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13. Februar 2012 um 11:03 Uhr #55303
marcokaufmannTaucherGuten Mittag zusammen.
Mal ne kurze Frage an andere Sidemount Taucher.
Taucht ihr mit dem Trocky Stahl oder Alu Flaschen?
MFG
13. Februar 2012 um 13:07 Uhr #70209
scubatinooTaucherHaben wir grad am letzten Tec-Meeting diskutiert ;D Am besten taucht man gar nicht so. Und wenn doch, dann nennst es Monkey Diving und dann darfst alles, Hauptsache affig 😀 Einzige Voraussetzung: Du solltest überleben…
13. Februar 2012 um 14:17 Uhr #70210beatk
Taucher… und was war der Grund für das «gar nicht»?
Tauche zwar nicht weder so, noch habe ich es vor, aber man lernt nie aus 😉13. Februar 2012 um 15:25 Uhr #70211
mbtaucherliTaucherWenn man mit einer guten Sidemount Konfiguration ins Wasser geht, dann ist das Tauchen mit Sidemount eine ganz tolle Sache.
Momentan gibt es nur folgende «Probleme»
– Zu viele Leute die nicht wissen wie, aber eine Meinung haben
– Zu wenige die aktiv Sidemount tauchen und richtig darüber berichten
– Junges «Ausbildungsgebiet», weshalb auch die Konfigurationen noch nicht vorgegeben sind, bzw. sich noch keine fixen Ausrüstungstandards herauskristallisiert habenZu Deiner Frage. Am besten nur Alutanks nehmen, richtig Ausbleien (Achtung die Alutanks können positiv werden). Für Kaltwassertauchen zwei Tanks nehmen.
Immer gut, wende dich an jemanden, der Dir in einem Kurs alle Tipps & Tricks beibringt.
Gruss Martin
tauche.ch = sport.tauche.ch = tech.tauche.ch = frei.tauche.ch = profi.tauche.ch = fun bim tauche...
13. Februar 2012 um 15:43 Uhr #70212
scubatinooTaucherDa fängt das Hauptproblem an: Definiere eine gute Konfiguration.
Da wo Sidemount-Tauchen «erfunden» wurde, ist das Wasser warm und die Höhlen nicht tief. Dort genügt also ein Neoprenanzug und ein minimaler Auftriebskörper wie z.B. ein Camelbag (hab ich mir sagen lassen…) um jederzeit genügend Auftrieb herstellen zu können.
Bei uns weicht eigentlich ziemlich alles von dieser «Ur-Grundlage» ab und es gibt (noch) kein vernünftiges Konzept für unsere Breitengrade. Nur schon die Variante mit zwei Tanks wegen Kaltwassertauglichkeit ist abenteuerlich. Was machst du, wenn ein Tank leer ist und am zweiten bläst der Automat ab? Folgerichtig müsste man also beide Tanks gleichmässig leer atmen, dh. regelmässig Automatenwechsel unter Wasser. Oder noch abenteuerlicher: Ein Tank mit doppeltem Abgang, wie er eigentlich bei uns immer getaucht wird – ergibt eine Schlauchführung die eher an Kabelsalat erinnert. Dann kommen plötzlich so komische Winkelverschraubungen zum Einsatz…
Sidemount-Tauchen wurde nicht zum Spass erfunden, obwohl es so vermarket wird. Im Meer einen Flachwassertauchgang auf die Art probieren mag ja lustig sein, ansonsten gehört Sidemount-Tauchen dorthin, wo die wenigsten von uns hingehören…
13. Februar 2012 um 16:21 Uhr #70213Anonym
Inaktiv@Scubatinoo: Wer bezüglich Kaltwassertauglichkeit solche Überlegungen anstellt sollte vielleicht wirklich die Finger davon lassen 😉
Mit 2 Tanks und einem Atemgas machst du genau 1. Automatenwechsel und hast immer deine Redundanz.
13. Februar 2012 um 16:51 Uhr #70214
uanlikerTaucher@Scubatinoo: Es gibt Momente im Leben, da sollte man besser schweigen 8)
Die Flaschen werden so ab geatmet, dass man mit egal welcher Flasche raus kommt. (Mit Dekogasen wird es etwas komplizierter). Dies bedeutet, dass man nach jeweils 20-30bar die Flaschen wechselt, der Unterschied ist max. 15 bar zw. den Flaschen. Treten zwei Gasverluste auf, hat man wie beim Rückengerät, schlechte Karten.
(Vereisung zähle ich nicht dazu :P, da hat man nach 2-3 Minuten wieder Gas und kommt «locker» raus, wenn man die Ventile zu drehen kann)Die 2 Bottom Mix Flaschen sind statt auf dem Rücken an der Seite ::)
Sidemount kann man gut mit Stahlflaschen tun ;D.
Gruss Urs
13. Februar 2012 um 17:24 Uhr #70215
GAWTaucher@Scubatinoo: wer hat's erfunden? richtig !!!! nicht Riccola und auch nicht in Übersee… sondern bei den tauchenden Höhlenforschern, bei den Engländer kannst du schon weiss ich wie lange Sidemount Rigs kaufen. Schau mal im Buch Höhlentauchen von Martin Farr nach
So noch meine Antwort
ich tauche Sidemount mit Alu und Stahl, je nachdem was Sinn macht und wo man es einsetzen kann, nach den Kriterien wähle ich auch die grösse aus, ich verwende 4lt.- 12lt.
13. Februar 2012 um 20:08 Uhr #70216Anonym
Inaktiv20 lit sind auch ganz genial 😉
Grüsse Hans
der oft so komisch tauchen geht13. Februar 2012 um 20:11 Uhr #70217Anonym
InaktivEngland hat auch kalt und tief in den Höhlen, da geht es auch.
Wer richtig interesse hat kommt selber drauf oder findet einen guten Lehrer.Grüsse Hans
13. Februar 2012 um 21:32 Uhr #70218
scubatinooTaucherMit 2 Tanks und einem Atemgas machst du genau 1. Automatenwechsel und hast immer deine Redundanz.
Bin gespannt auf deine Erläuterung, wann du den einen Automatenwechsel machst…
13. Februar 2012 um 21:35 Uhr #70219
scubatinooTaucherJunges, lest den letzten Abschnitt meines Posts. Wenn im «Tauchen» oder «Unterwasser» hochglanz-fotoig Sidemount als neuer Trend angepriesen wird, kommt das ganz bestimmt schief. Ich wollte nur verdeutlichen, dass es mehr braucht als sich link und/oder rechts eine Flasche ans Jacket zu hängen, resp nicht die zentrale Frage ist ob Stahl oder Alu…
13. Februar 2012 um 22:25 Uhr #70220Anonym
Inaktivpasst dann gut zu Antwort 1
Grüsse Hans
14. Februar 2012 um 7:09 Uhr #70221Anonym
InaktivMit 2 Tanks und einem Atemgas machst du genau 1. Automatenwechsel und hast immer deine Redundanz.
Bin gespannt auf deine Erläuterung, wann du den einen Automatenwechsel machst…
Sind ja von folgenden Voraussetzungen ausgegangen:
-Freiwasser
-2 Tanks
-1 GasDa würde ich nicht den Doktor machen:
Reservegasmenge definieren, welche JEDERZEIT inkl. Reserve ausreicht für einen Aufstieg. Tank 1 bis zu dieser vordefinierten Menge atmen, Automatenwechsel und mit Tank 2 den Tauchgang beenden.Falls man nun am Anfang des Tauchgangs ein Problem hat, hat man jederzeit den kompletten Tank 2 zur Verfügung. Hat man nach dem Automatenwechsel ein Problem, steht einem jederzeit die Reservemenge in Tank 1 zur Verfügung.
Einfaches Prinzip und im Freiwasser sicherheitstechnisch bestimmt mehr als ausreichend 😉
14. Februar 2012 um 7:34 Uhr #70222Anonym
InaktivDer Gwunder ist geweckt ;D
Mal abgesehen von der Frage, ob Sidemount-Tauchen technisch sicher möglich ist (Was es sicher ist, sonst würde es nicht in der Höhle praktiziert).
Gibt es auch für einen normalen Sporttaucher, der sich nie durch schmale Höhlenprofile zwängen wird, gute Gründe auf Sidemount-Tauchen zu wechseln?Beschrieben werden ja häufig Gründe wie rückenschonendere Tragart, bessere Wasserlage, mehr Bewegungsfreiheit im Wasser, mehr Sicherheit da Ventile im Sichtfeld und besser bedienbar.
Sind diese Gründe stichhaltig? Gibt es noch andere Vorteile? Oder gewichtige Nachteile gegenüber einer normalen Sportkonfiguration?
Gruss Chrigel
14. Februar 2012 um 9:06 Uhr #70223
scubatinooTaucherBeschrieben werden ja häufig Gründe wie rückenschonendere Tragart, bessere Wasserlage, mehr Bewegungsfreiheit im Wasser, mehr Sicherheit da Ventile im Sichtfeld und besser bedienbar.
Sind diese Gründe stichhaltig?
Aus Sicht des «handelsüblichen» Sporttauchers ja. Das hat allerdings nichts mit Sidemount zu tun, sondern mit der Konfiguration der Ausrüstung im Allgmeinen. Damit verliert sich die Stichhaltigkeit wieder… 😉
14. Februar 2013 um 13:45 Uhr #70224Anonym
Inaktiv*puuuust*
Altes Thema neu aufrollen… ::) sorryyyy!
Ich hab gesehen hier gibts den ein oder anderen der tatsächlich Sidemount in der Schweiz taucht. Würde sich einer dieser erfahrenen Sidemounter bereit erklären, mal zusammen ins Wasser zu gehen bzw. dass man allenfalls mal ausführlich gemeinsam über das Thema reden könnte, ohne sich hier die Finger wundzuschreiben bzw. dass ständig andere dazwischen reden?
Grund: Ich befasse mich zurzeit mit der Frage, ob ich im Frühling / Sommer eine Doppelflasche, Doppelblase und neues Blei kaufen soll oder ob ich evtl. eine Sidemountkonkfiguration anschaffen möchte (etwas grössere Investition in meinem Fall). Ausschlaggebend ist für mich klar die Sicherheit; ich war bis zu meinem ungemütlichen Erlebnis im letzten August ein überzeugter Backmount-Taucher und muss jetzt aber sagen; ich will 100% an meine Ventile kommen, ohne dazu vorher 2 Jahre Dehnübungen zu machen. Ich liebe das Tauchen und habe aber seither immer ein mulmiges Gefühl und kann das Tauchen in grösseren Tiefen (40m) nichtmehr zu 100% geniessen – und das will ich weg haben! 🙂
Ich würde mich daher freuen, wenn sich einer dazu bereit erklären würde.
Danke
Sandro14. Februar 2013 um 16:46 Uhr #70225Anonym
InaktivHallo Sandro
Das Du nach einem Zwischenfall etwas wich in den Knien bist kann ich verstehen und nachvollziehen.
Ob Sidmount oder Backmount ist eine Philosophiefrage und hat nicht unbedingt generell mit Sicherheit zu tun.
Ein Rückengerät zu tauchen ist einfacher und somit generell auch sicherer. (Aus der Sichtweise dass Du mit zwei Flaschen tauchen willst)Ein richtig eingestelltes Doppelgerät bildet eigentlich kein Problem beim Valvedrill. Und eine nomale Sportausrüstung kann man mit ein wenig Übung und Drill auch hinbekommen.
Aber zurück zu Deiner eigentlichen Frage.
Wende Dich einmal an CMAS Höhlentauchergibt es Instruktoren die das Schulen-
Sonst kenne ich nur noch Garry Stuber der Sidmountinstruktor ist.
Ich such einmal seine Adresse rausGruss Christian
15. Februar 2013 um 7:03 Uhr #70226
scubatinooTaucherSicherheit beginnt in erster Linie mit Training, Training, Training und nochmals Training. In zweiter Instanz merkt man dann vielleicht beim Training, dass die klassische Sporttaucher-Ausrüstung für gewisse Notfall-Szenarien nicht geeignet ist und anstelle einer Problemlösung unter Wasser nur der unkontrollierte Notaufstieg bleibt – mit den absehbaren Folgen.
Dann fängt man an die Ausrüstung zu optimieren. Hier gibt es zwei Wege: Du hälst dich ans «Hören-Sagen» und kupferst irgendwas ab, das du im Internet findest oder was «erfahrene» Taucher dir erzählen. Da sag ich nur: Hände weg von der Idee! Ich empfehle dir: Such dir eine Tauchschule, welche techn. Tauchen anbietet. Es gibt hier einige, die dir ein paar Namen nennen können wo du eine gute und seriöse Ausbildung – und auch die korrekte Ausrüstung dazu bekommst. So lernst du quasi von Grund auf deine neue Ausrüstung kennen, sowohl beim Zusammenbau als auch im Wasser beim Skilltraining. Üblicherweise wird man mit Doppelgerät und Wing beginnen – was auch Sinn macht. Diese «Konfiguration» ist mittlerweile gut standartisiert und die meisten halten sich auch dran. Ist nicht unwichtig, wenn man mal Hilfe unter Wasser benötigt oder geben muss…
Von Sidemount würde ich im Moment noch die Finger lassen. Hier köchelt jeder «Verband» noch sein eigenes Süppchen, was empfohlene Ausrüstungskonfiguration usw, anbelangt. Oder sagen wir: es gibt noch zuviele Modeströmungen. Klar kannst du wie oben beschrieben auch hier einen versierten Instrukor suchen und von Grund auf Sidemount kennenlernen – aber ich denke das bringt nur etwas, wenn du einen Buddy hast, der das auch mitmacht. Sonst schaffst du quasi für dich eine Lösung – für dein Partner aber vielleicht ein Problem der Überforderung.
Egal wie du dich entscheidest: Einfach eine neue Ausrüstung kaufen ist nicht die heilbringende Lösung. Aber schonmal ein Schritt in die richtige Richtung.
15. Februar 2013 um 9:50 Uhr #70227Anonym
InaktivHallo Sandro,
gibt ja Schulen die Kurse mit Leihmatrial durchführen.
Ev. da mal reinschnuppern und sehen ob das was für dich wäre.Hier in der Region habe ich mit kurzem suchen 7Ocean und DiveZone gefunden die solche Kurse anbieten.
Gruss Chrigel
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