Antwort auf: DCI – Unfall oder Krankheit?

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#103067

VooDust
Taucher

Wie kommt das Bundesgericht eigentlich dazu DCI, nach einem Unfall, als Krankheit zu klassifizieren? Irgendwie erschliesst sich mir das als Nicht-Jurist nicht ganz.

“Aufgrund jahrzehntelanger Rechtsprechung gilt als Unfall im Rechtssinne «die plötzliche, nicht beabsichtigte, schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper». Nach Meinung der Luzerner Bundesrichter liegt beim umschriebenen Tauchereignis kein ungewöhnlicher äusserer Faktor vor.
Der Taucher habe einen routinemässigen Tauchgang unternommen und sich dabei normal verhalten. «Das Einzige, was von aussen auf ihn eingewirkt und die nachfolgende Lähmung verursacht haben kann, ist der sich verändernde Druck des Wassers. Dieser wurde aber nicht durch irgendetwas „Programmwidriges“ von ausserhalb beeinflusst», heisst es wörtlich im Urteil aus Luzern. Und weiter: «Vielmehr ist davon auszugehen, dass die Druckveränderungen, welchen der Versicherte beim gesamten Tauchgang ausgesetzt war, sich im üblichen Rahmen hielten.» Daraus schliesst das Eidgenössische Versicherungsgericht, dass kein Unfall vorlag und deshalb nicht die Unfallversicherung, sondern die Krankenkasse für die Kosten des Tauchunglücks aufzukommen hat.”

Ist allerdings aus 2004.

 

 

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