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5. März 2014 um 11:58 Uhr #70248
uanlikerTaucherDu meinst den Inflatorschlauch selbst oder In-/Deflator am Jacket/Wing?
(Letzteres hat für mich problemlos funktioniert. Aber … Tage nach dem Atmen daraus waren bei dann Antibiotika fällig – total verkeimt gewesen das Ding. Schockiert
Wenn man nicht weiss, was man tut 😮
In / Deflator am Wing / Jacket, man soll aber nicht aus dem Wing atmen sondern direkt die Luft die man reinlassen würde einatmen – die ist dann auch keimfrei.Zitat von: uanliker am 05 März 2014, 11:45:15
Wann musstest du schon Sidemount-Flaschen ablegen?
Als ich (in Ägypten) geguided habe kamem Luftverbauchsfehleinschätzungen seitens der Gäste noch häufiger vor. LächelndBeantwortet aber nicht die Frage nach der Übergabe. Als Guide sollte man den Luftverbrauch seiner Gäste im Auge haben und so diese ohne OOA zum Boot oder Ausstieg bringen.
Gruss Urs
5. März 2014 um 12:23 Uhr #70249Anonym
InaktivIn / Deflator am Wing / Jacket, man soll aber nicht aus dem Wing atmen sondern direkt die Luft die man reinlassen würde einatmen – die ist dann auch keimfrei.
Das hat ja dann auch nach dem ersten Üben gut funktioniert. Leider hatte der erste Schluck bereits gereicht.
Beantwortet aber nicht die Frage nach der Übergabe. Als Guide sollte man den Luftverbrauch seiner Gäste im Auge haben und so diese ohne OOA zum Boot oder Ausstieg bringen.
…nur von OOA war nicht die Rede. Ich habe jedenfalls recht gute Erfahrungen gemacht mit Stage übergeben, wenn man die Leute vorher (kurz reicht) instruiert.
5. März 2014 um 13:58 Uhr #70250
uanlikerTaucherWenn sie nicht (annähernd) OOA sind brauchen sie auch kein Gas von mir 8)
Man könnte auch beim Sidemount tauchen eine Stage mitnehmen.Mir fehlt immer noch der Grund um eine meiner beiden Bottom-Flaschen (Sidemount-Tauchen) an meinen Tauchpartner übergeben zu müssen.
5. März 2014 um 14:14 Uhr #70251
scubatinooTaucherBeim Sidemounten haben die Aluflaschen aber auch einen kleinen Nachteil:
Viele Harnesssysteme sind nicht in der Lage Bleimengen von über 10/12kg gut aufzunehmen. Daher tauchen dann viele lieber Stahlflaschen mit einer Longhose-Konfiguration …Ähm, vielleicht müsste vorgängig mal noch geklärt werden, was der Sidemount-Taucher für einen Anzug trägt… Ich denke Neoprenanzug, Stahlflaschen und so ein schnuckeliges Sidemountjacket funktionieren. Hingegen Trocki, viel Blei, Stahlflaschen und schnuckelige Sidemountjackets eher einer «Wittwen-macher Konfiguration» entsprechen, weil die kleinen Jackets bei vollgelaufenem Trocki nicht genug Auftrieb haben.
Und dann muss man auch noch fragen, wo Sidemount getaucht wird. Im Freiwasser kann man sich mehr Spass erlauben (und so wird es ja auch propagiert, Stichwort Monkey-Diving) als dort, wo Sidemount eigentlich «erfunden» wurde und hingehört…
Letztendlich wird es aber nicht DIE Sidemountkonfiguration geben, weil man sich je nach Gebiet auch mit dem Material begnügen muss, welches dort vorhanden ist.
5. März 2014 um 14:33 Uhr #70252Anonym
InaktivWenn sie nicht (annähernd) OOA sind brauchen sie auch kein Gas von mir 8)
Ist wohl Einstellungssache…und soll/kann mMn jeder so machen wie's ihm beliebt.
Als Guide habe ich nie eingesehen, dass eine ganze Gruppe wegen einem Taucher (männlich wie weiblich) «leiden» muss. Die Gäste auf dem Boot kann man sich auch selten aussuchen. Manche Konstellationen passen eigentlich nicht, werden aber dennoch getaucht – Kommerz halt. (Urlaubs-)taucher sind auch nicht immer erfahren/vorausschauend/versiert – verblasen dann auch mal von «einer Minute auf die andere» 40bar (bei 80cuft)… ist menschlich. An der Longhose haben sie sich mEn schlechter gefühlt/verhalten, als mit 'ner Stage. Ich habe halt gerne den Gästen das max. geben können wollen und dennoch selber genug atembares Gas.
tl;dr
Alu gibt mir grundsätzlich mehr Handlungspielraum als Stahl.5. März 2014 um 15:07 Uhr #70253
uanlikerTaucherAls Guide habe ich nie eingesehen, dass eine ganze Gruppe wegen einem Taucher (männlich wie weiblich) «leiden» muss.
Du übergibst also dem schwächsten Taucher in der Gruppe ein zusätzliches Ausrüstungsteil, welches sein Leben weiter erschwert …
Dann lieber den Taucher beim Boot abgegeben und noch eine Runde mit dem Rest der Gruppe drehen.
Gruss Urs
5. März 2014 um 15:20 Uhr #70254Anonym
InaktivDu übergibst also dem schwächsten Taucher in der Gruppe ein zusätzliches Ausrüstungsteil, welches sein Leben weiter erschwert …
LOL, höherer Luftverbrauch != Schwäche. Aber… zum Thema Sidemountflasche hast du da noch Input?
5. März 2014 um 16:05 Uhr #70255
uanlikerTaucherDu schreibst von obigen Tauchern
(Urlaubs-)taucher sind auch nicht immer erfahren/vorausschauend/versiert – verblasen dann auch mal von «einer Minute auf die andere» 40bar (bei 80cuft)… ist menschlich.
Also Taucher, die schon genug mit sich selbst zu tun und dann noch eine Flasche dazu hängen ???. Diese sollen ruhig im Wasser werden, tarieren können und schon ist der Luftverbrauch im üblichen Rahmen.
Du willst mit einem «Clusterfuck» [Übergabe einer deiner Sidemount-Flasche] grobe Fehler in der Planung und/oder Ausrüstung korrigieren. Dies geht normalerweise schief.
Um zurück zum Thema zu kommen: Entsprechend haben für mich Alu-Flaschen keinen Vorteil gegenüber Stahl-Flaschen. Bei Alu-Flaschen ist die Veränderung des Trims während des Tauchgangs ein Thema, welches die Stahlflaschen nicht haben.
Mit dem Wing muss – egal ob Alu oder Stahl – das Gewicht des Gases kompensiert werden; beim Tauchen im Nassanzug oder Neopren-Trocki noch den Auftriebsverlust auf Tiefe. Auftriebsgrösse muss so der Gasmenge angepasst werden und nicht der Umgebung. (Balanced Rig)
Gruss Urs
5. März 2014 um 16:19 Uhr #70256Anonym
InaktivBei Alu-Flaschen ist die Veränderung des Trims während des Tauchgangs ein Thema, welches die Stahlflaschen nicht haben.
Das hast du ja, wenn auch kürzer, schon geschrieben. Wenn man Aluflaschen konstruieren könnte, dieses Verhalten nicht haben, wäre ich nicht abgeneigt. Mal schauen wie sich meine Deepstop «Special Edition,» Stahlflaschen schlagen – habe recht gutes gehört/gelesen.
6. März 2014 um 10:45 Uhr #70257Anonym
InaktivFür unerfahrene Urlaubstaucher finde ich die Diskussion etwas eigenartig. Ein solcher Urlaubs-Sidemounter würde sowieso nur eine Flasche mitnehmen (herrlich zu tauchen mit alu! .. mach ich im Sommer oft so). Wenn der keine Luft mehr hat, geht er einfach beim Tauchguide nuckeln.. *g* egal ob Backmount oder Sidemount.. egal ob Stahl oder Alu. Ich glaube wir sind uns einig, dass wir einem Urlaubstaucher auch nicht einfach ein Doppelgerät umschnallen und ihn in eine Höhle schicken mit Engstellen, wo er dann mit Longhose raustauchen muss ;).
Bezüglich dem Abgeben von Flaschen in erfahrenen Höhlenteams kannst Du gerne mal mit Thorsten «Toddy» Wälde von protec Sardinia drüber philosophieren 😉 Der erforscht seit Jahrzehnten in diesem System Höhlensysteme weltweit und kam schon ab und an mal zu dem Vergnügen. Deshalb hat er auch dieses «Toddysystem» entwickelt.
Das ist keine theoretische Option sondern eine einfache Praxis. Er sagt sich (und das ist für mich einleuchtend): Ein sidemounter legt seine Flaschen in seinem Leben 100'000 mal an und ab (beim Einstieg/Ausstieg) also etwas automatisiertes. Das Tauchen durch eine Engstelle ist nach seiner Ansicht viel einfacher wenn man nacheinander durchtauchen kann, als gemeinsam mit ner Longhose, was sehr viel Übung braucht. Deshalb dieses System.
Ich finde es ist eine gute Alternative zum klassischen «DIR-Style S-Drill». Aber wie ich sagte, in Mixed-Teams eher nicht zu empfehlen. Beides ist möglich, aber das eine als «theoretisch» zu betiteln, find ich eher heikel und gehört eher in die Kategorie Taucher.net ;). Ich habe sogar beides .. Longhose und Aluflaschen mit stageloops… also kann ich die Flasche abgeben oder einfach gemütlich auftauchen mit dem langen Schlauch (ist im Freiwasser Jacke wie Hose).
Und zu Threads im Taucher.net wo razorista die Diskussionen «leitet» oder eher «anschürt» möchte ich mich nicht äussern – der Herr wurde im deutschen Sidemountforum gesperrt bzw. definitiv entfernt .. und ist nur beschämend für die gesamte Community.
@Scubatinoo
Kurze Info zu den Sidemount-systemen:
Razor2 bietet eine redundante 20kg Blase (2x 20kg)
X-Deep bietet 16kg pro Blase und man kann problemlos zwei mitnehmen
Halcyon bietet eine 25kg Blase
Die Sandwichsysteme unterscheiden sich nicht von Backmountern.. da auch normale Techwings 😉Das reicht um die verbrauchten Gase zu kompensieren 😉 … ansonsten hast Du zuviel Blei dabei.
6. März 2014 um 10:57 Uhr #70258Anonym
InaktivUm zurück zum Thema zu kommen: Entsprechend haben für mich Alu-Flaschen keinen Vorteil gegenüber Stahl-Flaschen. Bei Alu-Flaschen ist die Veränderung des Trims während des Tauchgangs ein Thema, welches die Stahlflaschen nicht haben.
JA, Aluflaschen verändern den Trimm stärker als Stahlflaschen – dafür hat man 2 Positionen zum «abklippen» der Flaschen bzw. benutzt einen sliding D-Ring (Geschmackssache). So dass die Flasche jeweils schön anliegt am Körper und die Wasserlage sauber ist.
Du kannst Dir das gerne mal anschauen bei einem gemeinsamen Tauchgang :)… dann mach ich eine Flasche auf 30bar leer … und der Trimm bleibt sauber.Stahlflaschen werden aber ebenfalls kopflastiger (Trimm ändert sich ebenfalls). Da das Auftribsverhalten aber nicht kehrt, werden diese Flaschen eigentlich nicht «umgeklippt» und das kann sich dann leicht auf den Trimm auswirken. Aber auch nur minimalst und die Wasserlage bleibt sauber.
Mich stört das z.B. überhaupt nicht mit dem umklippen. Das ist sogar von Vorteil, da ich nicht aufs Fini schauen muss und weiss, wann 120bar erreicht sind ;). Ich nutze das deshalb sogar als Referenzpunkt für die Atemreglerwechsel:
1. Atmen aus linker Flasche bis ca. 170 bar (idR. kurz nach erreichen der Tiefe)
2. erster Wechsel auf rechte Falsche… dann atmen aus rechter Flasche bis 110/120 bar (sobald sie kippt)
3. Flaschenposition anpassen, Atemreglerwechsel und aus linker Flasche atmen bis Flasche kippt & 2-3 min länger (ca. 100-110 bar)
4. Atemreglerwechsel und aus rechter Flasche atmen bis TG-Ende ..
5. Optionaler Atemreglerwechsel beim Safetystop und aus linker Flasche atmen .. gleichzeitig beim austauchen rechte Flasche schonmal zusammenpacken und ablegen.So habe ich immer min. 100bar in einer Flasche und brauche nichtmal aufs Finimeter zu achten. Das macht jeder etwas anders.. die einen wechseln häufiger…die andern noch weniger… ich persönlich mach das Abhängig vom Anzug und den Flaschen. Mit dem Trocki merkt man 50bar unterschied nicht.. nichtmal 100 bar wirken sich wirklich aus.. hingegen im Nassanzug 5mm .. da merkt man 30bar schon gut.
6. März 2014 um 21:45 Uhr #70259
uanlikerTaucherMir fehlt immer noch der Grund wieso ich eine Flasche abgeben muss/will.
Sidemount hat zwei unabhängige Flaschen, es kann also nicht wie beim Doppelgerät sein, dass mir das ganze Gerät abbläst (Flaschen O-Ring, Brücken O-Ring).Ich verliere also max. eine Flasche, die Planung ist so, dass ich mit der anderen Flasche raus komme. Komme ich mit Rückengerät durch (also bei gemischten Teams); ist's keine Engstelle ::)
Gibt ein paar Punkte da werden Toddy und ich nie einig 8)
Das Prinzip Bottom Stage und Rückengerät zählt auch dazu.An/Ablegen beim Ein/Ausstieg ist was anderes als unter Wasser. Ich erinnere mich noch gerne an die Diskussionen zum Rückengerät ausziehen. Da wurden Szenarien definiert, die so weit weg von der Realität waren, dass ich nur Kopfschütteln übrig hatte. Ja, auch ich hab's unter Wasser schon gemacht – mit einer angepassten Bleiverteilung; nur für den Tauchgang.
Wann bist du in der Region Bern? Bin fast jedes Wochenende am Thunersee.
p.s. Bin ca. 5 Jahre mit ALU Sidemount getaucht, nun seit gut 2 Jahren Stahl. In der Marchpied (Lot) ist z.B. sinnvoll eine nachvorne zu nehmen, da man sonst zu breit ist – dies geht so wohl als auch; ein Bild dazu mit ALUs: http://www.uanliker.ch/gallery2/main.php?g2_itemId=2741 oder mit Stahl in Position aus Florida http://www.uanliker.ch/gallery2/main.php?g2_itemId=3440
.7. März 2014 um 7:01 Uhr #70260Anonym
InaktivIch gebe Dir ja recht, dass sidemounten eigentlich soweit «sicher» ist, dass wenn es korrekt ausgeführt wird, sowas eigentlich nicht vorkommen sollte und bis zu einem «Lost Gas» das tatsächlich problematisch wird, einiges schief gelaufen sein muss. Trotzdem kann es vorkommen, wenn einer Mist baut oder sich sichtlich nicht daran hält, entsprechenden Umkehrpunkt anzuzeigen und einfach weiter taucht. Zumindest war Toddy schon froh drum – gemäss seiner Ausführungen. War aber weder dabei noch hab ich selbiges erlebt.
Ich tauche selber noch nicht in Höhlen – im Freiwasser gibts sowieso keinen Grund für längere Schläuche als 120cm … da kann man IMMER gemütlich auftauchen. Auch gibt es theoretisch keinen Grund Flaschen abzulegen, ausser mal will mit meiner Postur irgendwo in ein kleines Wrack. 🙂
Das schöne ist ja eben, dass es nicht nur etwas richtiges gibt und alles andere ist ein Blödsinn. Ich bin absolut der Meinung – und das habe ich ja auch schon oben geschrieben – dass man prima mit Stahlflaschen tauchen kann, bei entsprechender Konfiguration und würde ich auch so machen, hätte ich ein Harnesssystem, wo ich die Gewichte nicht so hinbekomme.
Ich für meinen Teil tauche aber lieber Alu weils für mich unter Wasser einfach angenehmer ist und ich eben noch die eingangs erwähnten 2 anderen punkte als Vorteile sehe (egal wie selten das der Fall ist). Hab beides probiert und fand Alu besser. Ausserdem hab ich im Urlaub idR. ebenfalls Aluflaschen und hab so die gleiche Situation vor mir :).
Ich finde es wichtig offen zu sein und vor- sowie Nachteile für sich selbst zu definieren und nicht wie gewisse Vereinigungen/Organisationen vorschreiben, wo wie was genau sein muss bzw. was gut und nicht gut sein soll 😉 – obwohl auch das unbestritten einige Vorteile bietet… bis zu einem gewissen Punkt zumindest *g*.
7. März 2014 um 7:23 Uhr #70261
scubatinooTaucherMir fehlt immer noch der Grund wieso ich eine Flasche abgeben muss/will.
Ich glaub das ist auch nur dann ein Thema, wenn die Konfiguration mit zwei kurzen Schläuchen getaucht wird.
7. März 2014 um 7:26 Uhr #70262Anonym
InaktivIch denke, dass die Art wie man SM taucht auch eine Rolle spielt ob man Alu oder Stahl nimmt – hat letztendlich wohl viel mit pers. Vorliebe zu tun.
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