SWISS DIVERS › Foren › Tauchausbildung › AOWD gleich nach OWD?
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18. August 2011 um 8:39 Uhr #69067
Anonym
InaktivTrifft natürlich nicht auf jeden zu und ist sicherlich auch sehr abhängig vom jeweiligen Tauchlehrer. Mit bisschen Glück findet man sicher einen, der sich dem jeweiligen Stand anpasst und das ganze etwas anspruchsvoller gestaltet. Ist aber wohl eher die Ausnahme.
Beispiel bei mir: Ich hatte bei Beginn des AOWDs bereits über 30 Tauchgänge im Bereich von 30-40m und habe schon ettliche Tauchgänge «angeführt» bzw. navigiert. Hab ausserdem schon oft bei Nacht getaucht und einen Trocki hatte ich auch schon seit mehr als 40 Tauchgängen.
PERSÖNLICH konnte ich im Rahmen dieses Kurses nur noch sehr geringfügig profitieren (um es jetzt mal mild auszudrücken), im Nachhinein hätte ich sogar ganz darauf verzichtet. (da ich einige Zeit danach mit dem TDI Nitrox, Adv. Nitrox und Deco Procedures Kurs begonnen habe was ich aber zu Beginn des AOWDs natürlich noch nicht wusste)
Ist sicher individuell wieder etwas verschieden da gebe ich dir recht, würde den Kurs aber trotzdem irgendwann im Anschluss zum OWD empfehlen da man während dieser Zeit einfach am meisten davon profitieren kann.
Gruess Oli
18. August 2011 um 8:49 Uhr #69068Anonym
Inaktivich, die anderen denke ich sind meiner meinung, habe nicht damit gemeint das wärend dem aowd nichts weiter gelehtnt wird.
nur muss man nicht unbedingt 100 tg erreichen, bevor man den kurs absolvieren kann. man kann ihn ruhig und ohne schlechtes gewissen gleich nach dem owd machen.Zum schluss noch, nach jedem kurs ist man noch lange nicht ausgelernt. beim tauchen kan man rutihnirter werden.
wird ein neues ausrüstungsteil gekauft, ist schon wider lehrnen und damit umgehen angesagt.Meine meinung ist, dass man nie ausgelehrnt hat, gibt immer wider neues, beim tauchen wie auch sonst im leben
23. August 2011 um 19:24 Uhr #69069Anonym
Inaktivder AOWD ist eigentlich nur reine Geldmacherei 🙂
Kurzgesagt:
- Der Kurs bringt so nah am OWD nicht mehr Erfahrung als 5 eigene Tauchgänge.
- Der AOWD und der OWD sind so aufgebaut, dass sie problemlos im Urlaub gemacht werden können, um besser verkauft zu werden.
- Die 5 Tauchgänge sollen Dir die kostenpflichtigen, weiterführenden Kurse für die nächsten Ferien schmackhaft machen (Specialitys).
- Der Kurs befähigt dich, trotz mangelder Erfahrung (9 Tauchgänge), auf eine Tiefe zu tauchen, in der Du noch nicht warst (Kursanforderung: 21m, Befähigung: 30m) und in der Du mit der mangelnden Erfahrung, einem Buddy in einer Notsituation nicht helfen kannst.
- Weshalb bei Versicherungen die Tauchtiefe nicht mit der Taucherfahrung verglichen wird, sondern nur mit bezahlten Kursen, ist grundsätzlich schleierhaft. Theoretisch müssten die Kurse an eine minimale Taucherfahrung geknüpft sein.
Und wer jetzt glaubt das sei übertrieben; ich bin schon mit AOWD'lern getaucht die wesentlich schlechter tauchen als ich bei meinem 2. Freiwassertauchgang – die hätte mein Tauchlehrer damals nicht brevetiert. Buddycheck musst Ihnen noch vorsagen und trotzdem übersehen sie noch die Hälfte, Vorinformation über nen Tauchplatz kennen sie nicht, Navigiern oder zumindest Kompass am anfang einstellen.. nicht nötig, Tarieren ist ein unverständliches Fremdwort, Sicherheitsstops sind was für Weicheier und die Ausrüstung kommt alles zusammen direkt in ne Kiste bis zum nächsten Tauchgang – da überleg ich mir ob ich bei ner OhneLuft-Situation wirklich an dem Oktopus saugen will oder vielleicht doch nen Fisch aussaugen sollt – riechen tut's etwa gleich.
24. August 2011 um 2:49 Uhr #69070
ExcaliburTaucherDas würde ich so jetzt nicht unterschreiben, scubandro.
Jeder Kurs von PADI gibt Dir nur das Rüstzeug in die Hand. Danach ist der Taucher selber verantworlich, mit diesem Rüstzeug die eigenen Fähigkeiten bzw. das Gelernte weiter zu vertiefen.
Ich mache das bei meinen Kursen von Beginn weg sehr deutlich. Keiner kann erwarten, dass ein OWD oder AOWD von Beginn weg perfekt tariert. Bei uns probieren wir auch ganz klar, auf 25 bis 28 Meter zu gehen, beim Deep Dive. Jedoch machen wir das immer vom Wohlbefinden des Tauchers abhängig. Geht der nachher gnadenlos auf 30 Meter, dann kann hier das Ausbildungskonzept nichts dafür. Übrigens gilt bei PADI schon eine Tiefe ab 18+ Meter als Tieftauchen.
Wenn die von Dir aufgeführten Kritikpunkt auftreten, dann hat der Schüler nach meinem Verständnis eine nicht sehr gute OWD-Ausbildung bekommen oder diese liegt bereits schon Jahre zurück und es handelt sich um einen eher 'ich gehe alle 2 Jahre im Urlaub mal tauchen' Typen. Deine Beschreibung hat in meinen Augen auch nicht wirklich etwas mit den PADI-Kursen zu tun, sondern kann nach jeder Ausbildung durch jede Organistation so vorkommen. Hier einfach auf PADI zu zeigen, nur weil er halt AOWD ist, nenn ich dann eher billig.
Natürlich geht es beim Tauchen auch ums Geschäft. Wer das bis jetzt immer noch nicht verstanden hat, der lebt scheinbar noch in einer rosa Seifenblase. Wir bemühen uns aber trotzdem darum, unseren Tauchern die best mögliche Ausbildung zukommen zu lassen. Wir halten das Ratio tief und wir gehen auf unsere Tauchschüler ein. Wir gehen auch oftmals noch eine Extrameile, wenn es für eine Brevetierung notwendig wird.
Weiterhin ist das Schulungskonzept von PADI modular und vernetzt aufgebaut. Wenn man das nicht bis ins Detail versteht, dann kann schnell mal der Gedanke der Geldmacherei aufkommen. Das ging mir zu Beginn meiner Tauchkariere auch so. Zwischenzeitlich finde ich das Konzept sehr gut und hilft den Schülern ohne grossartig überfordert zu werden, sich an die jeweiligen Themen heran zu tasten.
24. August 2011 um 3:57 Uhr #69071Anonym
InaktivNaja hier wird aber von Urlaubs AOWD gesprochen und nicht von hiesigen, meiner Meinung nach seriösen Ausbildungen. Und es ist nicht direkt gegen PADI gerichtet – ich tauche ja selbst als PADI Taucher. Trotzdem muss man sagen, dass z.B. CMAS mindestanforderungen an ein Brevet der 2. Stufe stellt. Und Du sagst es richtig, vielleicht hat der ne schlechte Ausbildung genossen im OWD und AOWD – hätte er aber z.B. als Voraussetzung 25 Tauchgänge gehabt, was ja nicht viel ist – hätte er definitiv eine gewisse Erfahrung gehabt und wäre nicht wie ein Tazmanischer Teufel durchs Wasser gewirbelt.
Jedesmal wenn ich im Urlaub bin seh ich das gleiche bei den Tauchern vor Ort, die den AOWD machen:
5 zusätzliche Tauchgänge in Begleitung eines Tauchlehrers. Theorie wird knapp überflogen, wenn überhaupt!.. und dann werden noch Tauchgänge kombiniert angewendet (4 statt 5, damits auch sicher durchpasst in 10 Tagen Urlaub). Theoretisch kann mans ja fast auf einen Tauchgang reduzieren: ich navigiere selber mit nitrox aufm rücken zu einem Wrack auf 20m Tiefe und das bei Nacht, in einem Bereich wo's noch leichte Strömung hat und ich noch Fische identifizieren kann, anahand einer Fisch-Karte.Dass man bei Specialitys das Rüstzeug bekommt um in Eigenverantwortung das gelernte weiterzuentwickeln, seh ich genau so und ist auch super! Aber einen Tauchgang pro Themenbereich (teilweise sogar ganz ohne Tauchgang) und 2-3 Absätzen Text zu lesen als «Rüstzeug» zu bezeichnen ist definitiv gewagt. Und es dann für 500.- zu verkaufen, ist einfach reine Geldmacherei. Damit es etwas attraktiver ist, sagt man dann, ok danach darf man auf 30m tauchen und sonst nicht. 🙂
24. August 2011 um 4:13 Uhr #69072Anonym
InaktivNaja hier wird aber von Urlaubs AOWD gesprochen und nicht von hiesigen, meiner Meinung nach seriösen Ausbildungen. Und es ist nicht direkt gegen PADI gerichtet – ich tauche ja selbst als PADI Taucher. Trotzdem muss man sagen, dass z.B. CMAS mindestanforderungen an ein Brevet der 2. Stufe stellt. Und Du sagst es richtig, vielleicht hat der ne schlechte Ausbildung genossen im OWD und AOWD – hätte er aber z.B. als Voraussetzung 25 Tauchgänge gehabt, was ja nicht viel ist – hätte er definitiv eine gewisse Erfahrung gehabt und wäre nicht wie ein Tazmanischer Teufel durchs Wasser gewirbelt.
Jedesmal wenn ich im Urlaub bin seh ich das gleiche bei den Tauchern vor Ort, die den AOWD machen:
5 zusätzliche Tauchgänge in Begleitung eines Tauchlehrers. Theorie wird knapp überflogen, wenn überhaupt!.. und dann werden noch Tauchgänge kombiniert angewendet (4 statt 5, damits auch sicher durchpasst in 10 Tagen Urlaub). Theoretisch kann mans ja fast auf einen Tauchgang reduzieren: ich navigiere selber mit nitrox aufm rücken zu einem Wrack auf 20m Tiefe und das bei Nacht, in einem Bereich wo's noch leichte Strömung hat und ich noch Fische identifizieren kann, anahand einer Fisch-Karte.Dass man bei Specialitys das Rüstzeug bekommt um in Eigenverantwortung das gelernte weiterzuentwickeln, seh ich genau so und ist auch super! Aber einen Tauchgang pro Themenbereich (teilweise sogar ganz ohne Tauchgang) und 2-3 Absätzen Text zu lesen als «Rüstzeug» zu bezeichnen ist definitiv gewagt. Und es dann für 500.- zu verkaufen, ist einfach reine Geldmacherei. Damit es etwas attraktiver ist, sagt man dann, ok danach darf man auf 30m tauchen und sonst nicht. 🙂
Worin solln sich den die Kurse bei uns abheben? Dies kann höchstens individuell durch den TL geschehen. Sobald jemand damit jedoch Geld verdienen muss / will, kannst du auch bei uns nicht viel mehr erwarten.
24. August 2011 um 4:16 Uhr #69073
ExcaliburTaucherWorin solln sich den die Kurse bei uns abheben? Dies kann höchstens individuell durch den TL geschehen. Sobald jemand damit jedoch Geld verdienen muss / will, kannst du auch bei uns nicht viel mehr erwarten.
Und genau das ist eben falsch. Damit unterstellst Du uns, dass wir auch eine schlechte Ausbildung anbieten, weil wir Geld damit verdienen müssen/wollen.
24. August 2011 um 4:39 Uhr #69074Anonym
InaktivSorry die Formulierung war schlecht gewählt.
Ich wollte damit sagen, das man durchaus auch in den Ferien einen gleichwertigen Kurs bekommt wie bei uns.
Padi gibt nunmal die Kursunterlagen und Anforderungen vor. Alles was darüber hinaus geht (weitere Tauchgänge, vertieftes Wissen) müsste auf initiative vom TL kommen.
Hier hat man bei einem TL, welcher das ganze aus Spass zur Sache und in seiner Freizeit macht sicher grössere Chancen noch gewisse «Extras» mit auf den Weg zu bekommen.Ein gewinn orientierter Tauchladen / Tauchlehrer kann es sich nunmal nicht leisten, bei jedem Tauchschüler noch ein paar Tauchgänge mehr zu machen weil noch nicht alles so wirklich sitzt. Da sind wir dann wieder beim Spruch: Das «gelernte» muss danach in der Praxis selber vertieft und geübt werden.
Ein weiteres Indiz für gewinnorientierte Ausbildung: Man fährt während dem ganzen Kurs den selben Tauchplatz an, welcher möglichst nahe bei der Basis / Tauchgeschäft ist und somit Fahrtkosten minimiert werden. Hier spielt es dann auch keine Rolle, wenn der Tuachplatz total unspektakulär ist. Zudem dauern die Tauchgänge durchschnittlich 20min während der Ausbildung.Ist einfach meine bisherige Erfahrung und trifft natürlich nicht auf alle Tauchbasen / Tauchgeschäfte und Tauchlehrer zu.
24. August 2011 um 4:56 Uhr #69075Anonym
InaktivWas die Tauchausbildung hierzulande «besser» macht?
Einfach formuliert würd ich sagen: der fehlende Zeitdruck! In der Regel hat man hierzulande mehrere Wochen Zeit dafür oder machts in einem Intensiv-Kurs dann aber mit 1 Tauchlehrer pro 1-2 Schüler.
Sicherlich gibts auch in Urlaubsgebieten gute Tauchausbildungen und vermutlich hier auch schlechte. Es ändert aber nichts an der Einstellung der meisten Urlaubs-Tauchbasen, dass man sagt «ok, in 1 Woche Urlaub, schaffen wir OWD & AOWD».
Aber ich find auch hierzulande, ist der «effektive Nutzen» eines AOWD Kurses nicht grösser als 5 Tauchgänge mit einem erfahrenen Buddy, wenn dieser sofort auf den OWD folgt. Ausser dass man halt noch ca. 400-500.- dafür bezahlt. Wäre hier ein gewisser Abstand dazwischen eingeplant, so dass man selbst nichtmehr mit sich selbst beschäftigt ist, ist der nutzen der 5 einzeltauchgänge grösser – aber immer noch nicht so gross, dass man es als «gutes Rüstzeug» bezeichnen könnte.
Das wäre wie wenn man beim Autofahren mit dem Fahrlehrer ins Auto sitzt, eine Stunde rumfährt und dann sagt.. jo, jetzt weisst Du wie man schaltet und fährt – mach mal allein weiter. Nein – man muss dies immer und immer weider üben und nach der Fahrprüfung hat man dann das nötige Rüstzeug beisammen, sich im Strassenverkehr aufhalten zu können ohne sich und andere zu gefährden. – Ein Profi ist man deswegen noch lange nicht, sondern muss auch nach der Prüfung weiterhin Erfahrungen sammeln.
24. August 2011 um 5:10 Uhr #69076Anonym
InaktivAber ich find auch hierzulande, ist der «effektive Nutzen» eines AOWD Kurses nicht grösser als 5 Tauchgänge mit einem erfahrenen Buddy, wenn dieser sofort auf den OWD folgt. Ausser dass man halt noch ca. 400-500.- dafür bezahlt.
Stimme ich nicht zu.
Beim Tauchen mit einem erfahrenen Buddy ist nicht gesagt, dass dieser mit dir eine breite Palette an verschiedenen Tauchgängen macht (Nacht, Strömung, Tief, Navigation, usw. usw.) Auch ist nicht gegeben, dass dieser dir wirklich soviel Theorie dazu vermittelt wie im AOWD Buch drin ist. Und auch nicht, dass der Buddy kontrolliert ob du die Theorie verstanden hast und umsetzen kannst. Und der Buddy wird dir auch kein Buch mit nach Hause geben wo Du alles nochmal nachlesen kannst wenn du dir nicht mehr sicher bist. Ausserdem kriegst du das Kärtchen, welches nunmal doch gewisse Vorteile bringt wenn man es vorzeigen kann.
Ich finde man kriegt schon was für sein Geld.
24. August 2011 um 8:11 Uhr #69077
tho.meiAdministratorEv. passt dies nicht ganz zur Vorangehenden Diskussion, aber ich will es los werden:
- Ich persönlich finde die Diskussion CMAS vs. PADI wirklich überflüssig. Es kommt immer noch auf den einzelnen Tauchlehrer und Schüler an. Ich habe da bei beiden Ausbildungssystemen schon haarsträubende und sehr gute Beispiele erlebt. CMAS, ISS und PADI habe alle ihre Vor- und Nachteile.
- Auch die Diskussion ob zuhause oder nicht, finde ich überflüssig. Der eine lernt den See früher kennen, der andere später. Ich kenne einige gute Taucher die im heimischen See tauchen lernten, jetzt aber nur noch im warmen Meer tauchen wollen, weil der Schock anfangs zu gross war im See. Ich selbst bin der umgekehrte Weg gegangen und es war nicht einfach am Anfang im Kalten Wasser. Nach ca. 100TG fühlte ich mich auch im See wohl. Es gibt so viele Wege wie Menschen…
- Vielleicht sollte man eher fragen: Welcher Typ bist du? Welches Ausbildungssystemen, welcher Ort passt in deinem Fall besser. Ich bin der Überzeugung, dass man nicht alles Menschen (auch nicht alle Taucher) über einen Kamm scheren sollte. Deshalb haben CMAS, ISS, PADI und alle anderen ihre Berechtigung und sollten nicht gegeneinander ausgespielt werden, gerade weil sie mit leicht verscheiden Ansätzen das gleiche erreichen.
Thomas from New Zealnd
24. August 2011 um 8:28 Uhr #69078Anonym
InaktivEine Diskussion PADI vs. irgendwas wollte ich definitiv nicht anstreben. Dazu kenne ich die einzelnen Organisationen nicht gut genug im Detail. – Vermutlich hats in jeder Organisation fragwürdige Sachen :).
Beim Tauchen mit einem erfahrenen Buddy ist nicht gesagt, dass dieser mit dir eine breite Palette an verschiedenen Tauchgängen macht (Nacht, Strömung, Tief, Navigation, usw. usw.) Auch ist nicht gegeben, dass dieser dir wirklich soviel Theorie dazu vermittelt wie im AOWD Buch drin ist. Und auch nicht, dass der Buddy kontrolliert ob du die Theorie verstanden hast und umsetzen kannst. Und der Buddy wird dir auch kein Buch mit nach Hause geben wo Du alles nochmal nachlesen kannst wenn du dir nicht mehr sicher bist. Ausserdem kriegst du das Kärtchen, welches nunmal doch gewisse Vorteile bringt wenn man es vorzeigen kann.
Ich finde man kriegt schon was für sein Geld.
Also ich kann doch mit meinem Buddy jederzeit sagen: lass uns mal einen Strömungstauchgang machen, oder gehen wir heute mal auf 40m! oder lass uns ein kleines Wrack betauchen. Insofern kann ich mir ein relativ grosses Spektrum selber abdecken.
Auch mit dem Tauchlehrer, der zwar die Theoriefragen mit dir durchgeht, aber nicht überprüft und auch bei den 5 Tauchgängen ein «Nichtbestehen» gar nicht möglich ist. Selbst wenn man beim UW-Navigationstauchgang alles verpeilt (wort wörtlich) wird er als solcher angerechnet. Insofern bezahle ich einfach für die thematisch begleiteten Tauchgänge einen recht hohen Betrag. – Finde ich ja noch ok, 100.- / Tauchgang ist relativ viel, aber ok, papier, Buch etc. kann man noch abziehen, trotzdem recht hoch.
Was mich persönlich stört am ganzen, und auch das Thema der ursprünglichen Diskussion ist: Man wird auf eine Tiefe zugelassen 30m, in der man keine Übung für Notsituationen gemacht hat und eine Rettung des Buddys definitiv nicht vornehmen kann. Die Zulassung für diese Tiefe basiert rein auf der Tatsache, dass man einmal in seinem Leben auf knapp 20m getaucht ist mit einem Tauchlehrer und das Geld für's Kärtchen hingeblättert hat. Egal ob man irgenwdas gelernt hat oder nicht – es wird nicht überprüft und das ist schade.
Deshalb (Kreis schliessen etc.) finde ich gehört ein AOWD nicht direkt anschliessend an ein OWD-Kurs, sondern müsste mindestens eine gewisse Anzahl Tauchgänge voraussetzen – zur eigenen Sicherheit. Ansonsten ist es wirklich reine Geldmacherei auf Kosten der Sicherheit des Tauchers.
24. August 2011 um 8:40 Uhr #69079
ExcaliburTaucherAuch mit dem Tauchlehrer, der zwar die Theoriefragen mit dir durchgeht, aber nicht überprüft und auch bei den 5 Tauchgängen ein «Nichtbestehen» gar nicht möglich ist. Selbst wenn man beim UW-Navigationstauchgang alles verpeilt (wort wörtlich) wird er als solcher angerechnet. Insofern bezahle ich einfach für die thematisch begleiteten Tauchgänge einen recht hohen Betrag. – Finde ich ja noch ok, 100.- / Tauchgang ist relativ viel, aber ok, papier, Buch etc. kann man noch abziehen, trotzdem recht hoch.
Also jetzt begibst Du Dich hier aber auf ganz dünnes Eis!
Es ist richtig, dass die PADI-Zertifizierungen leistungs- und nicht zeitorientiert sind. Somit kann eine Übung so oft wiederholt werden, bis ein Instructor das Mastery erkannt hat.Bei den AOWD Tauchgängen handelt es sich auch nicht um thematisch begleitete Tauchgänge. Das ist ja schon fast beleidigend für jeden PADI Instructor 😉
24. August 2011 um 8:52 Uhr #69080
SquarryTaucherDeshalb (Kreis schliessen etc.) finde ich gehört ein AOWD nicht direkt anschliessend an ein OWD-Kurs, sondern müsste mindestens eine gewisse Anzahl Tauchgänge voraussetzen – zur eigenen Sicherheit. Ansonsten ist es wirklich reine Geldmacherei auf Kosten der Sicherheit des Tauchers.
Da wäre ich definitiv dagegen. Ich finde es sollte jedem selbst überlassen werden, jedenfalls bei der aktuell vorherrschenden Struktur. Eine Mindestanzahl Tauchgänge sagt REIN GAR NICHTS über die Fähigkeiten aus (Individualität des Menschen und der Art der absolvierten Tauchgänge). Somit müsste es (in einer perfekten Welt) eigentlich eine staatliche Organisation geben, welche nach einheitlichen Kriterien prüft, ob man für den AOWD tauglich ist. In der Praxis leider/zum Glück unmöglich. Zudem impliziert eine schnöde Anzahl Tauchgänge, dass diese alle als gleichwertig angesehen werden. Ist ein 10m Dive im Roten Meer im Hinblick auf «Erfahrung gewinnen» tatsächlich gleich zu gewichten wie ein 35m Tauchgang im Walensee an einer Steilwand bei 8° und 2m Sicht?
Das Thema «Anzahl Tauchgänge» mit «eigener Sicherheit» zu kombinieren, erachte ich als ziemlichen Unsinn. Eine solche direkte Korrelation dürfte nur sehr schwierig auszumachen sein. Die Sicherheit meines Buddies und mir hängt in erster Linie vom Köpfchen, der Vernunft, der gesunden Selbsteinschätzung, den Fertigkeiten, der Ausrüstung und der Konstitution ab. Ein Depp bleibt auch nach 1'000 Tauchgängen noch ein Depp. Vielleicht geht ihm einfach irgendwann das Glück aus.
Ich würde mich ja schön bedanken, wenn ich erst z.B. 50 Tauchgänge machen müsste nur um das doofe Kärtchen zu bekommen, bloss weil ein paar Affen mit 40 Tauchgängen immer noch nicht wissen wie tauchen funktioniert… besonders da der AOWD gerne als Scheinlegitimation genommen wird (neben der doofen Anzahl Tauchgänge) um gewisse Dives mit Veranstaltern machen zu dürfen. Klaro mag das in Summe besser sein als Nix, ist aber trotzdem nicht so viel Wert wie es den Anschein macht. Und nichts ist gefährlicher als Scheinsicherheit.
Ich bin ganz klar der Meinung, dass jeder selbst wissen muss welchen Kurs er wann machen möchte. Das sollte man im Idealfall mit dem Tauchlehrer seines Vertrauens absprechen. Das geht allerdings nur, wenn man einen solchen hat… Persönlich würde ich mir mehr sicherheitsrelevante Inhalte (im Stil des Stress & Rescue) bereits in der Grundausbildung wünschen. Zudem kann ich nur jedem empfehlen von Zeit zu Zeit ein bisschen Geld in die Hand zu nehmen und sich einen Tauchlehrer zu mieten. Ohne Fokus auf irgendein Kärtchen. So kann man sich auf die eigenen individuellen Schwächen konzentrieren, resp. solche erst einmal ausmachen um dann gezielt daran zu arbeiten. In jedem anderen Sport läuft das mehr oder weniger so. Um gleich beim Vergleich mit anderem Sport zu bleiben: wer 3 mal wöchentlich 10km mit 135 Puls rennt, läuft zwar pro Jahr sehr viele Kilometer, wird aber trotzdem relativ schnell keine Fortschritte mehr machen. So wie man beim Training Reize setzen sollte, sollte man dies auch beim Tauchen tun. Nur wer abwechslungsreiche und herausfordernde Tauchgänge macht (sich also aus seiner Komfortzone bewegt) wird auch viel lernen und wertvolle Erfahrungen gewinnen.
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