Tauchlehrereausbildung: Absurde Kombi – Business to the Max

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  • #62873
    marc
    Taucher

    stimmt – war auch nur theoretisch gemeint. für was willst du denn eine genau messbare «taucherwertung»? für die persönliche webseite? um künftige buddys ausfindig zu machen? darum: tauchen gehen und du sieht relativ schnell welcher level der taucher hat; egal ob übungen etc. darum auch die check-dives (da wo sie gemacht werden). meist taucht der guide ja noch ne strecke oder den ganzen TG mit. da sieht er schnell was bei welchen gästen sache ist. so war's gemeint
    😉

    #62874
    Anonym
    Inaktiv

    da pflichte ich MArc bei! geh unter wasser mit dem Kerl und dann siehst Du sehr schnell was Sache ist!
    Als TL wie auch als Buddy gucke ich immer erst unter Wasser bevor ich mich für die Kartensammlung interessiere……

    #62875
    Excalibur
    Taucher

    Also für mich sind da mehrere Faktoren wichtig:

    – Welches Brevet hat er?
    – Wann hat er es gemacht?
    – Wann war er das letzte mal im Wasser?
    – Wieviele Tauchgänge hat er?
    – Wie regelmässig taucht er?
    – Hat er Kaltwassererfahrung?

    Das gibt mir mal einen ersten Eindruck, welchen ich mit auf den Tauchgang nehme. Je nach dem, bin ich aufmerksamer oder etwas weniger.

    #62876
    Anonym
    Inaktiv

    Ich würde noch anfügen: Wie bastelt er die Ausrüstung zusammen (Chaos pur oder ruhig?), wie ist sie konfiguriert (wirrwar oder schön geordnet ohne wirrwarr).

    #62877
    Anonym
    Inaktiv

    @SirRichi: Genau darauf achte ich wenn ich mit ihm ins Wasser gehe! Das kann ich dann nämlich SEHEN und dabei noch dumme Fragen stellen 😉

    @excalibur: für mich ist nur folgendes wirklich wichtig:
    – wann war er das letzte mal im Wasser?
    – wie regelmässig taucht er?
    – Kaltwassererfahrung?
    Die Frage nach dem Brevet stelle ich nicht mehr, weil ich da so meine eher schlechten Erfahrungen gemacht habe…..

    #62878
    Anonym
    Inaktiv

    mir ist die einstellung der leute zum tauchen eigentlich fast wichtiger als alles andere.

    richtige einstellung/keine selbst ueberschaetzung sind mir wichtiger als die meisten anderen kriterien (ich lass diese nicht ausser acht aber an erster stelle kommt fuer mich das «mindset» des tauchers)…

    #62879
    Anonym
    Inaktiv

    Ja, Einstellung und Erfahrung. Brevets sind doch nur seeeehr eingeschraenkt aussagekraeftig. Zumindest bis und mit Divemaster (mehr kann ich als nicht-technischer Gelegenheitstaucher nicht beurteilen, da ich selbst nicht mehr gemacht habe) sind die Anforderungen ja nicht gerade hoch. Ausbildung ohne Selektion sind selten wirklich aussagekraeftig: Wer bezahlt und sich auch nur ein bisschen Muehe gibt, kriegt das Brevet.

    #62880
    marc
    Taucher

    hey, wie wäre ein tauchorganisationsübergreifende «prüfung». so was in der art von handicaps bei golfern (nicht das ich eine ahnung habe, aber so eine art bewertung). die wird dann offiziell geführt. wer seine wertung verbessern will bzw. drauf wert legt, der kann üben gehen und erneut zur taucher-bewertung antraben. …nur so ein spontaner gedanke. fragt mich jetzt nicht, wie man so einen bewertungsindex zusammensetzen würde.

    #62881
    scubalino
    Taucher

    Hallo

    das sind ja sehr interessante vorschläge, die bestimmt auch auf die eine oder andere art umgesetzt werden könnte.

    Lasst uns das ganze aber noch von einer anderen seite anschauen: Mehr ausbildung für die tl's = mehr kosten = teurere ausbildungskosten für die sporttaucher….dadurch weniger sporttaucher (-anfänger)=noch hörer kosten für die ausbildung.

    seit ihr dazu bereit?

    nur das ihr mich richtig versteht: ich bin nicht dafür tauchkurse bzw. brevets zu verschenken! der ausbildungsstand aller verbände ist generell gut, den wir haben glücklicherweise (fast) keine zwischenfälle.
    dazu bin ich nach wie vor der meinung, dass ich tauchkurs an mündige leute verkaufe. die mit etwas denken (braucht nicht mal viel) sehen können, wie meine ausbildung ist und ob es ihnen so passt. wir stehen ihnen auch ausserhalb der kurse für fragen zur verfügung.

    gruss

    ennio

    #62882
    Anonym
    Inaktiv

    Klasse Idee Marc! Wäre ich auch sofort dafür  🙂

    Leider illusorisch, es gibt zu viele Verbände und viel zu viel Kommerz, zu viele leben vom Brevetieren bis der Kugelschreiber raucht… Wenn es wirklich sowas geben würde wie ein off. Handicap, dann würde man entweder die gewissen «Limiten» so tief ansetzen wie es nur geht (weil die sonst jetzt brevetierten Seepferdchen und Bojen die stolz ein erkauftes äää erkämpftes Brevet haben, das sicher nie aufgeben würden  ;D ), oder noch mehr neue «Auszeichnungen» schaffen… Bringt also schlussendlich doch nichts… Und sind wir mal ehrlich. Schlussendlich zählen all die Zertis und Kärtchen im Taucherleben (ausser allenfalls auf einer fremden Tauchbasis wo man einen Ausflug bucht/Material braucht) nichts. Jeder Taucher macht seine eigenen Erfahrungen und sucht sich seine Buddies dementsprechend aus. Ein Titel heisst nun mal nicht zwingend, dass der andere Tauchen kann, so wie man es eigentlich erwartet… Einbildung ist schliesslich auch eine Bildung  ;D

    Gruess 🙂

    PS: Ja, ich wäre bereit mehr für die Ausbildung zu zahlen, wenn die Instruktoren und deren Helfer gut sind (waren es bei mir jedenfalls bsis jetzt immer  :-* ;D ). Die Kosten für eine Brevetierung/einen Kurs sind vernachlässigbar wenn man mal vergleicht, was einen einen Tauchausflug mit Auto/Sprit/Tauchgerödel kostet  ;D .

    #62883
    Anonym
    Inaktiv

    @DNovet: Da haust du deinen TL ganz schön in die Pfanne. Ich weiss nicht wer es ist, würde dir empfehlen, diese Kritik dort anzubringen und nicht (nur) in diesem Forum. Aus irgendeinem Grund hast du dich wohl für diese Tauchschule entschieden…?!? Preis? Dauer? Leute? Empfehlung?
    Eine solche Ausbildung unter solchen Vorzeichen kann seeeeehr lange dauern…

    #62884
    Anonym
    Inaktiv

    Ja so ist es leider in der heutigen Zeit.

    Alle sind nur noch auf möglichst viel Gewinn aus und vernachlässigen nach meiner Meinung deutlich die Qualität.

    Gerade im sogenannt professionellen Tauchgeschäft sollte die Ausbildungsqualität an vorderster Stelle stehen.

    Ich betreibe meine Tauchschule nebenbei, hab somit die Freiheit, mich auch genügend um die Tauchschüler kümmern zu können.
    Ein Divemaster hat die Möglichkeit bei seiner Prüfung die Skills im Pool zu zeigen, jedoch nur zur Testphase. Somit habe ich Zeit die Fehler eingehend zu analysieren und bei der Verbesserung mitzuhelfen. Danach darf der Schüler frei üben und bekommt am Schluss die Gelegenheit, die Prüfung der Skills abzulegen.

    Natürlich ist es für mich ein sehr groser Zeitaufwand, jedoch fühle ich mich verpflichtet, die Schüler nach bestem Wissen und Gewissen auszubilden.

    Schon mit den OWD's verbringen wir sehr viel Zeit, mehr Zeit, als dies die Kosten decken würde. Trotzdem macht es mir einen Riesenspass mit den neuen Schülern die Ausbildung zu absolvieren und anschliessend mitverfolgen zu können, wie sie sich innerhalb unseres Vereins weiterenwickeln.

    Wäre schön, wenn sich alle mehr um die Schüler, als um ihre dicke Geldbörse kümmern würden.

    #62885
    Anonym
    Inaktiv

    Wäre schön, wenn sich alle mehr um die Schüler, als um ihre dicke Geldbörse kümmern würden.

    ja und am schluss wuerden sie doch noch mehr verdienen, weil sie zufriedene kunden haette, die wiedermal kommen oder den instr. auch noch weiterempfehlen…

    aber eben, wer denkt denn schon langfristig. «ich will das schnelle, grosse geld» 😉

    #62886
    Anonym
    Inaktiv

    Ich selbst hatte auch das Glueck, meinen DM bei zwei sehr engagierten TLs machen zu duerfen, welche sich viel Zeit nahmen und mit grossem Elan und Freude bei der Sache waren! War toll! Ich habe sehr viel profitiert vom Kurs. Nur eben, wer als Tauchschueler einfach nur das Minimum machen will, der kann das und bekommt all die Brevets trotzdem… Da sehe ich halt das Problem… Deshalb meine Aussage, dass die Brevets wenig aussagekraeftig sind.

    #62887
    Anonym
    Inaktiv

    kann mich dem nur anschliessen. brevets sagen zu wenig aus und solange es leute gibt, die schnell ein brevet machen wollen wirds auch instrs und schulen geben, die das anbieten.

    ich hatte auch glueck beim dm. hat bei mir ein halbes jahr gedauert, bis ich fertig war, aber niemand hat sich beklagt oder gepusht… 🙂

    #62888
    Excalibur
    Taucher

    Also mal Hand auf's Herz.. wenn ein Divemaster bei einem Skill 4 Punkte macht, ist das also sehr gut. Da verstehe ich echt nicht, weshalb es etwas an der Qualität der Ausbildung auszusetzen geben sollte.

    Wenn nun jemand beim ersten Präsentieren eines Skills bereits 4 Punkte bekommen hat, dann hat er/sie die Gelegenheit sich auf die eher schwächeren Skills zu fokusieren.

    Ich hatte am Ende 73 Punkte bei den Skills. Ich bin damit zufrieden. Natürlich hätte es Skills gegeben, bei denen ich 5 Punkte erzielen hätte können/sollen.  Aber auch beim Divemaster oder Höher ist es, wie mit den unteren Brevets. Sie bringen den Rahmen bei und zeigen auf, was zu lernen ist. Die Perfektionierung kommt mit der Übung und der Erfahrung.

    Bei den einen Brevets ist die Messlatte etwas tiefer und je höher die Ausbildung geht, desto höher wird das Level angesetzt. Mit anderen Worten liegt es einzig und alleine am Individum, ob dem Gelernten während oder nach einem Kurs der Feinschliff verpasst wird.

    Meine Meinung zum Thema
    cheers
    €xi

    #62889
    Anonym
    Inaktiv

    Hallo Excalibur

    Die Frage stellt sich
    Gebe ich 4 Punkte damit ich die Übung nicht nocheinmal mit dem Schüler machen will/muss, oder hatte er wirklich die Note 4 verdient!!??  😮 🙁 >:(

    Ich wiederhole auch nicht immer alle Übungen und manchmal lasse ich fünfe Gerade sein. Dies aber nur bei Schülern, denen ICH vertraue, Schüler die von selber üben und sich der Verantwortung bewusst sind. (Schöner Satz  ;D)

    Grüsse aus dem Seeland

    Christian

    #62890
    Excalibur
    Taucher

    Ich kenne in diesem Fall beide Seiten und glaube, dass die Übung wirklich mit einer 4 abgeschlossen wurde 🙂

    #62891
    Pömä
    Taucher

    Ich betreibe meine Tauchschule nebenbei, hab somit die Freiheit, mich auch genügend um die Tauchschüler kümmern zu können.
    Ein Divemaster hat die Möglichkeit bei seiner Prüfung die Skills im Pool zu zeigen, jedoch nur zur Testphase. Somit habe ich Zeit die Fehler eingehend zu analysieren und bei der Verbesserung mitzuhelfen. Danach darf der Schüler frei üben und bekommt am Schluss die Gelegenheit, die Prüfung der Skills abzulegen.

    Natürlich ist es für mich ein sehr groser Zeitaufwand, jedoch fühle ich mich verpflichtet, die Schüler nach bestem Wissen und Gewissen auszubilden.

    Schon mit den OWD's verbringen wir sehr viel Zeit, mehr Zeit, als dies die Kosten decken würde. Trotzdem macht es mir einen Riesenspass mit den neuen Schülern die Ausbildung zu absolvieren und anschliessend mitverfolgen zu können, wie sie sich innerhalb unseres Vereins weiterenwickeln.

    Prinzipiell finde ich es gut, dass du dir für deine Schüler Zeit nimmst. Da du jedoch deine Tauchschule mehr als Hobby betreibst, ist das nicht wirklich zu vergleichen. Viele TL betreiben dies hauptberuflich und sind auf die Einnahmen aus der Tauchausbildung angewiesen. Da kommt halt schnell mal die Kostenrechnung, wenn Ende Monat noch was in der Kasse sein sollte um die MIete und alles zu bezahlen.

    Klar hat Qualität ihren Preis. Aber es kommt auch stark auf den einzelnen Schüler an und wie ernst es dieser mit der ganzen Ausbildung nimmt. Nehme ich als Schüler das Ganze seriös, eigne mir das theoretische Wissen an und schaffe es dann auch noch, dieses theoretische Wissen aus dem Buch in die Praxis umzusetzten, so habe ich schon selber sehr vieles erreicht. Kann mir auch vorstellen, dass gerade in den Urlaubsregionen die Tauchlehrer ein Gespür dafür haben, ob einer das Tauchen aus Passion lernt, oder ob er es einfach nur um des Kärtchenswillen macht.

    Gruss

    Sandro

    #62892
    Anonym
    Inaktiv

    Hallo Pöma!

    Natürlich ist auch mir klar, dass die Kosten gedeckt sein müssen.

    Auch ich habe Mietkosten, die bezahlt werden müssen.

    Trotzdem finde ich, dass die Schüler das Recht haben eine gute und solide Ausbildung zu bekommen, die nicht nur die Kontrolle der Wiederholungsfragen, sondern auch einen Fachvortrag des TLs beinhaltet.

    Im Manual zu lesen ist gut, und auch nötig, aber viele Fragen kann das Manual gar nicht beantworten. Zudem sind die Manuals vielfach aufs Meer ausgerichtet.

    Auch wenn ich nur nebenbei ausbilde, hab ich doch alle Hände voll zu tun, glaubs mir…

    Zu den Tauchbasen im Ausland: Ich bezweifle stark, ob wirklich alle Tl's so ein Gespür haben… Da werden schnell mal Schnuppertauchgänge im Freiwasser angeboten, ohne, oder nur mit geringer theoretischer Einweisung und anschliessend wird auf 20m abgetaucht!!! Oder wird ein Taucher, der gerade mal alle Kurse vom OWD bis Rescue am Stück gemacht hat zum Divemasterkurs mit 20 TG eingeladen…!!!

    Bin mir da wirklich nicht so sicher ob da alles verstanden wurde ???

    Vielfach gehts halt doch nur ums Geld…

    Gruss Mani

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