Teki-Ausbildung

Dieses Thema enthält 41 Antworten und 0 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  marc vor 9 Jahre, 5 Monate.

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  • #54731

    scubatinoo
    Taucher

    In vollem Wissen jetzt einen Glaubenskrieg loszutreten, stelle ich die
    Frage trotzdem:  ;D

    Welches ist die Organisation für Ausbildung in technischem Tauchen?
    Ich hab schon von IANTD und TDI gehört und von PADI gibts ja noch DSAT/TecRec… Wobei letzteres scheint mir in der Schweiz noch nicht sehr verbreitet zu sein. Aufgrund von diversen Websitebesuchen scheint TDI hingegen sehr verbreitet zu sein… Was ist eure Meinung?

    Und dann noch eine Frage mit “Kriegs-Potential”:  😉
    Tauchcomputer für Tec-Bereich… Wieviele Gase muss ein Computer rechnen können, damit er für den Tec-Bereich geeignet ist? Der Galileo kann ja bislang 3 Gase rechnen, Trimix-Update soll folgen. Uemis rechnet 5 (?) und ein Suunto HelO2 rechnet 8 (') Gase… Je mehr desto besser oder je weniger desto weniger Fehleranfällig?  8) Eure Meinung?

    #65444

    ursusspeleo
    Mitglied

    Sali Scubatinoo,
    ich kann deine Frage bzgl. DIE (richtige) Organisation im Technischen Tauchen nicht beantworten :-X Vermutlich kennst du schon meine Einstellung zu GUE (Global Underwater Explorers)  😉 Aber gerne wische ich vor meiner eigenen Türe und berichte nachstehend über meine selber gemachte 'Tec'-Erfahrung: Ich war zuvor überzeugter CMAS-Zweisterne-Sporttaucher. Auch habe ich bei CMAS das Cavediver-Brevet und Nitrox-Advanced-Kärtchen erlangt und bei TDI Mischgas-Tauchkurse abgelegt. Vorgegriffen und schon oftmals diskutiert: schlussendlich ist der Instruktor für einen guten und seriösen Kurs ein wichtiges Glied in der Ausildungs-Kette. Rückblickend würde ich heute meinen Weg im Technical-Diving von Anfang an bei GUE einschlagen – auch wenn diese noch recht junge DIR-Organisation aus Florida (leider) immer noch bei vielen Tauchern umstritten ist (Doppeltank-tauchendes Sektenpack u.ä. böse Worte sind im tauchenden Volksmund gebräuchlicher als der Begriff 'GUE'): sicheres Teamtauchen steht aber bei GUE auf der Ausbildungsliste an oberster Stelle. Und erweitertes Tech-Tauchen (Cave oder Tec) ist bei GUE nur möglich nach bestandenem Fundamentals – ein sehr intensiver, 3 bis 4-tägiger Basic-Kurs (i.d.R. 10-stündige Kurstage), welcher für angehendes Technisches Teamtauchen aus meiner Erfahrung mehr als angebracht ist… Durchfallquote ist jeweils sehr hoch. Dann gilt es, das Vermittelte zu üben, um dann trainiert und fundamentiert nach ein paar Monaten wieder – wohlverstanden – GRATIS an einem weiteren Fundi-Kurs reinzusitzen und/oder einfach an der praktischen Prüfung teilzunehmen und den begehrten Tech-Pass vielleicht (so wie ich) beim 2. Mal zu erlangen. Und bevor man mit Stages sicher umgehen kann, sollten primär die Basics mit Rückengerät und eine einwandfreie Awarness geschaffen werden. Ansonsten hat man allgemein im Overhead-Bereich (Deko, Höhlen) aus gesundheitlichen Gründen besser nichts zu suchen. Ich weiss, wovon ich spreche – habe mich vor ein paar Jahren selber auch einmal ziemlich überschätzt: mit ca. 170 TG's und völlig ahnungslos habe ich mich ziemlich selbstsicher für einen Höhlentauchkurs bei einem der ganz grossen Tauchverbände angemeldet. Dazu benötigte man ein grösservolumiges Doppelgerät, welches nicht nur ich, sondern auch andere Teilnehmer erst ein paar Wochen zuvor angeschafft haben und darauf völlig unausreichende Handlings-Erfahrung hatten. Die Antwort ist selbsterklärend… es reichte schliesslich mehr schlecht als recht für eine Cavediver-Brevetierung – ich war nicht nur für meine Instruktoren vermutlich sehr anstrengend, sondern mit anderen, z.T. ebenfalls sehr unerfahrenen und selbsternannten 'Tekkies' im Kurs auch noch eine nicht zu unterschätzende Gefahr für Gruppenbeteiligte… Bei GUE z.B. wird man ohne ausreichende Basis nicht an Tech-Kurse zugelassen. Ein Fundamentals ist für eine taucherische Laufbahn bei GUE obligatorisch – egal ob der Kursteilnehmer mit 50 TG's oder ein erfahrener TL mit 3000 TG's sich bei GUE ausbilden lassen will. Das ist auch gut so! Tech-Tauchen wird immer mehr Business – und da dominiert beim Tiefhalten der Kurskosten und einer möglichst grossen Kundschaft gerne Quantität vor Qualität :-X 

    #65445

    marc
    Taucher

    Gutes Posting Urs.

    Vielleicht noch schnell betreffend Computer für Tec-Tauchen:

    Grundsätzlich brauchst Du für technisches Tauchen gar keinen Compi sondern zwei Tiefenmesser (=Bottom-Timer). Geplant wir der Tauchgang im Voraus mit entsprechender Software und entsprechenden Notfallplänen. Getaucht wird der Plan. Nicht das was ein Computer anzeigt. In die Planung fliessen dann z.B. auch benötigte Gasmengen etc. ein.

    Ein Computer solltest Du für technische Tauchgänge in den sog. Tiefenmessermodus (Gauge-Mode) schalten können. Für einfachere advanced Nitrox-Tauchgänge kann ein Tauchcomputer mit mehreren Gasen jedoch nützlich sein. Für solche Tauchgänge seichen 2-3 Gase aber völlig aus. Auch hier kann man aber den TG auch ganz am PC berechnen und braucht keinen teuerer Tauchcomputer.

    Geht es dann richtig Trimix bzw. Helium ist der Compi eh nur noch zum aufzeichnen eines Tauchgangsprofiles bzw. als Bottom-Timer im Einsatz. Die aktuellen Helium-Modelle sind – gem. Experten – noch ziemlich in den Kinderschuhen. Hier gilt besonders: Plane Deinen Tauchgang, tauche Deinen Plan. D.h. Du wirst Dich für solche Tauchgänge ziemlich sicher nie auf Tauchcomputers verlassen können/wollen. Darum sehe ich zum heutigen Zeitpunkt den Sinn und Zweck der ganzen Helium-Updates bzw. trimix-fähigen Tauchcomputer nicht so ganz.

    Wenn ich Du wäre, würde ich das Thema Tauchcomputer erst mal noch auf mich zukommen lassen. In Kursen für das technische Tauchen wird sowohl Vorgehensweise (Planung etc.) wie auch Ausrüstung besprochen und Du bekommst gute Tipps und Anregungen wie Du Deine Ausrüstung aufbauen könntest. Ich würde darum vorgängig nicht allzu viel in teure Ausrüstung investieren.

    Hoffe das gibt ne Idee.

    Guet Luft,
    Marc

    #65446

    scubatinoo
    Taucher

    ich kann und will deine Frage bzgl. DIE ORGANISATION im Technischen Tauchen nicht beantworten

    Ha, hast du schon  😀

    Vielleicht muss ich ein wenig präzisieren: Cave interessiert mich nicht so brennend. Trimix hingegen schon, aber auch nicht unbedingt in Zusammenhang mit extremen Tieftauchgängen auf 100m und solche Spässchen, sondern halt mehr im “erweiterten Sporttaucherbereich”. Tec-Tauchen heisst für mich nicht unbedingt “tief” und “lang”, sondern in erster Linie “sicherer”. Mit anderen Worten: Es gibt Bereiche, da hat man mit Luft (EAN21) nichts mehr verloren, auch wenns immer wieder Typen gibt, die was anderes behaupten.

    Es ist aber nicht auszuschliessen, dass mich das eine oder andere Thema mit der Zeit interessiert. Daher bin ich natürlich an einer “Ausbildungs-Schiene” interessiert, die mir diese Flexibilitä bietet. Oder eben soweit anerkannt ist, dass allfällige sog. Cross-Overs möglich sind, wenn ich merke, die können mir nicht bieten was ich suche…

    Du hast schon recht: Eine gute Ausbildung ist in erster Linie vom Instruktor abhängig!

    Der beste Instruktor nützt mir aber nix, wenn er am anderen Ende der Schweiz
    wohnt. Also ist die Verfügbarkeit des Kursangebots und der Weg dort hin (also der physische Weg mit Auto) auch ein Kriterium für mich.

    Ein Computer solltest Du für technische Tauchgänge in den sog. Tiefenmessermodus (Gauge-Mode) schalten können.

    Jo, das kann mein Cressi schon!  ;D

    Mir ist schon klar, dass man ab einer gewissen Stufe Tauchen mehr wert auf die Planung legt und diese dann auch umsetzt. Trotzdem frage ich mich, warum denn entsprechende Computer auf den Markt kommen, wenn ja eigentlich kein Markt für diese Geräte vorhanden sein dürfte… Wenn alle so seriös mit der Planung wären…  😉

    #65447

    uanliker
    Taucher

    Die Ausbildung im techn. Tauchen bezüglich Verbände hat sich dem Sporttauchen weitestgehend angenähert, d.h. die Entscheidung ist ob du bei PADI, CMAS, SSI; NAUI usw. deine Ausbildung machen willst. Nur heissen die Verbände hier: TDI, IANTD; ANDI, PATD, GUE, DSAT usw.

    hier ein paar ältere Diskussionen zum Thema
    https://www.swiss-divers.ch/old/smf/index.php?topic=850.0
    https://www.swiss-divers.ch/old/smf/index.php?topic=810.0
    https://www.swiss-divers.ch/old/smf/index.php?topic=646.0

    Entsprechend würde ich die Entscheidung vom Tauchlehrer abhängig machen und deinen Vorstellung was du in Zukunft machen willst. Idealerweise hat dein Tauchlehrer in deinem angestrebten Gebiet eine grosse Erfahrung.

    Bei GUE weisst du ziemlich genau was dich erwartet. Es haben aber in der Zwischenzeit einige renommierte Taucher (z.B. Achim Schöffel) sich von GUE verabschiedet, da sie mit der Philosophie nicht mehr einverstanden waren. Also der Weg den „alle“ Verbände gehen; sonst würde es nicht so viele geben.

    Bei den alteingesessenen (Amerikanischen) Verbänden kannst du als TL alles haben, d.h. der Tauchstil in den 90er Jahren oder ein moderner (Gaswahl, Ausrüstung).

    Frag deinen zukünftigen Tauchlehrer (hier bzgl. TMX):
    Wie viele TMX-TGs hast du, viele davon sind über 60m, 80m, 100m?
    Mit vielen Stages tauchst du? Wie oft? Extrem?
    Wie viele Schüler hast du im TMX ausgebildet, davon letztes Jahr?
    Welche Ausrüstungskonfiguration empfiehlst du?
    Wie stehst du zu solo tauchen?
    Wo kann ich einstiegen (Kurs)?
    Welche Kurse muss ich bis zum meinem angestrebten Level besuchen?
    Wo kann ich mein Gas nach dem Kurs beziehen?
    Wie denkst du über Tauchcomputer im TMX-Bereich?

    Gibt sicher noch mehr Fragen, soll erste Ideen liefern was wichtig sein könnte.

    Decken sich die Antworten mit deinen Erwartungen, dann los. Falls nicht, es gibt viele andere Tauchlehrer auf dem Markt.

    An Tauchcomputer hast du die aktuell erhältlichen TMX-Computer vergessen:
    Unter anderem : VR3 / VRx, Liquivision X1, Shearwater Pursuit

         gruss Urs

    p.s. Tauchlehrerauswahl würde ich nicht stark ortsabhängig machen.

    #65448

    ursusspeleo
    Mitglied

    Es haben aber in der Zwischenzeit einige renommierte Taucher (z.B. Achim Schöffel) sich von GUE verabschiedet, da sie mit der Philosophie nicht mehr einverstanden waren.

    Oder umgekehrt 😀

    #65449

    Anonym

    Geht es dann richtig Trimix bzw. Helium ist der Compi eh nur noch zum aufzeichnen eines Tauchgangsprofiles bzw. als Bottom-Timer im Einsatz. Die aktuellen Helium-Modelle sind – gem. Experten – noch ziemlich in den Kinderschuhen. Hier gilt besonders: Plane Deinen Tauchgang, tauche Deinen Plan. D.h. Du wirst Dich für solche Tauchgänge ziemlich sicher nie auf Tauchcomputers verlassen können/wollen. Darum sehe ich zum heutigen Zeitpunkt den Sinn und Zweck der ganzen Helium-Updates bzw. trimix-fähigen Tauchcomputer nicht so ganz.

    jein… dass der tg geplant werden muss, bevor er durchgefuehrt wird, da kann ich nur zustimmen. trotzdem hab ich noch gerne eine rechnende backup tabelle mit dabei, also nur eine fixe tabelle. das gilt insbesondere dann, wenn ich irgendwo unerwartet lange aufgehalten werde. genau so schaetze ich es, wenn das rechenmodell auf dem compi mitrechnet, wenn ich irgendwie von dem geplanten profil abweiche. bei mir selbst hab ich z.b. festgestellt, dass ich von 100m – 60m nur mit etwa 5m/min aufsteige, im plan hatte ich aber 10m/min gerechnet. da wars nett, dass der compi mir dann einen entsprechend anderen dekoplan errechnete. klaro, im naechsten plan hab ich das dann beruecksichtigt…

    genauso gerne hab ich den compi, der mitrechnet, wenn aus was auch immer fuer einem grund der ppo2 nicht mit der planung uebereinstimmt. z.b. wenn sich der solenoid in offener position verklemmt und ich manuell “fliegen” muss. beim sentinel sicher kein problem mehr, beim inspi schon eher… da ists gut, wenn die tabelle mitrechnet 😉

    ich verwende daher den compi gerne als “ergaenzung” zur voraus berechneten tabelle…

    #65450

    scubatinoo
    Taucher

    ….Sporttauchen….PADI, CMAS, SSI; NAUI
    Nur heissen die Verbände hier: TDI, IANTD; ANDI, PATD, GUE, DSAT usw.

    hm, und die Reihenfolge wurde von dir rein zufällig gewählt oder widerspiegelt sie in etwas die Grössen/Wichtigkeit/Verbreitung der jeweiligen Organisationen?  😉

    #65451

    uanliker
    Taucher

    Die Reihenfolge ist zufällig.
    Regional gibt es grosse Unterschiede.

    TDI ist z.B. im Deutschsprachigen Raum sehr stark am expandieren mit all seinen Vor- und Nachteilen. Stark am Roten Meer vertreten.

    IANTD ist am Bodensee stark (und war am Bielersee vertreten).

    GUE ist Florida stark, Europa ein paar wenige

    PATD Deutschsprachiger Raum

    DSAT überall ein bisschen

    CMAS.ch ist im Höhlentauchen stark, TMX fast nichts

    ANDI gibt's wenig in der Schweiz

    IART ist für Kreisel stark

    NAUI gibt's in der Zentralschweiz eine Basis

    usw. (z.B. ETDO, ATEC, Protec ….)

    Aber wie geschrieben, wähle den Tauchlehrer aus und nicht den Verband. Die Anerkennung klappt gleich gut / schlecht wie im Sporttauchbereich.

        gruss Urs

    #65452

    ursusspeleo
    Mitglied

    Bottomtimer vs. Trimixcomputer
    Bis zu meinem PFO-Befund Ende Dezember '09 durfte ich einige normoxische Tx-TG's bis MOD 60m im Sinne von Scubatinoo erleben. Ich liebäugelte zu Beginn meiner Trimix-Taucherei ebenfalls mit einem VR3 o.ä. Zum Glück habe ich auf den Rat eines Teamkollegen gehört, welcher mir von so einem Computer grundsätzlich abriet. Grund: beim Teamtauchen wird es mit unterschiedlichen Rechner und Modellen eher schwierig, auf einen gleichzeitigen Nenner bzgl. Dekostops zu kommen ??? Deshalb bevorzuge ich mit meinen Trimix-Buddys mit klassischen 'Badewannen-Profilen' lediglich einen Bottomtimer (UWATEC Digi330). Wir bestimmen beim ausführlichen Briefing einen Taucher aus dem Team zum 'Decocaptain' 8). Getaucht wird im normoxischen Bereich mit Standartgasen (z.B. Tx21/35, Tx18/45, EAN50, O2). Die erforderlichen Dekostopps errechnen wir mittels DOTF (deco on the fly). Ich investierte somit die beträchtliche Geldsumme vorübergehend lieber für etwas anderes zum Tauchen, als für einen Compi.

    #65453

    ursusspeleo
    Mitglied

    IANTD ist am Bodensee stark (und war am Bielersee vertreten).

    Bodensee ist mein Stammgewässer – mir ist aber (zumindest am CH-Ufer) noch keine IANTD-Ausbildungorganisation bekannt.

    #65454

    scubatinoo
    Taucher

    Bodensee ist mein Stammgewässer – mir ist aber (zumindest am CH-Ufer) noch keine IANTD-Ausbildungorganisation bekannt.

    Such mal nach “Füllstation Bodensee” oder “Tauchtechnik Schmitt”. Der macht Ausbildung nach IANTD

    #65455

    BlueVoid
    Mitglied

    Weil es bisher noch nicht erwähnt wurde:
    In Zürich gibt es bei 7Oceans auch die Option auf Ausbildung nach ISE
    -> http://de.is-expl.com/training

    Scheint relativ neu zu sein und ich selbst habe nur wenig Informationen dazu gefunden welche man als neutral und frei von Eigenwerbung einschätzen kann.
    Ist DIR basiert und riecht nach GUE, zumal es von einem ehem. GUE-Instr. ins Leben gerufen wurde. Sie schreiben sich ähnliche Ausbildungsziele auf die Flaggen und bieten ein ähnlich sturkturiertes Angebot von Fundies(BoE) über Mischgas, Wreck und Cave bis zum Rebreather und Scootern. Ob es allerdings wirklich vergleichbar ist kann ich nicht sagen. Eine andere Frage stellt sich da dann bei der internationalen Anerkennung von ISE zumal die zwar weltweit aktiv, aber auch recht jung sind.

    Wäre evt. auch einen Blick wert falls dich die DIR-Schiene reizt.

    #65456

    SirRichi
    Mitglied

    Aloha

    Wie von den Vorrednern richtig erwähnt… ich würde es vom Tauchlehrer abhängig machen. Mal mit verschiedenen reden und “spüren” wie die Denkweise so ist, Uanliker hat da gute Fragen aufgeschrieben (auch wenn ich die Frage mit dem Solotauchen nicht ganz verstehe  😀 ;)). Vielleicht wäre es auch interessant Leute vom möglichen Verband mal an einem Tauchplatz zu treffen? Ausrüstung anschauen, plaudern, evt. unter Wasser mal bisschen beobachten.

    Ich selber bin bei IANTD untergekommen bei einem TL, wo ich vollstes Vertrauen habe und wo ich weiss, dass derjenige den “Stoff” auch hinterfragt und nicht nur willenlos runterbetet.

    Was ich persönlich empfehlen würde… Wenn eine technische Laufbahn eingeschlagen werden soll, dann schaff dir mal das Material an und gehe damit ganz normal und gemütlich tauchen um dich daran zu gewöhnen, geht dann einfacher im Kurs für Schüler UND TL  ;D

    Zum TC: Ist Ausrüstung und das ist wie immer eine Philosophie- & Komfortfrage. Ich persönlich halte es wie schnappi, einen Plan hat man dabei, aber ein Rechner der alles in realtime noch nachrechnet ist mir auch recht.

    Gruess

    Richi

    PS: @ Brünoh: Oh nein, das ist ja wieder ein deggi-frehd  ;D

    #65457

    Anonym

    Bottomtimer vs. Trimixcomputer
    Bis zu meinem PFO-Befund Ende Dezember '09 durfte ich einige normoxische Tx-TG's bis MOD 60m im Sinne von Scubatinoo erleben. Ich liebäugelte zu Beginn meiner Trimix-Taucherei ebenfalls mit einem VR3 o.ä.

    vr3 ist ne solide maschine, hat aber den grossen nachteil, dass man die gradient factors nicht selbst einstellen kann. ich selbst will nach gf10/70 tauchen, weil ist sonst deko probleme bekomm. aber dort kann ich das nicht einstellen. daher hab ich fuer alle rebi tgs einen shearwater, der mich die gradient factors waehlen laesst. und er deckt sich um welten besser mit der desktop planner software. i.d.r. unterscheidet sich der shearwater von der desktop software so um 15 minuten, die ich dann aber auch noch absitze, denn was sind schon 15 minuten…

    wenn ich heute wieder einen compi kaufen muesste, wuerd ich mit dem dr5 von heinrichs weikamp liebaeugeln, nur schon deswegen, weil die software groesstenteils offen ist und ich sie mir so zurecht biegen koennte, wie ich es will 🙂

    cheers
    –bruno

    #65458

    ursusspeleo
    Mitglied

    Wenn eine technische Laufbahn eingeschlagen werden soll, dann schaff dir mal das Material an und gehe damit ganz normal und gemütlich tauchen um dich daran zu gewöhnen, geht dann einfacher im Kurs für Schüler UND TL 

    ???
    Als mittlerweile überzeugter Teamtaucher denke ich dsbzgl. absolut gegensätzlich:
    Unterm Motto 'Dive it yourself' werden aus meiner eigenen Erfahrung mehr schlechte als rechte 'Mödeli' angeeignet… Bei einem Solisten spielt dies eine unterbedeutende Rolle – schlussendlich gefährdet er sich selber  ::)
    Aber in einem Team anspruchsvoller abzutauchen, bedarf unbedingt sauber eingespielte Prozeduren. Solange sich kein Ereignis einschleicht, lässt sich auch im 'Easy-Going-Team' locker und relaxed rumschwaddern. Die Stimmung kann aber schon beim kleinsten, unvorhergesehenen Zwischenfall schlagartig in eine gefährliche Situation umschlagen, weil man mit dem Equippement und dessen Handling nicht eingehend vertraut und schlussendlich völlig überfordert ist. Was nützt ein Langschlauch, wenn man nicht weiss, wie damit bei einer Out-of-Gas-Situation sekundenschnell umzugehen und seinem Buddy kompromisslos Gas zu spenden? Für solche Szenarien braucht man nicht mal grosse Tiefen aufzusuchen – mir sind Fälle bekannt, wo es schon im Flachwasser genau deswegen ziemlich brenzlig wurde… 

    #65459

    SirRichi
    Mitglied

    Ich meinte eher grundsätzliches wie Trim/Wasserlage (das kann man auch easy im Pool üben und vergleichen) und Muskeln anschaffen um die Gerät überhaupt zur Füllanlage und auch vom Parkplatz bis in's Wasser zu schaffen, ohne dass man gleich zusammenbricht oder den Puls für die nachfolgenden Minuten auf 180 hat  ;D.

    #65460

    marc
    Taucher

    ich denke am besten erst mal den TL ausfindig machen und dann mit dem ein, zwei oder mehr runden quatschen. der kann einem dann ggf. auch sagen, was man vor dem eigentlichen kurs schon mitbringen sollte (ausrüstungsmässig/know-how) und was man evtl. sogar vor dem kurs selbst schon mal üben könnte.

    was ich vermeiden würde, selbstständig eine “komplette tech-ausrüstung” anzuschaffen und dann im gespräch mit dem TL merken, das einiges überflüssig, falsch, etc. war.

    #65461

    Walter Ciscato
    Mitglied

    ich selbst will nach gf10/70 tauchen, weil ist sonst deko probleme bekomm.

    Ui ui ui ui ui, dann würde ich mich mal zusätzlich untersuchen lassen.
    Kardialer – bzw. extrakardialer Shunt ist bei dir vermutlich ein Thema.
    Vorallem steigt da das DCS Risko bei zukünftigen belastenden Höhlen-TG's  😉
    Eventuell auch mal bei Versuchsmessungen (z.B. DAN Tage) mitmachen, wo viele Taucher die gleichen Profile tauchen  😉 Dies gibt dir auch einen besseren Anhaltspunkt und wirst auch von Profis betreut.  ;D

    Die erforderlichen Dekostopps errechnen wir mittels DOTF (deco on the fly). Ich investierte somit die beträchtliche Geldsumme vorübergehend lieber für etwas anderes zum Tauchen, als für einen Compi.

    DOTF ist sehr umstritten, statistisch und wissenschaftlich definitiv nicht belegt. Am ehrlichsten fährt man im Trimixbereich nach dynamischen Dekompressionsmodellen (Blasen-/Gewebemodelle). Das gewünschte Onlinefeedback des Tauchcomputer's und im Notfall (Gasverlust, längere Grundzeit als geplan usw.) der automatische Backupplan (errechnet durch den Compi) entspricht von allen Varianten am ehesten der effektiven Realität (Körperreaktion auf den Dekostress/Inertgasblasen mal ausgenommen).

    #65462

    Anonym

    DOTF ist sehr umstritten, statistisch und wissenschaftlich definitiv nicht belegt. Am ehrlichsten fährt man im Trimixbereich nach dynamischen Dekompressionsmodellen (Blasen-/Gewebemodelle). Das gewünschte Onlinefeedback des Tauchcomputer's und im Notfall (Gasverlust, längere Grundzeit als geplan usw.) der automatische Backupplan (errechnet durch den Compi) entspricht von allen Varianten am ehesten der effektiven Realität (Körperreaktion auf den Dekostress/Inertgasblasen mal ausgenommen).

    schlussendlich muss es funktionieren, das ist immer noch das wichtigste. ob es jetzt ein top notch mega master super blasen modell ist, dass sogar meinen angstschweiss berechnet oder plain old buhlmann, jeder soll das waehlen, was ihm am besten passt. du faehrst ja auch nicht das neueste auto und kommst trotzdem an dein ziel… 😉

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