Gefährlicher Hecht!

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Dieses Thema enthält 3 Antworten und 0 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Anonym vor 8 Jahre, 11 Monate.

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  • #54734

    Octopus
    Teilnehmer

    Nachdem der Hai danke Kampagnen und Aufklärungsarbeit seine Gefährlichkeit nach und nach verliert, droht uns Tauchern scheinbar in der Ostschwiz neue Gefahren vom Hecht!
    😀 ;D 😀

    Im Tagblatt gelesen:

    http://www.tagblatt.ch/lokales/rorschach/tb-ot08/Hecht-attackierte-Taucher;art2889,1494861

    Das Tagblatt bietet mit dieser Serie regelmässige Einblicke in die faszinierende Flora und Fauna unter der Oberfläche des Bodensees. Thema im 3. Teil ist der Hecht, der zu aufdringlichen Tauchern schon mal gegen die Brust klopft.
    rudolf hirtl
    Bodensee. Im Winter wird der Bodensee zum Eldorado von Tauchern. Aufgrund des dann fehlenden Algenwachstums ist die Sicht deutlich besser, als in der wärmeren Jahreszeit, wenn nicht selten nur noch knapp die Flosse des Vordermanns zu erkennen ist. Ins Blickfeld von Tauchern gerät derzeit immer häufiger ein einheimischer Speisefisch, nämlich der Hecht, der im Ruf steht, ein aggressiver Räuber zu sein.
     
    Taucher angegriffen
    Dies nicht zu Unrecht, wie nicht nur Fischer, sondern auch Taucher berichten. Der Süsswasserraubfisch, der eine Länge von 150 Zentimetern und ein Gewicht von über 20 Kilo erreichen kann, stürzt sich auf jeden Köder, den er vor seine spitzen Zähne bekommt. Selbst einer durchs Wasser gezogenen Bananenschale kann er nicht widerstehen. Andere Fische, Artgenossen, Frösche, Vögel und kleine Säugetiere gehören zu seinem Beutespektrum. Der Goldacher Tino Dietsche, leidenschaftlicher Taucher und Fotograf – die Hechtbilder auf dieser Seite stammen von ihm – hat die Aggressivität dieses Räubers mit der unverwechselbaren dynamischen Körperform am eigenen Leib erfahren. Bei einem Tauchgang im Herbst fühlte sich ein Hecht vom Licht der Kamera gestört und griff den Taucher beherzt an. «Er hat mit seinem spitzen Maul mehrmals mit voller Wucht meine Brust gerammt und hat sich dann davongemacht», erinnert sich Dietsche, der unverletzt blieb und heute schmunzelnd von einer doch eher «unheimlichen Begegnung» spricht.

    Mit dem Alter ruhiger
    Derart aggressives Verhalten hat er nur bei Jungspunden beobachtet. Mit dem Alter würden die Fische gelassener. Im Rhein bei Diepoldsau lebe etwa ein 1,2-Meter-Exemplar, das sich von Tauchern berühren lasse. Der Hecht ist ein Sichträuber und hält sich gerne in Ufernähe von Flüssen, Seen und Teichen auf. Laichzeit ist jeweils im Frühling, und damit nicht auch noch paarungswillige Hechtmännchen Fressopfer der Weibchen werden, hat Mutter Natur diesen während der Paarung eine Fresshemmung verpasst.

    Thema dieser Tagblatt-Serie waren bis anhin Krebse, in der Ausgabe vom Dienstag, 8. Dezember 2009, sowie Welse, in der Ausgabe vom Freitag, 29. Januar 2010.

    #65503

    marc
    Teilnehmer

    Schönes Fotos Tino! ::)

    #65504

    Anonym

    geilo 🙂

    #65505

    Octopus
    Teilnehmer

    Hier der im vorstehenden Bericht erwähnte Artikel über den Wels aus der gleichen Serie im St.Galler Tagblatt:

    Der Bodensee bietet Tauchern eine faszinierende Flora und Fauna. In der Winterzeit ist das Wasser klar und sind Tauchgänge in die Tiefen des Sees ergiebig. Mächtig ist der Wels, der sogar Kleinkinder auf seiner Speisekarte haben soll.
    rudolf hirtl

    BODENSEE. Von allen Fischen, die im Bodensee anzutreffen sind, ist der Wels mit Abstand der grösste. An der Mündung zum Alten Rhein sind Fischern vor zwei Jahren über zwei Meter lange und 60 Kilo schwere Exemplare ins Netz gegangen. Taucher haben unabhängig voneinander berichtet, Welse gesichtet zu haben, die gegen 2,50 Meter lang und vermutlich über 100 Kilo schwer waren.

    Nicht unwahrscheinlich; der vermutlich bis anhin grösste im westeuropäischen Süsswasser gefangene Wels wurde im März des Vorjahrs im Fluss Po in Italien an Land geholt. Der 253 Zentimeter lange Koloss wog 118 Kilogramm. Ähnlich grosse Exemplare werden auch in den Tiefen des Bodensees vermutet.

    Allesfressender Gigant
    Fische, Aale, Krebse, Molche, Wasservögel, Ratten, Schlangen, badende Hunde – und selbst Kleinkinder soll der schwimmende Gigant mit seinem riesigen Maul schon verschlungen haben. Im slowakischen Bratislava, so wird erzählt, sollen Fischer beim Ausnehmen des Mageninhalts eines gigantischen Welses mit Entsetzen die Reste eines Knaben gefunden haben. Diese und ähnliche Geschichten nähren den Mythos, der diesen Fisch umgibt.

    Auch wenn der heimische Wels räubert, was das Zeug hält; ein potenzieller Menschenfresser ist er erwiesenermassen nicht. Es kann weiterhin ohne Angst in Bodensee und Alten Rhein gebadet und getaucht werden. Dass sich hungrige Welse aber gelegentlich eine Ente von der Oberfläche holen, ist hingegen belegt. Kein Anglerlatein ist auch, dass beim Apportieren von Holzstücken aus dem See schon so mancher kleine Hund spurlos verschwunden ist. Welse suchen sich nicht jeden Tag eine neue Unterkunft, sondern finden sich nach ihren Beutezügen immer an denselben Stellen ein. Ab Wassertemperaturen von sieben bis vier Grad Celsius stellen die Tiere die Nahrungsaufnahme ein. Sie überwintern in Uferspalten, in Gruben in Ufernähe oder auf schlammigem Grund liegend.

    Keine Scheu vor Tauchern
    Wenn der Wels nicht will, besteht keine Chance, das man ihn zu sehen bekommt. Der Süsswasser-Raubfisch verfügt über einen hervorragenden Geruchssinn sowie ein empfindliches Gehör. Da er neben den Menschen keine natürlichen Feinde hat, ist er laut Berichten von hiesigen Sporttauchern allerdings nicht sehr scheu. In der Regel lässt er Besucher unter Wasser neugierig nahe an sich ran, ehe er gemächlich wegschwimmt. Laichzeit ist Juni bis Juli, wobei die Eier vom Männchen bis zum Schlüpfen der Brut bewacht werden. Taucher sind gut beraten, während dieser Phase dem Milchner nicht zu nahe zu kommen. Die grantigen Gesellen greifen mittels Kopfstössen unvermittelt an.

    #65506

    Anonym

    Hallo Gemeinde

    Also die Hechte in den Juraseen sind allesamt schüchtern 8)
    Nur beim Nachttauchgang, wenn sie durch die Lampen (vorallem die Fischgriller mit 100 Watt) angestrahlt werden, können sie, geblendet vom Licht, die Taucher anrempeln.

    Aber sonst geniessen diese Räuber die Neoprenjünger, sie scheuchen das Futter auf. Dieses kann dann genüsslich im Halbdunkeln gejagt und geschnappt werden 😮

    Interessant ist es, wenn ein grosser Jungschwarm von Egli in die Nähe von Trüschen kommt. Dann gibts das Grosse Fressen 😮

    Christian

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