Re: Re: Lediwracks im Walensee

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scubatinoo
Taucher

Hi alle

Die Furchen sah ich schon letztes Jahr im Dezember..

Da ist anscheinend jemand ziemlich fleissig, im Walensee! Die Furchen findet man auch noch an anderen Plätzen, z.b. Mols Broder. Zuerst wars eine “Linie”, wie mit einem Stock gezogen, am Samstag hab ich gesehen dass mit einem breiten Gegenstand eine richtige Furche markiert wurde. Den regelmässigen Einschnitten zufolge muss es sich auch um etwas schweres, spitzes gehandelt haben. Gartenplatte? Den Gegenstand konnte ich allerdings nicht finden.

Furchen sind aber nicht das einzige. Da stecken plötzlich auch eine Unmenge Holzpfosten, Äste, Rohre usw. in der Gegend herum, die offensichtlich auch der Navigation dienen…

Ja… und dann wären wir wieder bei der Diskussion, ob es überhaupt Sinn macht, öffentlich zugängliche Tauchplatzverzeichnisse zu publizieren. Die Idee ist ja nicht schlecht und bringt auch Besucher auf die Seite, aber halt eben nicht bloss auf die Seite, sondern auch auf die Tauchplätze. Und so treibt sich dann jeder Müll an Plätzen rum, an denen sie nichts verloren haben. Für gewisse Plätze braucht es auch eine gewisse Sensibilität bezgl. Lärmvermeidung, Parkordnung usw. Dies fehlt leider oft bei nicht ortsansässigen Tauchern/Gruppen, was schlussendlich wieder uns allen schadet!

Von daher begrüsse ich eigentlich das Konzept des “Diveguide”. Das Buch muss man kaufen (Hemmschwelle 1), die Daten sind nicht online verfügbar. Die Tauchplätze sind grob beschrieben, man bekommt nichts vorgebröselt und muss selbst ein bisschen nachforschen um den Tauchplatz/Einstieg zu finden (Hemmschwelle 2). Zu den Tauchplätzen selbst steht gerade soviel, dass man sich unter Wasser erinnern kann “achja, das ist also das Fass”, keine Richtungangaben, keine Hilfen in Form von Karten usw. (Hemmschwelle 3). Es braucht also ein bisschen “Mut”, mal einen neuen Tauchplatz zu erforschen – und das macht es ja schlussendlich spannend!

Aber es wurde ja auch schon angetönt. Unsere Gesellschaft ist schnelllebig geworden… Heute hat keiner Zeit etwas zu suchen, sondern er will/muss es sofort finden. Das nächste wird sein, dass einer für seine Klientel Seile spannt oder Wegweiser aufstellt. Aber wo bleibt da der Spass? Wir müssen zum Teil 3 oder 4 mal an einen Platz, bis wir das gesehen haben, was im Diveguide “versprochen” wird – und das ist ja nicht viel 😀 Dafür entdecken wir auch Sachen, die eben nicht erwähnt sind, und dann gibt es Plätze, die kann man 20mal betauchen und findet immer wieder etwas Neues – aber nur wenn man nicht immer am gleichen Ort und gleicher Tiefe entlangtaucht, sondern auch mal abseits der Route taucht. Aber dafür fehlt offensichtlich das Verständnis oder das Können immer mehr. Ist halt noch dumm, wenn der Instruktor den Kompass selbst nicht versteht…  >:(