SWISS DIVERS › Foren › Tauchausrüstung › Tarierjacket › Re: Re: Tarierjacket
Hossa!
– genug Auftrieb (mind. 21 Liter Blase aber eher grösser)
Genug Auftrieb sollte jedes Jacket haben. Aber wer macht sich darüber schon Gedanken? Wenn ich so höre, was die Leute alles an Blei mitschleppen, wundere ich mich, dass die immer wieder hochkommen… Geschätzte 2 – 4 kg Blei sind alleine notwendig um den Auftrieb der Polsterungen am Jacket auszugleichen…
– genügend D-Ringe (Stahl oder welches Metall da immer verwendet wird)
Wozu? Nur schon eine Longhose und ein Neckband machen nahezu alle D-Ringe, die sonst für irgendwelche abenteuerlichen Oktopus-Befestigungen nötig sind, überflüssig. Und die wichtigsten Instrumente wie Computer und Kompass kommen an den Arm, dann brauchst noch 2 D-Ringe: 1x für die Lampe und 1x für den Finimeter…
– Taschen (ist mittlerweilen nicht mehr so oft anzutreffen)
Was nehmt ihr auch alles zum Tauchen mit? Ich hab noch nie irgendwas in die Taschen meines Sportjackets gestopft (ausser einer Banane). Und wenn, dann musste ich unter Wasser merken, dass ich es nicht mehr raus bekomme (Mares Vector)… Das wird wohl auch der Grund sein, warum diese langsam verschwinden…
– gute Bedienbarkeit
Was willst denn an einem Jacket bedienen, ausser Inflator und Schnellablass?
– muss single und double tank Kompatibel sein
Das ist der grösste Humbug! Spätestens wenn man mal ein Jacket für Doppeltank neben ein Jacket für Einzeltank legt, sieht man dass das Konzept von «1 Jacket für Alles» nicht funktioniert!
– sollte nicht zu schwer sein (4.5 Kg max.) <- mein Oceanic Chute 3 ist sicher schwerer
Das Gewicht bei einem Tec-Jacket kann aufgrund der einfachen Begurtung gleich als «Blei» angerechnet werden. Beim Sporttaucherjacket geht ein Grossteil des Gewichts durch den Auftrieb der Polsterungen und Taschen verloren
– und es sollte vorallem gut anpassbar (ähnlich Cressi 2011) und bequem sein
Hier liegen die Tec-Jackets ganz klar im Vorteil! Hier gibts kein M, das ein bisschen zu klein ist oder ein L, das ein bisschen zu gross ist. Dank der einfachen Bebänderung kann das Jacket auf jede Körperform passgenau eingestellt werden. Die Bebänderung schaut zwar nicht bequem aus, aber dank der optimalen Gewichtsverteilung auf dem Rücken ist das Tec-Jacket genauso bequem wie ein gepolstertes Sporttaucher-Jacket… Und wenn sich dein «Umfang» aufgrund anderer Anzugwahl (Nass/Trocki) ändert, stellst du einfach die Begurtung nach. Ich musste ein neues Jacket kaufen, als ich angefangen hab Trocken zu tauchen, weil mir das M (passt perfekt im Nassanzug) zu klein war…
– Aber einem Beginner würde ich auf keinen Fall ein Tec Wing empfehlen. Bei – einem solchen Jacket muss alleine das Lösen der Begurtung schon gut geübt – werden. Ein Beginner hat überlicherweise noch nicht die Gelassenheit und – Ruhe, um da eventuell noch mit Trocki-Handschuhen herum zu friemeln..
Hääää? Das Lösen der Begurtung besteht genau aus einem Schritt: Bauchgurt-Schnalle öffnen. Das schafft man selbst mit den dicksten Handschuhen und steifgefrorenen Fingern! Im Gegensatz zu den diversen Schnallen und Klettverschlüssen, die man bei einem Sporttaucher-Jacket aufmachen muss…
Hinzu kommt ein weitere Vorteil: Wenn ich mein Tec-Jacket irgendwo auf einem Parkplatz ins Kies legen muss und dabei einen Nagel treffen, der mir ein Loch in Blase macht, dann tausch ich die Blase aus. Nicht vor Ort, aber dann zuhause. Ein Sporttaucher kauft sich ein neues Jacket…
Ich verstehe die «Berührungsängste» gegenüber den Tec-Jackets nicht. Wenn man sich mal von alten Vorstellungen und Gewohnheiten löst, wird man die Vorteile vielleicht erkennen… Wenn nicht, kauft man sich alle paar Jahre ein neues Jacket – weil man nie ganz glücklich und immer auf der Suche nach etwas besserem ist… 😉