SWISS DIVERS › Foren › Gewässer im Ausland › Tauchen lernen in Griechenland?
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28. März 2011 um 19:16 Uhr #55041
DevinTaucherHallo
vor einiger Zeit habe ich viele Fragen zum Tauchen gestellt: https://www.swiss-divers.ch/old/index.php?option=com_smf&Itemid=27&topic=1231.msg12920#msg12920 Die sind in der Zwischenzeit alle beantwortet worden. 🙂 Ich war auch in einigen Tauch Shops und habe mit eignen Tauchlehrer gesprochen. Was ich jetzt weiss ist, dass ich warten muss bis es der See genug warm ist in der Schweiz. 🙁
Da ich plane mit zwei Kollegen im Juni nach Griechenland zu reisen, denke ich jetzt darüber nach, dort das tauchen zu erlernen. 8) Der eine Kolleg hat viele Verwandten in der Nähe von Sparta.
Kennt jemand eine gute Tauchschule in jenem Teil von Griechenland? Gibt es ev. deutsche oder englische Kurse? ???
LG
Devin28. März 2011 um 20:00 Uhr #68371
ExcaliburTaucherhmm.. mein erster OWD Kurs fand im März statt. Die beiden Tauchschüler sind nass getaucht. In diesem Jahr haben wir auch schon zwei OWD's durchgeführt. Meines Wissen waren auch alle nass tauchen. Das schloss den Instruktor mit ein.
Es würde also bereits jetzt gehen. Die Frage ist einfach nur, ob Du genug resistent gegen die niedrigen Temperaturen bist und ob Du Deine Übungen schnell in einem Mastery zeigen kannst, bevor Du zu frieren beginnst.
Ich selbst habe mein Brevet auch im April vor vier Jahren gemacht. Ebenfalls nass. Damals wusste ich noch nicht mal, dass es Trockentauchanzüge gab. Es ging auch.
Wenn Du in Griechenland tauchen lernst, dann hast Du vielleicht das wärmere Wasser, die bessere Sicht, das angenehmere Tauchen. Aber wenn Du dann hier tauchen möchtest wirst Du wahrscheinlich einen kleinen 'Kulturschock' erleben.
Ich empfehle Dir, hier mit dem Tauchen zu beginnen. Du wirst es damit sicherlich einfacher haben, wenn Du in eher wärmeren Gewässern tauchst. Umgekehrt ist das dann eben nicht mehr so locker 😉
Nur so meine zwei Gedanken..
cheers
€xi29. März 2011 um 5:59 Uhr #68372
SquarryTaucherIch würde ebenfalls in heimischen Gewässern das Tauchen lernen. Die Gründe dafür wurden auch in diesem Forum schon öfters genannt.
Bezüglich Zeitpunkt/Temperatur bin ich jedoch etwas zurückhaltender. Gemäss kurzer Internetrecherche haben viele Seen aktuell zw. 6 und 9 Grad. Im letzten Jahr war ich einmal bei unter 10° im Wasser und es war bezüglich Wohlfühlfaktor definitiv kein Spass (Aqualung Balance Comfort 7mm, Eisweste 5.5mm, Haube, Handschuhe,…). Dieses Jahr werde ich wohl erst so ab ca. 12° wieder untergehen (bin aber eigentlich kein ausgesprochenes «Gfrörli»). Ein weiterer Anhaltspunkt: in Fuerteventura habe ich bei ca. 17 – 18° ohne Eisweste auch schon gefroren, und dem Zittern der Mittaucher nach zu urteilen war ich nicht der Einzige. Es war aber gerade noch erträglich (50 min.).
Besonders bei einem Kurs bin ich der Meinung, dass die Temperatur stimmen sollte, damit man sich voll auf die Übungen konzentrieren kann. Ich denke nicht, dass es bei einem OWD sinnvoll ist die Übungen in einem Schnellabriss durchzuführen weil es zu kalt ist. Dann müsste der Tauchgang in meinen Augen verschoben werden, insbesondere da die Tauchschüler üblicherweise noch nicht in der Lage sind die Auswirkungen auf ihren Körper korrekt einzuschätzen. Ansonsten neige ich dazu etwas am Verantworungsbewusstsein des Tauchlehrers zu zweifeln. Abgesehen davon ist stärkeres Frieren gemäss Lehrmeinung ein Grund den Tauchgang abzubrechen. Klaro wird es auch in diesem Forum die überall anzutreffenden «harten Typen» geben (sich in Ägypten über 7mm lustig machen, aber selbst mit blauen Lippen und Fingernägeln aus dem Wasser steigen…), ich spreche mich aber trotzdem klar dagegen aus. Insbesondere wenn man noch nicht weiss wie man selbst mit der Kälte und dem Tauchen an sich klarkommt. Ich kenne Tauchlehrer die tauchen bei Anfängerkursen aus Prinzip immer mit der gleichen Ausrüstung wie die Schüler, damit sie selbst besser beurteilen können ob es zu kalt sein könnte. Das finde ich lobenswert. Ich habe nämlich bei mir selbst erlebt, dass die Hemmschwelle doch ziemlich hoch ist zu sagen, dass man friert.
Ab Ende April/Anfang Mai sollten die Temperaturen jedoch langsam ausreichend sein, wodurch Du zeitlich immernoch vor Griechenland zu liegen kommen würdest.
29. März 2011 um 7:09 Uhr #68373
PömäTaucherIch kann dir nur sagen, wie es bei mir war. Ich habe meinen Kurs in Tunesien, also im warmen Mittelmeer gemacht. Ich kann die Bedenken, welche hier ab und an angesprochen werden nicht zwingend unterschreiben. Primär kommt es auch noch auf dich als Schüler an. Wenn du die Sache ernst genug nimmst, dann spricht nichts gegen einen Kurs im Ausland, wo es notabene auch noch günstiger ist. War bei mir damals auch u.a. der Grund, warum ich den Kurs nicht in der Schweiz gemacht habe, da ich am Gymi war und noch nicht gross nebenher gearbeitet hab. Meine Schule war relativ klein und ich der einzige Schüler. Der Kurs war zwar nicht in Deutsch, sondern auf English und Französisch, was aber bei den Praxisübungen nicht weiter störte, da man ja so oder so gesehen hat, was der TL meint. Die Theorie war dann auf Deutsch, was sicher von Vorteil war. Ich behaupte jetzt einfach mal, dass ich nicht schlechter tauche als jemand der seinen OWD in der CH auf Mundart gemacht hat und ich leb auch noch.
Betreffend «Kulturschock» muss ich auch sagen, dass zumindest ich diesen nicht so krass fand. Dass es in der CH weniger farbenfroh zu und her geht wie im Meer ist klar. Ich ging auch zügig nach meinem OWD in Tunesien in der CH tauchen und fand es im November nicht übertrieben kalt und soooo geschockt hat mich die U/W-Welt der CH auch nicht. Aber wie gesagt, ist auch das eine Frage der Einstellung und persönlichen Erwartung.
Wie schon ein paar Mal gesagt, kommt es in erster Linie auf dich an, wie ernst du das Ganze nimmst. Ich habe gute Erfahrungen gemacht mit dem OWD im Ausland und kann hier das Misstrauen einiger hier nicht unterschreiben. Auch das Problem des erst im Salzwasser und dann erst im Süsswasser zu tauchen kann ich so nicht unterschreiben, da ich andere Erfahrungen gemacht habe.
Betreffend einer Tauchschule kann ich dir sonst noch http://www.tauchbasen.net/ empfehlen. Ich hab meine Tauchschule in Tunesien auch über diese Homepage gefunden.
Gruess und allzeit Gut Luft
Sandro
29. März 2011 um 10:46 Uhr #68374marc
TaucherHeute werden auch bereits die ersten Tauchgänge im OWD mit Trockentauchanzug gemacht bzw. angeboten. Das scheint recht gut zu funktionieren, da der Einsteiger ja noch nicht einen Nassanzug gewohnt ist. Angenommen Du willst später auch hier regelmässig ins Kaltwasser hüpfen, dann wirst Du früher oder später sowiso bei einem Trockentauchanzug landen (die einen früher, die anderen später). Wäre das also der Fall, könntest Du Dir gut überlegen, den OWD gleich im Trocki zu machen und dann gehts auch das ganze Jahr. Sieht natürlich anders aus, wenn Du gedenkst eh nur an warmen Feriendestinationen tauchen zu gehen. 😉
Aktuelle Zürichseetemperatur: oberhalb 15m = 6°C, unterhalb 5°C. => Kalt 😉
29. März 2011 um 14:58 Uhr #68375
tho.meiAdministratorIch machte meinen OWD im warmen klaren Wasser vom Roten Meer. Nachdem ich das erste Mal in der kalten Schweiz tauchen war, wolle ich mein neues Hobby gleich wieder aufgeben. Es war wirklich ein Kulturschock für mich. Glücklicherweise hatte ich damals gute Buddys, die mir halfen mich bald auch im See sehr wohl zu fühlen.
Trotzdem würde ich nicht davon abraten im Ausland das tauchen zu erlernen.
Es gibt vor und Nachteile gegenüber einem OWD in der Schweiz. Ich bin mir aber sicher, dass der Schock kleiner ist oder ganz ausbleibt, wenn die persönliche Einstellung stimmt. Wer glaubt, dass er nach einem OWD (auch wenn er in CH gemacht wurde) nun das Tauche beherrsch, ist total auf dem Holzweg. Die meisten brauchen bis zu 100 Tauchgänge um dem Anfänger vollständig abzustreifen.
Wichtig sind deshalb folgende Fakten zu wissen:
1.) Nach einen OWD oder CMAS* beherrscht kaum jemand das Tauche wirklich schon gut. Ohne einige Erfahrung und Übung wird niemand zu einem guten Taucher. Dies soll nicht heissen, dass diese Kurse schlecht, falsch oder unvollständig sind. Es ist einfach nicht möglich die nötige Routine und Sicherheit in Kursen zu erlernen. Das braucht Zeit.
2.) Im warmen, klaren Meer-Wasser ist das Tauchen sehr viel einfacher, als im kalten trüben See. Das empfinde ich selbst, auch nach über 700 Tauchgängen, noch so. Du wirst mit den Techniken die du im OWD (im Meer) lernst, auch im See tauchen. Daran ändert sich nichts. Erwarte aber nicht, dass du diese Techniken gleich gut beherrscht wie im Meer.
3.) Vieles passiert in deinem Kopf: Tauchen im klaren Meer fühlt ich sie wie ein Astronaut um Weltraum an. Tauchen im See kann ebenso sein wenn die Sicht sehr gut ist. Ist die Sicht aber schlecht, so sollte man sich mental eher auf den dicksten Winter-Nebel bei Nacht einstellen. Es fühlt sich eher an wie ein Pilot im Bildflug. Interessant ist beides und der See ist auch sehr schön. Er ist nur total anders.
4.) Stimmt es in deinem Kopf, so ist die Kälte und der Kulturschock beim Wechel vom Meer in der See, kein grosses Problem.
5.) Den ersten (oder die ersten paar) See-Tauchgang wirst du wahrscheinlich nicht geniessen können. Alle wird zu neu und anders sein. Lass dir Zeit bevor du entscheidest nicht mehr im See zu tauchen. Da musst du durch. Wenn sich die anfängliche Nervosität und Unsicherheit gelegt hat, wird dir auch der See gefallen.
Zu deinem Reiseziel kann ich nichts sagen. In Griechenland war ich leider noch nie.
Thomas from New Zealnd
29. März 2011 um 15:05 Uhr #68376marc
TaucherNoch eine Variante die evtl. auch ein Thema sein könnte:
– Theorie und Pool hier in der Schweiz machen (jederzeit kein Problem)
– Sich das bescheinigen lassen
– Praktische Tauchgänge im warmen Wasser in den Ferien machen
– OWD bestandenEs ist offiziell bei Padi (und vermutlich auch den anderen Organisationen) möglich sich «überweisen» zu lassen und so einen Schnitt zwischen Theorie+Pool und Freiwassertauchgängen zu ziehen. Finde diese Variante noch interessant da Du a) weniger Urlaubstage für den Kurs «verbrauchst» und daher auch mehr von den Ferien hast und b) es egal ist, wo Du die Theorie und den Pool machst – ist überall das selbe.
Ist evtl eine Überlegung wert.
29. März 2011 um 19:24 Uhr #68377
chraebbyTaucherEs gibt auch Tauchschulen, welche OWDs im Winter anbieten. Allerdings sollte man dann schon darauf achten, dass der ganze Kurs (inkl. Poollektionen) im Trocki angeboten wird.
Wenn dies der Fall ist, dann spricht absolut nichts dagegen. Man lernt von Beginn an den Umgang mit dem Trocki, was nicht wirklich schwieriger ist, sondern einfach gewöhnungsbedürftig – da man noch nichts anderes kennt, ist das völlig egal. Zudem hat man im Winter in den Schweizer Seen oft die besten Sichtweiten, was sehr motivierend ist und von Beginn an die Freude am Tauchen weckt.
Im Gegenzug kann ich mich gut an meine erste Lektion im Freiwasser erinnern, bei ca 1m Sicht (im Frühling im ZH-See). Ich hab mich da nur noch gefragt, was ich da eigentlich genau mache ;D Schlechte Sicht in den Schweizer Seen kann schon mal vorkommen, deswegen sollte man sich aber nicht entmutigen lassen – jeder See hat bessere und schlechtere Phasen im Laufe des Jahres!30. März 2011 um 8:34 Uhr #68378Anonym
InaktivMeine Meinung, die ebenfalls auf meinem Erlebten basiert:
Ich hab in tropischen Gewässern das Tauchen erlernt, mich danach erst durch das «vorhandensein» (=vom Bruder «geerbt») eines Trockis für das Tauchen in der Schweiz interessiert. Für mich war das Tauchen in der Schweiz deshalb interessant, weil für mich nicht «Fische-gucken» der Hauptgrund zum Tauchen ist, sondern der Zustand im Wasser zu sein, in eine andere Welt einzutauchen, Besucher zu sein.
Ich empfand es als angenehm, bereits meine ersten Schritte im potentiell lebensfeindlichen Element getan zu haben, bevor ich mich ins trübere, dunklere, kältere Gewässer gewagt habe. Ich hatte dadurch den psychologischen Vorteil, das Selbstvertrauen in die grundlegende Fähigkeit zum Tauchen zu haben, und nun lediglich die Schwierigkeitsstufe der lokalen Eigenheiten zu meistern.Meine Freundin machte es so, wie von Marc beschrieben: Theorie und Grundfertigkeiten in der Schweiz, Freiwasser in den Tropen, erste fünfzehn TG in den Tropen, dann Trockikurs und anschliessend Trockentauchen in der Schweiz. Wenn ich nochmals beginnen würde, wäre dies auch meine Wahl, da die Schwierigkeitstufen in mundgerechte Happen verteilt werden und mehr Zeit für die Festigung des soeben erlernten direkt anschliessend an den OWD verbleibt.
Ich selbst tauche grundsätzlich in der Schweiz nur im Trocki. Hab zwar schon ein paar mal den Nassanzug benutzt, ist aber nicht mein Ding, wenn ich den Tauchgang wegen Wohlbefinden abbrechen muss.
Ich musste mir schon Sprüche anhören, von wegen Trockentauchen oder Nasstauchen und Schwester sein oder nicht. Wenn ich aber die entsprechende Person nach dem Tauchgang jeweils jammern hörte, dass sie die Füsse oder Finger nicht mehr spürt, wundert es mich nicht, dass es auch schon eine Deko gab…
Auch stelle ich mir die Frage, wie weit es mit der mastery gehen kann, wenn die Tauchgänge wegen Kälte auf 20min limitiert sind… (ich hab keine persönliche Erfahrung vom Schulen, daher stelle ich mir diese Frage. Mastery bedeutet für mich nicht einmal à la Zufallstreffer vorgeführt, sondern mehrmals reproduzierbar gezeigt.)Ich finde, dass wenn man in der Schweiz das ganze Jahr tauchen möchte, dann braucht es ein Trocki. Das ist eine Investition, die nicht unerheblich ist. Deshalb empfinde ich es als interessant, zuerst das Tauchen zu erlernen, um zu sehen ob einem die Freizeit-Beschäftigung in einem schweizer See liegen kann, bevor man einen ordentlichen Batzen hinlegt.
Deshalb zuerst in den Tropen tauchen lernen und dann den beherzten Entscheid treffen oder nicht.
Mein Entscheid zur Theorie und Grundfertigkeiten in der Schweiz im Pool kommt daher, dass man dafür nicht extra drei Tage wohlverdienter Ferien für Zwangs-DVD-gucken investieren muss, das geht zuhause günstiger mit weniger Aufwand…Vom OWD im Trocki hab ich ebenfalls gehört. Kann es mir jedoch aus materialfinanztechnischen Gründen nicht wirklich als Alternative vorstellen… (wäre jedoch bereit, eines besseren belehrt zu werden.)
Qualitäts-technisch sehe ich je länger je weniger einen Unterschied zwischen Ausland (=Tropen) und Schweiz, es wird mittlerweile überall auf die Gewinnoptimierung geschaut und deshalb lediglich auf das Erreichen der Minimum-Standards hingearbeitet, anstatt auf best-mögliches Beherrschen.
Ich weiss, ein paar Leute einige ketzerische Aussagen, aber dennoch Gedanken, die in der Tauchausbildung eine Rolle spielen können…
Cheers,
Tauchkaterli30. März 2011 um 8:57 Uhr #68379marc
TaucherGutes Post.
Nur eine kleine Anmerkung bzw. Gedankenanstoss:
Weil man einen Tauchkurs gemacht (und bestanden) hat, heisst das ja nicht, dass man das schon gut kann. Für mich heisst es viel mehr, das man das Grund-Know-How vermittelt bekommen hat und jetzt bereit ist, dies selbstständig zu verfeinern/verbessert. Du hast sicher recht, das im Kurs das nicht 10x richtig gezeigt werden muss, sondern eher 1-2x reicht dann schon.
Ist eine Frage der Grundeinstellung des Tauchers ob er selbstständig an seinen Fertigkeiten weiter arbeitet oder nicht.Von da her stellt sich die Frage, ob es denn überhaupt Ziel eines Kurses sein kann, den Taucher «das Tauchen» pfannenfertig beizubringen oder ob es eher das vermitteln des «Grundlagen» ist und der Taucher sich das dann selbstständig erarbeiten muss, dass er/sie auf einen guten Level kommt?
30. März 2011 um 12:00 Uhr #68380
ExcaliburTaucherAuch stelle ich mir die Frage, wie weit es mit der mastery gehen kann, wenn die Tauchgänge wegen Kälte auf 20min limitiert sind… (ich hab keine persönliche Erfahrung vom Schulen, daher stelle ich mir diese Frage. Mastery bedeutet für mich nicht einmal à la Zufallstreffer vorgeführt, sondern mehrmals reproduzierbar gezeigt.)
Cheers,
TauchkaterliDie Fertigkeiten werden ja bereits im Pool oder See (Confined Water) gezeigt. Im Freiwasser soll es danach nochmals unter realen Bedingungen wiederholt werden. Als Instructor traue ich mir durch aus zu, schon nach dem ersten Mal zeigen ein Mastery zu erkennen. Schliesslich habe ich den Schüler in der Regel schon im Pool gesehen und weiss daher was er kann und wo noch Potential besteht. Also weshalb soll ich ihn dann die Übung mehrfach wiederholen lassen? Das würde ich dann schon eher als Schikane empfinden.
30. März 2011 um 18:01 Uhr #68381
SquarryTaucherQualitäts-technisch sehe ich je länger je weniger einen Unterschied zwischen Ausland (=Tropen) und Schweiz, es wird mittlerweile überall auf die Gewinnoptimierung geschaut und deshalb lediglich auf das Erreichen der Minimum-Standards hingearbeitet, anstatt auf best-mögliches Beherrschen.
Diesen Teil kann ich so nicht unterschreiben. Ich bin nicht der Meinung, dass «überall» nur die Gewinnoptimierung im Mittelpunkt steht. Ich denke das ist insbesondere vom Tauchlehrer abhängig. Natürlich dürfte es aber allgemein von Vorteil sein, wenn man nicht gerade am touristischen Hotspot tauchen lernen will, denn dort sind einfach zu viele Leute die den Kurs auch machen wollen. Ich hatte das Glück bei allen Kursen (OWD, AOWD und Stress und Rescue) jeweils Einzelunterricht zu haben (weil sonst niemand da war). OWD war in Ägypten, die anderen beiden waren in der Schweiz, alle bei unterschiedlichen Tauchlehrern. Ich habe mich wirklich NIE als goldene Kuh gefühlt die es zu melken gilt. In Ägypten war wohl der Vorteil, dass Nebensaison war, in der Schweiz hatte ich zwei Tauchlehrer die das als Hobby (= aus Leidenschaft) machen. Für mich persönlich sind der grösste Abriss die Schulungsunterlagen und Brevetierungsgebühren.
Fazit: auch heute gibt es noch Top-Qualität zum fairen Preis, und das nicht nur in der Schweiz. Ich bin aber trotzdem froh mich in der Schweiz weitergebildet zu haben, einfach weil in meinen Augen das Tauchen hier wesentlich anspruchsvoller ist.
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