Unterschiede in der Ausbildung

SWISS DIVERS Foren Tauchausbildung Unterschiede in der Ausbildung

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  • #55656
    Anonym
    Inaktiv

    Ich grüsse alle Forenmitglieder,

    ich bin Anna und möchte jetzt in diesem Jahr meinen ersten Tauchkurs besuchen. Soweit ich es verstanden habe, gibt es mehrere Ausbildungsvereinigungen wie CMAS oder PADI. Da ich nun noch keine Ahnung habe, frage ich mich ob es generelle Qualitätsunterschiede zwischen den Ausbildungszentren gibt. Ich würde mich daher sehr freuen, wenn ihr mir eure Erfahrungen schreiben würdet.
    Danke schon mal.

    #72130
    marc
    Taucher

    Für's Sporttauchen gibt es etwa folgende, geläufige Verbände:

    PADI (weltweit grösster Verband)
    CMAS
    SSI

    In folgendem Forenthemen dürften interessante Informationen diesbezüglich beinhalten:

    – Ausbildung durch PADI und SSI ?
      https://www.swiss-divers.ch/old/index.php?option=com_smf&Itemid=27&topic=1534.0

    – Theorieprüfung
      https://www.swiss-divers.ch/old/index.php?option=com_smf&Itemid=27&topic=1797.0

    – Ausbildung CMAS T*
      https://www.swiss-divers.ch/old/index.php?option=com_smf&Itemid=27&topic=80.0

    – Organisationen und Standards
      https://www.swiss-divers.ch/old/index.php?option=com_smf&Itemid=27&topic=158.0

    – Standards bei den Tauchausbildungen
      https://www.swiss-divers.ch/old/index.php?option=com_smf&Itemid=27&topic=900.0

    – Einige Fragen
      https://www.swiss-divers.ch/old/index.php?option=com_smf&Itemid=27&topic=1231.0

    – Wie und wo beginnen (Raum Winterthur)
      https://www.swiss-divers.ch/old/index.php?option=com_smf&Itemid=27&topic=1285.0

    Ich persönlich würde wieder PADI oder sonst SSI wählen. CMAS ist mir zu wenig strukturiert/standardisiert/übersichtlich.

    Wichtig ist allerdings, dass man eine Tauchschule und -instruktor findet, mit denen/dem man sich gut versteht und der kompetent ist. Von da her mal abchecken was es in Deiner Region für Tauchschulen gibt und mal vorbei gehen und ein paar Takte reden (z.B. über Dein Interesse an der Tauchaufbildung) und schauen ob's vernünftig klingt (Sicherheit, Wohlfühlen, etc.)

    Gruss,
    Marc

    #72131
    Anonym
    Inaktiv

    Ich persönlich würde wieder PADI oder sonst SSI wählen. CMAS ist mir zu wenig strukturiert/standardisiert/übersichtlich.

    Harte Aussage Marc 🙂

    Der Unterschied ist eigentlich folgender

    PADI
    Tauchlehrer orientiert, es läuft alles über den TL

    SSI
    Kundenorientiert, alles muss über einen Tauchshop abgewickelt werden um den Kunden zu bedienen, Auswüchse von frei arbeitenden TL die in einer Garage einige Ausrüstungen haben gibt es nicht.

    CMAS
    Vereinsorientiert.
    Der Verein steht im Zentrum und nicht der Kunde (auch hart formuliert)

    Grüsse aus dem Seeland
    von einem SSI Instruktor 🙂

    #72132
    Anonym
    Inaktiv

    Für's Sporttauchen gibt es etwa folgende, geläufige Verbände:

    seit gue ein recreational program hat, wuerde ich das auch noch auffuehren:
    http://www.globalunderwaterexplorers.org/Training/Recreational

    und wenn ich es nach «orientierung» einstufen wuerde, wuerde ich hier sagen «tauchorientiert» oder «sicherheitsorientiert» 😉

    #72133
    Anonym
    Inaktiv

    der Einwand von Schnappi gilt auch für IANTD kann man alles von OWD über Rescue bis zum Divemaster machen und entsprechende Ausbildner findet man auch relativ gut.

    Einstufung würd ich sagen wie GUE vorallem TL-Basiert mit ganz klarem Fokus auf Sicherheit und Taucherische Leistung.

    #72134
    marc
    Taucher

    Ich kenne einige Taucher hierzulande aber keiner hat GUE Rec. oder IANTD gemacht. Darum würde ich diese Verbände nicht als «geläufige Sporttauch-Verbände» bezeichnen (was nicht heisst, dass deren Ausbildung nich gut wäre). Es gibt neben den erwähnten noch einige mehr so kleine Dinger. Die drei Grossen sind sicher PADI, SSI und CMAS.

    #72135
    tho.mei
    Administrator

    PADI
    Tauchlehrer orientiert, es läuft alles über den TL

    SSI
    Kundenorientiert, alles muss über einen Tauchshop abgewickelt werden um den Kunden zu bedienen, Auswüchse von frei arbeitenden TL die in einer Garage einige Ausrüstungen haben gibt es nicht.

    CMAS
    Vereinsorientiert.
    Der Verein steht im Zentrum und nicht der Kunde (auch hart formuliert)

    Grüsse aus dem Seeland
    von einem SSI Instruktor 🙂

    Klare Worte…

    Will ich ins gleiche Horn stossen, so könnte zu SSI noch erwähnt werden, dass dies das unflexibelste und am stärksten kommerzialisierte Ausbildungssystem ist. (negativ formuliert) Oder eben das am klarsten strukturiere und besten überwachte. (positiv formuliert)

    Ich kenne mehrere Tauchvereine, die total PADI «vernarrt» sind. Die Tauchschule (kein Verein!) bei er ich (der selbst  keine CMAS-Sternchen besitzt.)  in der Schweiz meistens tauche, ist total CMAS ordiniertet.  Das zeigt das die genannten Schematas nur Theorie sind.

    Ich persönlich würde wieder PADI oder sonst SSI wählen. CMAS ist mir zu wenig strukturiert/standardisiert/übersichtlich.

    Aber mal ehrlich: PADI, SSI und CMAS sind letztlich nur verscheide Wege zum gleichen Ziel. Jeder wird die Schiene bevorzugen, die ihm am besten liegt oder mit der er begonnen hatte. Dem einen liegt das very funny amy. System von PADI besser. Ein anderer lernt besser im nüchternen europäischen CMAS-System… «Es gibt viele Wege nach Rom» Lassen wir jeden den Weg gehen, der für ihn der Beste ist.

    Wichtig ist allerdings, dass man eine Tauchschule und -instruktor findet, mit denen/dem man sich gut versteht und der kompetent ist.

    Da muss ich Marc recht geben. Bei allen drei Ausbildungs-Systemen, ist der zentrale Faktor ein guter Tauchlehrerer. Der Rest sind persönliche Vorlieben.

    Ein Punkt wird gerne vergessen:
    Aus meiner Erfahrung ist am Schluss der einzige Unterscheid, die weltweite Akzeptanz: In der Theorie, ist die gegenseitige Anerkennung vorgeschrieben; leider aber in der Praxis in Übersee oft nicht wirklich bekannt. Da werden gerade CMAS-Taucher schon mal abgewiesen. Gleiches kann SSI's und PADI's in gewissen europäischen Ländern geschehen. Habe mich schon mehrfach in SSI- und seltener auch in PADI-Shops in Australien und New Zealand für CMAS-Taucher eingesetzt. Die wären sonst nicht anerkannt worden. (Leider eine Tatsache!) Nach einigen Telefonaten und Recherchen im Internet klappe es schlussendlich meist doch noch. Aber das ist für so manchen frischgebackene CMAS* schon eine abschreckende  Erfahrung die sie alleine überfordern würde.

    PADI Ressorts wiederum zicken gerne mal, wenn ein CMAS*** das IDC beginnen will. Kenne da eigne CMAS-Kollegen die dabei Probleme hatten. (Laut PADI Asia-Pacific kann ein *** direkt das IDC beginnen.)

    Ich kenne einige Taucher hierzulande aber keiner hat GUE Rec. oder IANTD gemacht. Darum würde ich diese Verbände nicht als «geläufige Sporttauch-Verbände» bezeichnen (was nicht heisst, dass deren Ausbildung nich gut wäre). Es gibt neben den erwähnten noch einige mehr so kleine Dinger. Die drei Grossen sind sicher PADI, SSI und CMAS.

    International sind neben PADI, SSI und CMAS noch BSAC und vor allem NAUI für Sporttaucher von einer gewissen Bedeutung. Der ganze Rest ist so gut wie bedeutungslos. (weltweit betratet. Regional mag das anders aussehen.) Was es sonst noch so alles an Tauchorganisation gibt, kann man hier nachlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Tauchorganisation

    Grüsse aus New Zealand  🙂
    von einem der gerade das PADI IDC macht.  ;D

    Thomas from New Zealnd

    #72136
    Anonym
    Inaktiv

    Ich kenne einige Taucher hierzulande aber keiner hat GUE Rec. oder IANTD gemacht. Darum würde ich diese Verbände nicht als «geläufige Sporttauch-Verbände» bezeichnen

    Hallo Marc

    Also soweit ich weiss bin ich wohl der letzte Dinosaurier von IANTD TL in der Schweiz der noch aktiv ist. Und meine Ex OWDler haben ein IANTD Brevet  8)

    OK es sind nicht viele aber doch einige  🙂

    Wie Tho.mei zitiert, spielt es für den Kunden schlussendlich nicht so eine grosse Rolle bei wem er einen Grundkurs machen will. Die Qualität in der Schweiz ist wohl überall gleich. Will sich der Kunde später spezifizieren muss er sich wohl oder übel entscheiden «wo will ich in 5 Jahren sein».

    Wenn es in mehr sicheres und bewusstes Tauchen geht so empfehle ich auf jeden Fall bei einem der Tec Verbände nach zu fragen
    Das sind hier Zulande

    IANTD (ich als Dinosaurier  8))
    IART (spezialisiert auf Rebreather)
    TDI/SDI
    PTAD (Höhle)
    CMAS (hat auch im OC und Höhle gute fortgeschrittene Ausbildungen)

    Im Sportbereich empfehle ich klar SSI. Nicht weil ich SSI TL bin, sondern weil mich das Ausbildungssystem überzeugt hat, dass dem Schüler zusätzlich zur Ausbildung Taucherfahrung abverlangt.

    Bsp beim Advanced Diver bei PADI sind Irrtum vorbehalten fünf geführte «Schnuppertauchgänge» in diversen Spezialgebieten notwendig, die unmittelbar an den OWD angehängt werden können.
    Bei SSI sind es min 4 Spezialbrevet à min 2 TG pro Spez. und total 24 geloggte Tauchgänge.

    Man kann von den Systemen halten was man will, schlussendlich ist es der Entscheid des Anfängers wo beginne ich (alles offen)
    Später entscheidet das Vertrauen zum Shop und TL wo ich hin will (da kann jeder für sich neu entscheiden)

    Grüsse aus dem Seeland
    Christian

    #72137
    marc
    Taucher

    Ich bin der Meinung das der künftige Schüler durchaus ein Interesse auch am Verband hat – war bei mir vor vielen Jahren so, denn wo meine Ausbildung (Brevet) dann später akzeptiert wird und wo nicht spielt für mich schon eine Rolle. Zudem haben die Verbände unterschiedlich gute Unterrichtsmaterialien. z.B. waren die vom TL selbst «gebastelten» CMAS-Manuals (auf einem schwarz-weiss Fotokopierer kopiert) alles andere als überzeugend. Da waren PADI (und vermutlich auch SSI) vieeel weiter; natürlich aus Anfänger-/Einsteiger-Sicht.

    Damit will ich sagen, dass der TL zwar schon ein wichtiger Faktor für die Entscheidung ist, bei wem man die Ausbildung starten will, aber auch der Verband und dessen Manuals/QA/eLearning/etc. spielen aus meiner Sicht eine gewichtige Rolle.

    Die oben genannten Verbände sind Tech- und nicht Sporttauch-Verbände und insofern wohl kaum eine Option für Neulinge im Tauchen (höchstens SDI evtl noch).

    Aber ganz ehrlich: will ich, dass meine Ausbildung problemlos weltweit (abgesehen von Südfrankreich) akzeptiert wird, dann wähle ich PADI oder evtl SSI. Da stimmen ausserdem auch die Unterrichtsmaterialien etc. Natürlich sollte auch bei PADI einen Tauchlehrer finde, mit dem/der es passt.

    #72138
    tho.mei
    Administrator

    Bsp beim Advanced Diver bei PADI sind Irrtum vorbehalten fünf geführte «Schnuppertauchgänge» in diversen Spezialgebieten notwendig, die unmittelbar an den OWD angehängt werden können.
    Bei SSI sind es min 4 Spezialbrevet à min 2 TG pro Spez. und total 24 geloggte Tauchgänge.

    Ja, der PADI AOWD ist wirklich ein Witz. Der vor allen dazu dient zu verdienen. SSI treibt dies noch auf die Spitze. Da wird für jede Specialty extra teurer gezahlt. Ein toller Geldesel.

    Aus dem OWD und AOWD könnte man gut einen Kurs machen. Dann wären wir etwa beim 3 stufigen System von CMAS. Ich denke es wäre viel sinnvoller, wenn PADI und SSI eine bessere Grundausbildung (OWD) propagieren würden, als den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen.  :'(

    Das CMAS-System hat seine grossen Schwächen. Z.B. keine einheitliches Lehr-Material und die vielen eignen Süppchen, die die nationalen Unter-Verbände kochen dürfen. ??? Auch die Akzeptanz-Probleme in manchen Weltgegenden, sprechen für mich klar gegen CMAS. Was mir (der ich total PADI ausgerichtet bin) aber an CMAS besser gefällt ist die sehr solide Grundausbildung des CMAS*.

    Man kann von den Systemen halten was man will, schlussendlich ist es der Entscheid des Anfängers wo beginne ich (alles offen)
    Später entscheidet das Vertrauen zum Shop und TL wo ich hin will (da kann jeder für sich neu entscheiden)

    Wie Marc sagte ist mir auch wichtig, dass jeder Tauchshop weltweit meine Ausbildung anerkannt. Ich bin fiel auf der ganzen Welt unterwegs. In diesem Bereich ist PADI sicher führend.

    Thomas from New Zealnd

    #72139
    mbtaucherli
    Taucher

    Folgendes kann ich leider nicht ganz nachvollziehen:

    Will ich ins gleiche Horn stossen, so könnte zu SSI noch erwähnt werden, dass dies das unflexibelste und am stärksten kommerzialisierte Ausbildungssystem ist. (negativ formuliert) Oder eben das am klarsten strukturiere und besten überwachte. (positiv formuliert)

    Wenn man die Standards von SSI durchliest (Seite 10 hier zu finden http://www.divessi.com/downloads) stösst auf die 80/20-Regel. Wenn das nicht Kundenfreundlich ist und dem Instruktor zusätzlich eine Flexibilität bringt um auf lokale Situationen und den Tauchschüler einzugehen, weiss ich auch nicht mehr, was eine Tauchorganisation noch machen muss.
    Die zusätzliche Transparenz beim OWD Kurs die eingebracht wurden mit dem Letzen Update des Diver Training Record Card Ergänzung & Dive Log, wo der Schüler genau kontrollieren kann was ihm/ihr beigebracht werden muss, kann auch nur zum Vorteil vom Schüler sein.

    Gruss Martin

    tauche.ch = sport.tauche.ch = tech.tauche.ch = frei.tauche.ch = profi.tauche.ch = fun bim tauche...

    #72140
    tho.mei
    Administrator

    Die 80/20 Regel bedeutet nicht,
    dass man nur 80% des SSI Programms unterrichten
    muss und 20% selbst „erfinden“ darf. Es bedeutet,
    dass immer 100% der SSI Programminhalte gelehrt
    werden müssen
    , aber es bestehen durchaus gewisse
    Anpassungsmöglichkeiten im Bereich der Theorie-,
    und Pool-Lektionen.

    Zitat SSI.
    Wenn man weiter liest wird klar, dass SSI die wichtigen 80% bestimmt und der TL die unwichtigen 20%…

    Ich sehe das aber durchaus nicht nur negativ: Klare und einheitliche Inhalte und  Vorgaben können eine grosse Hilfe sein. Nur sollten wir aufhören alle Tauchschüler und TL über einen Kamm (z.B. den SSI-Kamm oder PADI-Kamm) scheren zu wollen. Der eine braucht sehr klare Vorgabe der andere mehr Freiheit und Flexibilität.

    PADI, SSI und CMAS sind nur verschiedene Wege zum gleichen Ziel.

    Was mich an SSI stört ist, dass das Ausbildungssystem so ausgelegt ist, dass es unnötig kostenintensiv für den Tauchschüler ist. Das würde ich nicht gerade als sehr Kundenfreundlich bezeichnen. (PADI tendiert auch ein wenig in diese Richtung, aber nicht so extrem wie SSI.)  

    Damit habe ich habe nichts über die Qualität der SSI Ausbildung selbst gesagt. Die SSI-Ausbildungen sind nämlich wirklich gut. Das habe ich selbst schon erfahren dürfen.

    Thomas from New Zealnd

    #72141
    Anonym
    Inaktiv

    Hallo Marc

    Deine Bemerkung zu

    …Die oben genannten Verbände sind Tech- und nicht Sporttauch-Verbände und insofern wohl kaum eine Option für Neulinge im Tauchen (höchstens SDI evtl noch)…..

    stimmt in dieser Art und Weise nicht ganz. IANTD hat ein gross gefächertes Sporttauchprogramm und war übrigens der erste Verband der Nitrox beim Sporttauchen eingeführt hat. IANTD hat weiter den Vorteil dass man sich später auf der gleichen Schiene auch im technischen Teil ausbilden lassen kann. (OC, CCR, Höhle, Wrack und alles was das Herz so begehren kann)

    Ebenfalls IART hat eine OC Linie (http://www.iart.de/ocDE.html) auch wenn es eine einfachere und nicht mit Spez-Programmen aufgemozte Ausbildungslinie ist.

    Aber zum Thema zurück

    Anfänger haben im Normalfall nun einfach «keine Wahl» welchen Verband sie wählen sollen. Der Entscheid zu Tauchen fällt im Urlaub oder in der Badi bei einem Schnuppertauchen oder sonst wie. Der erste Schritt ist dann in einen Tauchshop zu gehen oder Auskunft von einem Bekannten/Freund der allenfalls TL ist einzuholen.

    Also wird die erste Ansprechperson (Schnuppertauchen, Shop, TL, Bekannter, etc) sicher keine Evaluation der Verbände propagieren, sondern das Vorstellen was er instruiert/kennt. Ich habe noch keine Interessierte Person kennengelernt die mir kritische Fragen zu Verbänden und Ausbildungen gestellt hat.
    Sondern die Frage lautet immer wieder unisono: «Ich will tauchen, was kostet es bei euch und wie lange dauert die Ausbildung, ich will am ….. in den Urlaub gehen»
    Bei den Meisten steht die Kostenfrage zur Tauchausbildung im Vordergrund. Leider stelle ich häufiger fest, dass potentielle Kunden auch die Zeitdauer des Kurses abwägen und einfachere und kürzere Ausbildungswege bevorzugen. OWD in knapp 4 Tagen erledigt (das gibt es auch in der Schweiz)

    Grüsse aus dem Seeland

    Christian

    #72142
    scubatinoo
    Taucher


    Sondern die Frage lautet immer wieder unisono: «Ich will tauchen, was kostet es bei euch und wie lange dauert die Ausbildung, ich will am ….. in den Urlaub gehen»
    Bei den Meisten steht die Kostenfrage zur Tauchausbildung im Vordergrund. Leider stelle ich häufiger fest, dass potentielle Kunden auch die Zeitdauer des Kurses abwägen und einfachere und kürzere Ausbildungswege bevorzugen. OWD in knapp 4 Tagen erledigt (das gibt es auch in der Schweiz)

    So ist es, haargenau. Inhalte interessieren niemanden und dienen höchstens den Marketing-Abteilungen – irgendwie muss man sich ja von anderen Anbietern unterscheiden. Und letztendlich muss ein frischbackener Sporttaucher drei Regeln verinnerlicht haben: Halte nie den Atem an, bleibe immer gut innerhalb der Nullzeit, und für alle Probleme hast du einen Buddy. Das dürfte dann in etwa auch der Ausbildungsstand aller OWD's sein, egal welcher Organisation.

    #72143
    Anonym
    Inaktiv

    puh, also erstmal danke für die zahlreichen Meldungen und Erklärungen. Da schien es ja auch viele Geschmacksunterschiede zu geben. ich werde mich an euren Rat halten, mir einen TL zu suchen, mit dem ich gut klar komme, damit man auch Freude daran hat. Wenn ich mehr Wissen möchte, komm ich auf die diversen Vereiniguungen zurück.
    Ich werd auch mal das Forum etwas gezielter durchsuchen, danke für die vielen Hinweise und Links.  🙂

    #72144
    Anonym
    Inaktiv

    … Halte nie den Atem an, bleibe immer gut innerhalb der Nullzeit, und für alle Probleme hast du einen Buddy. Das dürfte dann in etwa auch der Ausbildungsstand aller OWD's sein, egal welcher Organisation.

    Hi Scubatinoo

    Slow Down 🙂
    Jeder hat einmal irgendwo angefangen und als blutiger Anfänger sich die Sporen abverdient.
    Alle gängigen, auf der ganzen Welt tätigen Sporttauchverbände, haben einen guten und fundiertten OWD Ausbildungslevel. Die Frage stellt sich im Anschluss an die Grundausbildung, was und wie lerne ich nun weiter.

    Grüsse aus dem Seeland
    Christian

    #72145
    scubatinoo
    Taucher


    Alle gängigen, auf der ganzen Welt tätigen Sporttauchverbände, haben einen guten und fundiertten OWD Ausbildungslevel…

    Hätten, Drive, hätten! Der OWD ist an und für sich ein sehr aufwändiger Kurs. Nebst Zeit muss man den Schülern auch noch eine einigermassen zeitgemässe Ausrüstung zur Verfügung stellen. Bei Kurspreisen zwischen 600 und 800.- muss irgendwo «optimiert» werden: Meist ist dies dann bei der Zeit, weil die ist am wertvollsten, sowohl für den TL als auch für den Schüler. Heute hat ja niemand mehr Zeit. Darunter leidet letztendlich die Ernsthaftigkeit, die unserem Hobby eingentlich zustehen sollte, um es sicher zu betreiben.

    #72146
    Irensche
    Taucher

    Wenn es in mehr sicheres und bewusstes Tauchen geht so empfehle ich auf jeden Fall bei einem der Tec Verbände nach zu fragen
    Das sind hier Zulande

    IANTD (ich als Dinosaurier  8))
    IART (spezialisiert auf Rebreather)
    TDI/SDI
    PTAD (Höhle)
    CMAS (hat auch im OC und Höhle gute fortgeschrittene Ausbildungen)

    Also spätestens bei der Aufzählung der «Tec Verbände» darf GUE (Global Unterwater Explorerer) nicht fehlen. Entstanden aus dem Höhlentauchen, heute vor allem bekannt für den Basiskurs «Fundamentals» – wo die Basis für alle weiteren Ausbildungen (sei es Höhle oder Trimix/Wracks) gelegt wird. Wird hierzulande angeboten und ist bekannt dafür, dass das «Kärtchen» verdient werden muss.

    #72147
    RUM
    Taucher

    Die ganzen Diskussionen über die Ausbildung brigen Annalü wahrscheinlich wenig. Mich würde das eher abschrecken.

    Wenn du hier tauchen lernen willst. Such dir eine Tauchschule und einen TL der dir «passt». SSI, PADI, CMAS ganz egal. Mach deinen Schein. Habe Freude am Tauchen, mach deine Erfahrungen und gut ist. Früher oder später wirst du dann merken, was gut für dich ist.

    Falls du jetzt schon weisst, dass du total angefressen sein wirst, jede Woche zwei drei Mal ins Wasser hüpfen willst, du perfekt tarieren kannst, Sicherheit und Perfektion an oberster Stelle stehen, du bereit bist etwas mehr zu leisten, dafür aber auch etwas mehr zu zahlen und die Ausbildung ein paar Tage länger dauert, die Ausbildung wahrscheinlich nicht der Schweiz machbar ist, dann gehe zu GUE.

    Aber eben, du kannst ja noch nicht wissen, dass du dir ein sehr gefährliches Hobby zulegen möchtest. Es macht nämlich süchtig und wird teuer  😉

    Du kannst dich auf ein cooles Abenteuer freuen…  😀

    #72148
    marc
    Taucher

    Stimme RUM voll zu: keine Angst. Such Dir eine Tauchschule in Deiner Gegend und geh mal vorbei und sprich mit den Leuten. Schau ob sie passen. Alles weitere werden die Leute (aka Tauchlehrer) mit Dir besprechen. …und schon kann's losgehen mit der Tauchersucht.

    Verbände:
    Wenn Du Dich jetzt für einen Verband entscheidest, ist dies nicht für die ganze Zukunft so. Du kannst z.B. auch mit CMAS beginnen und späterere Kurse/Weiterbildungen bei SSI oder PADI machen. Oder Du gehst dann sogar Richtung technisches Tauchen und gehst Du GUE oder TDI etc. Auch dort sind später wechsel möglich. Die Wahl des Ausbildungsverbandes für Deinen ersten Tauchkurs ist also keine Entscheidung für's ganze (Taucher-) Leben 😉

    Ich habe z.B. bei PADI angefangen (bis DM) und dann bei TDI erste Tech-Kurse und die letzten paar Kurse dann bei ISE und dafür dann auch ein Cross-Grade auf die äquivalenten TDI-Brevets gemacht (damit das Trimix-Kärtchen weltweit akzeptiert wird). Selbes geht auch schon innerhalb der klassischen Sporttauch-Ausbildung: zwischen PADI, SSI und CMAS kann man wechseln wenn man will.

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