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5. März 2009 um 17:27 Uhr #54433
Anonym
InaktivHallo Gasblender,
wie handhabt ihr das Helium-Blenden? Auf Anraten von Cavetenshi lasse ich das Helium aus der 300-Bar-Standflasche VOR dem Durchfluss durch das MAVOTEC-NITROX-Überströmset durch den COMPTEC-Personelfilter strömen. Grund: Heliumventile und Standflaschen können durch vorgängigen, unsachgemässen Gebrauch u.U. nicht O2-clean sein. Auch ist unbekannt, mit was für Gleitmittel die Speicherflaschen-Ventile behandelt wurden. Der vorgängige Durchfluss durch einen Aktivkohlenfilter verhindert somit nach Möglichkeit eine kontaminierung des sauerstoffreinen Tauchequipements. Wie geht ihr beim Helium-Blenden damit um? Eure Meinung interessiert vielleicht auch andere Gasblender 😉
Grüsse UBZ5. März 2009 um 20:17 Uhr #61607
GAWTaucherHoi Urs
habe und benutze ein zweites Überströhm Set. Das Digi Manometer kannst ja wechsel wenn du kein zweites anschaffen möchtest. ;D
Gruss Walter5. März 2009 um 23:44 Uhr #61610Anonym
InaktivVorausgestellt: die Wahrscheindlichkeit, dass das Überström- und Tauchequipement durch'ungefiltertes' Standflaschen-Helium kontaminiert wird, ist vermutlich seeehr gering… Ich gehe mal davon aus, dass nur eine kleine Minderheit das edle Inertgas durch einen Personelfilter strömen lässt. Zumal in unserem Breitengrad mit einem sehr hochwertigen Helium (4.8 oder höher) geblendet wird. Beim He-Produkt 4.8 sprechen wir bereits von einer Reinheit von >99,998% :D. Aber nicht das Gas, sondern dessen Druckbehälter oder Ventil stellen eine mögliche Problematik dar. Sogar Atemgas-Profi und Geschäftsführer von MaVoTec, Markus Voigt, fand auf meine Frage an der BOOT diese zusätzliche Sicherheitsmassnahme beim Überströmen von Helium oder Argon (ARGOX-Herstellung) als weitere Sicherheit bei der nicht ungefährlichen Partialdruck-Methode als sehr sinnvoll.
habe und benutze ein zweites Überströhm Set. Das Digi Manometer kannst ja wechsel wenn du kein zweites anschaffen möchtest ;D
GAW: dein 2. Überström-Set fürs Helium-Blenden macht m.E. nur bedingt Sinn – OK – dein O2-Set bleibt dadurch unberührt – aber mögliche Kohlenwasserstoff aus der Speicherflasche oder dessen Ventil werden beim Überströmen trotzdem in dein Tauchgerät befördert.
Es erstaunt mich, dass bei der häufig angewendeten Partialdruck-Methode allgemein nicht mehr passiert… Ich habe schon eine Helium-Speicherflasche gesehen, bei welcher der Ventilabgang brandschwarz verrust war… Auf jedenfall habe ich persönlich nach wie vor grossen Respekt beim Umgang mit reinem Sauerstoff. Möchte nicht wirklich, dass ich plötzlich mit so einer Wucht aus meiner Tauchbude gebumst werde :'(
6. März 2009 um 0:37 Uhr #61608Anonym
Inaktivwaere an dieser stelle interessant zu wissen, wie effektiv ein personal filter denn schlussendlich wirklich ist. wie viel kontamination kann der in der praxis wirklich entfernen, vor allem in abhaengigkeit von alter/bereits erfolgter belastung…
cheers
–bruno6. März 2009 um 6:52 Uhr #61609Anonym
InaktivAuf dem Markt sind unterschiedlichste Personalfilter erhältlich. Dieser Zusatzfilter hat die Funktion, Luft zwischen Kompressor und Tauchgerät (zusätzlich) zu trocknen und vor Öl- und Filter-Rückständen zu reinigen. Die Standzeit des Filters richtet sich u.a. nach der Qualität und Fülleistung des Kompressors. Der Filterinhalt kann bei Bedarf selber gewechselt werden. Bedingt durch seine Grösse schliesst ein Personelfilter auch auf Reisen bei sachgemässem Umgang eine wichtige, gaslogistische Sicherheitslücke. Ich selber werde meine Flaschen nach einer schlechten Erfahrung NICHT mehr OHNE PERSONALFILTER an einer auswärtigen Füllstation, bzw. Kompressor, füllen. Ist die Ausrüstung einmal kontaminiert, kann diese nur noch mit viel Aufwand und Kosten wieder O2-clean gemacht werden. Ein Druckmanometer beim Überströmschlauch kann z.B. nicht mehr gereinigt werden. Die Gehäuse sind in der Regel gepresst. Es entstehen dadurch hohe Unkosten. Das Risiko erspart man sich mit dem Einsatz eines leistungsstarken Personalfilters. Ich und unzählige Tauchkollegen verwenden dazu den NITROX-CLEAN-FILTER von MAVOTEC (ehemals KOMPTEC) mit Einwegfilter-Kartuschen. Diese sind mit einem Spezialtrocknungsmittel und natürlich mit Aktivkohle versehen. Damit wird gem. Hersteller der Kompressor-Restölgehalt unter 0,05mg/3 eliminiert. Diese Filterkartuschen haben einen Inhalt von 0,3 Liter und ertragen einen Gasdurchlass bis max. 500 Liter/Min. Diese max. Gasdurchflussmenge gem. Herstellerangaben unbedingt einhalten, bzw. nicht überschreiten – ansonsten die Gewährleistung der Filtration verfällt oder bei zu hohem Gasdurchlass (z.B. an einer Kaskaden-Füllanlage) Aktivkohle durchgedrückt werden kann! Die Filterstandzeit des MAVOTEC-Personalfilters beträgt bis 60m3 – im Einsatz als NITROX-CLEAN-FILTER bis 1000m3 (abhängig vom Kompressorfilter und dem Feuchtigkeitsgehalt der komprimierten Luft). Die stabilen und sauber verarbeiteten Filterpatronen sind bis auf einen maximalen Betriebsdruck von 300 Bar ausgelegt und optional mit einem (empfehlenswerten) Rückschlagventil erhältlich. Am Filterabgang ist ein IndikatorTrockner aus Silica-Gel integriert, welcher beim Verbrauch farblich umschlägt. Ich selber stelle mit einer Einweg-Filterpatrone mittels Logbuchführung in der Regel zwanzig 12-Liter-Füllungen her und tausche die Kartusche vor dieser farblichen Veränderung aus. Im Sommer bei hoher Luftfeuchtigkeit etwas weniger…
10. März 2009 um 9:19 Uhr #61611Anonym
InaktivKleine Frage:
Wer von euch misst regelmässig den Flascheninhalt auf:
– Luftfeuchtigkeit
– Ölgehalt
– CO
– CO2
– ….In der Regel ist Öl unter der Nachweisgrenze, Luftfeuchtigkeit Grenzwertig bis zu hoch. Dies wegen zu langen Filterstandzeiten. Da schlägt die Feuchtigkeit zuerst durch.
Je geringer der Druck desto schwächer die Filterwirkung der Patronen.
Bei Indikatorfarben ist auch Vorsicht geboten. Einige Farben verblasen nach kurzer Zeit wieder und suggieren einen einwandfreien Zustand.
Ich verwende auf dem Luftkompressor (Junior II) Nachfilter in der doppelten Grösse des Kompressorfilters. Weniger wegen des Restölgehaltes, vielmehr wegen der Feuchtigkeit.
Grüsse Hans
10. März 2009 um 10:36 Uhr #61612Anonym
InaktivHihi Hans – du hast mir ja vor einigen Monaten VOR dem Gebrauch des Personalfilters mein D12 mit einem AEROTEST u.a. auf Feuchtigkeit gemessen. Der Quicktest fiel über die empfohlenen Atemgas-Richtwerte 😮 und das bei unserem topgewarteten BAUER-Kompressor >:( Der VERTICUS ist bestückt mit einem Langzeitfilter aus der P-Serie und integriertem SECURUS-Wächter. An unserer Anlage habe ich jedoch keine Zweifel. Man(n) hat doch noch an anderen, vertrauenswürdigen Anlagen Luft OHNE Personelfilter getankt :'(
Fazit: in meinem Doppelgerät waren in beiden 12-Liter-Flaschen bereits erste Korrosionsflecken gut ersichtlich… OK – die Qualität der heutigen Flaschen lässt sowohl von der Stahl-Zusammensetzung als auch von der (zwischenzeitlich umweltverträglicheren) Lackierung auch bei den bekannten Herstellern leider zu wünschen übrig 😮 ich habe noch eine uralte D7 mit Zollgewinde – die Güte des Stahls sowie Beständigkeit und Farbdichte der Flaschenlackierung ist gegen die neuzeitlichen 'Guugen' kein Vergleich.Mein Credo: spätestens in der Partialdruck-Gasherstellung sollten zur Gefahren-Eliminierung die gewünschten Gase auch bei den vertrauenswürdigsten Gasanlagen ZUSÄTZLICH durch einen Personelfilter geströmt werden. Aber auch für die Sporty-Fraktion macht gut entfeuchtete Quetschluft Sinn – nicht nur fürs Eistauchen ;D
10. März 2009 um 10:44 Uhr #61613Anonym
InaktivDie Standardpatrone in einem Captiano reicht für Luft betreffend Restölgehalt (für Luft). Bei der Luftfeuchtigkeit lässt sie zu viel durch.
Taupunkt der Luft ist somit auch für Sporttauchgänge zu knapp.14. März 2009 um 21:09 Uhr #61614Anonym
InaktivAndersrum Hans: Problematik periodische Gasbehälter-Prüfung…
wie so oft sah ich schon bei einer bekannten Sammelstelle, wie Stahlflaschen UNVERSCHLOSSEN wieder von der Prüfstelle zurückgeschoben wurden 😮 bekanntlich setzt sich schon leichter Flugrost im Stahldruckbehälter an, wenn nach der Wasserdruckprüfung sofort mit Heissluft getrocknet wird… also ich lasse meine Flaschen allesamt bei Peter Schreiner, einem Profi in Haag bei München (www.scuba-sicherheitstechnik.de), behandeln und TÜFen. Mache bei ihm jeweils 3 Monate zuvor einen Termin, fahre am Stichtag in aller Herrgottsfrühe nach Haag, deponiere bei ihm meine Flaschen, und gehe zwischenzeitlich gemütlich an einen nahen Quelltopf tauchen 🙂 Im Verlaufe des Nachmittags sind dann meine Stages und Rückengeräte wieder pickfein behandelt und geprüft ;D8. Juni 2009 um 7:13 Uhr #61615Anonym
Inaktiv…und gehe zwischenzeitlich gemütlich an einen nahen Quelltopf tauchen 🙂
Nähe Haag i. Obb. ? Wo? Ich wohne dort in der Gegend, aber ich wüsste nicht, wo da ein Quelltopf wäre :-[ ???
8. Juni 2009 um 11:26 Uhr #61616
Walter CiscatoTaucherHihi Hans – du hast mir ja vor einigen Monaten VOR dem Gebrauch des Personalfilters mein D12 mit einem AEROTEST u.a. auf Feuchtigkeit gemessen. Der Quicktest fiel über die empfohlenen Atemgas-Richtwerte 😮 und das bei unserem topgewarteten BAUER-Kompressor >:( Der VERTICUS ist bestückt mit einem Langzeitfilter aus der P-Serie und integriertem SECURUS-Wächter. An unserer Anlage habe ich jedoch keine Zweifel.
Urs, der Röhrchentest ist auch nicht über alle Zweifel erhaben…
… da gibt es von der schwedischen Marine ein Paper in dem sie empirisch nachweisen/beweisen, dass sich die Werte mittels Durchflussregelung massiv verändern lassen 😮Weiter sind die empfohlenen Atemgas-Richtwerte für den Atemschutz und Tauchbereich (also nach EN 12021) gerade in Revision. Mal schauen was wir da abstimmen werden. Für NTX/TMX/O2 sieht es nach einer Verschärfung der H2O, CO, CO2, CH4 und Öl Werte aus.
Grüessli
Walter Ciscato8. Juni 2009 um 17:50 Uhr #61617Anonym
InaktivWer den Durchfluss frisiert ist selber schuld, macht man ja zur eigenen Sicherheit…
9. Juni 2009 um 19:28 Uhr #61618
Walter CiscatoTaucherHans, der Druchfluss wurde bei den Versuchen ned frisiert…
11. Juni 2009 um 6:10 Uhr #61619Anonym
InaktivIch kontrolliere den Durchfluss jeweils noch mit einem Zusatzgerät. So passt es halbwegs. Wer es genau wissen will, Gas-Chromatographie wäre eine mögliche Lösung.
Je nach Testmethode ist die Fehlerquelle verschieden gross, nach der Losung: Wer misst, misst Mist.Wie gross waren den die Abweichungen bei den Schweden?
Grüsse Hans
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