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3. Februar 2011 um 8:23 Uhr #54993
scubatinooTaucherDanke für die detaillierte Info. Damit wird jedem «Tekki» wiedermal vor Augen geführt, warum es Sinn macht die Gaswechsel nicht einfach so für sich zu machen, sondern effektiv mit dem Tauchpartner zusammen – und von diesem die Tiefe und das Atemgas bestätigen zu lassen…
Nach sieben Minuten auf 12 Metern geschah dann das Unvermeidliche.
Gehe ich richtig in der Annahme, dass sich die 7 Minuten auf den Gaswechsel auf 21m plus Aufstieg bis 12m beziehen und nicht auf einen Stopp von 7 Min auf 12m?
3. Februar 2011 um 13:05 Uhr #67927Anonym
Inaktiv@scubatinoo: ja du gehst richtig.
3. Februar 2011 um 22:02 Uhr #67928
uanlikerTaucherHallo Marc,
Aus meiner Sicht gibt es nicht viel zu spekulieren – gemäss Beschreibung von Rocky – vielen Dank für die Schilderung!
bei dem TG sag' ich 3x aua/dumm gelaufen
a) eigene Gase verwechselt
b) Sicherheitsnetz Tauchpartner hat nicht gegriffen
c) während der AusbildungBin auf den Zeitungsbericht gespannt und hoffe auf einen Hinweis wie es zu den 3 auas kommen konnte. Entsprechend bitte den Link oder weitere Infos (z.B. Kennzeichnung der Flaschen) hier mitteilen.
gruss Urs
4. Februar 2011 um 8:49 Uhr #67929Anonym
InaktivEin verwechseln der Flaschen DARF einfach nie im Leben passieren.
Eine O2 Flasche musss selbst ohne Maske noch als O2 Flasche erkennbar sein!
Eine entsprechende Signalisation ist dafür die Voraussetzung!
Ich habe meine O2 Stages farblich so markiert, dass eine Verwechslung schon rein optisch nicht möglich ist. Zudem habe ich auf der O2 Stage einen leuchten gelben Automaten, der sich farblich also auch deutlich von den anderen absetzt.
Die Partnerüberprüfung ist Teil des Gaswechsels. Auch da hilft eine optimale farbliche Kennzeichnung bestens.
Ich wünsche den Verunfallten auf jeden Fall rasche und komplette Genesung!
4. Februar 2011 um 9:21 Uhr #67930marc
TaucherModerator: Habe das Thema vom ursprünglichen TU-Unfall als Diskussionsthema für Techies abgetrennt.
4. Februar 2011 um 9:32 Uhr #67931marc
TaucherEin verwechseln der Flaschen DARF einfach nie im Leben passieren.
Eine O2 Flasche musss selbst ohne Maske noch als O2 Flasche erkennbar sein!
Eine entsprechende Signalisation ist dafür die Voraussetzung!Ich habe meine O2 Stages farblich so markiert, dass eine Verwechslung schon rein optisch nicht möglich ist. Zudem habe ich auf der O2 Stage einen leuchten gelben Automaten, der sich farblich also auch deutlich von den anderen absetzt.
Die Partnerüberprüfung ist Teil des Gaswechsels. Auch da hilft eine optimale farbliche Kennzeichnung bestens.
Das ist vermutlich allen (inkl den Beteiligten) klar – wird wohl in jedem Tech-Kurs auch so geschult.
4. Februar 2011 um 11:52 Uhr #67932Anonym
InaktivTja, Farbmarkierungen, Schutzkappe am O2-Automaten, hot mix rechts, der Partner als Kontrollinstanz, und was alles so gemacht wird: auch da gibts Verwechsungsmöglichkeiten. Das Einzige, was bleibt, ist wohl in der Ausbildung in drastischster Form klar die Überlebenswichtigkeit des richtigen GWs einzuschärfen, dass einzig und alleine man selber dafür verantwortlich ist, und sich diese Tatsachen als ausgebildeter Taucher immer wieder bewusst zu machen.
Als Positivbeispiel fällt mir hier meine Advanced NTX-Ausbildung ein, wo ein sehr drastischer Film über die Auslösung von O2-Krämpfen bei Tieren und Menschen gezeigt wurde. War eindrücklicher, als die nüchtern geschilderten Facts im Manual und der Literatur. Die Bilder habe ich bei jedem GW vor Augen. Negativbeispiel: In meiner Instruktorausbildung (Sporttauchen) wurde mir beim Thema Lungenbarotrauma / Gasemboliegesagt, auf keinen Fall Bildchen mit platzenden Lungen im Unterricht (stilisiert, wohlgemerkt, keine Fotos aus der Pathologie) zu verwenden, da dies den Leuten Angst machen würde, und Tauchen soll ja Spass machen…
4. Februar 2011 um 12:09 Uhr #67933
scubatinooTaucherBei allen Vorkehrungen – es kommt immer wieder zu Verwechslungen mit dem Atemgas. Aber warum nur? Unachtsamkeit? Verwechslung, weil die Flaschen gleich aussehen – wäre es daher sinnvoll z.B. Nitrox-Stages silbrig und O2-Stages weiss zu kaufen? Was für andere Markierungen sind sinnvoll?
4. Februar 2011 um 12:22 Uhr #67934marc
TaucherDu hast die Antwort ja selbst gegeben 😉
Bei allen Vorkehrungen – es kommt immer wieder zu Verwechslungen mit dem Atemgas.
Also bringt am Ende auch die Flaschenfarbe nicht. Das Problem ist hier ganz klar der Mensch dahinter. Unachtsamkeit, zuviel Routine, durch anderes Abgelenkt bzw. mit anderem (zuviel) beschäftigt (taskload) usw. Hier ist eiserne Selbstdisziplin gefragt, den Workflow GW immer gleich einzuhalten.
4. Februar 2011 um 12:33 Uhr #67935
marcokaufmannTauchermöcht hier mal was in die runde werfen von wegen gaswechsel ohne maske sauber erkennbare flasche.
Ich selber habe eine brillenkorrektur von -10 auf beiden augen, aus diesem grund habe ich mir angewöhnt den reinen sauerstoff auf der rechten seite zu tragen damit ich ihn immer, auch ohne brille erkenne.
Je nachdem mit wem man tauchen geht wird man angemacht das es nicht DIR gerecht oder der Allgemeinheit entspricht.
Auf welche Art geht ihr sicher das ihr ohne Brille die Richtige Flasche erwischt?
Achja und bemerkungen wie Blindenschrift oder der gleichen sind weder nett noch sinnvoll.
Achja den Shearwater kann man so knapp ablesen jedoch hilft es wenn sich die Farben bei nem Fehler verändern.
4. Februar 2011 um 12:35 Uhr #67936Anonym
InaktivUpps. Da hab ich ja – als nicht Tech-Taucher – eine kontroverse Diskussion ausgelöst… Vielleicht muss ich noch ergänzen, dass beim GW die Flaschen gegenseitig gecheckt wurden. Die Flaschen wurden nicht verwechselt, sondern die Automaten, was im Resultat allerdings aufs Gleiche hinausläuft. Die beiden beteiligten Taucher haben den Unfall detailliert analysiert und ihre Schlüsse gezogen. Einer der Schlüsse ist, dass die mitgeführten Automaten in Zukunft farblich auffällig unterschiedlich sind und so eine Verwechslung erschwert wird.
4. Februar 2011 um 12:37 Uhr #67937marc
TaucherDafür gibts ein relativ einfacher Test: Flasche zudrehen (wenn sie das nicht eh schon ist) und die Luftdusche kurz antippen. Geht der Zeiger auf dem Fini nach unten handelt es sich um den richtigen Automaten bzw. um den Automaten zu dieser Flasche.
GW ohne Maske: wechsle ich da nicht grundsätzlich erst auf die Backup-Maske die ich immer dabei habe? ::)
4. Februar 2011 um 13:01 Uhr #67938
uanlikerTaucherInteressante Diskussion.
An farbige Regler als Sicherheistmassnahme glaube ich persönlich nicht – im letzten Moment wechselt man einen aus, weil der vorgesehene Regler nicht wie erwartet tut. Hab' immer 1-2 Ersatzregler in der Kiste dabei ::)
Trägt man Stage rechts mit üblicher Positionierung des Langschlauchs holt man sich unnötige Probleme. Macht Spass bei Keine-Luft auf Tiefe zuzusehen, so lange es nur eine Trainingssituation ist 8)
Aus meiner Sicht kommt man nicht drum rum:
– seine Flaschen deutlich mit der Einsatztiefe zu kennzeichnen, lesbar für Anwender und Tauchpartner
– alle Stageflaschen geschlossen und verräumt zu transportieren.
– Flasche auswählen (Ventil) und vom Tauchpartner bestätigen lassen, Automat ziehen, Flasche aufdrehen (hier evtl. nochmalige Kontrolle durch Tauchpartner), Luftdusche (Gas: i.O., kein Gas wieder von vorne starten).Die Flaschen wurden nicht verwechselt, sondern die Automaten, was im Resultat allerdings aufs Gleiche hinausläuft.
Dies würde bedeuten, dass alle Stage-Flaschen offen waren … potentiell viele Probleme. ::)
(unklar welcher Automat im Mund ist, Gas kann unbemerkt abströmen).Oder hattet die beiden unterschiedliche Gase auf dem Rücken mit offenen Automaten vor dem Mund ???
gruss Urs
4. Februar 2011 um 13:13 Uhr #67939Anonym
InaktivAn farbige Regler als Sicherheistmassnahme glaube ich persönlich nicht – im letzten Moment wechselt man einen aus, weil der vorgesehene Regler nicht wie erwartet tut. Hab' immer 1-2 Ersatzregler in der Kiste dabei ::)
Hier könnte man immer noch den richtig farbigen Reglerdeckel umschrauben.
Gruss Benny
4. Februar 2011 um 13:26 Uhr #67940Anonym
Inaktiv@ Benny
Gebe dir recht!–> Falsche Flasche –> Falscher Automat
4. Februar 2011 um 13:38 Uhr #67941marc
TaucherZwei Sachen müssen am Ende stimmen:
1. Richtige Flasche auf der richtigen Tiefe.
2. Richtiger Regler welcher zu in Punkt 1 gewählten Flasche passt.Wie auch immer das jeder für sich bzw. mit seinem Buddy hinbekommt – hier gibt's ganz unterschiedliche Vorgehensweisen.
Ich persönlich halte wenig von Farben da diese schnell mal noch übersehen oder wechselt werden. Da bin ich eher für einen immer gleichen und möglichst idiotensicheren Arbeitsablauf. Für obige Punkte bedeutet das für mich:
1. Flasche anhand Beschriftung auswählen, verifizieren und vom Buddy bestätigen lassen.
2. Automat ziehen, Luftdusche kurz antippen und sehen ob der richtige Fini reagiert.Habe ich ein Problem mit der Maske (bzw. «ohne Maske») dann wird erst dieses Problem behoben sodass ich anschliessend wieder mit Maske mich um den GW kümmern kann. Sollte auch die Backup-Maske futsch sein, muss eben der Buddy behilflich sein.
Interessant finde ich die richtige Feststellung von Urs:
Die Flaschen wurden nicht verwechselt, sondern die Automaten, was im Resultat allerdings aufs Gleiche hinausläuft.
Dies würde bedeuten, dass alle Stage-Flaschen offen waren … potentiell viele Probleme. ::)
(unklar welcher Automat im Mund ist, Gas kann unbemerkt abströmen).Oder hattet die beiden unterschiedliche Gase auf dem Rücken mit offenen Automaten vor dem Mund ???
4. Februar 2011 um 14:26 Uhr #67942
scubalinoTaucherHi
mir wurde beigebracht left = low, right = rich!
Nur ob das in einer Stresssituation wirklich passt, ist dann die 2. Frage 😉
Die Beschriftung der Flaschen bleibt natürlich trotzdem verbindlich.
Gruss Ennio
4. Februar 2011 um 14:33 Uhr #67943marc
TaucherNaja, da gibts halt die unterschiedlichsten Kombinationen/Empfehlungen je nach Verband und/oder Instruktor.
DIR-style und – soweit ich das bis jetzt gesehen habe – relativ verbreitet ist folgendes (korrigiert mich wenn ich falsch liege):
– Alle Stages werden links oder hinten im Leash getragen wobei max. zwei links vorne sind
– Die nächste/aktuelle zu verwendende Flasche ist die links vorne aussen
– Die danach folgt die Flasche innen wobei der Rest jeweilg links hinten im Leash verstaut
– Recht ist frei wegen Out-of-Gas wo der lange Schlauch (Longhose) frei liegen mussWie gesagt: gibt wohl noch eine Menge weiterer Strategien.
4. Februar 2011 um 14:56 Uhr #67944Anonym
InaktivWie Marc sagt ist die Konfiguration nach DIR meines Erachtens die geeignetste.
Wichtig ist aber dass die Flaschen und Automaten eindeutig und unverwechselbar gekennzeichnet sind.Flaschen
Kennung mit Wechseltiefe (Bsp EAN 50 => 21) auf Schulter und seitlich angeschrieben
Automat unter Druck, Hahn geschlossenAutomat
Innen auf dem Ausbläser Kleber mit erneuter Angabe der Wechseltiefe
Eindeutige Kennung durch unterschiedliche Mundstücke oder oder Finityp oder Bänderung etcKontrolle
Gegenseitige Kontrolle beim Bereitstellen der Ausrüstung
Gegenseitiges Messen der Gase vor dem Tauchgang
Kontrolle der Beschriftung
Bubblecheck auf 5 Meter (Letzte Kontrolle der Ausrüstung)
Gegenseitige Kontrolle beim Gaswechsel mit quitieren vom Partner
etcDie Liste könnten wir Abendfüllend verlängern
Wichtig ist eins
Jeder Unfall Zwischenfall hat eine Vorgeschichte an der Oberfläche. Meistens durch Vernachlässigung einiger Kontrollen (man ist zu faul und will sich die Zeit aus Stressgründen nicht nehmen)Sobald die Schwelle vom Sporttauchen überschritten wird, sind die Kontrollen (gegenseitig und eigene) dem geplanten Tauchgang entsprechend zu verstärken zu verdichten.
Grüsse aus dem Seeland
4. Februar 2011 um 14:59 Uhr #67945
TinuTaucherBei mir sind die Gase noch mehr beschriftet:
- Die Automaten haben die MOD auf einem Kleber unter dem Mundstück auf dem Blasenabweiser
Stageflaschen haben zusätzlich oben auf der Schulter kleinere MOD Kleber
Diese beiden Kleber sind für mich: Flaschenschulter bevor ich das Ventil öffne und den Automaten herausziehe, Blasenabweiser bevor ich den Automaten ins Mund nehme vergleiche ich diese Zahl mit der Tiefe auf dem Compi (dies bei Ab-& Aufstieg).
Die Kleber unten auf der Flasche sind für den Buddy.
By the way, Stages auf 100m an der Wand umhängen, unter sich weitere 50m … ist nicht mein Ding. Ich habe 4 Stages, resp. deren Automaten im direkten Zugriff (2 links neben der Brust und 2 weitere rechts hinter der Schulter (sidemount). Erst auf 20m beginne ich Stages umzuhängen, resp. EAN50 (+He) + O2 hervorzuholen und die 'tieferen' Gase nach hinten ans Leash zu hängen.
my 5 cents
- Die Automaten haben die MOD auf einem Kleber unter dem Mundstück auf dem Blasenabweiser
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