Unerwünschte Neuankömmlinge

Tauchen in der Schweiz Foren Unterwasser-Biologie Unerwünschte Neuankömmlinge

Dieses Thema enthält 8 Antworten und 0 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  BlueVoid vor 9 Jahre, 3 Monate.

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  • #54689

    Octopus
    Taucher

    Im Tagblatt vom 09. Dezember gelesen:

    Unerwünschte Neuankömmlinge  

    Der südeuropäische Galzierkrebs hat sich im Bodensee angesiedelt und die heimischen Edelkrebse verdrängt. Rechts der kalifornische Signalkrebs, der auf dem Vormarsch ist und den See in Zukunft dominieren wird.
    Bilder: Tino Dietsche & Michael Kugler

    Im Bodensee hat die Tauchsaison begonnen.
    Das klare Wasser gibt den Blick auf die heimische Flora und Fauna frei – aber auch auf Spezies, die hier nichts verloren haben.
    Kein Zweifel, im Sommer sind Ein- und Ausstieg beim Tauchen im Bodensee deutlich angenehmer. Aber wer beim Tauchgang im heimischen Gewässer etwas sehen will, der taucht besser im Winter ab – weil dann nur wenig Algen das Wasser trüben. In der kalten Jahreszeit sind Sichtweiten bis 15 Meter möglich.

    Ein Risiko, das sich nicht lohnt
    Wer entsprechend ausgerüstet ist, dem hat die faszinierende Unterwasserwelt des Bodensees einiges zu bieten.
     
    Zu heimischen Artgenossen wie Wels, Hecht, Egli, Aal, Zander oder Karpfen mischen sich aber immer mehr Neozoen – das sind Tierarten, die unter Mitwirkung des Menschen in neue Gebiete gelangen und das heimische Ökosystem bedrohen.

    Besonders augenfällig wird dieser Umstand bei Begegnungen mit Krebsen. So dominiert im Gebiet Rorschacher Bucht bis Altenrhein der aus Südosteuropa eingeschleppte Galizierkrebs, der die einheimischen Stein- und Edelkrebse praktisch völlig verdrängt hat.

    Laut Michael Kugler vom kantonalen Amt für Natur, Jagd und Fischerei wurde der Galizierkrebs selbst in den vergangenen fünf bis zehn Jahren vom amerikanischen Kamberkrebs verdrängt, der heute den westlichen und nördlichen Teil des Sees besiedelt hat. «Der Galizierkrebs, der sich nur noch vor Rorschach hält, wird in fünf bis zehn Jahren ganz aus dem See verdrängt sein, da die Träger der Krebspest sind», sagt Kugler. Letztere seien resistent gegen diesen Pilz, für europäische Krebse sei die Krebspest jedoch hundertprozentig tödlich.

    Signalkrebs wird dominieren
    Aus dem Gebiet Bregenz–Lindau breitet sich laut Kugler seit rund fünf Jahren zudem der amerikanische Signalkrebs aus. Dieser wurde in den 70er-Jahren ausgesetzt, um die Verluste bei Edelkrebsbeständen zu kompensieren. «Vermutlich wird der Signalkrebs in Zukunft den See dominieren, der Kamberkrebs sich aber ebenfalls in einzelnen Gebieten behaupten können», sagt Kugler. Neozoen dürfen übrigens gemäss kantonaler Verordnung nicht aus dem Wasser genommen werden, um eine Verbreitung in andere Gewässer zu verhindern. (rtl)

    #64900

    scubatinoo
    Taucher


    Neozoen dürfen übrigens gemäss kantonaler Verordnung nicht aus dem Wasser genommen werden, um eine Verbreitung in andere Gewässer zu verhindern.

    Hm, schmecken denn die Viecher wenigstens, damit man sie auf den Grill schmeissen könnte?  ::)

    #64901

    Octopus
    Taucher

    @ Scubatino:
    Ausprobieren…!  🙂

    Ichhabe während meinen “Wanderjahren” gelernt, dass man fast ausnahmslos alles essen kann…  😀

    #64902

    un1x
    Mitglied

    Krebs mit Krebspest lecker!

    #64903

    Anonym

    Krebs mit Krebspest lecker!

    komm jetzt, was dich nicht umbringt macht dich hart 😉

    #64904

    un1x
    Mitglied

    Und wenns mich umbringt?

    #64905

    SirRichi
    Mitglied

    dann wissen wir, dass man die besser nicht essen sollte  ;D

    #64906

    Pömä
    Taucher

    Genau. Und wenn du auf Nummer sicher gehen willst, schaust halt noch, dass ein Kumpel mit Medizinausbildung vor Ort ist um direkt Erste Hilfe zu leisten. Dann kannste deine Erfahrungen auch hier auf SD posten 😉

    #64907

    scubatinoo
    Taucher

    hm… die Viecher würden ja grilliert oder gekocht! Und für den amerikanischen Krebs ist die Krebspest ja keine Krankheit, sondern er trägt die Sporen einfach mit sich rum… Habe zwar nix im Netz gefunden, aber ich denk mal, dass die Krebspest nicht auf Menschen übertragbar ist. Ansonsten müsste man sich auch überlegen, was so alles an Garnelen, Scampis & Co haftet…  :-

    #64908

    BlueVoid
    Mitglied

    Neozoen dürfen übrigens gemäss kantonaler Verordnung nicht aus dem Wasser genommen werden, um eine Verbreitung in andere Gewässer zu verhindern. (rtl)

    Schade. Damit wäre das Futterproblem für meine anspruchsvolle Katze langfristig gelöst gewesen  😛
    (und ich hätte einen Grund gehabt noch öfter ins schöne Nass zu steigen..  ;D)

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