Gruppenunfall auf den Malediven

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  • #59527
    chraebby
    Taucher

    Ich war anfang Juni auf den Malediven, da habe ich gehört, dass es möglicherweise mit einer Kohlenmonoxid-Vergiftung zu tun haben könnte.
    Dass so viele Leute auf einmal einen Dekounfall erleiden, bezweifle ich, da die Aufnahme und Abgabe von Stickstoff ja sehr individuell ist und daher wohl kaum so viele auf einmal Sypthome hätten.

    #59528

    bezweifle ich, da die Aufnahme und Abgabe von Stickstoff ja sehr individuell ist und daher wohl kaum so viele auf einmal Sypthome hätten.

    nicht nur Chraebby…
    Die Inertgase (N2, He) welche im Blut dann in Lösung sind und je
    nach Tauchprofil, Grundzeit und Auftiegsgeschwindigkeit in die
    Gasblasen hineindiffundieren sind der eine Faktor.
    Der andere Faktor die Blasenkeime, welche in den Körpergeweben
    (Sehnen, Faszien und Teile der Endothelzellen) existieren und
    eine Grösse von ca. 1 μm haben. Diese Blasenkeime existieren bei
    allen Menschen und vor jedem Tauchgang. Sie wachsen entsprechend
    des Tauchgangprofils zu Gasblasen bzw. werden auch durch die
    entsprechende Grundzeit beeinflusst. Anzahl und Verhalten sind
    auch fitnessabhängig  😉

    Grüsse
    Walter Ciscato

    #59529
    marc
    Taucher

    ähms, ausser dem maledivischen touristik-minister glaubt ja keiner das es sich um einen deko-unfall handelt. darum mein wink mit dem zaunpfahl, das die uns taucher für so bescheuert halten, als das man ihnen die ausrede eines gruppenmässigen-dekounfalles abnehmen würde. ist ja offensichtlich, das da andere probleme vertuscht werden. das macht mich stinkig.
    >:(

    #59530
    Anonym
    Inaktiv

    ist doch leider immer so. kaum ist das business in gefahr (und damit der eigene kontostand) ists doch am einfachsten, die schuld anderen in die schuhe zu schieben, als selbst die verantwortung zu uebernehmen. die leute koennte ja schlecht von einem denken, wenn man fehler zugibt.

    aber dass die leute wahrscheinlich noch viel schlechter von einem denken, wenn die es so machen wie hier, daran denkt man dann wieder nicht.

    und am schluss sind die kunden/taucher wieder die verarschten. wie lange dauerts wohl, bis wieder ein «massen deko unfall» passiert?

    enttaeuschend  🙁

    #59531

    ich weiss das es möglich ist bzw dossiers sogar freigegeben wären, aber niemand da der sie «aufbereitet» würde. u.a. ist das in einer fachstelle der fall, in der du auch experte bist. da liegt material bereit aber keiner nimmts in die hände.

    Mhhm, denke nicht das Gerichtsakten einfach «sogar freigegeben wären».
    Sonst würde ich gerne wissen welche TU's…  😮
    Ich bin in der besagten Fachstelle nicht im Vorstand. Falls es irgendwann mal soweit käme, könnte ich erst dann dem besagten Vorschlag Flügel verleihen.  😉

    Aber vom EU Komitee trage ich hier gerne eine andere Anfrage weiter. Ich wurde nämlich von den Engländern «angeschnautzt» warum wir nicht wie der BASC Unfallreport, Übersichten publizieren. Vorallem in Bezug auf die 3 tödlichen Rebreatherunfälle in den letzten drei Jahren in der Schweiz. Diesbezüglich führen wir die Negativstatistik in Europa sogar an…

    Grüsse
    Walter Ciscato

    #59532
    marc
    Taucher

    ob das «freigegen» heisst weiss ich nicht aber ich weiss von anderen mitglieder, das es sehr wohl (altes) material hätte, welches man aufbereiten könnte, wenn denn jemand zeit und lust dazu hätte. welche kann ich dir auch nicht sagen, weil sie ja nicht öffentlich sind 😉

    betreffend statistiken bzw. offener kommunikation:
    das kann ich nur unterstützen! ich denke es würde dem tauchsport auch in der öffentlichkeit mehr bringen als nur die zeitungsmeldungen «einer ging tauchen, problem mit automaten => tot». denke solche meldungen ohne spätere klarstellungen belasten die ganze branche nur negativ. zudem kann keiner etwas daraus lernen. darum: je transparenter das thema TU künftig behandelt wird, desto besser. meine meinung als nicht-tauchshop- bzw. nicht-tauchschulenbesitzer und vieltaucher 😉

    transparenter würde wohl auch den maledivischen behörden nicht schaden.

    #59533
    uanliker
    Taucher
    #59534
    Anonym
    Inaktiv

    „Es ist eine Schande, das ein 21 jähriger Junge ins Gefängnis musste, weil der Veranstalter die Empfehlungen des Kompressorherstellers Bauer nicht befolgte,“ sagte Kober.

    Unter dem Motto «Irgen einer muss es ja gewesen sein»…Finde ich echt schlimm, dass man jemanden verurteilt, der für ein Wenig Geld die Flaschen füllen darf aber warscheinlich keine Ahnung vom Kompressor hat.

    #59535
    balou
    Taucher

    Ja jetzt muss wider einer hihalten dem man nur gezeigt hat wie die Flaschen anzuschliessen sind und wo man den Kompresor startet! Das ist schlimm!
    Vorallem finde ich schlimm das die Regierung da nicht den wahren sündenbok hinstellt! Das würde dem Tauchtourismus wehniger schaden als so!
    Aber es ist wie immer! Immer auf die kleinen!

    #59536

    Hmmm,
    der arme Kompressorjunge müsste man direkt unterstützen können. Ich hoffe für ihn, dass er wenigstens einen guten Antwalt hat/bekommt. Diesem sollte man entsprechende technische Infos über die Versäumnisse der Betreiber stecken, wenn man z.B. anstatt wie üblich für solche Expositionen KEINE Hopcalit-Filterfüllung fährt sondern nur normale Filter einsetzt. Diese Fahrlässigkeit müsste man bestrafen >:(

    Grüsse
    Walter Ciscato

    #59537
    Excalibur
    Taucher

    Ich befürchte, dass er ein Bauernopfer sein wird 🙁

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