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20. Mai 2012 um 9:06 Uhr #55356
Anonym
InaktivHallo zusammen
Da ich letztes Jahr meine Ausbildung uim PADI OWD wegen plötzlicher Ohrenentzündung abbrechen musste, gehe ich dieses Jahr wieder nach Aegypten um endlich den OWD abschliessen zu können, vorher gehe ich aber noch zu meinem Ohrenarzt so das ich was gegen die sogenannte «Taucherohren» bekomme.
Was mir aber immer noch Angst und irgendwie Respekt entgegenbringt, ist das Abtauchen in immer grösserer Tiefe… bei einer gewissen Tiefe kannst du nich einfach raufgehen wenn es dir unwohl ist. Somit ebenfalls vor der Tarierung, ich gehe ohne Probleme runter in 10m und irgendwie klappt es mit der Tarierung nicht und da gehts plötzlich schnell rauf oder runter…
Dies sind alles Punkte wo mir einfach irgendwie noch Angst machen und ich Respekt habe.
Wie habt ihr das überwunden oder was kann getan werden ?
Danke für die Ratschläge20. Mai 2012 um 10:31 Uhr #70546beatk
TaucherHallo BLUEHUSKY,
hatte auch immer wieder etwas Probleme mit Gehörgang-Entzündungen. Seit mir der HNO-Doc Taucherohrtropfen empfohlen hat, welche eine Apotheke entsprechend zusammen mixt habe ich keine Probleme mehr. Frag mal den Arzt der dir die Tauchtauglichkeit attestiert…Einen gewissen Respekt vor der Tiefe und dem Tarieren kann nie falsch sein, mit der Übung (und Übung ist mehr als «nur» 5 Tauchgänge) wird deine Tarierung auch besser und das Auf und Ab wird klappen wie du es willst. Da gibts nur eins: Tauchen, tauchen, tauchen.
Such dir doch wenn du den OWD abgeschlossen hast eine Tauchgruppe in deiner Nähe und geh regelmässig mit denen Tauchen. Die meisten Tauchclubs gehen einmal die Woche miteinander tauchen und da ist meist auch jemand dabei, der dir Tipps geben kann.Gruss und allzeit Gut Luft
Beat21. Mai 2012 um 19:34 Uhr #70547Anonym
InaktivHallo bluehusky,
falls die Ohrenentzündungen immer wieder kommen, kann auch folgendes eine Lösung sein:
http://www.oceanic-eu.com/de/abc/masken/oceanic-pro-ear/05-5000-11
Es gibt auch eine passende Kopfhaube, falls du in Zukunft hier in die kalten Gewässer hüpfen willst.Und ein gewisser Respekt vor der Tiefe ist sicher berechtigt, Angst sollte aber nie mittauchen. Der Spruch in der Ausbildung «Tauche immer innerhalb deiner Grenzen» hat ebenfalls für dein Wohlempfinden seine Gültigkeit. Mit zunehmender Erfahrung wirst du mehr Sicherheit bekommen und dich auch bei zunehmender Tiefe wohlfühlen.
Darum beim vorgängigen Briefung allfällige persönliche Zweifel (schlechte Tagesform) unbedingt äussern! Deinem Buddy ist das ebenfalls lieber, als wenn du ihn plötzlich mit grossen Augen ansiehst 😉Also einfach Step bei Step und das kommt gut 🙂
Alles Gute dabei und Gruss
Chrigel21. Mai 2012 um 20:24 Uhr #70548
ExcaliburTaucherHallo Husky
auf Deine Frage bezüglich den Ohrentropfen gehe ich jetzt mal nicht ein. Du kannst 10 Personen (inkl. Ärzte) fragen und wirst sicherlich 10 unterschiedliche Antworten und Meinungen zu Gehör bekommen.
Viel lieber gehe ich auf Deinen zweiten Punkt ein. Ich kann mich hier meinen Vorrednern nur anschliessen. Ein gesunder Respekt ist beim Tauchen aus meiner Sicht überlebenswichtig. Gesunder Respekt macht Dich vorsichtig und verhindert in der Regel, unnötige Risiken einzugehen.
Angst ist ein schlechter Begleiter beim Tauchen. Mit der Angst beginnt das Risiko einer falschen Entscheidung oder eines irrationalen Verhaltens anzusteigen. Wenn Du also Angst verspürst, dann verzichte lieber auf den Tauchgang und schlaf nochmals darüber.
Als ich mit dem Tauchen begonnen habe, hatten mich auch immer wieder Zweifel geplagt. Vor allem kamen diese kurz vor dem Einschlafen. Schreckensszenarien hatten sich vor meinem inneren Auge immer und immer wieder abgespielt. Am Besten hat mir hierbei geholfen, dass ich selbst Herr über meine eigenen Grenzen war. Ich habe entschieden, was ich machen will und wo ich nein sagen konnte.
Geh es ruhig an. Wenn Du mit 8 Meter beginnen willst, dann tu das. Niemand kann Dich zwingen, Deine persönlichen Grenzen zu überschreiten. Und jeder verantortungsbewusste Taucher wird Dich auch niemals zu etwas 'zwingen', was Du selbst gar nicht willst. Schon gar kein Instructor.
Cheers und gutes Gelingen 🙂
Exi22. Mai 2012 um 16:19 Uhr #70549
tho.meiAdministratorIch kann mich Excalibur anschliessen: Gehe es langsam an. Keiner hat an einem Tag tauchen gelernt. Und nicht wenige brauchen einige Zeit bis sie sich in grössere Tiefen wagen. Daran ist nichts falsch. Du tauchst nicht für den Tauch-Guide oder den Buddy. Es muss für dich stimmen. Sonst nützt du deinem Buddy auch nichts.
Ich denke aber, dass es sehr wichtig ist deine momentane persönlich Grenze immer klar zu kommunizieren. So kommt es zu keinen Missverständnissen. Will dich jemand überreden, so antworte ihm, dass du nicht wieder mit ihm rauchen wirst, wenn er deine persönlichen Grenzen nicht akzeptiert. Bleibe einfach hart und ziehe dies auch durch. Dann wird an dich ernst nehmen.
Niemand kann Dich zwingen, Deine persönlichen Grenzen zu überschreiten. Und jeder verantortungsbewusste Taucher wird Dich auch niemals zu etwas 'zwingen', was Du selbst gar nicht willst. Schon gar kein Instructor.
Da habe ich schon anderes miterlebt. Leider. 🙁 Gerade der Gruppendruck, kann da eine üble Dynamik entwickeln. Auch unter den TL's gibt es da schlechte Beispiele, die Leute dazu animieren tiefer zu tauchen als sie wollen, nur damit sie ihr «Programm» durch-zeigen können. 🙁 Bin bei einer Safari auch schon mal dazwischen gegangen bei solchen Machenschaften. Oftmals erfährt man leider erst im Nachhinein, dass jemand seine persönlichen Grenzen nicht ganz freiwillig überschritten hatte.
Gut Luft
ThomasThomas from New Zealnd
23. Mai 2012 um 5:32 Uhr #70550
ExcaliburTaucherGruppendruck/-dynamik ist für mich nicht das selbe, wie zwingen. Bei Gruppendruck hilft immer den Hinweis, dass man keinen Druckausgleich hinbekommt und somit nicht tauchen kann 😉
23. Mai 2012 um 7:24 Uhr #70551Anonym
InaktivDass Gruppendruck und Zwang nicht das Selbe sind ist klar, doch gerade bei Gruppendruck finde ich es falsch Probleme beim Druckausgleich als Vorwand zu bringen.
Auch wenn es Mut braucht, finde ich, dass man gerade in solchen Situationen zu seinen persönlichen Grenzen stehen und diese auch klar kommunizieren sollte.26. Mai 2012 um 12:20 Uhr #70552Anonym
InaktivSimon 🙂 Daumen hoch
26. Mai 2012 um 16:13 Uhr #70553
ExcaliburTaucherDass Gruppendruck und Zwang nicht das Selbe sind ist klar, doch gerade bei Gruppendruck finde ich es falsch Probleme beim Druckausgleich als Vorwand zu bringen.
Auch wenn es Mut braucht, finde ich, dass man gerade in solchen Situationen zu seinen persönlichen Grenzen stehen und diese auch klar kommunizieren sollte.Grundsätzlich stimme ich Dir zu 100% zu.. Leider kann Gruppendruck auch Züge annehmen, das es nicht mehr so einfach ist, 'nein' zu sagen. Und bevor ich unnötige Diskusionen und Gelaber über mich ergehen lasse, sag ich einfach, dass ich Probleme mit dem Druckausgleich habe 😉
Faktisch war das aber bei mir bis jetzt noch nie der Fall, weil ich immer sehr verantwortungsvolle Buddies hatte, welche keinen Druck ausübten.
28. Mai 2012 um 15:15 Uhr #70554
sachaTaucherDass Gruppendruck und Zwang nicht das Selbe sind ist klar, doch gerade bei Gruppendruck finde ich es falsch Probleme beim Druckausgleich als Vorwand zu bringen.
Auch wenn es Mut braucht, finde ich, dass man gerade in solchen Situationen zu seinen persönlichen Grenzen stehen und diese auch klar kommunizieren sollte.Grundsätzlich stimme ich Dir zu 100% zu.. Leider kann Gruppendruck auch Züge annehmen, das es nicht mehr so einfach ist, 'nein' zu sagen. Und bevor ich unnötige Diskusionen und Gelaber über mich ergehen lasse, sag ich einfach, dass ich Probleme mit dem Druckausgleich habe 😉
Faktisch war das aber bei mir bis jetzt noch nie der Fall, weil ich immer sehr verantwortungsvolle Buddies hatte, welche keinen Druck ausübten.
@EXCALIBUR:
Druckausgleich und Gruppendruck passt irgendwie 🙂Ich stimme dir voll zu, ich habe diese «Ausrede» auch mal gelernt und finde sie gut.
@BLUEHUSKY22:
Ich denke Respekt von der Tiefe ist kein Grund sich zu schämen sondern ist meiner Ansicht nach ein Zeichen von Verantwortungsbewusstsein.
Zu diesen Thema finde ich auch die Bücher von Monika Rahimi, «Tauchen ohne angst» und «Tauchen ohne Stress» nicht schlecht, obwohl es dabei nicht Hauptsächlich um die Tiefe geht.
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