Schlauchführung interessieren respektive auch wo „gesteckt“ wird.
Von der Stage unter dem Bauch durch zum rechten Brust-D-Ring wie hier: http://www.dir-m.com/ausruestung/rebreather/rebreather.php? Falls du bei Gelegenheit mal paar Bilder online stellen oder mir via E-Mail senden könntest würde ich freuen. Oder hast du ein Link zu einem Bild aus dem Web wo die Schlauchführung gut ersichtlich ist?
16. September 2016 um 10:46 Uhr #73793Anonym
InaktivKann ich gerne machen, bin aber grade noch mitten im Umzug. Sollte aber bald durch sein 😉
cheers
-bruno16. September 2016 um 13:43 Uhr #73794Anonym
InaktivSuper, herzlichen Dank schon mal. Ach so, interessant wäre noch zu wissen, ob du die Stage nur einmal koppelst und dann eine Brücke hast (auf das BOV und den MDV) oder das BOV mittels QC6 und die Stage separat mit normalem Inflator kuppelst. Ich gehe davon aus, dass du eine Brücke hast? Der Aufbau würde mich hier besonders interessieren…
20. September 2016 um 14:17 Uhr #73795Anonym
InaktivIch hab zwei mal 40 cuft am Kreisel, verbunden mit einer Flexbruecke. Daran angeschlossen (permanent) ist ein Long Hose und der Wing Inflator.
Das BOV und MAV wird immer mittels QC6 angeschlossen. Sprich, wenn ich das onboard Gas auf dem BOV haben will, wird dieses eingesoepselt, ansonsten ist die Stage an der QC 6 dran.
Damit hab ich auf dem BOV immer das Bailout Gas fuer die jeweilige Tiefe angeschlossen. Das hat auch den anderen Vorteil, dass ich z.B. im doppel 40er ein Tmx drin haben kann, fuer einen Tauchgang zwischendurch aber temporaer ein anderes Diluent verwenden kann, ohne mein Bailoutplan durcheinanderzubringen.
Einzig der Long Hose kommt immer vom Rueckengeraet. Aber in dem Tiefenbereich, den ich tauche (0-110) kann das Rueckengas eigentlich immer geatmet werden (ausser vielleicht ganz oben, dort wuerde ich dann den Emfpaenger des Gases auf eine Stage verweisen. Aber das Rueckengas wuerde eh nicht einen ganzen Aufstief von 110m durchhalten)…
Bilder folgen, sobald mein Keller nicht mehr nach Apokalypse aussieht 😉
cheers
–bruno -
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