SWISS DIVERS › Foren › Tauchausbildung › Tarieren wie die Profis › Re: Re: Tarieren wie die Profis
Hallo Gemeinde
Ich kann mich da meinen Vorredner anschliessen.
Die Tarierung ist einerseits physikalisch definiert (siehe Votum Schnappi) und ausrüstungstechnisch (Schwerpunkt, Votum Aero88)
Eine tiefe langsame Atmung führt zu grösseren und länger anhaltenden Volumenänderungen und dadurch zu den entsprechenden positiven oder negativen Beschleunigungen. Flache Atmung, ich definiere das als normale ruhige Atmung, führt zu kleineren Beschleunigungen und somit zu einer ruhigeren Tarierung
Selbstverständlich führen das DIR Taucher «nur» auf die Ausrüstung zurück 😉
Aber nur mit einer D12 und Wing ist es nicht getan.
Wie Exi bereits bemerkt hat, geht nichts über Übung und Übung und…….
Vielmals wird einem gleich ein PBB nach dem OWD/AOWD aufs Auge gedrückt. In diesem Kurs lernt man nur die Mechanik und bekommt ein paar Hinweise.
Eine perfekte Tarierung erlernt man nur durch ständiges «bewusstes» Üben.
vergleichbar mit dem Lernen Auto zu fahren. Bis die Mechanismen für das gleichzeitige der Wahrnehmen Umgebung, Blinken, Schalten, Abbiegen, etc automatisch von sich gehen, braucht es Zeit und immer wieder Übung.
Eine perfekte Tarierung hat man, wenn man irgend eine Handhabung unter Wasser macht (Bsp. eine Oberflächenboje setzen) und dazu tariert bleibt. Man konzentriert sich also nicht primär auf die Tarierung sondern auf die Mechanismen der entsprechenden Handlung, das Tarieren erfolgt im Hintergrund.
Diese Perfektion erreicht man nur durch permanente bewusste Übung und dazu sind sicher mehr als 100 TG notwendig.
Also Scubandro, nicht verzagen sonderen bei jedem neuen TG eine kleine Tarierübung einbauen, das könnte sein:
- Hoovern 3 bis 4 Minuten und sich nur auf die Atmung konzentrieren (Kontrolle Tauchtiefe über TC oder Untergrund)
Hoovern an einem Ort und gleichzeitig Inflator vom Trocki trennen und wieder anschliessen
Hoovernd Boje setzen
Schwimmend Maske fluten und ausblasen
Schwimmend sich nur auf den TC konzentrieren und die Höhe halten
etc
Übungen immer mit dem Buddy vor dem TG besprechen und im Waser anzeigen. Dieser kann dann die Tarierung im «Notfall» mithelfen bzw. der Fehleranalyse helfen.
Und dann kommt natürlich die Ausrüstung. Ein Doppelgerät mit einem Wing (D7 reicht auch schon aus) weist auf jeden Fall eine bessere Wasserlage aus als eine schlecht sitzende M12 mit einem primel Jacket.
Wenn Du sauber Tarieren extern lernen willst, so empfehle ich Dir einen GUE Basiskurs, wenn Du den durchziehst und bestehst, dann kannst Du tarieren 🙂
In diesem Sinne
Christian
PS
Ein Kreislaufgerät ist nicht automatisch die Lösung für Tarierschwierigkeiten. Man erlernt nach einer OC Ausbildung das Tauchen mit einem CCR neu 🙂