Tauchflaschen durch den Gotthard-Tunnel (Gefahrentransport?)

Tauchen in der Schweiz Foren Smalltalk Tauchflaschen durch den Gotthard-Tunnel (Gefahrentransport?)

Dieses Thema enthält 34 Antworten und 0 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Walter Ciscato vor 10 Jahre, 1 Monat.

Ansicht von 20 Beiträgen - 1 bis 20 (von insgesamt 36)
  • Autor
    Beiträge
  • #54197

    rbaumann
    Mitglied

    Hallo zusammen

    Wir reisen nächste Woche als 4er Gruppe nach Portofino zum Tauchen. Dabei werden wir 4x D12 (d.h. 8 12L Flaschen, idealerweise gefüllt mit Pressluft) mitnehmen. Weiss jemand von Euch, ob dies durch den Gotthard ein Problem darstellt? D.h. gilt dies als Gefahrentransport oder muss etwas spezielles beachtet werden?
    Wie sieht die Situation in Italien aus?

    Gruss
    reto

    #58881

    Revoswiss
    Mitglied

    Hallo

    Laut adr/sdr norm gilt verdichtete Luft ( druckluft) UN ( UN nummer) 1002 als gefahren gut!

    und darf durch den Gotthard nur Max. 1000L transpotiert werden
    zusätzliche vorschrifften  : in gefässen von höchstens 150L
                                        Verbot in Batterie FZ

    So sieht das ganze aus nach ADR SDR. ich würde aber um sicher zu gehen mal anrufen. den zuständigen für diesen tunnel. und fragen wie es mit Tauch geräten aussieht.

    #58882

    Anonym

    hui, wenn ich da an die unzaehligen male tessin mit 8 flaschen im auto oder die ausfluege nach italien mit nicht weniger flasche denke, hab ich mich scheinbar ja schon viele male strafbar gemacht  😉

    also versteh ich das richtig, wenn ich alles ganz “korrekt” machen wollte, muesst ich ueber den pass fahren und den tunnel meiden?

    cheers
    –bruno

    #58883

    Walter Ciscato
    Mitglied

    und darf durch den Gotthard nur Max. 1000L transpotiert werden

    Manu, die 1000 Liter sind nicht mehr aktuell…  😉

    Der Transport von gefährlichen Güteren auf Strassen wird in zwei Verordnungen geregelt:
    1. nach internationalem Recht ADR
    2. nach schweizerischem Recht SDR

    Unter http://www.astra.admin.ch/themen/schwerverkehr/00246/index.html?lang=de kannst du die zitierten Artikel nachlesen.

    – Beim ADR fallen “wir” nach Auskunft von Bern unter folgenden Artikel:
    1.1.3 Freistellungen
    1.1.3.1 Freistellungen in Zusammenhang mit der Art der Beförderungsdurchführung

    Die Vorschriften des ADR gelten nicht für:
    a) Beförderungen gefährlicher Güter, die von Privatpersonen durchgeführt werden, sofern diese Güter einzelhandelsgerecht abgepackt sind und für den persönlichen oder häuslichen Gebrauch oder für Frei-zeit und Sport bestimmt sind, vorausgesetzt, es werden Massnahmen getroffen, die unter normalen Be-förderungsbedingungen ein Freiwerden des Inhalts verhindern. Gefährliche Güter in Grosspackmitteln (IBC), Grossverpackungen oder Tanks gelten nicht als einzelhandelsgerecht verpackt;

    -Beim SDR werden die rechte und Pflichten noch zusätzlich eingeschränkt unter Artikel:

    1.1.3.1 Freistellungen in Zusammenhang mit der Art der Beförderungsdurchführung
    1.1.3.1.1 Für die Anwendung des Unterabschnitts 1.1.3.1 Buchstabe a)
    ADR gilt folgende Regelung:
    i) Die Gesamtmenge je Beförderungseinheit darf die in der Tabelle
    A angegebenen Werte nicht übersteigen.
    In nachstehender Tabelle bedeutet “höchstzulässige Gesamtmenge
    je Beförderungseinheit”:

    Gemäss Tabelle 2 ist die höchstzulässige Gesamtmenge mit 300 Liter (komprimiertes Gas = Flaschengrösse) eingeschränkt.

    Die beiden Artikel aus ADR und SDR lassen somit Schlussfolgern, dass wir Taucher unter die Freistellungen fallen. Für uns Private (zu häuslichen Zwecken) sind somit keine Beförderungspapiere und auch keine spezielle Kennzeichnungspflicht (UN-Nummern 3156 usw.) sowie spezielle Verhalten notwendig und gefordert.

    Gemäss §1131a müssen wir lediglich für eine einzelhandelsgerechte Verpackung sorgen (normierte, geprüfte und gekennzeichnete Flaschen) sowie eine fachgerechte Handhabung und Umgangsformen sicher stellen (das Gefahrengut muss im Auto gesichert mitgeführt werden). Die maximale Transportmenge ist für private/häusliche Zwecke auf 300l begrenzt.

    Grüsse
    Walter Ciscato

    #58884

    Revoswiss
    Mitglied

    Das Stimmt Walter an das hab ich nicht mehr gedacht, das privat personen ausgeschlossen werden in bestimmten fällen

    Aber die 1000 Liter stimmen –> das ist die Gesammt meng die Ohne bewilligung durch den Gotthard transportier werden darf.
    Mit bewilligung 3000Liter

    Die von dir erwähnten 300Liter beziehen sich auf die Menge Pro Verpackungseinheit ( in unserem fall flaschen) kommt daher da sie in der Industrie bischen grösser ausfallen, deshalb die begrenzung.

    #58885

    balou
    Taucher

    Kann man dies nicht umgehen wie in Deutschland? Wenn die Automaten an der Flasche sind wird das ganze ja dann als sport Gerät angeschaut. Würde das hier nicht auch gehen? Ja ich weiss dann wird der Transport für das ganze etwas umständlich, aber so hätte man das ja umgehen können. Also nur wenn das für die Schweiz/Italien auch gilt! Weiss das jemand?

    #58886

    Backpacker76
    Taucher

    Also wenn ich Walter und revoswiss richtig verstanden habe, darf ich 1000l (Gefäsgrösse nicht Barliter)in einzelhandelsgerechter Verpackung mitnehmen, einzelne Gefässe (Flaschen) dürfen nicht mehr als 300L haben. Somit sind private oder Clubausflüge mit Tauchflaschen wohl kein Problem.
    Damit brauch ich diese Regel ja nicht zu umgehen, rein rechnerisch sind somit 50 Doppelzehner legal.

    #58887

    Anonym

    Erst mal danke für die Informationen :). Ich fahre mindestens 1x im Jahr ins Verzascatal um dort zu Tauchen und habe ca 600L Luft in 2 Flaschen dabei, habe mir aber ehrlich gesagt noch nie gedanken über Transportvorschriften im Tunnel gemacht und denke das es vielen Tauchern so geht, man müsste das Thema vileicht bekannter machen? Ich werde mal bei meinen Tauchkolegen die frage in den Raum stellen.

    Gruss Dani

    #58888

    Walter Ciscato
    Mitglied

    Manu,

    Im SDR 2007, Anhang 1, Tabelle A werden die Höchstmengen
    (je eine höchstzulässige Gesamtmenge von 3000 Liter und 1000 Liter bewilligungsfrei) WIEDER eingeschränkt auf 300 Liter. Es gelten somit 300 Liter 😉

    Hier der Link zum SDR 2007, Seite 2ff:
    http://www.astra.admin.ch/themen/schwerverkehr/00246/00408/index.html?lang=de&download=NHzLpZeg7t,lnp6I0NTU042l2Z6ln1acy4Zn4Z2qZpnO2Yuq2Z6gpJCDdnt2fGym162epYbg2c_JjKbNoKSn6A–

    Grüsse
    Walter Ciscato

    #58889

    un1x
    Mitglied

    Wie Walter bereits geschrieben hat, gelten 300 Liter. Und damit ist das Leervolumen gemeint.

    Du könntest also ~25 12l Geräte transportieren oder eben ca. 12 Doppelgeräte 🙂

    Viel Spass in Protofino 🙂

    #58890

    mate_daniel
    Mitglied

    wieso wollt ihr eigentlich alle DURCH den gotthard? darüber ist doch viel schöner. ich bin selbst erst ein mal durch, sonst immer oben rüber.

    mfg
    daniel

    #58891

    marc
    Taucher

    wieso wollt ihr eigentlich alle DURCH den gotthard? darüber ist doch viel schöner. ich bin selbst erst ein mal durch, sonst immer oben rüber.

    weil a) viel länger b) viel mehr spritt verbraucht wird (ölpreise) und c) wegen der höhe nach tauchgängen.

    #58892

    Anonym

    So gesehen stimmt das NICHT!

    Für den Transport nach ADR/SDR ist der jeweilige Stoff Massgebend. Das was zitiert wurde sind die allgemeinen Vorschriften für den Transport von Druckgasbehältern der Klasse A und O.
    Als Attachment habe ich den Auszug aus der STOFFLISTE des ASTAG beigefügt.
    Druckluft, was wir allgemein als Atemgas verwenden, findet man unter der UN-Nummer 1002. Anders sieht das aus wenn wir andere Gasgemische verwenden.

    Wenn wir also Pressluft befördern ist die Freimenge in schweizer Tunneln also 1000 liter! Mit Bewilligung können sogar 3000 liter befördert werden. Als Zusatz gelten die Vorschriften des SDR Nummer 6, 7 und 8 (ebenfalls angefügt als Attachment). Als Volumen wird das Volumen des Transportbehälters angegeben.
    Nummer 6 besagt, dass die maximale Grösse des Gebindes 150 l betragen darf. Nummer 7 heisst, dass keine Batteriefahrzeuge (es sind Flaschenbatterien gemeint) dazu verwendet werden dürfen und Nummer 8 besagt, dass wenn die Gefässe leer sind alles zulässig ist!

    Aber die Diskussion sind alle hinfällig weil im Weiteren auf der Seite 3 des von Walter gelinkte PDF's im Punkt 1.1.3.6.3, Absatz C etwas entscheidendes steht:
    Die Taucher sind bei der Beförderung ihrer Druckgasbehälter befreit!

    1.1.3.6.3 Freistellungen in Zusammenhang mit Mengen, die je Beförderungseinheit befördert werden

    • a. Ist die Beförderung bestimmter gefährlicher Güter in Zusammenhang mit Mengen, die je Beförderungseinheit befördert werden (1.1.3.6 ADR) teilweise freigestellt, finden nachstehende Bestimmungen keine Anwendung:
      – die erhöhte Haftpflichtversicherung,
      – die Bestimmungen dieses Anhangs über das Halten und Parkieren. Die Verkehrsbeschränkungen (Art. 13 SDR) sind einzuhalten.
    • b. Anwendung der Tabelle 1.1.3.6.3 ADR für Baustellentanks: Die Beförderung von max. 1150 l Dieselkraftstoff/Heizöl (leicht) (UN 1202) in Baustellentanks mit max. 1210 l Fassungsraum, die den Vorschriften des Kapitels 6.12 entsprechen, unterliegt denselben Freistellungen wie Versandstücke. Die Baustellentanks, nicht jedoch die Trägerfahrzeuge, mit denen sie befördert werden, müssen entsprechend Kapitel 5.3 ADR mit Grosszetteln und orangefarbener Kennzeichnung versehen sein.
    • c. Beförderungspapier Ungereinigte,  leere Verpackungen der Beförderungskategorie 4 sowie gefüllte oder leere Flaschen für Atemschutzgeräte der Rettungsdienste und für Tauchgeräte (Kl. 2 UN 1002, Klassifizierungscode 1A und UN 3156, Klassifizierungscode 1O) dürfen ohne Beförderungspapier transportiert werden.

    Ohne Beförderungspapiere befördern heisst im Rahmen der ADR/SDR ganz klar keine Bewilligungen und keine Kennzeichnungen der Fahrzeuge!

    #58893

    marc
    Taucher

    Cool ! Danke für die ausführliche Klarstellung. 1000 Liter an Pressluftflaschen bringt wohl keiner in seinen PW ;D
    Hat uns also nicht weiter zu interessieren, wieviele Pressluftflaschen wir durch welches Tunnel karren. *thumbsup*

    #58894

    Walter Ciscato
    Mitglied

    Firediver

    Besten Dank für deinen Beitrag.
    Was man bei deinen Aussagen beachten muss ist das Gas wie du richtig bemerkt hast. Man muss davon aussgehen, dass unsere Kollegen eben auch NTX und O2 Dekoflaschen transportiert haben, obwohl die erste Aussage: “idealerweise” gefüllt mit Pressluft, war

    Die Fragestellung war hier die höchst zulässige Menge der Tauchflaschen (idealerweise gefüllt mit Pressluft) in Liter durch den Gotthard. Ob nun max. 300l oder 150l also nach SDR 2007, Anhang 1, Tabelle A oder nach deinen erwähnten Sondervorschriften müsste man mit dem Bundesamt für Strassen (ASTRA) nochmals abklären. Dazu müsste man wissen WELCHE Sondervorschriften (SDR/ADR, Nummer und von welchem Jahr) du zitierst.

    Die Aussage des ASTRA (Leiter ASTRA Nordostschweiz und selber Taucher, welcher sich extra nochmals bei den Kollegen in Bern erkundigt hatte) war:

    Im SDR 2007, Anhang 1, Tabelle A werden die Höchstmengen
    (je eine höchstzulässige Gesamtmenge von 3000 Liter und 1000 Liter bewilligungsfrei) WIEDER eingeschränkt auf 300 Liter.

    Ohne deine oder Marc's Interpretationen oder Ansichten schmälern zu wollen
    für mich gelten die offziellen Aussagen und Stellungnahmen des ASTRA!Aber man weiss nie, auch die könnten mal falsch liegen… 😉

    Grüsse
    Walter Ciscato

    #58895

    marc
    Taucher
    Walter wrote:
    WIEDER eingeschränkt auf 300 Liter

    wobei auch 300 Liter in etwa 25 12l Flaschen bzw. 12 D12 Geräte entspricht, was ich ebenfalls nicht in meinen combi bringe und somit spielt es auch mit 300 Liter keine wirkliche rolle (für mich), wenn ich z.b. für ein tessin-weekend oder einen italien-trip noch ein paar flaschen von kollegen zuladen würde.  😉

    #58896

    chraebby
    Mitglied

    Passt zwar nicht so ganz: Hab mich mal erkundigt bei des SDR'lern der Kapo ZH, als ich im '07 unterwegs nach Österreich war: Wir fuhren da zu zweit mit 8 M12 Flaschen und wollten durch den Arlberg-Tunnel. Grundsätzich wurde mir gesagt, dass man keine Probleme damit kriegt solange die Flaschen für den EIGENGEBRAUCH benutzt werden und diese GESICHERT sind. Es wäre also nur verboten, diese für einen Club oder Verein durch den Arlberg zu transportieren und sie ungesichert im Auto zu verstauen (versteht sich wohl von selbst, finde ich).
    Ich kann mir vorstellen, dass es sich in unseren Tunnels (inzwischen) auch nach EU-Norm verhält.

    Die Freigrenze von 300L erscheint mir als sehr grosszügig, schliesslich geht es ja um die Verkehrssicherheit… Wenn man mehr mitnehmen muss, dann fährt man ja wohl kaum alleine durch das Loch – dann kann man es ja auf die Autos verteilen.

    #58897

    Anonym

    @walter:
    Ich besitze den ADR/SDR Schein auf sämtlichen im Strassenverkehr zugelassenen Fahrzeugen ausser für Tankfahrzeuge und für sämtliche Stoffe exclusive die Klasse 7 (radioaktive Stoffe). Die Schulungen im ADR/SDR-Bereich wurden in der Schweiz vom ASTRA an den ASTAG delegiert.
    Bei meinem letzten Wiederholungskurs vor genau einem Jahr war einer der ADR-Sachverständigen der KAPO Zürich mit im Kurs und ich habe ihn explizit gefragt wegen den Beförderungsvorschriften für Taucher und auch in Bezug auf die Tunnelvorschriften. Das was ich in obigen Thread formuliert habe war genau die Aussage des Kursleiters der ASTAG und wurde von diesm KAPO-Mitglied bestätigt.
    Die ADR-Vorschriften ändern generell in etwa alle Jahre aber bezüglich der Freimengen in den Tunnels hat die SDR keine Verschärfung herausgegeben (ich habe auf jeden Fall keine Korrigenda diesbezüglich erhalten und gelesen).

    UN-Nummer 1002: Pressluft verdichtet; SDR-Vorschriften 6;7;8; frei bis max 1000 l, Bew-Pflichtig bis max 3000 l; Gruppe A
    UN-Nummer 1006: Argon verdichtet; SDR-Vorschriften 6;7;8; frei bis max 1000 l, Bew-Pflichtig bis max 3000 l; Gruppe A
    UN-Nummer 1046: Helium verdichtet; SDR-Vorschriften 6;7;8; frei bis max 1000 l, Bew-Pflichtig bis max 3000 l; Gruppe A
    UN-Nummer 1072: Sauerstoff verdichtet; SDR-Vorschriften 6;7;8; frei bis max 1000 l, Bew-Pflichtig bis max 3000 l; Gruppe O

    Bei Mischgasen ohne eigen UN-Nummer gilt jeweils die kleinere bewilligungsfreie Menge oder die kleinere Bewilligungspflichtige Menge der Einzelgase.
    Trimix, Heliox, Nitrox haben keine eigene UN-Nummer gemäss ADR-Liste. Also keine eigene Klassierung. Die 4 Gase, die ich oben erwähnt habe sind wohl diejenigen, die Taucher entweder in Reinform oder als Gemisch mit sich führen. UUUppsssssss….. die haben ja alle die gleichen Freimengen…
    Ich muss lediglich eines beachten: bei Gasen der Gruppe A und O darf die Gesamtmenge 1000 l nicht überschreiten! Das heisst ich kann also nicht mit 1000 l Sauerstoff und 1000 l Helium fahren sondern nur z.B. mit 600 l Sauerstoff und 400 l Helium. Oder ich habe 400 l Pressluft, 250 l Sauerstoff, 250 l Helium und 100 l Argon bei mir.

    Aber es gilt immern noch:
    Die Taucher sind bei der Beförderung ihrer Druckgasbehälter befreit!

    @chraebby:
    ADR: Accord europeèn relatif au transport international des merchandises dangereuses par route
    SDR: Ordonnance Suisse relatif au transport des marchandises dangereuses par route.
    Die SDR regelt einfach die Besonderheiten des Gefahrengut-Transportes in der Schweiz. Grundsätzlich hat die Schweiz das ADR ratifiziert. Es gelten einfach an ein paar Orten wie z.B. Tunnels strengere Vorschriften als es die ADR vorsieht….. und diese anderen Richtlinien kann ein Land erlassen, EU hin oder her. Und wohlverstanden: die Schweiz ist da innerhalb Europa nicht das einzige Land, welches für Teilstrecken strengere Vorschriften erlässt! Man kann sich leider in solchen Fällen nicht auf die ADR berufen sondern man muss die Länderspezifischen Besonderheiten beachten

    Grundsätzlich gilt aber für alle das SVG Art 30, Absatz 2:

    …..werden. Die Ladung ist so anzubringen, dass sie niemanden gefährdet oder belästigt und nicht herunterfallen kann. Überhängende…..

    Man nennt das im Fachjargon Ladungssicherung. Dafür ist alleine, und nur alleine, leider der Fahrzeugführer verantwortlich.

    #58898

    Walter Ciscato
    Mitglied

    @firediver

    Besten Dank für deine Bemerkungen und Ausführungen.

    Wie gesagt, es ist immer möglich, dass sogar die zuständigen Experten
    in dieser Fragestellung falsch liegen.

    Trotzdem würde ich mich sehr interessieren was deine Kontakte (ADR-Sachverständigen der KAPO Zürich und Kursleiters der ASTAG) zur ASTRA “Experten/höchster Stellen”-Aussage:

    Im SDR 2007, Anhang 1, Tabelle A werden die Höchstmengen
    (je eine höchstzulässige Gesamtmenge von 3000 Liter und 1000 Liter bewilligungsfrei) WIEDER eingeschränkt auf 300 Liter.

    meinen.

    Vorerst gilt für mich immer noch die Ausagen der ASTRA! Also 300 Liter max.

    Was ist eigentlich nun mit den 150 Litern, die du mal nach gewissen Sondervorschriften ins Spiel gebracht hast ???

    Grüsse
    Walter Ciscato

    #58899

    Anonym

    Die 150l ist das maximum der Gebindegrösse. Das heisst wenn Du 300 l (nach Deiner Definition) durch den Gotthard schippern willst, dann musst Du dies verteilen auf mindestens 2 Gebinde à 150l. Du darfst nicht 1 300l-Buddel nehmen. Kommt ja für Taucher eh nicht in Frage.

    Bezüglich Reduktion der Mengen: Ich fahre im Moment nach ADR mit Ergänzungen SDR, Ausgabe März 2007, Nachgeführt bis Dezember 2007. Im Jahre 2008 habe ich bis jetzt KEINE Änderungen bezüglich der Gasmengen bekommen……

Ansicht von 20 Beiträgen - 1 bis 20 (von insgesamt 36)

Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.