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22. Juli 2014 um 6:41 Uhr #55920
Anonym
InaktivHallo liebe Tauchgemeinde
Ich bin neu hier und fange gleich mal mit einer Frage an.
Ich habe letztes Jahr angefangen zu tauchen und kaufe mir jetzt nach und nach mein Equipment zusammen.
Nun gibt es ja unendlich viele Tauchcomputer auf dem Markt. Nach langer Suche wäre ich eigentlich bei 2 verschiedenen Tauchcompis hängengeblieben:
Cressi Leonardo / Giotto
Mares Puck ProNun muss ich aber sagen das der Mares Puck Pro wirklich keine Schönheit ist, womit ich mich eigentlich für den Cressi entschieden hätte.
Als ich dann im Tauchshop meines Vertrauens war, wurde meine Aufmerksamkeit nach einem Wink des Verkäufers auf den Suunto D4i Novo gelenkt.
Ich wollte mir eigentlich am Anfang keine Uhr mit Tauchcomputer kaufen aber nun muss ich sagen, wieso eigentlich nicht?
Wenn ich schon einen Compi kaufe, dann könnte es ja auch gleich eine Uhr sein. Denn so viel tauche ich im Moment noch nicht und es wäre doch schade viel Geld für einen Tauchcomputer auszugeben wenn ich gleich eine Uhr inbegriffen habe und die dann auch täglich trage.
Vor allem kann ich zur Suunto einen Sender dazukaufen für die Luftintegration, ob das nötig bzw. nützlich ist weiss ich im Moment noch nicht.Ich entschuldige mich jetzt schon mal das die Frage mehr eine Geschichte wurde aber ich wäre doch sehr froh wenn ich ein paar Feedbacks erhalten könnte.
Was sind eure Erfahrungen? Nur Compi oder gleich eine Uhr?
Wie sieht es mit der Ablesbarkeit aus? Reicht das kleinere Display der Suunto?
Sind alle bedienerfreundlich oder ist ein Compi besonders kompliziert?
Mit der D4i kann man die Daten glaub ich gleich auf den PC laden und bei den anderen muss ich nochmal ein Kabel dazukaufen. Ist das nötig? Brauche ich die Daten?Danke schon mal im Voraus!
Gruss Mycro
22. Juli 2014 um 7:04 Uhr #73064Anonym
InaktivHallo Mycro
Mein erster Tauchcomputer war ein Mares Puck. Ja, ist sicher keine Schönheit, allerdings sehr übersichtlich, einfach zu bedienen, robust und günstig.
Kann den Computer empfehlen (benutze diesen heute noch im Urlaub). Computer im Uhrenformat waren nie mein Ding. Du hast also die Qual der Wahl…
22. Juli 2014 um 7:08 Uhr #73065marc
TaucherWillkommen auf Swiss-Divers!
Was Du an Tauchcompi wirklich brauchst/willst und was nicht, dass ist natürlich sehr von Deinen Anforderungen (Kaltwasser- vs. Urlaubstauchen, fortgeschrittene Sachen wie Gaswechsel, etc.) sowie persönlichem Geschmack abhängig.
An dieser Stelle auch noch der obligate Link zur SD-Shoppinghilfe …
Für mich sind die problematischen Punkte bei Uhren-Tauchcomputer:
– ein kleines Display mit kleinen Zahlen
– Menuführung meistens etwas… naja, mühsam
– bedingt Displaybeleuchtung (z.B. kein OLED)
– Preis ist meistens ein ganzes Stück höher als bei vergleichbaren CompisDie Ablesbarkeit ist für mich persönlich (Kaltwassertaucher und Brillenträger) das Killkriterium von Uhren-Compis. Mein nächster See-Computer wird sicher auch selbstleuchtend sein (z.B. OLED) sodass man Ihn auch im Dunkeln auf einen Blick und ohne Lampe ablesen kann.
Menuführung spielt als Tauchanfänger noch eher eine untergeordnete Rolle, da man den Compi meistens eh «einfach» mich den Standards automatisch mitlaufen lässt. Aber bereits hier: wenn man das Nitrox taucht (was auch bei Einsteigern/Anfängern schnell mal der Fall sein wird), dann muss man vor jedem TG das Nitrox-Gemisch einstellen/aktualisieren. Wenn dann die entsprechende Menuführung mühsam ist, wirds schnell sehr nervig.
Für mich wäre ein Uhrcompi wie der D4i ein guter Feriencompi (wo die Sichtverhältnisse prima sind und er grad noch als Uhr auf der Reise herhalten kann und wo die Tauchgänge eher einfach sind, sodass man auch nicht gross was einstellen muss.
Seit ein paar Jahren tauche ich den Uwatec Galileo Sol und bin damit sehr zufrieden. Einzige Verbesserung die ich gerne hätte: OLED-Display bzw. selbstleuchtendes Display. Bedienung (inkl. Stoppuhr) ist prima, grösse und Ablesbarkeit bei Sichtweiten <1m auch noch gut und der Berechnungssalgorithmus unterstützt auch Deep-Stops etc.
Compis mit denen ich für den See liebäugle sind:
– H&W OSTC 3
– Sharewater PetrelIch persönlich würde an Deiner Stelle entweder einen wirklich günstigen, nitroxfähigen Tauchcompi kaufen oder für das Geld einen mächtigeres Modell wie z.B. eines der obigen genannten (nur Beispiele). Eine hübsche Taucheruhr (z.B. für Apneo-Tauchen) bekomme ich auch hier…
Evtl. gibt Dir das ja etwas Ideen.
Guet Luft!
Marc22. Juli 2014 um 8:09 Uhr #73066Anonym
InaktivVielen Dank für die schnellen Antworten!
Die Vorschläge sind super, Danke! Aber die sind mir im Moment wirklich noch zu teuer.
Also die Nitrox Ausbildung habe ich schon gemacht.
Ich werde voraussichtlich viel in den Heimatgewässern tauchen und wenn möglich immer in den Ferien.
Mit den eher kleinen Display habe ich glaub weniger Probleme und die etwas kompliziertere Menüführung sollte ich mit der Zeit raus haben.Ich werde mich einfach nochmal informieren und im Shop vorbeischauen. Evt. kann ich auch einen Probetauchgang machen. Wäre natürlich super. 😀
Fazit: Wenn ich mit dem kleinen Display, dem Menü und der Beleuchtung zurechtkomme wird es wahrscheinlich wirklich der Suunti D4i Novo sein. Da ich halt eine Uhr inbegriffen habe, rechtfertigt sich für mich der höhere Preis.
Und mit meiner derzeitigen Ausbildung brauche ich sowieso noch nicht mehr als Sauerstoff und Nitrox.Wenn die Suunto D4i Novo die 3 Punkte nicht zu meiner Zufriedenheit erfüllen kann, wird es ein günstiger nitroxfähiger Tauchcompi à la Cressi Leonardo. (Nicht der Mares Puck Pro weil die ungefähr gleich gut sind und etwa gleich viel kosten, aber der Cressi ist einfach schöner. 😉 )
Nun nochmals Danke für die Antworten. Nach meinen ersten Eindrücken ist das wirklich ein gutes Forum.
Mycro
22. Juli 2014 um 8:18 Uhr #73067marc
TaucherUnd mit meiner derzeitigen Ausbildung brauche ich sowieso noch nicht mehr als Sauerstoff und Nitrox.
Kleiner Tipp: Nicht «Sauerstoff» – das darfst Du vermutlich noch nicht – sondern «Pressluft» oder «Luft».
Überigens: auch für's Trimixtauchen (Helium) brauche ich keinen Trimix-Computer; da ist der Tiefenmesser und eine gute Stoppuhrfunktion wichtiger 😉
22. Juli 2014 um 8:21 Uhr #73068marc
TaucherNoch was betreffend Tauchcompi vergessen:
Ich persönlich würde darauf achten, dass ich die Batterien selbst wechseln kann. Im optimalen Fall gehen auch handelsübliche AAA-Batterien oder je nach Modell Knopfbatterien etc. Das kann im Urlaub sehr wichtig werden. Mindestens müsste aber Dein Tauchshop die Batterien wechseln können, ohne das Teil dem Hersteller einzusenden.
22. Juli 2014 um 8:27 Uhr #73069Anonym
InaktivAiiiii Nein!!!
Jetzt wollte ich einen guten Eindruck hinterlassen und habe mir extra noch überlegt wie es schon wieder heisst, Sauerstoff oder Pressluft???
Ging wohl voll in die Hose.
Siehst du, wenn ich also mal Trimixtauchen will habe ich die Stoppuhrfunktion ja schon in der Taucheruhr drin. 😀
Gehört zwar nicht hier rein aber kurz eine andere Frage, wie sehe ich ob jemand auf meinen Thread geantwortet hat. Bekomme ich keine Meldung oder so? Habe es bis jetzt nur in «NEUSTE FORENBEITRÄGE» gesehen.
22. Juli 2014 um 8:28 Uhr #73070Anonym
InaktivJa das ist sicher ein wichtiger Punkt. Also wenn ich nicht mal selber die Batterie wechseln kann, werde ich ihn sicher nicht kaufen.
22. Juli 2014 um 9:19 Uhr #73071Anonym
InaktivHi,
Das Wichtigste wurde ja schon gesagt. Mit dem Leonardo (bzw. Giotto, wenn du die Einknopfbedienung nicht magst) machst du erstmal nichts falsch.
Beachte beim D4i einfach, dass er als Alltagsuhr schon recht gross ist. In Kombination mit dünnen Handgelenken nicht zu empfehlen. Dafür hat er auch einen gut funktionierenden Apnoe-Modus, was der Leonardo nicht hat. Luftintegration braucht man meines Erachtens nicht wirklich. Datenübertragung auf den PC kann zur Auswertung der Tauchgänge interessant sein, ist aber auch kein Muss.Ich hatte Leonardo und D4 schon paar Mal im See. Obwohl ich beim D4 nie Probleme beim Ablesen hatte, ist der Leonardo schon besser ablesbar. Den D4 bringe ich ohne Armbandverlängerung nur sehr knapp über den 7mm mit Handschuhen drunter, manchmal schaffe ich es auch erst unterwasser. Etwas mühsam und die Armbandverlängerung ist auch etwas fummelig.
22. Juli 2014 um 9:46 Uhr #73072Anonym
InaktivHallo Mycro,
ich selber tauche mit dem Suunto D4 & D4i (Vorgängermodel von Novo)
Meine Meinung zu Suunto:
-Meine beiden Suunto-Computer sind sehr zuverlässig.
-Die Menuführung ist Gewohnheitssache, anfangs etwas schwierig. Wenn man den Computer regelmässig braucht, ist man schnell vertraut mit der Menuführung.
-Das Display ist, wie schon erwähnt etwas klein. Ich als Nicht-Brillenträgerin habe ich damit keine Probleme.
-Wenn man im Dunkeln taucht, muss man die Hintergrundbeleuchtung dazuschalten. Die Leuchtzeit kann bis auf 1min eingestellt werden.
-Was der Computer von einem «verlangt» wird klar verständlich angezeigt, Tiefe, Dekostoppzeit, Sicherheitsstopp, etc.
-Luft Integration/Sender: Ich verlasse mich nicht auf den Sender. Ich tauche mit Finimeter, auch wenn ich für den D4i einen Sender angeschlossen habe. Wenn der Sender ausfällt, kann ich trotzdem weiter tauchen (und dies ist mir schon mehrmals passiert)
-Ich kann bei meinen beiden Suunto-Computern die Batterie selber wechseln.
-Ich habe eine Armbandverlängerung gratis mitgeliefert bekommen. Wenn du Trocken tauchst, ist das Armband des Computers zu kurz.
-Besonders in den Ferien schätze ich, dass ich den Computer als Uhr bei mir tragen kann. Er ist ständig bei mir. Ich weiss wo er ist und ich vergesse ihn nicht für den Tauchgang mit zu nehmen.Wie schon erwähnt, ich tauche Vorgängermodelle. Vielleicht hat sich einiges geändert bei den neuen Computern. Aber ich bin voll zufrieden mit meinen beiden Suuntos.
lg Dory
22. Juli 2014 um 12:21 Uhr #73073
tho.meiAdministratorHallo liebe Tauchgemeinde
Ich bin neu hier und fange gleich mal mit einer Frage an.
Ich habe letztes Jahr angefangen zu tauchen und kaufe mir jetzt nach und nach mein Equipment zusammen.Na, dann herzlich willkommen in der Tauchgemeinde!
Im Grossen ganzen kann ich mich meinen Vorrednern (oder Schreibern) anschliessen. Trotzdem noch einige Ergänzungen:
Was sind eure Erfahrungen? Nur Compi oder gleich eine Uhr?
Im warmen klaren Wasser der Tropen, ist ein Tauchcompi im Uhren-Format sicher nicht zu verachten. Im See mag er im Sommer auch noch mit Neoprenhandschuhen einigermassen bedienbar sein. Mit Trockenhandschuhen kann es aber wirklich sehr schwierig werden die Tasten noch sicher zu treffen. (Scheinbar sei dies leider auch bei einigen grösseren Modellen der Fall, habe ich schon gehört…) Ich besitze einen ''Mares Nemo Sport'' den sich heute als Ersatzcompi. nutze, der unter Wasser mit Trockenhandschuhen schwierig zu bedienen ist.
Tauchcomputer-Uhren bieten oft die gleichen Funktionen, wie günstigere grössere einfache Nitrox-Computer. Uhren sind aber meist filigraner gebaut und deshalb in der Regel weniger langlebig. (Nur ein Erfahrungswert, Die Ausnehme mag die Regel bestätigen…. )
Wie sieht es mit der Ablesbarkeit aus? Reicht das kleinere Display der Suunto?
Ich sehe glücklicherweise dank Linsen und meinem Alter noch ziemlich gut. Trotzdem ist es gerade, wenn man mit Kompass, Tiefe und Zeit navigiert angenehm, wenn man eine grosse Anzeige zu Verfügung hat. So kann man Zeit und Tiefe auf dem Compi leicht, zusammen mit dem Kmopass nebenan, im Blickfeld behalten. Sind die Zahlen am Cmopi zu klein, muss man den Arm anheben um ihn abzulesen, womit die Ausrichtung des Kompass verloren geht.
Sind alle bedienerfreundlich oder ist ein Compi besonders kompliziert?
Da gibt es alles. Die der grossen bekannten Marken sind meist bedienerfreundlich. Es gibt jedoch auch Tauchcomputer die man mit Apps oder selbst entwickelter Software ergänzen kann. Gerade bei kleinen unbekannteren Marken, kann schon mal die Bedienerfreundlichkeit auf der Strecke bleiben.
Mit der D4i kann man die Daten glaub ich gleich auf den PC laden und bei den anderen muss ich nochmal ein Kabel dazukaufen. Ist das nötig? Brauche ich die Daten?
Nein, nötig ist das bestimmt nicht. Höchstens dann interessant, wenn man Tauchgänge vertieft analysieren möchte. Es gibt auch die Möglichkeit auf diesem Weg ein elektronisches Logbuch zu führen.
Ich tauche normalerweise mit einem «Suunto Vyper Air». Ich bin sehr zufrieden damit. Der Luxus daran ist der Sender für die Luft-Integrationen. Auf diesen Sender könnte ich jedoch auch gut verzichten. Auf die Redundanz des Finimeters würde ich jedoch nicht verzichten wollen, da der Sender (zwar selten) schon mal ausfallen kann.
Wenn die Suunto D4i Novo die 3 Punkte nicht zu meiner Zufriedenheit erfüllen kann, wird es ein günstiger nitroxfähiger Tauchcompi à la Cressi Leonardo. (Nicht der Mares Puck Pro weil die ungefähr gleich gut sind und etwa gleich viel kosten, aber der Cressi ist einfach schöner. 😉 )
Ich hätte dir spontan auch zu einem einfachen Nitrox-Computer wie der «Suunto Zoop», «Cressi Leonardo» oder «Mares Puck Pro» oder so ähnlich geraten. Für die meisten Sporttaucher ist ein solches Gerät ausreichend und verfügt über ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, auch im Bezug auf die Verarbeitung des Gehäuses. Wenn du nach fünf Jahren immer noch regelmässig tauchst, ist es auch dann noch früh genug einen komplexeren/teureren Computer zu kaufen. Wenn du vor hättest ins technische Tauchen einzusteigen, würde mich nach einem Modell umsehen, dass Mischgase rechnen kann.
Klar abraten würde ich einzig vom den «Masre Icon HD *»-Modellen. Wie hier in diesem Forum auch, höhere ich kaum erfreuliches über diese Computer.
Thomas from New Zealnd
22. Juli 2014 um 16:16 Uhr #73074Anonym
InaktivDanke für die vielen Antworten
Also ich muss div. Sachen nochmal genauer unter die Lupe nehmen.
Ich habe in der nächsten Zeit (Jahren) nicht vor mit dem technischen Tauchen anzufangen und einen Trocki habe ich auch nicht, brauch ich auch nicht! Will im kalten Winter nicht tauchen gehen.
Ich habe einen 7mm camaro halbtrocken Anzug und 5mm Handschuhe. Das mit der Bedienbarkeit mit Handschuhen werde ich auf jeden Fall an verschiedenen Geräten ausprobieren und auch wie es mit dem Armband aussieht!
Wie ich es mir schon dachte gibt es viele verschiedene Vorlieben, da es ja auch so viele Modelle gibt!
Auf jeden Fall habe ich jetzt ein paar gute Eckpunkte und Ideen die mir sicher weiterhelfen!22. Juli 2014 um 19:28 Uhr #73075
PömäTaucherHabe mir vor Jahren auch überlegt den D4 zu kaufen, mich dann aber für einen Vyper2 entschieden. Ist zwar grösser, dafür aber 1a bedien- und ablesbar. Bin persönlich fürs Sporttauchen etwas Suunto-Fan, da PreisLeistung einfach stimmen.
Ein Trocki kann dir auch im Sommer gute Dienste leisten, gerade wenn du später auch mal etwas tiefere TG machst. Da wirds auch in der Tiefe gerne mal 4° und bei Wiederholungs-TGs bist du mit einem Trocki einfach besser bedient…
22. Juli 2014 um 19:47 Uhr #73076
TinuTaucherNoch ein Punkt zu den Uhrenmodellen:
Mit (Trocken) Handschuhen sind für mich die meisten nicht mehr im Wasser bedienbar.just my 5 cents
immer gut Luft
Tinu29. Juli 2014 um 13:53 Uhr #73077
broTaucherHallo liebe Tauchgemeinde
Ich bin neu hier und fange gleich mal mit einer Frage an.
Ich habe letztes Jahr angefangen zu tauchen und kaufe mir jetzt nach und nach mein Equipment zusammen.Na, dann herzlich willkommen in der Tauchgemeinde!
Im Grossen ganzen kann ich mich meinen Vorrednern (oder Schreibern) anschliessen. Trotzdem noch einige Ergänzungen:
Was sind eure Erfahrungen? Nur Compi oder gleich eine Uhr?
Im warmen klaren Wasser der Tropen, ist ein Tauchcompi im Uhren-Format sicher nicht zu verachten. Im See mag er im Sommer auch noch mit Neoprenhandschuhen einigermassen bedienbar sein. Mit Trockenhandschuhen kann es aber wirklich sehr schwierig werden die Tasten noch sicher zu treffen. (Scheinbar sei dies leider auch bei einigen grösseren Modellen der Fall, habe ich schon gehört…) Ich besitze einen ''Mares Nemo Sport'' den sich heute als Ersatzcompi. nutze, der unter Wasser mit Trockenhandschuhen schwierig zu bedienen ist.
Tauchcomputer-Uhren bieten oft die gleichen Funktionen, wie günstigere grössere einfache Nitrox-Computer. Uhren sind aber meist filigraner gebaut und deshalb in der Regel weniger langlebig. (Nur ein Erfahrungswert, Die Ausnehme mag die Regel bestätigen…. )
Wie sieht es mit der Ablesbarkeit aus? Reicht das kleinere Display der Suunto?
Ich sehe glücklicherweise dank Linsen und meinem Alter noch ziemlich gut. Trotzdem ist es gerade, wenn man mit Kompass, Tiefe und Zeit navigiert angenehm, wenn man eine grosse Anzeige zu Verfügung hat. So kann man Zeit und Tiefe auf dem Compi leicht, zusammen mit dem Kmopass nebenan, im Blickfeld behalten. Sind die Zahlen am Cmopi zu klein, muss man den Arm anheben um ihn abzulesen, womit die Ausrichtung des Kompass verloren geht.
Sind alle bedienerfreundlich oder ist ein Compi besonders kompliziert?
Da gibt es alles. Die der grossen bekannten Marken sind meist bedienerfreundlich. Es gibt jedoch auch Tauchcomputer die man mit Apps oder selbst entwickelter Software ergänzen kann. Gerade bei kleinen unbekannteren Marken, kann schon mal die Bedienerfreundlichkeit auf der Strecke bleiben.
Mit der D4i kann man die Daten glaub ich gleich auf den PC laden und bei den anderen muss ich nochmal ein Kabel dazukaufen. Ist das nötig? Brauche ich die Daten?
Nein, nötig ist das bestimmt nicht. Höchstens dann interessant, wenn man Tauchgänge vertieft analysieren möchte. Es gibt auch die Möglichkeit auf diesem Weg ein elektronisches Logbuch zu führen.
Ich tauche normalerweise mit einem «Suunto Vyper Air». Ich bin sehr zufrieden damit. Der Luxus daran ist der Sender für die Luft-Integrationen. Auf diesen Sender könnte ich jedoch auch gut verzichten. Auf die Redundanz des Finimeters würde ich jedoch nicht verzichten wollen, da der Sender (zwar selten) schon mal ausfallen kann.
Wenn die Suunto D4i Novo die 3 Punkte nicht zu meiner Zufriedenheit erfüllen kann, wird es ein günstiger nitroxfähiger Tauchcompi à la Cressi Leonardo. (Nicht der Mares Puck Pro weil die ungefähr gleich gut sind und etwa gleich viel kosten, aber der Cressi ist einfach schöner. 😉 )
Ich hätte dir spontan auch zu einem einfachen Nitrox-Computer wie der «Suunto Zoop», «Cressi Leonardo» oder «Mares Puck Pro» oder so ähnlich geraten. Für die meisten Sporttaucher ist ein solches Gerät ausreichend und verfügt über ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, auch im Bezug auf die Verarbeitung des Gehäuses. Wenn du nach fünf Jahren immer noch regelmässig tauchst, ist es auch dann noch früh genug einen komplexeren/teureren Computer zu kaufen. Wenn du vor hättest ins technische Tauchen einzusteigen, würde mich nach einem Modell umsehen, dass Mischgase rechnen kann.
Klar abraten würde ich einzig vom den «Masre Icon HD *»-Modellen. Wie hier in diesem Forum auch, höhere ich kaum erfreuliches über diese Computer.
Aus meiner Sicht ist der oben erwähnte Thread «Mares Icon HD» https://www.swiss-divers.ch/old/index.php?option=com_smf&Itemid=27&topic=1424.0 überholt. Die Erfahrungen beziehen sich auf die 1. und 2. Generation des Computers. Die neue Generation wurde überarbeitet und Mares hat sich den Kinderkrankheiten angenommen. Ich besitze einen Mares Icon HD Black Edition und bin mit ihm sehr zufrieden und würde ihn wieder kaufen. Das grosse Farbdisplay ist der Hammer und die neue Software-Version 4.0 sehr übersichtlich und einfach in der Bedienung. Der Computer hat auch einen integrierten Kompass. In einer «gemischten Anzeige» kann man sich den Kompass und die anderen wichtigen Werte wie z.b. Tiefe, Tauchzeit usw. kombiniert anzeigen lassen und so muss man nicht ständig zwischen zwei Screens umschalten; sehr praktisch. Selbverständlich habe ich als Backup weiterhin einen klassischen Kompass dabei. Weiter lässt er sich mit Trockenhandschuhen sehr gut bedienen und das Armband ist auch beim Trocki lang genug. Der Computer hat zwar nachwievor einen Akku, aber dieser ist in der aktuellen viel leistungsfähiger geworden und da ich regelmässig abtauche, stört mich das überhaupt nicht, wenn ich den Computer ab und zu mal aufladen muss. Meine Lampe muss ich auch aufladen… das gehört für mich zur Tauchgangsvorbereitung. Für mich als Sporttaucher ist der Petrel nicht in Frage gekommen; obwohl das bestimmt ein guter Computer ist. Der Ostc 3 wäre noch eine Alternative gewesen, allerdings bietet mir hier der Mares Icon HD Black Edition zum gleichen Preis mehr, was ich als Sporttaucher nutze; für Tec-Taucher ist hier sicherlich der Ostc 3 die richtige Wahl. Als Sporttaucher will ich mich z.B. nicht mit Gradient-Faktoren eines Rechenmodells beschäftigen. Aktuell ist der Mares Icon HD Black Edition z.b. bei Dive Center Köniz/Thunersee oder Tauchsport Käser für 999.– inkl. Sender erhältlich (Aktionspreis bis Ende August). Die Luftintegration ist natürlich keine Notwendigkeit, aber das Feature macht schon Freude ;D . Auch hier habe ich das klassische Fini als Backup immer noch mit dabei. Für die nächste Software-Version ist geplant, dass man auch den Sender seines Buddies integrieren kann (vorausgesetzt er hat den gleichen Computer/Sender). Auch wieder kein notwendiges Feature; aber macht halt auch Freude, wenn man's nutzen kann ;D
Relevante Links:
http://www.mares.com/products/computers/luftintegrierte-computer/icon-hd-black-edition/8254/?region=de
http://www.icon.mares-team.de/Mein Backup-Computer ist ein Mares Nemo Wide. Dieser Computer hat ebenfalls ein grosses Display, grosse Knöpfe, übersichtliche und einfache Bedienung. Und die Hintergrundbeleuchtung kann nicht nur nach Zeitintervall (z.b. 60 Sekunden), sondern auch permanent bzw. manuell ein- und dann wieder ausgeschaltet werden; sehr praktisch.
Bei den Suuntos ist mir das sehr konservative Rechenmodell aufgefallen. Subjektiv habe ich das Gefühl, dass die Suuntos gegenüber den anderen immer die geringste Nullzeit anzeigen.
Alles in allem ist es entscheidend, was für einem wichtig ist und was nicht (Sport- vs. Tec-Tauchen, nur Ferientaucher usw.).
Für mich sind die Uhrenmodelle nichts, da ich regelmässig in heimischen Gewässern tauchen gehe und auch Nachttauchgänge dabei sind.
Ein gut leserliches selbstleuchtendes Display war für mich das wichtigste Kriterium. Tauchuhren sind da von vornherein in der Evaluation weggefallen. Ich sehe kaum Taucher, die mit Tauchuhren regelmässig in heimischen Gewässern tauchen. Das sieht man vorallem in den Tauchferien.31. Juli 2014 um 7:54 Uhr #73078Anonym
InaktivIch möchte an dieser Stelle noch was zu Heinrichs Weikamp sagen bzw. OSTC3, welcher hier immer wieder erwähnt wird. Mein Tauchpartner und ich haben beide den Rechner einsenden müssen, weil der Drucksensor auf einmal kaputt war.
Allerdings ist der Service bei HW wirklich 1A. Die haben den Rechner morgens erhalten und am gleichen Tag ein komplett neues Gerät versendet, ohne Diskussion etc. Das Problem mit den Drucksensoren ist anscheinend behoben.
Das Gerät würde ich nicht mehr hergeben – sehr leicht bedienbar, auch mit Trockenhandschuhen und bei jeder Umgebungshelligkeit perfekt ablesbar, wirklich geiles Teil! ;D
Beste Grüsse,
Pascal2. August 2014 um 11:38 Uhr #73079Anonym
InaktivIch habe letztes Jahr angefangen zu tauchen und kaufe mir jetzt nach und nach mein Equipment zusammen.
[…]
Nun gibt es ja unendlich viele Tauchcomputer auf dem Markt.
[…]
Ich entschuldige mich jetzt schon mal das die Frage mehr eine Geschichte wurde aber ich wäre doch sehr froh wenn ich ein paar Feedbacks erhalten könnte.Ich würde dir ja raten den passenden Tauchcomputer (mehr) nach deiner «taucherischen Zukunft» zu richten.
2. August 2014 um 20:23 Uhr #73080
PömäTaucherIch habe letztes Jahr angefangen zu tauchen und kaufe mir jetzt nach und nach mein Equipment zusammen.
[…]
Nun gibt es ja unendlich viele Tauchcomputer auf dem Markt.
[…]
Ich entschuldige mich jetzt schon mal das die Frage mehr eine Geschichte wurde aber ich wäre doch sehr froh wenn ich ein paar Feedbacks erhalten könnte.Ich würde dir ja raten den passenden Tauchcomputer (mehr) nach deiner «taucherischen Zukunft» zu richten.
Find ich etwas schwierig. Die Entwicklung ist so schnell (Stichwort OLED), dass ich unter Umständen heute einen TC kaufe, der dann in zwei Jahren, wenn ich von der Ausbildung her so weit bin, das Teil wieder veraltet ist und ich meinen Kauf bereue…
5. August 2014 um 21:04 Uhr #73081Anonym
InaktivAlso die «taucherische Zukunft» von jedem Taucher ist, dass sich sein Sehvermögen mit der Zeit altersmässig verschlechtert. So haben einige Mittvierziger bereits Probleme damit, nicht selbstleuchtende LCD Displays auch bei Tage sauber abzulesen.
Daher rate ich jedem Taucher, welcher sich in unseren Breitengraden auch bei eingeschränkter Sicht ins Wasser wagt, sich einen Tauchcomputer mit selbstleuchtendem Display zu besorgen. Ich bevorzuge OLED Displays, weil sie sehr hell und kontrastreich sind und tauche ausschliesslich OSTC / Weikamp. Alle getesteten LCD Produkte konnte ich nicht sicher ablesen.
Nichtleuchtende LCD benötigen hierzulande immer eine zusätzliche Hand, entweder um die Beleuchtung zu aktivieren oder mit der Lampe drauf zu zünden, um das Display ablesen zu können. Fehlt diese Hand aus bestimmten Gründen (Rettung, Dekoboje halten, Gaswechsel etc.) ist der Computer während dieser Zeit nicht nutzbar. Heisst für mich spätestens ab Level RD muss das Gerät einem selbstleuchtenden Display weichen, sprich ein neuer Computer gekauft werden.
6. August 2014 um 7:28 Uhr #73082Anonym
InaktivNichtleuchtende LCD benötigen hierzulande immer eine zusätzliche Hand, entweder um die Beleuchtung zu aktivieren oder mit der Lampe drauf zu zünden, um das Display ablesen zu können. Fehlt diese Hand aus bestimmten Gründen (Rettung, Dekoboje halten, Gaswechsel etc.) ist der Computer während dieser Zeit nicht nutzbar. Heisst für mich spätestens ab Level RD muss das Gerät einem selbstleuchtenden Display weichen, sprich ein neuer Computer gekauft werden.
Stimmt nicht für alle Compis, beim Galileo Sol und Luna kann die Beleuchtung einmal am Anfang des TG eingeschaltet werden und gut ist. Trotz ständiger Beleuchtung hat meine letzte Batterie ca. 80 Tauchstunden gehalten. Muss also nicht zwingend OLED sein (obwohl das Display der Weikamp Compi's schon sexy aussieht 😉 ).
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