Regelmässiger Check zur Tauchtauglichkeit

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Dieses Thema enthält 68 Antworten und 0 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  BlueVoid vor 8 Jahre, 3 Monate.

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  • #54694

    sacha
    Taucher

    Hallo Zusammen,

    mich würde es mal wunder nehmen wie ihr das so habt mit dem regelmässigen Check eures Körpers betreffend der Tauchtauglichkeit.

    Wie oft lässt ihr das machen? Geht ihr dabei zu eurem Hausarzt oder geht ihr zu einem Taucherarzt? Mit oder ohne Lungenfunktionstest?

    Gruess Sacha

    #64975

    SirRichi
    Mitglied

    Ciao Sacha

    Ich gehe alle 2 Jahre zu meinem Hausarzt, ohne Lungenfunktionstest oder irgendetwas. Der schaut mich durch nach einer Vorlage und das war es schon  🙂

    Gruss

    Richi

    #64976

    Anonym

    Ciao Sacha

    Ich gehe alle 2 Jahre zu meinem Hausarzt, ohne Lungenfunktionstest oder irgendetwas. Der schaut mich durch nach einer Vorlage und das war es schon  🙂

    Gruss

    Richi

    Sorry, so ist dies eine reine Alibiübung. Wenn Untersuch, dann bitte seriös bei einem Tauchmediziner. So was dauert mal schnell 1h und länger. Lungenfunktionstest, EKG, Urinuntersuchung, Anamnese, Trommelfell,  etc. etc.
    Je nach Alter und Belastung so alle 1-2 Jahre fällig. Sich da selber was vorzumachen ist für die Gesundheit und Sicherheit beim Tauchsport nicht förderlich.

    Grüsse Hans

    #64977

    marc
    Taucher

    Da ich eh permanent am Tauchen bin gehe zu meinem Hausarzt der mich abhört und vorallem meine Ohern spühlt (ist bei mir immer ein Thema). Gehe primär wegen dem Ohrenspühlen und der Unterschrift welche man ja für die Urlaube braucht.

    Führ TGs wie Hans sie macht würde ich mich auch besser checken lassen 😉

    Gruß, marc

    #64978

    sacha
    Taucher

    genau darum frage ich … bevor ich mein OWD gemacht habe, war ich bei meinem Hausarzt, dieser hat mich innerhalb 15min “durchgecheckt” und mich dann schriftlich als für den Taucsport ohne Einschränkungen tauglich erklärt.

    Ich denke auch dass dies ein bisschen eine Alibi-Übung ist und dies höchstens dafür reicht damit ich an Orten, wo ich dieses Papier gesetzlich brauche um zu tauchen (Spanien etc.) vorzuweisen. Aber wenn ich wirklich Wissen will ob ich genug fit bin dann sollte ich eventuell mehr machen lassen.

    Bekannte von mir haben ihren Check irgendwie in einem Medical-Center gemacht und da wurde auch ein EKG und Lungenfunktionstest gemacht.

    Denkt ihr nicht auch es ist noch ein kleiner Unterschied ob man Techie oder Sportie ist? Ich denke wenn ich Tief und ev. sogar Solo tauche muss ich mich besser untersuchen lassen als wenn ich mit Buddy auf 15m rumtümple.

    Weiter Meinungen?

    #64979

    chraebby
    Mitglied

    Ich mache da Kompromisse:
    Wenn der Test fällig ist, suche jeweils einmal den Spezialisten auf und das nächste Mal wieder den Hausarzt. Solange ich mich selber gesund und fit fühle, dann denke ich ist dies ok so.

    Der Hausazt führt jeweils einen Lungenfunktionstest durch und untersucht mich nach der Checkliste, die er hat. Ausserdem lasse ich dann jeweis noch einen generellen Gesundheitscheck machen. Der Taucharzt macht den Tauchtauglichkeitsuntersuch jeweils etwas intensiver, dafür werde ich nicht noch generell untersucht.
    So werde ich im Minimum alle 4 Jahre auf alles Mögliche gecheckt.

    #64980

    marc
    Taucher

    also 15min. ist etwas gar kurz. bei meinem hausarzt geht das jeweils schon länger (mit abhören, verschiedene pulse, ohren checken/spühlen, etc. = checkliste).

    denke es macht sicher sinn, sich mal richtig von einem tauchmediziner untersuchen zu lassen. aber immer wieder… ich meine, warum soll man auf einmal nicht mehr tauchtauglich sein gem. tauchmediziner? ein PFO bzw. shunt kriegt man ja nicht von einem moment auf den anderen – genau so wenig wie einen herzfehler etc. von da her tönt chraebbys variante für mich prima. muss ich wohl auch mal so aufgleisen.

    ob techie oder nicht spielt von mir aus nicht sooo eine grosse rolle. klar machen die techies noch andere tauchprofile aber tendentiell auf der besseren seite betreffend der körperlichen belastung (mindestens UW, materialschleppen also nicht eingerechnet). die grösste belastung hat dein organismus in den flächeren zonen (darum auch mehr stops je näher man der oberfläche kommt). von da her denke ich, macht es auch für sporttaucher sinn einen tauchmedizinischen check zu machen.

    #64981

    Anonym

    ich bin mit 45 in der “risiko-gruppe” vom alter her und lasse mich jedes jahr auf tauchtauglichkeit untersuchen. da ich nicht mehr so anspruchsvolle tg's mache, reicht es mir mich vom hausarzt untersuchen zu lassen, welcher mich schon mehr als 25 jahre kennt und mich einschätzen kann.
    für die suva musste ich früher auch jedes jahr einen kompleten untersuch machen lassen bei einem taucherarzt, das hat sich aber mittlerweile erübrigt und so bin ich der meinung das mein untersuch beim hausarzt für mich genügt.

    falls du anspruchsvolle tg's machen willst, würde ich dir schon vorschlagen bei einem taucherarzt einen kompleten check machen zu lassen, das beruhigt auch dich selber 😉

    #64982

    Pömä
    Taucher

    Ich persönlich gehe jeweils auch zu meinem Hausarzt, welcher mich dann durchcheckt. Ebenfalls mit Lungenfunktionstest und allem. Denke bei jüngeren Leuten wie mir, sollte dies +/- ausreichen. Vorausgesetzt man hat nicht gerade einen absolut ungesunden Lebenswandel und bewegt sich auch zwischendurch mal etwas intensiver. Die letzte EKG-Untersuchung hatte ich bei der Rekrutierung und dem damit verbundenen medizinischen Check. Zusammen mit Röntgenaufnahme der Lunge etc., etc. Denke das ist für mich ausreichend. Zumindest bis auf weiteres.

    #64983

    Anonym

    Kenne zwei Fälle, da ist beim Tauchuntersuch eine beginnende Diabetes festgestellt worden. Die “Patienten” waren sportlich aktiv und im Alter von 20 – 25 Jahren. Somit denke ich gehört ein jährlicher Check zur Pflicht, auch wenn ich nichts merke. So ist z.B. eine plötzliche Unterzuckerung in einer Stress-Stituation während des Tauchganges gar nicht so leicht zu überleben. Sind sicher Ausnahmen, für das Tauchen mache ich aber keine grossen Unterschied ob ich jetzt Sporttauchen oder mehr mache.

    Grüsse Hans

    #64984

    SirRichi
    Mitglied

    @ Hans: Du meinst also, ein Blutbild sollte zu einer TTU gehören oder meinst Du nur Zucker?

    Gruess

    Richi

    #64985

    Anonym

    Jährlicher Zuckertest ist meiner Meinung nach Pflicht bei Tauchsport, restliches ergibt sich oft auch aus der Anamnese. Wichtig ist da schön ehrlich zu sich selber und zum Arzt zu sein. Es gilt wie oft, den Grat von Aufwand und Nutzen zu definieren.

    Grüsse Hans

    #64986

    uanliker
    Taucher

    Versuche mal das ganze in ein Gesamtbild zu stellen. Die tauchärztliche Untersuchung ist ein Screening. Ziel ist es Personen vom Tauchen fern zuhalten, die ein Gesundheitsproblem haben, welches nicht mit dem Tauchen vereinbar ist.

    Welche Punkte zu beachten sind schreibt für die Schweiz (mit internationaler Zusammenarbeit) die SUHMS „fest“, http://www.suhms.org

    Das aktuelle Formular der Untersuchung findet man hier (und auf einigen weiteren Seiten):
    http://www.suhms.org/downloads/ex1g.pdf

    Viele Punkte kann ein Hausarzt ohne Untersuchung beantworten, da er die Krankengeschichte kennt (evtl. sogar die der Familie / Verwandten). Entsprechend kommt er mit weniger Untersuchung zu einem Urteil als ein Arzt, bei dem man sich zum ersten Mal zeigt (sprich hier in der Diskussion der Facharzt). Der Hausarzt kann z.B. beurteilen ob ein Belastungs-EKG nötig ist, der Facharzt wird es sehr wahrscheinlich tun, da er die Person nicht kennt.

    Bei einem unsicheren Befund des Hausarztes bzw. bei Risikofaktoren wird ein Facharzt wichtig Inputs liefern können.

    Die FTU hat mal was dazu geschrieben: http://www.ftu.ch/de/tipps/index.php?page=1081437310&kat=&skip=1

    Aus meiner Sicht muss man bei Screening folgende Punkte beachten:
    – man wird Personen für Gesund erklären die nicht Gesund sind
    – man wird Personen für Krank erklären die Gesund sind
    – man wird die richtige Diagnose stellen (Gesund / Krank)

    Im Zusammenhang mir der Tauchtauglichkeitsuntersuchung heisst Gesund: tauchtauglich und krank: nicht tauchtauglich.

    Das Risiko einer Fehldiagnose muss durch Fachpersonen beurteilt werden und entsprechende Untersuchungsempfehlungen abgegeben werden.

    So wird z.B. auf ein PFO Screening verzichtet, da Kosten, Risiken und Nutzen in einem schlechten Verhältnis stehen. Ein grosser Teil der Taucher mit PFO wird ihre Tauchkarriere ohne Zwischenfall überstehen. Durch ein Screening würde man Unsicherheit oder falsche Sicherheit streuen. Taucht jeder wie wenn er ein PFO hätte, dann wird das Risiko einer DCS generell reduziert  8)

    Screening wird immer gute Beispiele liefern (wie von Hans erwähnt), nur muss man auch die negativen Auswirkungen im Auge behalten. Diese sind oft nicht offensichtlich.

    Grossflächig fand die Diskussion für das Brustkrebs-Screening statt, z.B.
    http://www.slembeck.ch/pdf/M-Screening-Tagblatt-Mai07c.pdf
    http://www.gdk-cds.ch/fileadmin/pdf/Themen/Gesundheitssystem_und_Strategien/Praevention/Krebspraevention/Notiz-Brustkrebs-Screening-d.pdf

    Ich weiss, dass hier Personen mit diskutieren, die alles messen und testen wollen. Ich plädiere dafür, dass man Augenmass behält. Und vor allem sein eigenen Körper kennt und auf ihn hört.

    Tauchen findet immer noch im Wasser statt und (alle) Risiken werden nicht durch ein Screening gelöst – tauchen muss man immer noch selbst.

    Wieder mal viel zu viel Text  :-*

          viele Grüsse Urs

    #64987

    ursusspeleo
    Mitglied

    An dieser Stelle möchte ich insbesondere an zukünftige Technische Taucher appellieren, sich vor dem Einschlagen dieser fantastischen Taucherlaufbahn eingehend bei einem Spezialisten bzgl. PFO (Persistierendes Foramen Ovale) und nach möglichen Pulmonaren Shunts mittels Transösophagealer Doppler-Echokardiographnie – auch TEE genannt, untersuchen zu lassen. Diese Untersuchungskosten von mehreren hundert Franken sind ohne Ereignisvorfall selbsttragend. In meinem Falle wurde dies vor 2 Jahren, zu Beginn meiner Technischen Taucherkarriere, leider versäumt. Im Dezember '09 erlitt ich nach 'erst' knapp 600 Tauchgängen innerhalb 5 Tagen zwei aufeinander gefolgte, sogenannte 'unverdiente' Dekozwischenfälle (DCS-1 > Hautbends). Vorausgegangen sind jeweils 2 normoxische Trimixtauchgänge (GZ30' auf 45m). Es folgte eine 2,5-stündige, eingehende Untersuchung bei einem bekannten Kardiologen und Hyperbarmediziner in Weinfelden/TG. Anlässlich der Transthorakalen Doppler-Echokardiographie (Herz-Ultraschall) mit Kontrastmittelinjektion wurde mir ein 'Shunt' diagnostiziert. Ob es sich um ein PFO und/oder einen Lungenshunt handelt, steht noch offen… Konkretere Ergebnisse wird die genauere TEE-Untersuchung am 8.1. ergeben. Sollte ich einen Pulmonaren Shunt haben, wäre dieser –  im Gegensatz zum PFO – irreparabel und meine Technische Tauchlaufbahn würde ein jähes Ende nehmen. Zigtausend Franken an Ausrüstung würde mir – sofern ich überhaupt noch sogenanntes 'Low-Bubble-Diving' betreiben dürfte – keinen Nutzen mehr bringen.
    Deshalb mein Tipp an alle angehenden Tech-Taucher: lasst euch eine TEE-Untersuchung über euch ergehen! Jeder Vierte ist gem. Statistik ein PFO-Betroffener. Die Folgen eines Shunts's können sich erst, wie in meinem Falle, erst nach hunderten von Tauchgängen bemerkbar machen. Ich hatte gem. Taucharzt mit den erlittenen, mild verlaufenden DCS1 grosses Glück im Unglück – es hätte sich auch ein ganz anderer DCS-Hit bemerkbar machen können… und last but not least: ich bin froh, bei DAN versichert zu sein. Die laufenden Spezial-Untersuchungen generierten bereits hohe Kosten…
    Wünsche allen SWISS-DIVERS ein unfallfreies Jahr mit vielen schönen Tauchgängen.
    Grüsse URS

    #64988

    Anonym

    Sollte ich einen Pulmonaren Shunt haben, wäre dieser –  im Gegensatz zum PFO – irreparabel und meine Technische Tauchlaufbahn würde ein jähes Ende nehmen.

    ich drueck dir die daumen, dass es kein pulmonarer shunt ist. waere wirklich schade, wenn du dieses hobby aufgeben muesstest; ich koennte das nicht so einfach…

    #64989

    Anonym

    hallo urs, war sehr interessant zu lesen (die vorherigen beiträge übrigens auch). moni und ich wünschen dir das es kein lungengefässe-shunt ist und drücken, zusammen mit bruno, alle unsere daumen!

    #64990

    marc
    Taucher

    da schliesse ich mich natürlich an!

    #64991

    Walter Ciscato
    Mitglied

    Sollte ich einen Pulmonaren Shunt haben, wäre dieser –  im Gegensatz zum PFO -irreparabel und meine Technische Tauchlaufbahn würde ein jähes Ende nehmen.

    Nicht unbedingt aber schon sehr aufwendig zu fixen, wenn überhaupt.

    Wie schon x-Mal hier geschrieben, haben ca. 4-7% aller Taucher (je nach Studie und Gebiet halt) auch Gefässmissbildungen => falsch mündende Venen usw.
    Verwende bei meinen Dekompressionsvorträgen ein schönes CT Bild, welches dies sehr gut aufzeigt. Eine solche CT Untersuchung wäre bei dir eventuell auch angebracht.

    Weiter bin ich der Meingung, dass gerade bei technischen Tauchern (OC & CC) eine Investition in einen guten Audiodoppler sicherlich nix falsches ist und eigentlich zur Standardausrüstung gehören sollte, wenn man schon 10'000/100'000 von Franken in die Taucherei gesteckt hat. Somit kann man rasch und nach einer gewissen Zeit auch relativ genau, sein eigenes Postdive Blasenaufkommen bestimmen und hat somit das effektive Feedback ob man ein Low oder High-Bubbler ist.  😉
    Selbstvertändlich sollte vorher TTE/TEE Untersuchungen über sich ergehen lassen, bevor man paar Stöcke tiefer taucht. Für mich gehören aber auch Stress EKG und Ergospirometrie (gerade für Kreiseltaucher) usw. auch dazu.

    #64992

    Anonym

    Weiter bin ich der Meingung, dass gerade bei technischen Tauchern (OC & CC) eine Investition in einen guten Audiodoppler sicherlich nix falsches ist und eigentlich zur Standardausrüstung gehören sollte, wenn man schon 10'000/100'000 von Franken in die Taucherei gesteckt hat

    supi, kaufen wir uns alle ein doppler. und dann tasten wir uns alle nach dem tauchen ab. und jetzt, verstehen wir jetzt schon was wir sehen? hmm glaub eher nicht, da muessten wir vielleicht noch verstehen was wir sehen….

    wenns wirklich was bringen soll, muessen wir mehr koennen als nur ein paar puenktchen auf einem display sehen…

    das wuerd ich den spezialsten ueberlassen, die dafuer ausgebildet sind und nicht irgendwelchen hobby doktors…

    #64993

    genau Schnappi und wenn wir schon mal bei Einkaufen sind werden wir gleich noch ne Dekokammer nehmen, damit sind wir dann für alle Fälle gerüstet!

    Nein im ernst. Ich lass mich jedes Jahr durchchecken und denke das ist auch gut so.

    Nur die Medizin soll man den Medizinern überlassen. Ich bin mir sicher, dass es da auch genügend kompetente Leute gibt, die auch fachlich auf diesem Gebiet ausgebildet sind!

    in diesem Sinn allzeit gut Luft, Gas oder was ihr sonst noch so reinzieht 😉

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