SWISS DIVERS › Foren › Tauchausrüstung › ölig riechende Flasche -> wie reinigen?
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17. Mai 2009 um 19:13 Uhr #54488
Anonym
InaktivHallo zäme
Ich habe zusammen mit meinem Kollegen 3 Occasionsflaschen als Zweitflaschen günstig gekauft.
Nun wollte ich sie im nahe gelegenen Tauchshop zur Prüfung abgeben. Dort wurden sie geöffnet und ich wurde informiert, dass sie nach Öl stinken und die Reinigung teuer (ca. 80-100 CHF pro Flasche) werden würde.
Nebst der Druckprüfung (100.-) und der Ventilrevision (Doppelventil 69.-) käme man so mit den Revisionskosten und dem Anschaffungspreis (50-100) nahe in den Bereich einer neuen Flasche (ca. 400). Die Flaschen sind um die 15 Jahre alt und sonst in einem relativ guten Zustand (zwei haben am Boden je einen kleinen Rostflecken, ca. so gross wie ein 20-Räppler). Die Druckprüfung würden sie wohl ohne weiteres bestehen.
Ich habe mit dem Tauchshop-Besitzer gesprochen. Der SVTI führt ja auf Wunsch auch eine Innenreinigung mit Hochdruck/Seifenwasser für 20 Sfr. aus. Nun weiss ich nicht, ob damit auch das vorhandenene Öl (und vor allem der Geschmack/Geruch) rauskommt.
Was habt ihr für Erfahrungen gemacht? Hattet ihr schonmal ölige Flaschen? Wie seid ihr den Geruch losgeworden?
17. Mai 2009 um 19:38 Uhr #62354
ExcaliburTaucherIch hab momentan ein Problem mit einer nach Parafin (sp?) riechenden Flasche.. aber sollten sich die Kosten wirklich in der Grössenordnung von 400.– belaufen, dann würde ich mir effektiv die Anschaffung eines neuen Tauchgerätes überlegen
17. Mai 2009 um 22:03 Uhr #62355Anonym
InaktivHallo Zusammen!
Ich rate Euch in diesem Fall Euere Flaschen reinigen zu lassen.
Wir machen das mit Diveclean. Das wird den Geschmack entfernen und ebensoo allfälliges Öl, wenn vorhanden.
Gruss Mani
18. Mai 2009 um 7:41 Uhr #62356Anonym
InaktivSchliesse mich dem Tip von Mani gerne an. Vergesst aber nicht, die Ventile ebenfalls zu reinigen. Es empfiehlt sich auch , vom entsprechenden Hersteller einen Rep-Kit zu besorgen, so dass das gecleante Ventil mit neuen O-Ringen, Teflon- oder Kunststoffscheiben an der Gewindestange, etc.) revidiert werden kann. Für die Reinigung der Ventile muss es nicht spezieller Reiniger (wie z.B. DIVECLEAN von MAVOTEC) sein. Da genügt auch schon das in der MIGROS erhältliche HANDY. Wenn ihr im Anschluss damit ausschliesslich Luft oder fertiggemischtes Nitrox bis max. EAN 32 taucht (jedoch niemals in der PARTIALMISCH-METHODE), müsst ihr dem Cleaning in Bezug auf spezielles und ebenfalls teures O2-Gleitmittel m.E. keine weiteren Massnahmen treffen. Da kann man aus meiner Sicht reguläre Silikonpaste (z.B. für das Behandeln der O-Ringe) verwenden. Das Ventil kann alternativ auch für ein paar Franken beim Händler des Vertrauens revidiert werden. Die Flaschen nun wegen der möglichen Ölkontamination dem Altstoffhändler zu bringen, wäre auch etwas übertrieben.
Viel Spass und 'guät Luft' mit den erworbenen Flaschen wünscht
Grüsse Urs18. Mai 2009 um 10:28 Uhr #62357Anonym
InaktivIch habe soeben mal beim SVTI nachgefragt. Die haben in Ihrer Preisliste ja den Eintrag «Behälterreinigung innen, Hochdruck (Wasser) bis 18 Liter: 20 CHF zzgl. MwSt»
Folgende Auskunft habe ich erhalten:
Nach Rücksprache mit unserem erfahrenen Spezialisten ist die Entfernung von Ölrückständen und -Gerüchen mittels Hochdruckreiniger und «Spezialmittel» kein grösseres Problem und kann von uns zuverlässig durchgeführt werden!
Hört sich gut an und ist vergleichsweise preiswert! Kann gleich mit der fälligen Druckprüfung erledigt werden.
Revidiert Ihr eigentlich eure Ventile selber?
18. Mai 2009 um 11:01 Uhr #62358Anonym
InaktivEine Ventilreinigung ist nicht schwer. Eine Revision auch nicht. Allerdings empfehle ich Euch die Revision nur von Fachpersonen duchführen zu lassen.
Falls Ihr beabsichtigt, Nitrox mit Partialdruckmethode füllen zu lassen, dann ist zwingend eine O2 Clean Reinigung durchzuführen (Ex-Gefahr).
Wir reinigen im Turnus alle Flaschen O2 Clean und haben so die Gewissheit, jederzeit, alle möglichen Gemische in unsere Flaschen füllen zu können.
Gruss und allzeit gute Luft
Mani
18. Mai 2009 um 11:39 Uhr #62359Anonym
InaktivIch hatte mal an einer kommerziellen Aussenfüllstation ein paar Flaschen mit Kompressor-Aerosolen kontaminiert >:( Natürlich war der Betreiber der Anlage absolut uneinsichtig – die Beweismittellage war eher schwierig, so dass ich zähneknirschend und mit einer Faust im Sack meine Flaschen selber in Stand setzen musste. Da das Cleanen und ggf. notwendige Entrosten von Stahlflaschen ohne Spezialgeräte wie Trockner, Rollieranlage, etc. Zuhause schwierig wird, gab ich die Druckbehälter einem wahren Flaschenprofi in die Hände. Musste dafür aber frühmorgens nach Haag (Vorort von München) reisen, wo mir Peter Schreiner von http://www.scuba-sicherheitstechnik.de die Flaschen professionell behandelte. Die sahen nachher aus wie neu und ich hatte auch keine Gasgerüche mehr. Die Ventile habe ich selber mittels Ultraschallbad und DIVECLEAN gereinigt und revidiert.
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