Tauchzwischenfall mit PFO

SWISS DIVERS Foren Tauchmedizin Tauchzwischenfall mit PFO

  • Dieses Thema ist leer.
Ansicht von 15 Beiträgen – 1 bis 15 (von insgesamt 15)
  • Autor
    Beiträge
  • #55981
    Anonym
    Inaktiv

    Ich möchte von einem Tauchzwischenfall berichten, welcher sich im November am Thunersee zugetragen hat. Einmal in der Woche tauche ich mit meinem Tauchpartner im Thunersee ab. Diesmal waren wir im Guntenbad für einen Tauchgang mit Pressluft als Tiefengas und EAN50 als Dekogas.

    Wir haben dieses Profil schon oft zusammen getaucht und ich hatte bis anhin nie Probleme nach einem Tauchgang (auch bei tieferen Tauchgängen mit Trimix bis 60m). Während dem Tauchgang habe ich mich bestens gefühlt. Nach 90 Minuten haben wir das Wasser verlassen und ich habe mein Tauchgerät auf meine Rentnerleiter abgestellt.

    Jetzt begann ich plötzlich zu husten und konnte kaum mehr aufhören. Danach wurde mir schwindelig und ich hatte das Gefühl etwas unscharf zu sehen. Nachdem ich mich eine Zeit hingesetzt und erholt hatte entschied ich nach Hause zu fahren (Symptome wie Taucherflöhe, rote Flecken etc. waren zu dem Zeitpunkt nicht vorhanden).

    Anmerkung: wir haben sehr ähnliche Profile schon öfters getaucht, hatten konservative Tabellen dabei und der Computer war über 10 Minuten bevor wir sehr langsam aus 6m aufgestiegen sind mit der Dekoverpflichtung fertig. Aus diesem Grund schöpfte ich leider keinen DCS-Verdacht und schätze die Situation somit komplett falsch ein.

    Sobald ich dann zu Hause meinen Unterzieher ausgezogen hatte stellte meine Freundin auf meiner Brust, meinem Rücken sowie den Armen rote Flecken fest. Sofort fuhren wir ins 5 Minuten entfernte Inselspital. Eine Stunde später wurde ich mit der REGA ins HUG nach Genf geflogen und 2x 95 Minuten in der Druckkammer behandelt.

    Am nächsten Tag konnte ich das Spital glücklicherweise wieder verlassen mit dem Befund „unverdiente DCS ll“ mit Verdacht auf PFO (Permeablen Foramen ovale). Nun liess ich mich durch meinen Hausarzt an ein TEE (Transösophageale Echokardiografie) anmelden um der Vermutung auf den Grund zu gehen.

    Die Untersuchung wurde im Inselspital durchgeführt. Zuerst wurde einen Zugang zur Vene gelegt um Beruhigungsmittel (Dormikum) und Kontrastmittel zu spritzen. Anschliessend legte ich mich in die Seitenlage und mir wurde mittels eines Sprays der Rachen betäubt. Danach wurde die Sonde (Daumengrösse) durch den Rachen eingeführt.

    Die Untersuchung ist etwas unangenehm und man ist anschliessend noch 2 – 3 Stunden am sabbern und auf Grund des Beruhigungsmittels etwas auf der falschen Spur. Dann hat sich die Vermutung bestätigt: grosses PFO (Grad 3) – sprich ich darf nicht mehr tauchen, auch kein Sporttauchen.

    Daher entschloss ich mich beim anschliessenden Gespräch mit Prof. Dr. med. Bernhard Meier mittels eines Schirms die Öffnung verschliessen zu lassen. Zwei Tage später war es dann bereits soweit. Morgens eingetroffen, Mittags operiert und Abends das Spital bereits wieder verlassen – wirklich eine kleine Sache, obwohl auch bei diesem routinemässigen Eingriff die Risiken nicht unterschätz werden dürfen und der Einsatz des Schirms unter Spezialisten stark debattiert wird.

    Nachdem ich auch wieder ein Beruhigungsmittel (Dormikum) gespritzt bekommen habe wurde die Leiste örtlich betäubt. Der Schirm wurde dann mittels Herzkatheter, welcher von der Leiste durch die Vene bis ins Herz vorgeschoben wird, eingesetzt. Die Operation dauert gefühlte 15 Minuten. Danach darf man sich 4 Stunden nicht bewegen, damit die Öffnung der Vene sich verschliessen kann. Am nächsten Tag ist man bereits wieder „fit“, sollte einfach noch keinen Marathon laufen.

    Der Arzt war überzeugt, dass der Einsatz des Schirms gerade bei jungen Patienten (ich bin 24 Jahre) Hirninfarkte durch eine Embolie vermeiden kann – dies war nebst der Wiedererlangung der Tauchtauglichkeit auch der ausschlaggebende Grund diesen Schirm sofort einsetzten zu lassen. In 6 Monaten wird nochmals ein TEE gemacht, dann ist der Verschluss in 95% der Fälle dicht. Bis dahin darf ich nicht tauchen – anschliessend kann ich mich wieder „tauchglich“ schreiben lassen.

    Warum dieser Bericht? Klar, ich habe während meiner Ausbildung vieles über DCS gehört und gelesen – auch über das PFO und dessen möglichen Risiken (im Handbuch TDI Normoxic Trimix sehr gut beschrieben). Weil das Tauchprofil nach Plan und zusätzlich sehr konservativ verlief und mich keine typischen Symptome einer DCS plagten wie Taucherflöhe oder Gliederschmerzen schloss ich eine DCS aus – ein grosser Fehler!

    Ich wäre nie davon ausgegangen, dass durch das PFO verursachte Probleme oder DCS erst nach vielen Tauchgängen das erste Mal auftreten können. Wenn ich das habe hätte es mich doch schon längstens getroffen – daher habe ich auch keine prophylaktische TEE-Untersuchung machen lassen.

    Nun steht für mich fest, dass sich eine DCS nicht immer mit den Standardsymptomen zeigt – nebst dem Schwindel hatte ich nur diesen Husten, welcher genauso hätte vom längerem Atmen des erhöhten Sauerstoffanteils kommen können. Oft hatte ich nach O2-Dekompression einen trockenen Hals.

    Anmerkung: Derzeit wird keine prophylaktische TEE-Untersuchung empfohlen respektive muss aus der eigenen Tasche bezahlt werden. Mittlerweile würde ich aber die Kosten hierfür nicht scheuen und mit testen lassen – Ausrüstung und Gase für technisches Tauchen sind schliesslich aus sehr teuer – dort spart man in der Regel ja schliesslich auch nicht. Hier der Link zu einem Bericht von Roland Zbinden, welcher sich prophylaktisch testen liess (er kann sicher auch im Detail über die Kosten Auskunft geben): https://www.swiss-divers.ch/old/index.php?option=com_smf&Itemid=27&topic=1159.0

    Ich freue mich nun, wenn ich in ein paar Monaten wieder mit meinem Tauchpartner abtauchen darf… juhu!

    #73398
    uanliker
    Taucher

    Hallo Passol,

    Vielen Dank für den interessanten Bericht.
    Hintergrund-Info: Grad 3 ist Maximum; spontaner Blasen-Übertritt.

    Hier die Empfehlung von SUHMS:
    http://www.suhms.org/downloads/Flyers/PFO%20d%20Netz.pdf
    weitere Infos:
    http://www.sf.tv/webtool/data/pdf/pulsmerk/uebersehener-herzfehler.pdf
    http://medicalforum.ch/docs/smf/archiv/de/2007/2007-48/2007-48-033.pdf

    Jeder soll für sich die Entscheidungskette hinterfragen:
    PFO –> Verschliessen –> alles gut; dem ist nicht immer so.

    Es gibt neben PFO weitere Shunts (Verbindung von venösen und arteriellen Blutkreislauf), welche zu DCS führen können.

    Hier eine Übersicht der Risiken der Operation:
    http://uanliker.ch/blog/?p=352

    Ob man ca. 60 Jahre mit einem Fremdkörper im Herzen leben will, muss jeder für sich entscheiden. Evtl. ist es besser sich ein neues Hobby zu suchen oder sein Tauchverhalten anzupassen.

    Ich habe noch ein paar Fragen, zu den Umständen. Um die DCS für mich besser einordnen zu können.

    Basierend auf welchen Annahmen war das Profil konservativ?
    Wie sah der Aufstieg zwischen 40m und 12m aus?
    Wie lange wurde beim Gaswechsel auf 21m gewartet, bis man weiter aufgestiegen ist? Wie lange waren die folgenden Stopps?
    Viel wurde vor (Start Abend vorher) und nach dem TG getrunken?
    Produzierst du viele / leicht Blasen?
    Wie viele Tauchgänge? 100, 200, 300, 500; über 1000?
    Wie viele Dekompressionstauchgänge hast du schon gemacht und wie viele im Bereich grösser 35m?

    Erwartung von mir für das Profil:  
    24m 1' / 21m 5' / 18m 2' / 15m 2' / 12m 2' / 9m 5' / 6m 10' / 3m 15'
    Lässt man die tieferen Stopps weg, besteht das Risiko das man Blasen durch die schnellen Gewebe generiert. Mit Sauerstoff ab 6m kann man das Blasenrisiko weiter reduzieren.

    Hintergrund:
    Ich kenne mehrere TMX-Taucher mit PFO Grad 1/2, welche seit mehreren Jahren ohne DCS TMX tauchen.
    Ich kenn' aber auch TMX Taucher ohne PFO mit DCS Vorfällen bei nach ihrer Meinung unauffälligen Profilen, x-fach schon getaucht.  8)

    Gruss Urs

    p.s.
    Beim Embolie-Risiko sind sich die Ärzte nicht einig: http://www.medpagetoday.com/Cardiology/Strokes/37991

    #73399
    Anonym
    Inaktiv

    Ich habe übrigens bevor ich mich für den Einsatz des Schirms entschieden habe den Link zum Bericht auf deiner Website gelesen. Der Artikel und die Meinung der Ärztin ist sehr interessant – die Studie allerdings mittlerweile etwas veraltet. Ich habe von Prof. Dr. med. Bernhard Meier zwei aktuellere Studien erhalten, welche sich allerdings nicht auf das Tauchen, sondern auf die möglichen Infarkte beziehen.

    Der Ausschlaggebende Grund war für mich wie bereits erwähnt vielmehr das Argument mit der höheren Anfälligkeit einen Infarkt zu erleiden ausserhalb des Tauchens bei Patienten mit PFO Grad 3. Die Ärzte empfehlen bei Grad 3 immer einen Verschluss, ob Taucher oder nicht. Das Inselspital setzt diesen Schirm weltweit am häufigsten ein – trotzdem unterschätze ich nicht die Risiken.

    Mit PFO Grad 3 ist es anscheinend nicht möglich wieder eine Tauchtauglichkeit zu erhalten – auch nicht mit dem Low Bubble Diving. Natürlich kann es sein, dass der Verschluss in 6 Monaten nicht dicht ist und ich nie wieder „tauglich“ sein werde oder die DCS wie von dir erwähnt irgendwo anders entstand (was aber laut den Spezialisten sehr unwahrscheinlich wäre in diesem Fall).

    Zum Tauchprofil möchte ich in diesem Fall nicht weiter ins Detail gehen, lässt meiner Meinung nach zu viel Spekulation zu. Falls du wirklich interessiert bist sende ich dir das Profil via Privatnachricht. Ich habe bisher 180 „normale“ Tauchgänge, 40 mit Dekompression und ein paar wenige mit Trimix gemacht, klar noch ein Anfänger – trotzdem dachte ich immer es hätte mich „schon treffen sollen“, falls ich so eine Öffnung hätte.

    #73400
    Anonym
    Inaktiv

    Ich möchte von einem Tauchzwischenfall berichten, welcher sich im November am Thunersee zugetragen hat. […] Warum dieser Bericht? Klar, ich habe während meiner Ausbildung vieles über DCS gehört und gelesen […]

    Pascal, meinen Respekt für's Veröffentlichen.  8)

    #73401
    Anonym
    Inaktiv

    Dafür habe ich keinen Respekt verdient, weil es jedem passieren hätte können. Es geht mir darum, dass wenn ich mal einen solchen Bericht gelesen hätte vielleicht die Situation nach dem Auftauchen anders eingeschätzt hätte. Bei DCS dachte ich immer an zwingend verkürzte Dekompression auf Grund eines Problems, dass dich zum Auftauchen zwingt und solche Szenarien – aber nicht wirklich an einen reibungslos verlaufenden Tauchgang der auf Grund eins bestehenden medizinischen Problems wie einem PFO zur DCS ll führen kann.

    #73402
    Anonym
    Inaktiv

    Ich lese sehr wenig über Tauchunfälle/-zwischenfälle… wenn sich denn einer mal traut zu Berichten, dann gibt's halt meistens «Antworten mit «erhobenem Zeigefinger» (wieee kann man nur, sooo macht man das nicht, und weiteres blablabla)… von dem her hast du meinen Respekt (für den Mut es zu veröffentlichen), weil eben Tauchunfall-Postings diese gewisse Gefahr mit sich bringen ganz schnell «im schlechten Licht» dazustehen.  :-*

    #73403
    Anonym
    Inaktiv

    Danke für die Informationen.
    Ales gute und hoffentlich bis bald wieder Unter Wasser.

    #73404
    Anonym
    Inaktiv

    Hallo PasSol

    Danke für Deinen Beitrag. Es ist super dass Du deine Erfahrungen so offenen preisgibst. Gerade weil Du die Situation zu Beginn falsch eingeschätzt hast, zeigt dies doch deutlich wie wicht es ist langjährige Erfahrung zu sammeln. Ja ich weiss, das hört man nicht gerne. Hätte ich auch nicht als ich noch keine 200tg’s hatte. Ich denke es ist wichtig hier von erfahrenen Tauchen wie Urs zu profitieren.
    Dein Beitrag bestätigt mir auch meine Meinung, dass eine umfassendere gesundheitliche Abklärung für Tauchgänge über 40m zu machen richtig ist. Ich denke dass diese von einem Leistungs-EKG bis hin zu einer PFO Abklärung gehen kann. Ich halte jedoch nichts von Tauchärztlichen Untersuchungen wie sie sehr häufig in unseren Breitengraden praktiziert werden. Und da gehören leider auch einige der Tauchärzte die unter suhms.org aufgeführt sind dazu. Leider sagt einem niemand dass man für das Technische Tauchen ausser einer tollen Ausrüstung, einer soliden Ausbildung, gute körperliche Fitness, gesunde Ernährung und auch einen besseren Gesundheitsjeck machen sollte. Ja, ich bezweifle sogar das viele Instruktoren sich dessen selber bewusst sind und geschweige den überhaupt schon nur nach einem Standardtauchuntersuchung vor Ausbildungsbeginn fragen. Ich denke da haben wir in den nächsten Jahren noch Handlungsbedarf.

    In letzter Zeit hatte ich vermehrt Gelegenheit an gute Infos über Tauchunfälle zu kommen. Eine der besten Quellen die es zurzeit dazu gibt, ist meines Erachtens die Tauchzeitschrift Wetnotes. Die sehr umfassenden und sehr detaillierten Artikel von Dr.Frank Hartig sind meiner Meinung so gut, das sie für manchen der sich nicht mit Medizin auseinander gesetzt hat, wohl schon zu hochstehend sind. Die Artikel sind aber trotzdem sehr lesenswert.
    Weitere Infos bietet auch immer wieder der jährliche Bericht der FTU. Dieser lässt aber immer wieder sehr viele Fragen offen und die Schlussfolgerungen sind nur schwer oder überhaupt nicht nachvollziehbar da viele Infos fehlen. Von der FTU gibt es übrigens am 23. Januar in Ittigen einen Vortrag mit Dr.Wendling. http://www.ftu.ch/de/news/2014/2014_11_04_Vormeldung_Symposium_2015_FTU.php Bin mal gespannt was der so alles zu erzählt hat.

    Deinem Bericht fehlen wesentliche Infos. Ich muss Urs da auch Recht geben. Ich verstehe aber wieso du diese nicht veröffentlichen möchtest. Würde ich wahrscheinlich auch nicht. Ich denke viele von uns könnten hier super Infos zur Verfügung stellen und tun dies nicht aus persönlichen Gründen. Ist wohl derselbe Grund wieso auf Facebook nur noch Spassvideos und Werbung veröffentlicht werden. 😉

    Also Danke noch mal für Deine Infos.
    Ich wünsche dir alles Gute, gute Gesundheit und noch möglichst viele tolle Tauchgänge.

    Gut Luft
    Stefan

    #73405
    Anonym
    Inaktiv

    Das Profil werde ich nicht veröffentlich,  dies lässt viel zu viel Spielraum zu. Ausserdem bin ich überzeugt, dass in diesem Forum nur eine Hand voll Taucher sind, welche überhaupt in der Lage sind das Profil kompetent zu analysieren.

    Urs ist sicher einer davon, deshalb habe ich ihm das Profil auch gegeben. Er ist der Meinung, dass das Profil eigentlich durchgehen und nicht zu einem Problem hätte führen sollen. Ist sicher immer schwierig zu beurteilen.

    Der Grund, dass man solche Profile nicht veröffentlicht sind wohl leider die vielen Schlaumeier, welche dann vorwiegend mal mit Vorwürfen am Start sind: Warum hast du… Warum hast du nicht… Das hätte ich so und so…

    Die Frage war nicht ob, sondern wann es mich trifft. Mein Instruktor hat mich bei meinem Kurs deutlich auf das Risiko des PFO’s aufmerksam gemacht und auch erwähnt, dass er sich selbst prophylaktisch mit TEE untersuchen lies. Ich war allerdings überzeugt es hätte bereits erwischen müssen und naiv, dass ich mir die Kosten gespart hatte für die kurze Untersuchung.

    Ich war vor meinem „Advanced Nitrox & Decompression Procedures“ auf Anweisung  meines Instruktors bei der Tauchtauglichkeitsuntersuchung. Die Untersuchungen und der dazugehörige Fragebogen waren leider eher ein Witz und eine rechtliche Absicherung für den Instruktor als eine wirkliche medizinische Prüfung. Mit etwas ins Ohr gucken und ins Röhrchen pusten war’s erledigt.

    Wie bereits erwähnt bin ich mittlerweile überzeugt, dass sich ein TEE Screening auf jeden Fall lohnt. Aber wie auch schon erwähnt empfehlen die Ärzte derzeit grundsätzlich kein prophylaktisches TEE. Vielleicht wird sich das ja in Zukunft ändern und wird ein Teil der Tauchtauglichkeitsuntersuchung werden, wäre sicher nicht falsch.

    Nachdem ich aus dem HUG entlassen wurde war ich bei einem Tauchmediziner. Als erstes hat er mir einen lauten Vorwurf gemacht, dass ich nicht umgehend den Rettungsdienst gerufen hatte, sondern nach Hause fuhr.

    Obwohl ich ihm vorher schon erwähnt hatte, dass ich die Situation falsch eingeschätzt hatte und auf Grund des Profils einfach nicht mit einer DCS gerechnet hatte.  War wirklich ein nettes Gespräch – bin dann frühzeitig gegangen.

    Ausserdem hatte er weder von technischem Tauchen noch von Sättigungstauchgängen etwas Ahnung – schnell hatte ich auf bemerkt, dass er technischer Taucher hasst. Er ist auf der Liste vom SUHMS, erwähne hier mal keinen Namen.

    PS: bei der Grösse von meinem PFO hätte ich die DCS selbst bei einem Nullzeittauchgang auf 15m Tiefe oder Wiederholungstauchgängen im Urlaub erwischen können – das Problem besteht nicht nur bei Sättigungstauchgängen oder Tiefen über 40m.

    #73406
    Anonym
    Inaktiv

    PasSol für mich ist das so in Ordnung. Ich steh auf Deiner Seite.  😉 Meine Ausführungen waren auch eher allgemein gemeint. Sorry wenn ich etwas unpräzise war. ::)

    #73407
    Anonym
    Inaktiv

    vielen Dank für's veröffentlichen!

    #73408
    Anonym
    Inaktiv

    @PasSol: danke für den unverblümten Erfahrungsbericht. Ich habe vor 3 Jahren auch einen Occluder nach zwei unverdienten DCS-Hits mit Trimix (Marmorierung an der Bauchdecke) reinmachen lassen und u.a. wieder meine Tauchtauglichkeit attestiert bekommen. Das von mir gewünschte Echo nach 3 Monaten war aber recht niederschmetternd, da immer noch Kontrastmittel-Bubbles durch das offensichtlich nicht hermetisch verschlossene PFO durchkamen… Die Ärzte vom Herzkatheter-Labor des KASPI SG sahen damit noch keinen Grund zur Unruhe. Dies, weil erst die Schlussuntersuchung nach 6 Monaten relevant sei. Das ungeduldige, tauchfreie Warten lohnte sich: das PFO II war nach 6 Monaten dicht, bzw. mit dem Schirmchen verwachsen. Seither hatte ich auch nie mehr Migräne und bin froh, dass ich mich nach einer mehrwöchiger Bedenkfrist für diesen Schritt entschied. Viele Grüsse und ganz bestimmt weiterhin 'Guet Gas'! Urs

    #73409
    Anonym
    Inaktiv

    Hallo Urs, danke für deinen Beitrag, welcher mich sehr freut. Ich hoffe auf denselben Ausgang – habe in 6 Monaten wieder ein Echo und hoffe natürlich schwer, dass das der Verschluss keine Bubbles durchfliessen lässt. Hattest du diesbezüglich nie wieder Probleme beim Tauchen auch bei tieferen TMX-Tauchgängen weder Herzrasen noch ein Druckgefühl oder sonst was?

    Immer gut Gas,
    Pascal

    #73410
    tho.mei
    Administrator

    Hallo

    Danke für den offenen Bericht!

    Ergänzen möchte ich einzig noch, dass POF selbst bei Sporttauchern, die mit «nur» Luft und Nitrox tauchen eine Rolle spielen kann.

    Thomas from New Zealnd

    #73411
    Anonym
    Inaktiv

    Es freut mich wahnsinnig, dass ich mittlerweile wieder Tauchen kann und darf. Das Schluckecho nach 6 Monat hat bestätigt was ich gehofft hatte, das PFO konnte erfolgreich verschlossen werden. Mit dem Bericht vom TEE war ich anschliessend bei der Tauchtauglichkeitsuntersuchung und bin nun wieder uneingeschränkt tauchtauglich.

    Mittlerweile habe ich bereits wieder um die 20 Tauchgänge gemacht, darunter auch einen 60m-Trimixtauchgang. Ein unangenehmes Gefühl oder gar Beschwerden hatte ich weder während noch nach diesen Tauchgängen, alles war genau gleich wie vor dem Einsetzten des Verschlusses. Wie sich der Verschluss in Zukunft verhält werde ich sehen.

    Jetzt freue ich mich auf jeden Fall wieder unbekümmert tauchen zu können und werde die kommenden Tauchgänge noch viel mehr geniessen als je zuvor. Es ist wahnsinnig schön nach diesem 6-monatigen „Entzug“ wieder tauchen zu können. An dieser Stelle auch ganz herzlichen Dank an meinen tollen Tauchpartner Florian für die Geduld bis ich wieder blubbern konnte.

Ansicht von 15 Beiträgen – 1 bis 15 (von insgesamt 15)
  • Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.