Tarierjacket

Dieses Thema enthält 54 Antworten und 0 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Abyss vor 7 Jahre, 10 Monate.

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  • #55198

    bluehusky22
    Mitglied

    Ich als Neuling im Sporttauchen und nun auf der Suche nach der eigener Ausrüstung suche nun ein eigens Tarierjacket. Auf was muss hier beachtet werden und welche sind für einen Anfänger am Besten (Hybrid, Airtrim, AWD) ?

    Ich habe mir mal kürzlich das Mares She Dives Kalia MRS Plus, Mares Hybrid She Dives angeschaut oder das Dragon MRS Plus

    Danke für eure Hilfe und guet Luft

    #69408

    marc
    Taucher

    Auch hier der Link zur Shoppinghilfe.

    Kurz zusammengefasst:

    – ADV-, Wing oder Hybrid?
    – Passform
    – Verarbeitungsqualität (z.B. wie sind die Nähte und die Abschlüsse verarbeitet?)
    – Robustheit der Flaschenaufhängung (war bei einem alten Cressi auch schon gerissen)
    – Gewicht (je leichter desto besser für den Urlaubsflug)
    – Bleisystem (verliert man das Blei gerne oder nur dann wenn's sein muss?)

    Ich persönlich habe sowohl für das Urlaubstauchen wie auch das heimische und das technische Tauchen nur noch Wing-Jackets und bein davon überzeugt, da die Wasserlage viel besser wird und ich vorne rum nicht “zugemauert” bin mit dem Jacket. Für Urlaubstauchen verwende ich das “Sequest Balance” Sporti-Wing und bin damit super zufrieden. Die Qualität von Seaquest ist super. Hatte mit Cressi andere Erfahrungen gemacht (Nähte liessen bald, Bleisystem/-sack riss, etc).

    Soviel ich bin Kollegen gesehen habe, sind die Mares Jackets auch prima verarbeitet. Allerdings weiss ich nicht, was Mares für Wings hat.

    Ich würde Dir – gerade in der Anfangzeit – schwer anraten das eine oder andere Teil mal Probe zu tauchen. Du kannst sie auch mal für ein Wochende oder so ausleihen und so Probetauchen. Insbesondere würde ich ein ADV, ein Wing und ein Hybrid (sofern vorhanden) mal testen, um den Unterschied zwischen Wing und den anderen zu merken.

    Bei Damenjackets kenne ich mich nicht wirklich aus – hoffe es hilft trotzdem  ;D

    Marc

    #69409

    Squarry
    Mitglied

    Von Anfänger zu Anfänger…  ;D

    Mir wurde damals geraten ein “normales” Jacket zu kaufen, um im Urlaub kein Exot zu sein. Zudem würde ich als Anfänger die Unterschiede eh nicht so richtig spüren bzw. richtig deuten können. Diese Entscheidung zu Gunsten des Anfänger-Main-Streams habe ich nicht bereut. Möglicherweise wäre vielleicht ein Wing-Jacket irgendwie besser, jedoch wüsste ich nichts, was mich an meinem Jacket/meiner Wasserlage stören würde (musste einfach etwas mit dem Trim-Blei hantieren, jetzt passts). Somit kann ich mir auch nicht vorstellen, dass ein Wing-Jacket DIE Offenbarung wäre. Vielleicht liegt das aber auch an meinem offenbar recht guten Jacket, von dem ich in Tests schon gelesen habe, dass es einem Wing sehr nahe kommen soll (Seaquest Pro QD i3).
    Unterdessen habe ich die Flaschenposition und das Blei optimiert und kann mir so nun ein Gefühl aneignen, von dem aus ich künftig entscheiden kann ob etwas Neues besser oder schlechter ist. Als absoluter Anfänger ist das in meinem Augen kaum möglich.

    Somit würde ich mich auch für ein Normalo-Jacket aussprechen, was aber natürlich nicht dagegen spricht, diverse Modelle zu probieren. Nur dürfte – wie schon geschrieben – ein richtiger Vergleich schwierig sein, wenn Du jedes Jacket nur 1 Tauchgang benutzt. Schliesslich kannst Du dann nicht sicherstellen, dass Du jedes optimal für Dich eingestellt hast, was zu einem “unfairen” Vergleich führen kann.

    Just m2c

    P.S.: Tipps von Profis mögen häufig sehr wertvoll sein, man muss sie als Anfänger jedoch mit Bedacht konsumieren. Die persönlichen Präferenzen von Anfängern und Profis sind häufig einfach per se zu unterschiedlich, das sollte man immer im Hinterkopf haben.

    #69410

    marc
    Taucher

    Nur als Klarstellung:

    “Wing” heisst nicht spartanisches “Tech-Wing”. Ich spreche hier von Sport-Wings, welche “ganz normale” Jackets sind, nur das die Luftkammern “nur” auf dem Rücken sind. Dies ermöglicht eine gute Waserlage, was soviel heisst wie das  der Taucher einfacher eine horizontale Wasserlage hat. Ausserdem entlastet es den Rücken von der Flasche (siehe obiger Link zur Shoppinghilfe).

    Unter folgendem Link findet Ihr z.B. Informationen zu den Seaquest-Jackets:
    http://www.aqualung.com/de/content/view/162/253/

    Die erste Kategorie sind die ADV-Jackets (=old School-Sport-Jackets). Die zweite Kategorie (“Back Inflation”) sind die Wing-Jackets von Seaquest (von diesen spreche ich). Die dritte Kategorie ist der Techi-Krempel (von denen spreche ich hier NICHT).

    Seitdem ich damals das Seaquest Balance getaucht bin, gibts für mich sicher nie mehr ein ADV-Jacket. Die Bewegungsfreiheit sind super da vorne kein Jacket sondern nur ein Gurt in die Wasserlage wurde eh schon beschrieben.

    i3:
    Vielleicht noch ein paar Worte zu den pneumatischen Inflators. Die einen finden das Tauchen mit diesen Systemen super – andere kommen nicht zu schlage damit. Auf jedenfall hat hat man aber eine Fehlerquelle mehr (stellt Euch vor das Inflator-System liegt Euch auf einer zweiwöchigen Tauchsafari (=zwei Wochen auf hoher See) ab – Ihr kriegt das nie im Leben repariert – im Gegensatz zu einem einfachen Faltenschlauch. Zweites Kriterium für mich ist je länger je mehr das Reisegewicht. Das i3 ist ein ganzes Stück schwerer als ein plumper Faltenschlauch. Gewicht => Tauchurlaub mit Flieger :-/  Da das i3 aus meiner Sicht auch so optionales Ding ist, …

    Gruss,
    Marc

    #69411

    scubatinoo
    Taucher

    Also ich würde z.B. ein Halcyon Eclipse auch jedem Sporttaucher uneingeschränkt empfehlen! Bewegungsfreiheit und Robustheit haben für mich halt den höheren Stellenwert als irgendwelcher bunter Firlefanz…

    #69412

    Anonym

    Also ich würde z.B. ein Halcyon Eclipse auch jedem Sporttaucher uneingeschränkt empfehlen! Bewegungsfreiheit und Robustheit haben für mich halt den höheren Stellenwert als irgendwelcher bunter Firlefanz…

    kann ich so unterschreiben! ich wuerde jetzt nie wieder ein jacket kaufen, nur noch backplate & wing.

    all die taschen an den jackets sind eh schlecht zugaenglich und die vielen d-ringe an der begurtung brauchts nicht.

    und mit einem single tank adapter laesst sich das ganze auch problemlos an eine mono flasche montieren.

    ansonsten gibts auch single tank wings. z.b. http://halcyon.net/bc/single/eclipse
    schau mal, wie ordentlich es da zu und her geht 🙂

    #69413

    marc
    Taucher

    etwas eine fundamentalistische “alles-immer” bzw. “schwarz-weiss” antwort. kann ich so nicht unterstützen. es sind nicht “alle” sportjackets schlecht.

    also nass-urlaubs-sporttaucher finde ich:

    – die techie-jackets schrecken normale sporties häufih ab
    – mir als nasstaucher fehlt bei tech-wings eine tasche welche ich für die boje+spool brauche
    – ein d-ringe an der begurtung brauche ich für lampe, fotogerödel und metallstab
    – mein sporti-wing sieht auch nach hunderten von tauchgängen noch sehr gut aus und keiner der plastik-d-ringe hat bis anhin gerissen. für das sporttauchen reichen diese völlig aus – da hängt weder eine stage-flasche noch ein scooter dran

    auch ich tauche in zwischenzeit in den heimischen gewässern nur noch ein tech-wing und ja, ein anfänger könnte/kann damit auch tauchen. aus meiner sicht kann ein sporttaucher aber auch gut mit “normalen” wings und jackets tauchen: ich sehe das nicht so schwarz/weiss.

    zusammengefasst gibt es folgende jackets-typen welche für sporttaucher in frage kommen:

    – adv-jackets
    – hybrid-jackets
    – sport-wing
    – tech-wing (hier gibt es auch wieder unterschiedliche untervarianten)

    auch als tauch-anfänger kann man grundsätzlich mit allen tauchen wobei ich einem der wing's den vorzug geben würde. für reines sporttauchen reicht ein sport-wing auch gut wobei ein tech-wing robuster dafür spartanischer ist.

    #69414

    bluehusky22
    Mitglied

    Also wenn ich das mitverfolge und allgemein im Net schauen, denke ist doch ein Hybrid Jacket noch das optimalste oder ?

    #69415

    Anonym

    etwas eine fundamentalistische “alles-immer” bzw. “schwarz-weiss” antwort. kann ich so nicht unterstützen. es sind nicht “alle” sportjackets schlecht.

    das hat gar nichts mit fundamentalismus und schwarz-weiss zu tun, marc. das sind persoenliche ansichten.

    btw. sagt hier niemand “sportjackets sind schlecht”. es gibt aber nun mal taucher hier, welche in wing/backplate nur vorteile sehen und “intelligenten minimalismus” anstreben und sich daher gegen jackets aussprechen. was soll dabei fundamentalistisch sein?

    ich bevorzuge wings und empfehle sie daher auch allen, die fragen. es wird niemand gezwungen, mit wing zu tauchen 😉

    gerade weil so wenig dran ist, schaetze ich wings/backplates sehr. ich bin damit im bauchbereich viel “freier”. und zeugs befestigen kann ich da genau so gut (wenn nicht noch besser) als mit einem jacket 😉

    #69416

    Anonym

    Also wenn ich das mitverfolge und allgemein im Net schauen, denke ist doch ein Hybrid Jacket noch das optimalste oder ?

    am besten probierst du beides mal live im wasser aus. da wirst du selbst die beste meinung bilden koennen.

    wie du im thread hier siehst, gibt es ganz verschiedene ansichten, was nun optimal ist und was nicht. am ende ist es geschmackssache und kann nicht universell beantwortet werden…

    #69417

    marc
    Taucher

    Also wenn ich das mitverfolge und allgemein im Net schauen, denke ist doch ein Hybrid Jacket noch das optimalste oder ?

    naja – kommt drauf an. für die wasserlage ja. so wie ich die dinger schon gesehen habe, haben die aber vorne rum trotzdem noch die schwimmblasen. d.h. man ist vorne rum nicht so frei wie bei einem wing. bin aber auch noch kein hybrid getaucht.

    #69418

    marc
    Taucher

    @schnappi:
    das meine ich ja: du (als tech-rebreather-hardcore-crack -> positiv gemeint) findest die tech-wings gut und empfiehlst diese darum auch auch einem owd-ferien-nasstaucher. tech-wings sind cool – richtig cool. aber als nasstaucher (d.h. ohne trocki) steht ich da vor einem problem: ich muss nähmlich an meinen assanzug beintaschen nähen lassen (gibt es so nicht ab stange). zudem habe ich ein riesen gewicht der backplate und des single-tank-adapters (den ich mir nebenbei auch noch besorgen muss).

    auf der anderen seite fragen neue sporttaucher, die im roten meer NICHT im trocki tauchen wie andere hier (*zwinker*) nach jackets für hier und vermutlich auch für das urlaubstauchen in tropischen meeren weit weg und bei 30°C wassertemperatur bis max. 30m (wenn überhaupt).

    bin mir nicht ganz sicher, ob du das noch kennst *hihi*.
    da macht aus meiner sicht ein schwehres, bombensicheres tech-wing das man noch mit singletankadapter, taschen etc. nachrüsten muss irgendwie wenig sinn – oder nicht? diese jackets haben einfach ein anderes zielpublikum.

    genau das ist doch das stichwort: es gibt unterschiedliche zielpublikas mit entsprechend unterschiedlichen anforderungen und bedürfnissen. entsprechend ist doch ein tech-wing auch nicht einfach DAS uneingeschränkt zu empfehlende, alleinige, beste jacket.

    versuche dich doch in die leute zu versetzen. magst du dich noch auf die safari auf der blue-waves erinnern (ich komme jetzt hier nicht  mit details *grins*). damals hätte für dich ein tech-wing wohl auch wenig sinn gemacht oder schon (ganz ehrlich jetzt)? klar, es wäre auch damals möglich gewesen mit einem tech-wing zu tauchen. ist aber eher kategorie mit kanonen auf spatzen schiessen oder nicht?

    #69419

    marc
    Taucher

    all die taschen an den jackets sind eh schlecht zugaenglich und die vielen d-ringe an der begurtung brauchts nicht.

    tönt schon nach “alle” und “schlecht”.  😉 ;D

    #69420

    Anonym

    bin mir nicht ganz sicher, ob du das noch kennst *hihi*.

    ich tauche zwischendurch auch mal wieder nass (wenn gerade mal wieder mein unterzieher veerregnet ist). letztes mal in der fontaine des truffes. fuer die beintaschen hab ich da so ein ueberzie-stuelp-teil-dingsbums ueber den anzug gezogen, damit ich meine geliebten beintaschen wieder hatte 😉

    versuche dich doch in die leute zu versetzen. magst du dich noch auf die safari auf der blue-waves erinnern (ich komme jetzt hier nicht  mit details *grins*). damals hätte für dich ein tech-wing wohl auch wenig sinn gemacht oder schon (ganz ehrlich jetzt)?

    ja, ne kotztuete haette an gewissen plaetzen sicher mehr wert gehabt als ein tech wing LOL

    im ernst, damals hab ich wings und so noch nicht gekannt und war der ansicht, mein jacket sei das groesste. sicher, fuer die tauchgaenge damals hat ein jacket gereicht. aber wenn ich heute an den luxus denke, den mir eine DIR config gibt… 😉

    #69421

    moderlieschen
    Taucher

    ja, ne kotztuete haette an gewissen plaetzen sicher mehr wert gehabt als ein tech wing LOL

    @Schnappi : hab eher an ein weiches Daunen-Kopfkissen gedacht .

    Grüessli

    #69422

    Excalibur
    Taucher

    Ich tauche seit meinem 2. Freiwassertauchgang ein Wing Jacket. In meinem Fall handelt es sich aber um kein Tec Wing, sondern eher eines für den Sporttauchbereich.

    Meine damalige Entscheidungsgrundlage war mein Bauch. Ich mag es nicht, wenn mir etwas draufdrückt. Und da unter dem Jacket einiges an Bauch zu verstauen ist, wollte ich einen Auftriebskörper, welcher sich ausschliesslich am Rücken befindet.

    Zu Beginn war es eine ziemlich Umstellung, da ich im Hallenbad und bei meiner Seetaufe ein ADV getaucht hatte. Doch nach ein paar Tauchgängen klappte es schon recht gut. Ich kann mich noch gut an das Gesicht des Basisleiters auf den Malediven erinnern, als er mein Jacket und mein Logbuch sah.. Seine etwas konsterniert Frage lautet:'Welcher Idiot verkauft einem Anfänger ein Wingjacket?!'

    Zwischenzeitlich bin ich bereits wieder an einem Wingjacket ausschau halten. Jedoch wird das wieder kein Tec Wing sein. Das kann ich beim Schulen einfach nicht brauchen und schliesslich möchte ich den Schülern auch die Vorzüge der unterschiedlichen Jackets näher bringen. Das neue Oceanic Excursion 2 sieht nicht schlecht aus und im Oktober soll Cressi ein neues Wing auf den Markt bringen. Mal schauen, was es am Ende sein wird.

    Für mich sind in diesem Moment die wichtigsten Kriterien:

    – genug Auftrieb (mind. 21 Liter Blase aber eher grösser)
    – genügend D-Ringe (Stahl oder welches Metall da immer verwendet wird)
    – Taschen (ist mittlerweilen nicht mehr so oft anzutreffen)
    – gute Bedienbarkeit
    – muss single und double tank Kompatibel sein
    – sollte nicht zu schwer sein (4.5 Kg max.) <- mein Oceanic Chute 3 ist sicher schwerer
    – und es sollte vorallem gut anpassbar (ähnlich Cressi 2011) und bequem sein

    Aber einem Beginner würde ich auf keinen Fall ein Tec Wing empfehlen. Bei einem solchen Jacket muss alleine das Lösen der Begurtung schon gut geübt werden. Ein Beginner hat überlicherweise noch nicht die Gelassenheit und Ruhe, um da eventuell noch mit Trocki-Handschuhen herum zu friemeln..

    #69423

    marc
    Taucher

    @Schnappi : hab eher an ein weiches Daunen-Kopfkissen gedacht .

    Schnappi: Hatte auch mehr an das Kissen als an die Kotztüte gedacht 🙂

    Meine damalige Entscheidungsgrundlage war mein Bauch. Ich mag es nicht, wenn mir etwas draufdrückt. Und da unter dem Jacket einiges an Bauch zu verstauen ist, wollte ich einen Auftriebskörper, welcher sich ausschliesslich am Rücken befindet.

    *lol* geiles Statement Exi – würde Dir dafür ein award geben, wenn wir sowas im Forum hier hätten 😉

    – genug Auftrieb (mind. 21 Liter Blase aber eher grösser)

    21 Liter Auftrieb ist schon sehr viel für ein Sportjacket – da bist Du schon in der Tech-Kategorie. Ich für mich hätte die untere Grenze für Sporttauchen jetzt bei ca. 16-17 Liter gesetzt. Damenjackets haben häufig auch noch etwas weniger Auftrieb.

    Wie Urs Antliker hier im Forum mal geschrieben hat, sollte das Jacket sämmtliche Ausrüstung an der Wasseroberfläche tragen können. D.h. alles dran machen, Jacket aufblasen und ins Wasser werfen: säuft es nicht ab hast Du genug Auftrieb 😉

    Noch wegen Qualität des Jackets:

    Hier hatte ich schon grosse Unterschiede gesehen und bei meinen Jackets selbst erlebt. Das hatte mich wirklich erstaunt, wie weit die teilweise auseinander liegen. Die mit Abstand beste Verarbeitung sah ich bisher bei den Seaquest-Jackets. Kann aber gut sein, das die anderen die letzten 2-3 Jahre auch stark aufgeholt hatten. Hier würde ich bei der Evaluationen einen genauen Blick drauf werfen. Insbesondere Verarbeitung der Nähte und der Abschlüsse. Sind die Abschlüsse umgefaltet und vernäht oder laufen sie einfach aus und haben eine einfache Naht?

    Wie gesagt sieht mein aktuelles Seaquest-Jacket nach hunderten von Tauchgängen (Süss- und Saltzwasser) noch prima aus. Andere haben diese Anzahl Tauchgänge gar nicht erst überlebt.

    #69424

    scubatinoo
    Taucher

    Hossa!

    – genug Auftrieb (mind. 21 Liter Blase aber eher grösser)

    Genug Auftrieb sollte jedes Jacket haben. Aber wer macht sich darüber schon Gedanken? Wenn ich so höre, was die Leute alles an Blei mitschleppen, wundere ich mich, dass die immer wieder hochkommen… Geschätzte 2 – 4 kg Blei sind alleine notwendig um den Auftrieb der Polsterungen am Jacket auszugleichen…

    – genügend D-Ringe (Stahl oder welches Metall da immer verwendet wird)

    Wozu? Nur schon eine Longhose und ein Neckband machen nahezu alle D-Ringe, die sonst für irgendwelche abenteuerlichen Oktopus-Befestigungen nötig sind, überflüssig. Und die wichtigsten Instrumente wie Computer und Kompass kommen an den Arm, dann brauchst noch 2 D-Ringe: 1x für die Lampe und 1x für den Finimeter…

    – Taschen (ist mittlerweilen nicht mehr so oft anzutreffen)

    Was nehmt ihr auch alles zum Tauchen mit? Ich hab noch nie irgendwas in die Taschen meines Sportjackets gestopft (ausser einer Banane). Und wenn, dann musste ich unter Wasser merken, dass ich es nicht mehr raus bekomme (Mares Vector)… Das wird wohl auch der Grund sein, warum diese langsam verschwinden…

    – gute Bedienbarkeit

    Was willst denn an einem Jacket bedienen, ausser Inflator und Schnellablass?

    – muss single und double tank Kompatibel sein

    Das ist der grösste Humbug! Spätestens wenn man mal ein Jacket für Doppeltank neben ein Jacket für Einzeltank legt, sieht man dass das Konzept von “1 Jacket für Alles” nicht funktioniert!

    – sollte nicht zu schwer sein (4.5 Kg max.) <- mein Oceanic Chute 3 ist sicher schwerer

    Das Gewicht bei einem Tec-Jacket kann aufgrund der einfachen Begurtung gleich als “Blei” angerechnet werden. Beim Sporttaucherjacket geht ein Grossteil des Gewichts durch den Auftrieb der Polsterungen und Taschen verloren

    – und es sollte vorallem gut anpassbar (ähnlich Cressi 2011) und bequem sein

    Hier liegen die Tec-Jackets ganz klar im Vorteil! Hier gibts kein M, das ein bisschen zu klein ist oder ein L, das ein bisschen zu gross ist. Dank der einfachen Bebänderung kann das Jacket auf jede Körperform passgenau eingestellt werden. Die Bebänderung schaut zwar nicht bequem aus, aber dank der optimalen Gewichtsverteilung auf dem Rücken ist das Tec-Jacket genauso bequem wie ein gepolstertes Sporttaucher-Jacket… Und wenn sich dein “Umfang” aufgrund anderer Anzugwahl (Nass/Trocki) ändert, stellst du einfach die Begurtung nach. Ich musste ein neues Jacket kaufen, als ich angefangen hab Trocken zu tauchen, weil mir das M (passt perfekt im Nassanzug) zu klein war…

    – Aber einem Beginner würde ich auf keinen Fall ein Tec Wing empfehlen. Bei – einem solchen Jacket muss alleine das Lösen der Begurtung schon gut geübt – werden. Ein Beginner hat überlicherweise noch nicht die Gelassenheit und – Ruhe, um da eventuell noch mit Trocki-Handschuhen herum zu friemeln..

    Hääää? Das Lösen der Begurtung besteht genau aus einem Schritt: Bauchgurt-Schnalle öffnen. Das schafft man selbst mit den dicksten Handschuhen und steifgefrorenen Fingern! Im Gegensatz zu den diversen Schnallen und Klettverschlüssen, die man bei einem Sporttaucher-Jacket aufmachen muss…

    Hinzu kommt ein weitere Vorteil: Wenn ich mein Tec-Jacket irgendwo auf einem Parkplatz ins Kies legen muss und dabei einen Nagel treffen, der mir ein Loch in Blase macht, dann tausch ich die Blase aus. Nicht vor Ort, aber dann zuhause. Ein Sporttaucher kauft sich ein neues Jacket…

    Ich verstehe die “Berührungsängste” gegenüber den Tec-Jackets nicht. Wenn man sich mal von alten Vorstellungen und Gewohnheiten löst, wird man die Vorteile vielleicht erkennen… Wenn nicht, kauft man sich alle paar Jahre ein neues Jacket – weil man nie ganz glücklich und immer auf der Suche nach etwas besserem ist…  😉

    #69425

    Excalibur
    Taucher

    @scubatinoo

    Ich beantworte all Deine Punkte mit dem Satz, dass ich meine Kriterien aus Sicht des Instructors aufgeschrieben habe.

    #69426

    marc
    Taucher

    Scubatinoo,

    Wie schon x-mal gesagt sprechen wir hier NICHT von Tec-Tauchen und auch nicht von DIR-Konfiguration sondern von ganz konventiellem Sporttauchen mit der Standard-Einsteiger-Konfiguration. Wenn Du etwas anders siehst als andere hier im Forum ist das nicht automatisch als “humbug” etc. zu beschimpfen.

    ich – als tec- und ferien-sport-taucher – stelle hier mal ein paar punkt für die mitlesenden klar:

    Hossa!

    – genug Auftrieb (mind. 21 Liter Blase aber eher grösser)

    Genug Auftrieb sollte jedes Jacket haben. Aber wer macht sich darüber schon Gedanken? Wenn ich so höre, was die Leute alles an Blei mitschleppen, wundere ich mich, dass die immer wieder hochkommen… Geschätzte 2 – 4 kg Blei sind alleine notwendig um den Auftrieb der Polsterungen am Jacket auszugleichen…

    Mit Nassanzug im Meer und dem Seaquest-Balance benötige ich 4kg Blei. Kann also nicht ganz so schlimm sein mit der Polsterung (welche es am Seaquest Balance auch hat).

    Übrigens: als DIR-Taucher finde ich die Polsterung des Sport-Jackets trotzdem noch recht angenehm zu tragen – ist nicht nur schlecht – da stimmt auch mein Rücken zu.

    – genügend D-Ringe (Stahl oder welches Metall da immer verwendet wird)

    Wozu? Nur schon eine Longhose und ein Neckband machen nahezu alle D-Ringe, die sonst für irgendwelche abenteuerlichen Oktopus-Befestigungen nötig sind, überflüssig. Und die wichtigsten Instrumente wie Computer und Kompass kommen an den Arm, dann brauchst noch 2 D-Ringe: 1x für die Lampe und 1x für den Finimeter…

    Ich tauche auch mit dem Sport-Wing mit Long-Hose und somit ohne Oktopus-Halter. Wie oben geschrieben braucht ich trotzdem D-Ringe:

    – Sicherung der Kamera
    – Sicherung der Lampe
    – Sicherung des Metallstabes

    Wie willst Du das im Nassanzug denn lösen wo es kein Beintaschen hat? …ohne so Sachen wie Überziehbeintaschen, Anzugumbau beim Neoprenschneider etc.


    – Taschen (ist mittlerweilen nicht mehr so oft anzutreffen)

    Was nehmt ihr auch alles zum Tauchen mit? Ich hab noch nie irgendwas in die Taschen meines Sportjackets gestopft (ausser einer Banane). Und wenn, dann musste ich unter Wasser merken, dass ich es nicht mehr raus bekomme (Mares Vector)… Das wird wohl auch der Grund sein, warum diese langsam verschwinden…

    Wieder wie bei den D-Ringen: wo baumelt denn Dein Surface-Marker (aka Boje) rum wenn Du nass tauchst? Ich brauche dafür eine kleine Tasche an meinem Jacket. Ein Sport-Jacket ohne Tasche ist – aus meiner bescheidenen Erfahrung – unbrauchbar für das Nasstauchen.

    – gute Bedienbarkeit

    Was willst denn an einem Jacket bedienen, ausser Inflator und Schnellablass?

    Na da hast Du Dir die Antwort wohl selbst gegeben. Daneben noch selbe wie beim DIR-Tauchen: die D-Ringe sollten am richtigen Ort sein. Ausserdem sollte die Tasche für den gewünschten Verwendungszweck taugen.

    – und es sollte vorallem gut anpassbar (ähnlich Cressi 2011) und bequem sein

    Hier liegen die Tec-Jackets ganz klar im Vorteil! Hier gibts kein M, das ein bisschen zu klein ist oder ein L, das ein bisschen zu gross ist. Dank der einfachen Bebänderung kann das Jacket auf jede Körperform passgenau eingestellt werden. Die Bebänderung schaut zwar nicht bequem aus, aber dank der optimalen Gewichtsverteilung auf dem Rücken ist das Tec-Jacket genauso bequem wie ein gepolstertes Sporttaucher-Jacket… Und wenn sich dein “Umfang” aufgrund anderer Anzugwahl (Nass/Trocki) ändert, stellst du einfach die Begurtung nach. Ich musste ein neues Jacket kaufen, als ich angefangen hab Trocken zu tauchen, weil mir das M (passt perfekt im Nassanzug) zu klein war…

    Hier kann ich Dir – als DIR-Tec-Taucher – wieder nicht ganz beistimmen, wenn es um das Sporttauchen geht. Ein Tec-Wing kannst Du präzise Einstellen, ja. Aber das ist OBERMÜHSAM – vorallem wenn die Begurtung mal nicht mehr ganz neu ist. Ist kenne das aus eigener Erfahrung. Willst Du jetzt mit dem selben Jacket sowohl nass wie auch trocken Tauchen, so bist Du permanent diese Begurtung am umstellen bzw. fummeln. Das will definitiv keiner!

    Bei meinem Sport-Wing kann ich in wenigen Sekunden von trocken auf nasses Tauchen umstellen und das Jacket passt.

    – sollte nicht zu schwer sein (4.5 Kg max.) <- mein Oceanic Chute 3 ist sicher schwerer

    Das Gewicht bei einem Tec-Jacket kann aufgrund der einfachen Begurtung gleich als “Blei” angerechnet werden. Beim Sporttaucherjacket geht ein Grossteil des Gewichts durch den Auftrieb der Polsterungen und Taschen verloren

    Taucherisch ist das korrekt, dass man dafür weniger Blei braucht. Nur interessiert das die Fluggesellschaften überhaupt nicht. Die verrechnen Dir das Mehrgewicht Deines Tech-Wings, welches Du in die Tropen mitnimmst trotzdem zu einem ganz schönen Ansatz.

    Auch ich finde, dass auch ein Anfänger mit Tec-Jackets zurecht kommen würde bzw. kommt. Nur leider muss ich als DIR-Taucher ehrlich gestehen, das Tech-Wings für das Nass- und Monoflaschen-Tauchen nicht wirklich taugen. Man kann das auch mit Tech-Wings aber nur mit Bastellösungen. Genau diese Art von Tauchgängen praktiziert aber die grosse Mehrheit der Sporttaucher!

    Nachteile die aus meiner Sicht für 0815-Nass-Sporttaucher ganz klar gegen ein Tech-Wing sprechen:

    – Bleisystem gibt es nur zum “anstecken” (=Bastellösung) oder als Bleigurt (=geht ins Kreuz für die (wie ich) mit Rückenproblemen)

    – Taschen gibt es ebenfalls nur zum “anstecken” (=Bastellösung)

    – Beintaschen an den Nassanzug nähen ist nicht jedermanns Sache (auch wenn ich das auch schon ernsthaft überlegt habe)

    – Monoflaschen müssen mit einem Adapter-Teil montiert werden.

    – Gewicht für die Flugreisen

    – Umständliche Einstellung der Begurtung, welche nicht so schnell von Nass- auf Trockentauchen umgestellt ist. Nicht umsonst ist das ein wesentlicher Bestandteil der DIR-Kurse 😉

    Als Nasstaucher kann man diese Nachteile teilweise Umgehen aber es fühlt sich gebastelt an. Ein Sportwing ist genau für die Sporttaucher ausgelegt und damit entfallen die Basteleien.

    Für Trocken-Sporttaucher ist das Tech-Wing hingegen schon eher Alternative sofern der Hang zum Tech-Tauchen besteht. Ansonsten lohnt sich die Bastelei mit Ansteck–Bleitaschen oder Bleigurt und Monoflaschenadapter – aus meiner Sicht nicht. Die Tech-Wings sind ganz klar auf das Tauchen mit Doppeltanks und Trockentauchanzug ausgelegt – da gibt es (aus meiner Sicht) nicht besseres.

    Man muss immer die Bedürfnisse der Anwender vor Augen haben. Es gibt nicht das eine Ding das für alle und alles passt. Genau so passt auch ein Tech-Wing nicht für alles uneingeschränkt.

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